Vereinsabend 09.03.2018

ANTARES-VEREINSABEND
Freitag 09.03.2018

Der Verein ANTARES NOE AMATEURASTRONOMEN veranstaltet jeden zweiten Freitag im Monat seinen monatlichen Vereinsabend.
Ein Vortrag mit einem astronomischen Thema, gemütliches Beisammensein, Erfahrungsaustausch und die PRÄSENTATION von ASTROFOTOS unserer Mitglieder sind fester Bestandteil dieser Vereinsabende.
BESUCHER sind HERZLICH WILLKOMMEN! EINTRITT FREI!!!

Gasthof Leo GRAF
Bahnhofplatz Süd – 7
3100 St. Pölten

Treffen ab 18:00 h
19:00 h Begrüßung, Vereinsnachrichten
19:10 h DI Dr. Georg Fischer
Institut für Weltraumforschung, A-8042 Graz
Cassini-Huygens: Höhepunkte der Saturnmission

Über den Vortragenden
DI Dr. Georg Fischer
Institut für Weltraumforschung, A-8042 Graz
Geboren 1971 in Klagenfurt, studierte Georg Fischer von 1990 -1999 an der TU Graz „Technische Physik“ (MSc, Titel Diplomingenieur).
Von 2001 – 2004 studierte er an der Karl-Franzens-Univesität Graz Geophysik und Meteorologie, das er am 19.07.2004 mit Auszeichnung abschloss (PhD). Titel seiner Doktorarbeit „“Energy dissipation and HF radiation of lightning on Titan and Earth”, Supervisosr Prof. Dr. Helmut O. Rucker (Die Energieableitung und HF Strahlung von Blitzen auf Titan und Erde).
Seit etwa 15 Jahren, dem Beginn seiner Doktorarbeit über mögliche Blitze auf Titan, die er 2004 abschloss, arbeitet Georg Fischer mit den Daten der Raumsonde Cassini. Seit 2004 ist er Mitglied im Cassini RPWS (Radio and Plasma Wave Science) Team, seit Ende 2010 offiziell Cassini RPWS Co-Investigator (siehe http://cassini.physics.uiowa.edu/cassini/). In den Jahren 2006-2008, seiner Postdoc-Zeit an der University of Iowa, wo das RPWS Instrument hauptsächlich gebaut wurde, hat er ca. 3 Jahre lang an den Cassini RPWS Daten gearbeitet. Beim End-of-Mission Event im September 2017 war er live in Pasadena mit dabei.
Sein Vortrag soll über die wichtigsten Erkenntnisse der Mission Cassini-Huygens berichten.

THEMA
Cassini-Huygens: Höhepunkte der Saturnmission
Giovanni Domenico Cassini und Christiaan Huygens: zwei bedeutende Wissenschaftler, die sich um die Saturnringe verdient gemacht haben: Huygens erkannte die Struktur der Ringe, Cassini fand die nach ihm benannte Cassini-Teilung.
Die Mission Cassini-Huygens, eine gemeinsam von NASA und ESA entwickelte Sonde und eine der größten, schwersten und komplexesten interplanetaren Raumsonden, die jemals gebaut wurden, startete am 15.10.1997 von Cape Canaveral aus mit einer Rakete vom Typ Titan Centaur IVB. Nach zwei Vorbeiflügen am Planeten Venus (April 1998 und Juni 1999) und einem an der Erde (August 1999) hat Cassini/Huygens zur Jahreswende 2000/2001 Jupiter passiert und ist im Juli 2004 beim Saturn angekommen und in einen Orbit um den Ringplaneten eingeschwenkt. 13 Jahre lang erforschte Cassini Saturn und seine Ringe, Titan und andere Saturnmonde, das Magnetfeld und die Plasmasphäre. Am 15.09.2017 endete die Mission mit dem Sturz Cassinis in den Ringplaneten. Besondere „Highlights“ der Mission waren die Erforschung des Saturnmondes Titan durch die Landung der Huygens-Probe, oder die Entdeckung der Geysire auf dem Eismond Enceladus, wo es lebensfreundliche Bedingungen in einem Ozean unter der Eisdecke geben könnte. Cassini brachte uns bisher unbekannte Ansichten und Einsichten über viele weitere Monde des Saturnsystems, die Ringe oder Saturn selbst. Außerdem wird im Vortrag Rückschau über die Beiträge der österreichischen Weltraumforschung zu Cassini-Huygens gehalten, ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Erforschung von Blitzen und riesigen Gewittern in der Saturnatmosphäre.

Wir freuen uns über euer Interesse und über zahlreiche Teilnehmer.

Gerhard KERMER
Vorsitzender
Öffentlichkeitsarbeit und Führungen