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ALMA beobachtet weitest entfernten Sauerstoff im Universum

Ein Team von Astronomen entdeckte mit dem Atacama Large Millimeter/submillimeter Array (ALMA) leuchtenden Sauerstoff in einer fernen Galaxie, gerade einmal 700 Millionen Jahre nach dem Urknall. Dies ist die am weitesten entfernte Galaxie, in der Sauerstoff eindeutig nachgewiesen wurde. Das Gas wurde mit hoher Wahrscheinlichkeit durch die intensive Strahlung von jungen Riesensternen ionisiert. Die Galaxie scheint ein Beispiel für jene Art von Quellen zu sein, die in der frühen Phase des Universums für die erneute kosmische Ionisation verantwortlich sind. Astronomen aus Japan, Schweden, Großbritannien und von der ESO nutzten das Atacama Large Millimeter/submillimeter Array (ALMA), um eine der am weitesten entfernten Galaxien im Universum zu beobachten. SXDF-NB1006-2 besitzt eine Rotverschiebung von 7,2, das bedeutet, dass wir die Galaxie nur 700 Millionen Jahre nach dem Urknall beobachten. Das Team hoffte schwere chemische Elemente [1] in der Galaxie zu finden. Deren Häufigkeit verrät den Grad der Sternentstehung in der Galaxie und gibt in weiterer Folge Aufschluss über die sogenannte Phase der sogenannen Reionisation im Universum.

http://www.eso.org/public/austria/news/eso1620/

CaSSIS sendet erste Bilder vom Mars

Die Mars-Kamera CaSSIS auf der ExoMars-Sonde hat diese Woche die ersten Bilder vom Mars aufgenommen. Obwohl aus der grossen Distanz noch nicht viel zu erkennen ist, sind sie wichtig zur Vorbereitung der Mission, die im Oktober beim Roten Planeten ankommen soll.

CaSSIS (Colour and Stereo Surface Imaging System) wurde von einem internationalen Team unter Leitung der Universität Bern entwickelt. Die Kamera startete im März mit der ESA-Raumsonde ExoMars ihre Reise zum Mars.

Am 13. Juni, als das erste Bild aufgenommen wurde, betrug die Distanz zwischen Mars und der Sonde 41 Millionen Kilometer. Obwohl die Aufnahmen nicht vergleichbar sind mit der hohen Auflösung, die CaSSIS liefern wird, wenn sie ihr Ziel erreicht hat, stellen sie dennoch einen wichtigen Meilenstein für das Team dar.

http://www.unibe.ch/aktuell/medien/media_relations/medienmitteilungen/2016/medienmitteilungen_2016/cassis_sendet_erste_bilder_vom_mars/index_ger.html

Radioemissionen von Jupiters Atmosphäre

Berkeley-Forscher messen Radioemissionen von Jupiters Atmosphäre in Wellenlängenbändern, wo die Wolken transparent sind. Die Radioastronomen waren in der Lage, so tief wie 100 Kilometer (60 Meilen) unterhalb der Wolkenoberseite, einen weitgehend unerforschten Bereich, in dem sich Wolken bilden zu beobachten. Die thermische Radioemissionen des Planeten sind teilweise durch Ammoniakgas absorbiert. Bezogen auf die Menge der Absorption konnten die Forscher bestimmen wie viel Ammoniak vorhanden ist und in welcher Tiefe. Durch das Studium der Atmosphäre dieser Regionen des Planeten hoffen die Astronomen wie die globale Zirkulation und die Wolkenbildung von Jupiters leistungsfähiger interne Wärmequelle. Diese Studien werden auch Licht auf ähnliche Prozesse auf anderen Riesenplaneten in unserem Sonnensystem auftreten und auf neu entdeckte Riesen Exoplaneten um ferne Sterne

http://www.dailymail.co.uk/sciencetech/article-3620359/Jupiter-ve-never-seen-3D-map-gas-giant-reveals-turbulent-atmosphere-colourful-clouds-incredible-detail.html

Ist Planet 9 ein „gestohlener“ Exoplanet?

Astronomen ermitteln Wahrscheinlichkeit für ein „Einfang“-Szenario im jungen Sonnensystem

Ein Fremdling im Sonnensystem? Der mögliche neunte Planet des Sonnensystems könnte ursprünglich von einem anderen Stern stammen, wie neue Simulationen zeigen. Demnach könnte die Schwerkraft der jungen Sonne den Planeten bei einer engen Begegnung mit einem Nachbarstern eingefangen haben. Wir hätten dann nicht nur einen echten Exoplaneten direkt in unserem Hinterhof, das Szenario könnte auch erklären, warum Planet 9 einen so exotischen Orbit besitzt. Der vielleicht existierende PLanet 9 könnte einst von einem fremden Stern ins Sonnensystem übergegangen sein. Der vielleicht existierende PLanet 9 könnte einst von einem fremden Stern ins Sonnensystem übergegangen sein. © Lund University Zoom Gibt es tatsächlich einen neunten Planeten im Sonnensystem? Indizien, die Astronomen Anfang 2016 vorstellten sprechen dafür, dass ein etwa neptungroßer Eisriese die Sonne auf einer sehr weit außen liegenden, extrem exzentrischen Umlaufbahn umkreist. Seither suchen Astronomen nicht nur fieberhaft nach diesem Planeten, Forscher versuchen auch mit Hilfe von Simulationen und Modellen herauszufinden, woher dieser Planet 9 stammt und wie er in diese exotische Bahn gelangte. Eine der Hypothesen: Die Sonne könnte den neunten Planeten von einem benachbarten Stern sozusagen „gestohlen“ haben. Denn ähnlich wie andere Sterne wurde die Sonne als Teil eines Sternenclusters geboren. Rein theoretisch könnte daher ein Planet eines nahe passierenden jungen Nachbarsterns von der Schwerkraft der Sonne eingefangen und auf seinen jetzigen Orbit gebracht worden sein. Wie wahrscheinlich ein solches Szenario ist, haben nun Alexander Mustill von der Lund Universität in Schweden und seine Kollegen mit Hilfe von astrophysikalischen Modellen und Simulationen untersucht.

http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-20232-2016-06-01.html

Asteroiden brachten das meiste Wasser auf den Mond

Von Jan Oliver Löfken Kometen spielten als Lieferant flüchtiger Substanzen eine offenbar nur untergeordnete Rolle

Der Mond war in seiner Frühphase von einem Ozean aus Magma bedeckt © NASA/ GSFC. Milton Keynes (Großbritannien) – So trocken die Oberfläche des Monds ist, lieferten zahlreiche Missionen Hinweise auf größere Wassermengen an den Mondpolen und im Inneren des Erdtrabanten. Unklar ist bislang jedoch der genaue Ursprung des Wassers. Britische und französische Wissenschaftler halten nun laut einer im Fachblatt „Nature Communications“ veröffentlichten Studie Asteroiden für die bedeutendste Wasserquelle. Die bis zu einige hundert Kilometer großen Himmelskörper sollen bereits in einer frühen Entwicklungsphase kurz nach Entstehung des Mondes vor 4,5 Milliarden Jahren aufgeschlagen sein. Das meiste Wasser gelangte über einen Zeitraum von 10 bis 200 Millionen Jahren auf den Mond, als ein Magmaozean auf der Oberfläche existierte“, berichten Jessica Barnes von der Open University in Milton Keynes und ihre Kollegen von den Naturhistorischen Museen in Paris und London. Ihre Annahme gründet auf Isotopenanalysen lunarer Gesteinsproben, die sie mit der Zusammensetzung von Asteroiden und auch Kometen verglichen. Der Fokus der Forscher richtete sich dabei vor allem auf die Elemente Wasserstoff und Stickstoff, deren Isotopenverteilungen auf sogenannte kohlige Chondriten aus dem inneren Asteroidengürtel hinwiesen. Kometen, die Wasser mit einer erhöhten Konzentration des schweren Wasserstoffisotops Deuterium mit sich trugen, zeichnen dagegen für weniger als 20 Prozent des lunaren Wassers verantwortlich.

http://www.wissenschaft-aktuell.de/artikel/Asteroiden_brachten_das_meiste_Wasser_auf_den_Mond1771015590141.html

Dolch aus Meteoriten-Metall

Ägyptischer Pharao wurde mit „kosmischer “ Grabbeigabe mumifiziert

Der prachtvolle Dolch aus Tutanchamuns Grab: Die Klinge ist aus Eisen, Griff und Scheide aus Gold. © Comelli et al. / Meteoritics & Planetary Science Zoom

Himmlische Beigabe: Der ägyptische Pharao Tutanchamun wurde mit einem Dolch aus Meteoriten-Eisen bestattet – einem Metall, dass damals als kostbarer galt als Gold. Das belegen neue Analysen der prachtvollen Waffe mit Eisenklinge und Goldgriff. Für einen „himmlischen“ Ursprung spricht demnach vor allem ein hoher Nickelfehalt mit Spuren von Kobalt, wie die Forscher erklären. Quelle dieses Metalls könnte ein Meteorit gewesen sein, dessen Fragmente westlich von Alexandria gefunden wurden. Die frühen Kulturen des Nahen Ostens gehören zu den Vorreitern der Metallverarbeitung. Davon zeugen unter anderem einer 7.000 Jahre alten Kupferahle am Jordan, aber auch alte Kupferminen in der Negev-Wüste. Auch in Ägypten nutzte man spätestens seit dem 4. Jahrtausend vor Christus Kupfer, Bronze und Gold.

http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-20231-2016-06-01.html

Bisher fernstes Wasserstoffsignal einer Galaxie

Radioastronomen messen erstmals Wasserstoffverteilung in fünf Milliarden Lichtjahren Entfernung

Astronomischer Rekord: Forscher haben erstmals das Wasserstoff-Signal einer fünf Milliarden Lichtjahre weit entfernten Galaxie detektiert. Das ist fast doppelt so weit entfernt wie bisher mit Radioteleskopen möglich. Die neuen Messungen zeigen, dass diese Galaxie ungewöhnlich gasreich ist und vielleicht gerade eine Verschmelzung mit einer weiteren Sternenansammlung erlebt.Wasserstoff ist das Urelement des Kosmos und der wichtigste Rohstoff für die Bildung von Sternen im Universum. Wie viel von diesem Gas eine Galaxie enthält und wie es verteilt ist, liefert daher wertvolle Erkenntnisse über ihr Wachstum und ihre Entwicklung. Während jedoch die Radioemissionen des Wasserstoffs in der Milchstraße oder in nah benachbarten Galaxien gut zu empfangen sind, lag der bisherige Rekord für die fernen Wasserstoffsignale bei weniger als drei Milliarden Lichtjahren. Signal in der 21-Zentimeter Linie Mit Hilfe der Radioteleskope des Very Large Array (VLA) in den USA ist es nun jedoch gelungen, erstmals Wasserstoffemissionen aus der fast doppelten Entfernung zu detektieren. „Dies ist das erste Mal, dass wir atomaren Wasserstoff in einer Galaxie so weit weg von der Erde direkt messen konnte“, sagt Studienleiter Ximena Fernández von der Rutgers University in New Jersey.

http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-20239-2016-06-02.html

Pluto: Umwälzströmung im Eis

Blick auf die Eisebene Sputnik Planum, die polygonalen Schollen sind gut zu erkennen (Foto: NASA/JHUAPL/SwRI) Der Zwergplanet Pluto sorgt immer wieder für neue Überraschungen, seit die Aufnahmen der NASA-Raumsonde New Horizons ihn als eine verblüffend dynamische und vielgestaltige Welt enthüllten. Jetzt haben Forscher eine der auffälligsten Landschaftsformen des Zwergplaneten näher untersucht: die von großen polygonalen Eisschollen überzogene Ebene Sputnik Planum. Die rätselhaften Schollen entstehen demnach durch eine anhaltende Konvektion des Stickstoffeises – ständig steigt wärmeres Eis nach oben und kälteres sinkt herab.

http://www.wissenschaft.de/erde-weltall/geowissenschaften/-/journal_content/56/12054/11841767/Pluto%3A-Umw%C3%A4lzstr%C3%B6mung-im-Eis/

Sehr scharf und sehr gut: Messinstrument LUCI erfolgreich getestet

Heidelberger Wissenschaftler maßgeblich an Entwicklung und Bau beteiligt – Beobachtungsbetrieb am größten Einzelteleskop der Welt

Das Large Binocular Telescope mit seinen beiden 8,4-Meter-Spiegeln im geöffneten Schutzbau. Das Gebäude ist frei drehbar und hat eine Höhe von etwa 60 Metern. Nach zehnjähriger Entwicklungs- und Bauzeit ist ein neues Universalgerät für astronomische Beobachtungen am größten Einzelteleskop der Welt, dem Large Binocular Telescope in den USA, in seiner endgültigen Ausbaustufe zu einem erfolgreichen Testeinsatz gekommen. Das hochkomplexe Instrument mit der Bezeichnung LUCI erlaubt es, Bilder und Spektren im Infraroten mit herausragender Qualität aufzunehmen. Entwickelt wurde es von Wissenschaftlern des Zentrums für Astronomie der Universität Heidelberg (ZAH) gemeinsam mit Kollegen des Max-Planck-Instituts für Astronomie in Heidelberg und des Max-Planck-Instituts für Extraterrestrische Physik in Garching. In den kommenden Wochen folgen weitere Kalibrationen des Messsystems. Anschließend wird LUCI im allgemeinen Beobachtungsbetrieb der Forschung zur Verfügung stehen. Die damit gewonnenen Daten sollen Einblicke in die „Kinderstube“ von Sternen bieten oder möglicherweise auch die Beobachtung von Planeten erlauben, die um ferne Sterne kreisen.

https://www.uni-heidelberg.de/presse/news2016/pm20160426_sehr-scharf-und-sehr-gut-astronomisches-messinstrument-luci-erfolgreich-getestet.html

Ein winziger Schalter für ein paar Lichtteilchen

Über ein einzelnes Molekül lässt sich ein Lichtstrahl mit wenigen Photonen steuern – ein Schritt hin zum photonischen Computer

Die Jediritter der Star Wars-Saga führen einen unmöglichen Kampf. Das liegt nicht an der Überlegenheit des feindlichen Imperiums, sondern an der Physik. Denn mit Laserschwertern lässt sich nicht kämpfen wie mit metallenen Klingen: Lichtstrahlen spüren sich gegenseitig nicht. Damit ein Lichtstrahl einen anderen wahrnimmt, braucht es bislang ein größeres optisches Bauteil als Vermittler und sehr intensives Licht. Einem Team des Max-Planck-Instituts für die Physik des Lichts ist dieser Vermittlungsprozess nun erstmals mit einem einzigen organischen Molekül und nur einer Handvoll Photonen gelungen. Mit diesen Lichtteilchen beeinflussen und schalten die Forscher einen anderen Lichtstrahl. Das grundlegende Experiment könnte nicht nur Eingang in physikalischen Lehrbüchern finden, sondern auch helfen, nanooptische Transistoren für einen photonischen Computer zu entwickeln.

https://www.mpg.de/10474634/photonik-nanooptisch-transistor

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