Vereinsabend März 2017

ANTARES-VEREINSABEND

Freitag       10.03.2017

 

34 Besucher konnten wir beim Vereinsabend am Freitag, 10.03.2017, besuchen, darunter auch Gäste.

Um 19:00 h begrüßte Gerhard Kermer die Anwesenden.

Um die Beobachtungsqualität für Mitglieder und im Führungsbetrieb zu gewährleisten, muss der Spiegel des Hypergrafen neu bedampft werden. Diese Arbeit wird in Ungarn durchgeführt und etwa 3 Wochen in Anspruch nehmen, die Sternwarte steht deshalb ab Mittwoch, 15.03.2017, für Beobachtungen nicht zur Verfügung.

Dies gilt auch für den Messier-Marathon, der am Wochenende 24.03./25.03.2017 auf dem Sternwartegelände durchgeführt wird. Wir laden dazu alle Mitglieder zur Beobachtung aller 110 Messier-Objekte herzlich ein. Eine Einladung dazu folgt noch gesondert über die ANTARES-E-Mail-Foren.

Nach der Winterpause soll das Sternwartegelände nicht nur für unsere Besucher gepflegt erscheinen. Der Frühjahrsputz ist für Samstag, 08.04.2017, ab 09:00 h, eingeplant, wir bitten um tatkräftige Unterstützung, Aussendung folgt.

Der Vereinsausflug 2017 führt uns am Sonntag, 07.05.2017 nach Linz, wo wir nach einem Besuch der LAG-Sternwarte und des Ars Electronica Center am Nachmittag auf den Spuren von Johannes Kepler durch die Linzer Altstadt wandern.

Unser Vereinsmitglied Dr. Paul Beck berichtete in einer Skype-Übertragung von neuen beruflichen Herausforderungen in der Astronomie. Paul konnte im vergangenen Jahr ein begehrtes und vom spanischen Wissenschaftsministeriums ausgeschriebenen ‘Juan de la Cierva’ Forschungsstipendium für PostDocs einwerben, das es ihm ermöglicht für zwei Jahre wissenschaftlich am Instituto de Astrofisica de Canarias (IAC) tätig zu sein. Dieses Institut betreibt auch die Observatorien auf La Palma und Teneriffa. In den Vereinsnachrichten 3/2017 wird er uns unter dem Titel “Fernweh nach den Sternen” ausführlich und bildreich über das Institut, das Observatorium und das Leben auf den Kanaren berichten.

Als Vortragenden zum Vereinsabend am Freitag, 10.03.2017, hatten wir DDr. Thomas Posch, Institut für Astrophysik der Universität Wien, mit dem Thema „Der neue Welt-Atlas der Lichtverschmutzung“ eingeladen.

Im Vorfeld passte die Aussendung von Radio Wien http://wien.orf.at/news/stories/2826164 über das PRESSEGESPRÄCH „Verlust der Nacht: Zuviel Licht über Wien Optimierung künstlicher Beleuchtung im Außenraum“ optimal zu diesem Thema.

Die Forderung von Univ.-Prof. Dr. Christian Köberl, Generaldirektor des NHM Wien, Dr. Günther Wuchterl, Leiter der Sternwarte des Vereins Kuffner Sternwarte und Mag. Gerald Pfiffinger, Geschäftsführer BirdLife Österreich, Vorstandsmitglied Umweltdachverband:

Nächtliches Lichtverbot für Geschäfte

Die Initiatoren fordern unter anderem, dass Geschäfte nur noch bis 23.00 Uhr beleuchtet sein dürfen.

Neben einem Bericht über die Sternwarte Michelbach in der März-Ausgabe von momag – Mostviertel-Magazin http://www.momag.at/epaper/momag349, in dem der von Sonja Raab verfasste Artikel „Durch Raum und Zeit“ (Seite 12- 14) die Sternwarte Michelbach und die Vereinsaktivitäten vorstellte, befasste sich DDr. Thomas Posch in dem Beitrag „Das Ende der Nacht“ (Seite 24- 27) von Evelyne Heisler mit den Auswirkungen der Lichtverschmutzung auf Mensch und Tier.

So leid uns dies auch tat, DDr. Thomas Posch musste aus persönlichen Gründen diesen Termin absagen; wir hoffen, dass wir DDr. Posch im Herbst bei uns als Vortragenden zu diesem Thema begrüßen dürfen.

Dipl.Ing. Dr. Georg Zotti

Unser Dank gilt Dipl.-Ing. Dr. Georg Zotti, Ludwig Boltzmann Institut für Archäologische Prospektion und Virtuelle Archäologie, der kurzfristig für den Vortrag „Virtuelle Archäoastronomie mit Stellarium“ zusagte.

Georg Zottis Interessenschwerpunkt ist „Kulturelle Astronomie“. Seit 2010 Mitentwickler von Stellarium, ist er Zweiter Vorsitzender der Gesellschaft für Archäoastronomie und Vizepräsident der Europäischen Gesellschaft für Kulturelle Astronomie SEAC.

Archäoastronomie beschäftigt sich mit Spuren systematischer Himmelsbeobachtung in den Hinterlassenschaften früherer Kulturen. Ein wichtiger Teilbereich betrifft die Orientierung von Kultbauten, die häufig mit Sonnwendauf- oder –untergängen, gelegentlich auch mit hellen Sternen in Verbindung gebracht werden. Im Rahmen eines Forschungsprojektes konnte Dr. Georg Zotti in Zusammenarbeit mit Studenten der TU Wien eine Erweiterung zum populären freien Planetariumsprogramm Stellarium entwickeln, mit der man virtuelle dreidimensionale Modelle unter den ebenfalls genauer gewordenen Himmel von Stellarium bringen und so untersuchen kann. Stellarium ist auch ein wichtiges Werkzeug in der großen Stonehenge-Ausstellung im MAMUZ Museum Mistelbach. In seinem Vortrag stellte er auch weitere neuere Entwicklungen von Stellarium vor.

Virtuelle Archäoastronomie

 

Für Oktober ist ein gemeinsamer Besuch des MAMUZ Mistelbach angedacht, wo uns Dr. Zotti durch die um ein Jahr verlängerte Ausstellung „Stonehenge. Verborgene Landschaft“ führen wird – mit mehr Inhalten, mehr Aktivstationen und der Sonderausstellung „Alles Stonehenge oder was!“, die Stonehenge als Bestseller zeigt.

 

Weiterführende Quellen (in engl. Sprache)

Georg ZOTTI: Archaeoastronomical simulations in a desktop planetarium

http://www.chnt.at/wp-content/uploads/eBook_CHNT20_Zotti_2015.pdf

Georg Zotti: TOWARDS SERIOUS GAMING FOR ARCHAEOASTRONOMICAL SIMULATION

http://maajournal.com/Issues/2014/Vol14-3/Full25.pdf

Georg Zotti: OPEN-SOURCE VIRTUAL ARCHAEOASTRONOMY

http://maajournal.com/Issues/2016/Vol16-4/Full3.pdf

 

Mit freundlicher Genehmigung durch “Astronomisches Büro Wien” (Prof. Hermann Mucke) und Georg Zotti dürfen wir den im „DER STERNENBOTE 728/2017-3“ veröffentlichen Artikel „Virtuelle Archäoastronomie“ für die Gestaltung dieser Vereinsnachlese verwenden.

 

VORSCHAU Vereinsabende:

14.04.2017 Dr. Richard Schwarz

Institut für Astrophysik der Universität Wien

                   Exoplaneten und ihre Entdeckungsmöglichkeiten

 

12.05.2017 Dr. Josef Pradler

Institut für Hochenergiephysik,         Juniorgruppenleiter am HEPHY in Wien

                   Dunkle Materie beleuchtet

 

Gerhard KERMER

Vorsitzender

M 0664 73122973

E gerhard.kermer@aon.at