News

BL Lacertae – die heißeste Feuerstelle im All

Radioastronomen blicken tief ins Herz einer aktiven Galaxie

Im Zentrum der 900 Millionen Lichtjahren entfernten aktiven Galaxie BL Lacertae lauert ein schwarzes Loch. Aus seiner unmittelbaren Umgebung wird Radiostrahlung ausgesendet. Ihr galt jetzt die Beobachtung eines Verbunds aus mehreren Teleskopen; das Weltraumobservatorium Spektr-R war ebenso dabei wie die 100-Meter-Antenne Effelsberg sowie 14 weitere über die ganze Erde verteilte Teleskope. Dabei haben Forscher alle gemessenen Signale an einem Spezialrechner (Korrelator) im Bonner Max-Planck-Institut für Radioastronomie miteinander verbunden. Auf diese Weise entstand ein virtuelles Teleskop von achtfachem Erddurchmesser – und das bisher schärfste Bild in der Astronomie.

https://www.mpg.de/9897465/radioastronomie

ESOcast 81: Geister am Himmel!

Einer der ESO-Fotobotschafter gehört nun zu einer auserlesenen Gruppe von Menschen, die ein seltsames Phänomen am Himmel fotografiert haben: Rote Kobolde. Dabei handelt es sich nicht um astronomische Objekte, sondern um Erscheinungen in der Erdatmosphäre, die im Zusammenhang mit Gewittern auftreten. Sie sind schwer zu entdecken, da die richtigen Bedingungen gegeben sein müssen. Außerdem sind sie nur für wenige Sekunden sichtbar. Petr Horálek war aber zur richtigen Zeit am richtigen Ort, als er die Observatorien der ESO in La Silla und Paranal in Chile besucht hat. Dieser ESOcast erforscht die außergewöhnlichen Bilder, die dabei heraus kamen und erklärt, wie es zu diesen geisterhaften Erscheinungen kommt.

http://www.eso.org/public/germany/announcements/ann16005/

Raumsonde Cassini beginnt mit vorletztem Abschnitt ihrer Mission

Die Raumsonde Cassini hat mit Manövern begonnen, um in eine stark geneigte Bahn um den Ringplaneten zu gelangen. Dies ist der vorletzte Abschnitt ihrer Mission, die mit einem gezielten Absturz auf den Ringplaneten am 15. September 2017 enden wird. von Tilmann Althaus

Derzeit sind die Missionskontrolleure der NASA dabei, die Saturnsonde Cassini in eine dem Äquator gegenüber stark geneigte Bahn um den Ringplaneten umzuleiten. Dies geschieht, um Cassini einen optimalen Blick auf das Ringsystem zu ermöglichen. Im Jahr 2015 befand sich die Sonde auf äquatornahen Bahnen, um die diversen Monde aus der Nähe zu erkunden. Von solchen Bahnen aus lassen sich aber die Ringe nur unter sehr flachen Blickwinkeln beobachten. Schon am 30. Dezember 2015 änderte sich mit einem Schubmanöver des Bordantriebs die Umlaufgeschwindigkeit der Sonde um rund acht Meter pro Sekunde, worauf sich am 15. Januar 2016 ein dichter Vorbeiflug am größten und massereichsten Saturnmond, Titan, anschloss. Nun folgte am 23. Januar ein weiteres Schubmanöver, das wiederum eine Geschwindigkeitsveränderung von rund sieben Metern pro Sekunde erbrachte. Diesem wird am 1. Februar ein weiterer Titanvorbeiflug folgen, der die Umlaufgeschwindigkeit um 774 Meter pro Sekunde erhöhen wird.

http://www.spektrum.de/news/raumsonde-cassini-beginnt-mit-vorletztem-abschnitt-ihrer-mission/1396566?_ga=1.248232391.1137113267.1451903312

Astronomen finden Hinweise auf neunten Planeten im Sonnensystem

Immer wieder hatten Wissenschaftler die Entdeckung eines neuen Planeten im Sonnensystem verkündet, Recht hatte keiner. Nun sei das anders, sind sich zwei US-Forscher sicher.

Zwei US-Forscher haben starke Hinweise auf einen neunten Planeten gefunden, der die Sonne weit außerhalb der Bahn des Neptun und des Pluto umkreist. Wie Konstantin Batygin und Mike Brown vom California Institute of Technology (Caltech) erklären, sind sie dem noch nicht nachgewiesenen Himmelskörper mit Computermodellen auf die Spur gekommen. Der von ihnen postulierte „Planet Neun“ wäre so groß, dass sein Status als Planet eindeutig wäre. Zusätzlich dominierte er eine viel größere Region als die anderen acht Planeten.

Beide Forscher wissen um die vielen angeblichen Entdeckungen eines neuen Planeten in der Vergangenheit, daher haben sie sich auf die Skepsis vorbereitet. „Warum es diesmal anders ist?“, fragt Brown selbst: Diesmal ist es anders, weil wir richtig liegen.

http://www.heise.de/newsticker/meldung/Astronomen-finden-Hinweise-auf-neunten-Planeten-im-Sonnensystem-3079715.html

Quasare – Die größten und hellsten Objekte des Universums

Quasare sind weit entfernte Galaxien, die sehr aktive super­masse­reiche schwarze Löcher in ihrem Zentrum beher­bergen, die gewaltige Jets aus Teil­chen und Strahlung aus­stoßen. Die meisten Quasare leuchten sehr hell, aber ein kleiner Bruch­teil dieser Objekte zählt zu einer unge­wöhn­lichen Unter­art, die als Hot DOGs – Hot Dust-Obscured Galaxies – bezeichnet werden. So auch die Galaxie W2246-0526, die leucht­kräftigste uns bekannte Galaxie im Universum. Zum ersten Mal nutzte nun ein Forscher­team unter der Leitung von Tanio Díaz-Santos von der Univer­sidad Diego Portales in Santiago de Chile die einzig­artigen Fähig­keiten von ALMA, um in das Innere von W2246-0526 hinein­zu­spähen und die Bewegung ioni­sierter Kohlen­stoff­atome zwischen den Sternen der Galaxie zu messen. „Wir haben große Mengen interstellarer Materie in einem extrem stür­mi­schen und dyna­mischen Stadium vor­ge­funden. Sie rast mit etwa zwei Millionen Kilo­metern pro Stunde durch die Galaxie“, erläutert Díaz-Santos. Die Astro­nomen gehen davon aus, dass dieses stürmische Ver­halten mit der extremen Leucht­kraft der Galaxie in Zusammen­hang steht. W2246-0526 strahlt so viel Licht ab wie schätzungs­weise 350 Billionen Sonnen. Diese über­raschend große Hellig­keit wird durch eine Scheibe aus über­hitztem Gas ange­trieben, das spiral­förmig in das super­masse­reiche schwarze Loch im Zentrum der Galaxie fällt. Das Licht dieser Akkretions­scheibe kann nicht auf direktem Wege ent­kommen, es wird von einer um­ge­benden dichten Staub­decke absor­biert, die dann die Energie im Infra­rot-Bereich wieder emittiert.

https://de.sott.net/article/21288-Quasare-Die-groten-und-hellsten-Objekte-des-Universums

Kosmische Extrem-Lichtquelle gibt Rätsel auf

Neuentdecktes Objekt könnte extremste bekannte Supernova sein – oder etwas ganz Neues

Nur 15 Kilometer groß, aber 20 Mal heller als die gesamte Milchstraße: Eine neuentdeckte kosmische Lichtquelle lässt Astronomen rätseln. Könnte es sich um eine außergewöhnlich helle Sternenexplosion handeln? Wenn ja, wäre dies die mit Abstand leuchtstärkste Supernova, die je beobachtet wurde, wie die Forscher im Fachmagazin „Science“ berichten. Noch aber ist können sie über die wahre Natur dieses kosmischen Leuchtfeuers und seine Energiequelle nur spekulieren. Handelt es sich bei der rätselhaften Lichtquelle um eine extreme Supernova? Hat ein massereicher Stern seinen Fusionsbrennstoff aufgebracht, explodiert er in einer Supernova – er leuchtet am Himmel plötzlich besonders hell auf. Im Extremfall kann eine solche Sternenexplosion sogar extrem energiereiche Gammablitze erzeugen. Auch Weiße Zwerge, die von nahen Sternenpartnern zu viel Materie abgesaugt haben, können zur Supernova werden. So weit, so bekannt.Doch was Subo Dong vom Kavli Institute for Astronomy and Astrophysics in Peking und seine Kollegen am 14. Juni 2015 entdeckt haben, passt in keine der bekannten Supernova-Kategorien. Sie beobachteten im Rahmen des All Sky Automated Survey for Supernovae (ASAS-SN), einem Projekt, das mit einem weltweiten Netzwerk aus zusammengekoppelten automatischen Teleskopen nach Sternenexplosionen sucht, das Aufleuchten einer außergewöhnlich hellen Lichtquelle am Himmel

http://www.scinexx.de/newsletter-wissen-aktuell-19733-2016-01-15.html

Rosetta entdeckt Wassereis auf der Oberfläche von Churyumov-Gerasimenko

Ein Komet besteht zwar zu einem großen Teil aus Wassereis, und in seiner Atmosphäre, der sich in Sonnennähe bildenden Koma, überwiegt Wasserdampf. Aber auf der eigentlichen Kometenoberfläche ist von Wassereis nichts zu sehen. Jetzt aber haben Wissenschaftler mit dem Instrument VIRTIS auf der Kometensonde Rosetta an zwei Stellen auf dem Kometen 67P/Churyumov-Gerasimenko die Existenz von Wassereis auf der Oberfläche nachgewiesen. „Wir konnten in den Spektrometerdaten vom September und November 2014 erkennen, dass in der Region Imhotep zwei metergroße helle Flecken tatsächlich aus Eis bestanden“, erklärt Dr. Gabriele Arnold vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Die Berliner Planetenforscherin leitet die deutschen wissenschaftlichen Beiträge zum Instrument VIRTIS und veröffentlicht mit einem internationalen Team ihre Forschungsergebnisse nun in der aktuellen Ausgabe des Wissenschaftsmagazins „Nature“. http://www.dlr.de/dlr/desktopdefault.aspx/tabid-10081/151_read-16399/#/gallery/21665

Planet X – Astronomen bleiben skeptisch

Gleich zwei Untersuchungen weisen auf die Existenz weiterer großer Objekte im äußeren Sonnensystem hin – doch beide sind umstritten. Forscher hoffen auf eine Art öffentliche Schwarmintelligenz, um der Wahrheit auf die Spur zu kommen.

Seit Jahrzehnten suchen Astronomen nach einem möglichen „Planeten X“ im äußeren Sonnensystem. Ein großes, dunkles Objekt müsse dort draußen lauern, so die Spekulation, und mit seiner Schwerkraft gelegentlich für Unruhe in den Umlaufbahnen der bekannten Himmelskörper im Sonnensystem sorgen. Ein Blick in die Geschichte liefert ausreichend Motivation für eine solche Suche: Als Astronomen 1846 nach einem Planeten X jenseits von Uranus suchten, entdeckten sie Neptun. Und als sie nach einem weiteren Planeten jenseits von Neptun fahndeten, stießen sie auf Pluto. Doch die Suche nach einem Planeten X jenseits von Pluto erwies sich fast schon als zu erfolgreich – die Himmelsforscher stießen auf so viele neue und plutoähnliche „transneptunische Objekte“, kurz TNOs, dass es ihnen eher ratsam erschien, Pluto seinen Status als Planet zu rauben, als die planetarische Population des Sonnensystems um mehrere hundert Mitglieder zu erweitern. Denn selbst die größten der neu aufgespürten TNOs kamen mit ihrer Größe gerade einmal an Pluto heran – keines dieser Objekte schien die Bezeichnung „Planet X“ zu verdienen.

http://www.spektrum.de/news/forscher-streiten-ueber-die-existenz-eines-planeten-x/1392138

Mega-Galaxie aus der Frühzeit des Universums entdeckt

Tausendfach massereicher als die Milchstraße – das ist der Galaxienhaufen IDCS J1426.5+3508. Er bildet die größte bisher bekannte Struktur im frühen Universum. von Daniel Lingenhöhl

In zehn Milliarden Lichtjahren Entfernung von uns rast der Galaxienhaufen IDCS J1426.5+3508 (kurz: IDCS 1426) durch das All: 250 Billionen Mal massereicher als unsere Sonne beziehungsweise 1000 Mal massereicher als unsere Milchstraße – ein wahrer Gigant aus der Jugend des Universums, dessen Entstehung die beobachtenden Astronomen um Mark Brodwin von der University of Missouri auf eine Zeit rund 3,8 Milliarden Jahre nach dem Urknall schätzen. Damit handelt es sich zugleich um den ältesten Galaxienhaufen dieser Größe, der bislang registriert worden ist. IDCS 1426 besteht aus tausenden Einzelgalaxien, die durch die Schwerkraft und unter dem Einfluss dunkler Materie zu einem riesigen Komplex vereinigt wurden. Bis zu 90 Prozent der vorhandenen Masse könnte auf dunkle Materie zurückzuführen sein, so die Astronomen.http://www.spektrum.de/news/mega-galaxie-aus-der-fruehzeit-des-universums-entdeckt/1392829?_ga=1.218141145.1137113267.1451903312

Letzte Chance für Philae

Kommando von der Bodenstation soll Drallrad aktivieren

Für den kleinen Lander Philae wird es nun eng: Mit jedem weiteren Tag entfernt sich Komet Churyumov-Gerasimenko weiter von der Sonne, und die Temperaturen auf der Kometenoberfläche fallen. Voraussichtlich Ende Januar werden die Bedingungen auf Churyumov-Gerasimenko so „Lander-feindlich“, dass die Mission mit Philae ihr natürliches Ende finden wird. Gestern haben die Projektforscher nun einen letzen Versuch zum Wiedererwecken unternommen.

http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-19714-2016-01-11.html

Seite 5 von 6« Erste...23456