Vereinsabend August 2021

Grillabend auf der Sternwarte

 

Vereinsabend Juli 2021

Grillabend auf der Sternwarte

Vereinsabend Juni 2021

Nachlese
ANTARES-VEREINSABENDS
Freitag 11.06.2021, ab 20:00 h

ORDENTLICHE GENERALVERSAMMLUNG
VORSTANDSWAHL

Ort
Sternwartegelände Michelbach
Michelbach Dorf 62
3074 Michelbach

Gemäß Vereinsstatuten § 9 (1) ANTARES Nö Amateurastronomen findet eine „ordentliche Generalversammlung“, im Sinne des Vereinsgesetzes 2002 die „Mitgliederversammlung“, alle zwei Jahre statt.

Eingeplant für März 2021, musste die Vorstandswahl wegen der geltenden COVID-19-Beschränkungen verschoben werden – nach den vorhersehbaren Lockerungen wurde die Vorstandswahl auf Freitag, 11.06.2021, verlegt – der Vereinsabend, den wir traditionell auf dem Sternwartegelände verbringen.
Die Einladung an alle Mitglieder erfolgte zeit- und fristgerecht per E-Mail.

25 Mitglieder nutzten die Gelegenheit, an diesem Abend bei einer Grillerei wieder Gemeinschaft zu pflegen und sich vom Fortschritt der Bauarbeiten ein Bild zu machen.

Neuwahl des Vorstands
Der Beginn der Generalversammlung / Vorstandswahl war um 20:10 h.
Gerhard Kermer begrüßte die anwesenden Mitglieder und eröffnete die General-versammlung um 20:10 h.

2020 wurde Manfred Hackl nach Rücktritt des Schriftführers als Schriftführer kooptiert.
Gemäß den Vorgaben des Vereinsgesetzes wurde Manfred Hackl bei dieser Generalversammlung in dieser Funktion durch die anwesenden Mitglieder bestätigt.

Manfred Hackl und Roland Muttenthaler gehören dem neu zu wählenden Vorstand nicht mehr an. Gerhard Kermer dankte beiden für ihre wertvolle Mitarbeit.

NEUWAHL VORSTAND
Tagesordnungspunkte
1 Begrüßung durch den Vorsitzenden
2a Jahresrückblick durch den Vorsitzenden
2b Anträge an den alten Vorstand
3 Bericht des Kassiers
4 Bericht der Kassaprüfer
5 Entlastung des alten Vorstandes
6 Wahl des neuen Vorstandes – Ergebnis
7 Allfälliges: Anträge an den neuen Vorstand
8 Vorschau und Ende

Gerhard Zartl, Herbert Hörandner, Wolfgang Aron und Monika Lassinger konnten aus persönlichen Gründen an dieser Generalversammlung nicht teilnehmen und waren entschuldigt.

2a Jahresrückblick durch den Vorsitzenden
2017 wurde ein weiterer Ausbau des Sternwartegeländes angedacht; nach der Festlegung des erforderlichen Areals und der Zustimmung der Verpächter und der vereinsinternen Beschlussfassung für den Ausbau wurde 2018 um Geländeumwidmung angesucht.
2019 wurde nach der Bewilligung der Geländeumwidmung mit der Errichtung der Umfassungsmauer und des Parkplatzes begonnen.
Statt der Verlängerung des Pachtvertrages konnten wir nach langwierigen Verhandlungen mit den Verpächtern eine Einigung über Kauf des Sternwartegeländes erreichen – für ANTARES ein Glücksfall, da Rechts- und Investitionssicherheit gegeben ist – zeitgleich mit dem Ausbauprojekt jedoch ein große finanzielle Herausforderung.
Deshalb wurde für den Ausbau um Förderung bei der NÖ Landesregierung, beim Elsbeerreich (Teleskoplagerboxen) und beim Landesjagdverband (Böschungsbegrünung) angesucht; ebenso förderte die Marktgemeinde Michelbach das Ausbauprojekt.
2020 wurden die Teleskopplattformen sowie die Holzkonstruktionen und der Zaun errichtet.
Für 2021 ist die Fertigstellung des Ausbaus eingeplant

2019
Wettermäßig nicht immer begünstigt, sollten 2019 die „Partielle Mondfinsternis“, die „Perseiden-Sternschnuppennacht“ und „Sterne schauen für Kinder“ die Höhepunkte des Führungsjahrs 2019 sein, das mit dem Merkurtransit am 11.11.2019 endete.
Sponsoren, Materialspenden und Gönner (Andreas Daubek – Kupferstiche Josef Bramer) unterstützten den Ausbau.
2 Michelbacher Burschen fotografierten für einen Beitrag für die OKIDOKI-Kindersendung erfolgreich den Planeten Jupiter, die Kinder der Volksschule Michelbach stellten, als Astronauten bekleidet, für einen ORF NÖ Beitrag für „50 Jahre Mondlandung“ die Mondlandung nach; in der 2019 neu eröffneten Landesgalerie in Krems gestalteten ANTARES-Mitglieder einen Nachmittag im Rahmen von „50 Jahre Mondlandung“ mit.

Der Vereinsausflug 2019 führte uns am 19.05.2019 nach Salzburg, wo wir nach dem Besuch der Ausstellung „Unser Universum – Planeten, Sterne, Galaxien“ im Haus der Natur bei einer Führung die 2018 neu eröffnete VEGA-Sternwarte in Obertrum kennen lernten.
Vor dem Juni-Vereinsabend erfuhren wir bei einer Führung durch die Brauerei Hainfeld über die Geschichte der Brauerei und der Braukunst
Bei der Vereinsgrillerei am 12.07.2019 konnten wir die Autorin Veronika A. Grager, Gattin von Manfred Washuber mit einer Lesung aus „Mondbeben“ auf dem Sternwartegelände begrüßen.

2020
Vereinsleben, Führungen, Vereinsausflug, Beobachtungsnächte, Vereinsabende, Sternwarteausbau, Kauf Sternwartegelände – die Organisation des Vereinsjahres 2020 mit den geplanten Veranstaltungen war abgeschlossen, Detailfragen geklärt – und dann kam COVID-19!
Die Vereinsabende März, April und Mai sowie November 2020 mussten ebenso wie der Vereinsausflug nach Graz (Observatorium Graz-Lustbühel mit IWF-Satellitenstation, Karl-Franzens-Universität) abgesagt werden.
Die Führungstätigkeit konnte, auch witterungsbedingt, nur in eingeschränktem Rahmen angeboten werden.

Berichte im Kurier und in den Bezirksblättern und Beiträge in ORF – „NÖ heute“ (Kristina Sprenger), P3tv und SchauTV erhöhten unseren Bekanntheitsgrad!

Der Grundstückskauf konnte finalisiert werden, ANTARES Nö Amateurastronomen ist als Grundbesitzer im Grundbuch eingetragen.

2021
Der Vereinsausflug wird coronabedingt auf 2022 verschoben.
Die Vereinsabende werden via Internet abgehalten, ein DANKE an Paul Beck für die Organisation
Führungsabsagen im 1. Halbjahr, ein COVID-19-Präventionskonzept und die Bestellung eines COVID-19-Schutzbeauftragten sollen Führungen, derzeit in eingeschränkten Rahmen (Anzeige an BH, Bewilligung ab 51 Besucher) ermöglichen.
Wetterbedingt gibt es Verzögerungen bei Fertigstellung Ausbau!
Die Nutzungsfreigabe für den Bereich Astrofotografie ist für Juli 2021 (?) geplant, Aussendung folgt!
Teleskoplagerboxen (9 für Visuelle, 10 für Astrofotografie, 2 für Jugend und Astronomie) sind fertiggestellt und können gemietet werden (EUR 100,00/Jahr, Kontakt Peter Messerer, peter.messerer@kstp.at).

Mitgliederbewegungen
2018 9 Beitritte
2019 8 Beitritte
2020 8 Beitritte
2021 4 Beitritte
AKTUELL 124 Mitglieder (3 Ehrenmitglieder)

2b Anträge an den alten Vorstand
Robert Edelmaier stellte für die Generalversammlung termingerecht folgenden Antrag:
Es ist für die einzelnen Jahre (2019, 2020 und 2021) jeweils getrennt ein Finanzbericht zu stellen, der aufgeschlüsselt folgende Angaben enthalten soll und dem Mitgliedern berichtet werden muss:
Einnahmen
1) Mitgliedsbeiträge
2) Einnahmen durch Führungen
3) Spenden
4) erhaltene Förderungen
5) Vorfinanzierungen
6) Kreditfinanzierung

Ausgaben
1) laufende Kosten für die Sternwarte (Vereinsbetrieb)
2) Ausgaben für Instandhaltungen
3) Geländeausbau
4) AMOs
5) Grundstückskauf samt Nebenkosten
Weiters soll der aktuelle Finanzierungsplan durch den alten Vorstand vorgelegt werden.

Gerhard Kermer berichtete ausführlich übe die Einnahmen, Peter Messerer über die Ausgaben.

3 Bericht des Kassiers
Da Gerhard Zartl privat verhindert war, gab Gerhard Kermer mit von Gerhard Zartl übermittelten Konto-und Kassaauszügen einen Überblick über die Vereinsfinanzen.

4 Bericht der Kassaprüfer
Die Kassaprüfung, durchgeführt von den Kassaprüfern Martin Kainz und Barbara Trinkl, ergab keine Beanstandung.

Statutengemäß erklärte danach Gerhard Kermer den Rücktritt des alten Vorstands.

5 Entlastung des alten Vorstandes
Hermann Ptakovsky übernahm die Moderation und holte von den Mitgliedern die Entlastung des alten Vorstandes mittels Handzeichen der Mitglieder ein. Die Entlastung des Kassiers wurde von den Mitgliedern schriftlich bestätigt.
6a Wahl des neuen Vorstandes – Vorsitzender
Hermann Ptakovsky schlug danach Gerhard Kermer als Vorsitzenden für die nächste Funktionsperiode vor.
Der Wahlvorschlag Vorsitzender Gerhard Kermer wurde von den Mitgliedern mittels Handzeichen einstimmig angenommen.
Gerhard Kermer nahm die Wahl an

6b Wahl des neuen Vorstandes – Ergebnis
Gerhard Kermer leitete danach die Wahl der Vorstandsmitglieder und Fachbereichsleiter

Die am Freitag, 11.06.2021 im Rahmen des ANTARES-VEREINSABENDS
Auf dem Sternwartegelände Michelbach abgehaltene
ORDENTLICHE GENERALVERSAMMLUNG / VORSTANDSWAHL
brachte folgendes Wahlergebnis

Vorstand
Vorsitzender Gerhard Kermer einstimmig
Vorsitzender Stellvertreter Peter Messerer einstimmig
Kassier Gerhard Zartl 1 Stimmenthaltung
Kassier Stellvertreter Peter Messerer einstimmig
Schriftführer Herbert Hörandner 1 Stimmenthaltung
Schriftführer Stellvertreter Erich Iwanoff einstimmig

Fachbereiche
Sternwarteleiter Peter Messerer einstimmig
Digitale Medien und Astrofotografie Stefan Brenner einstimmig
Objektdokumentation VisBeo Wolfgang Aron einstimmig
(VISuelle BEObachtung)
Mitgliedereinschulung Gerhard Kermer einstimmig
Peter Messerer einstimmig
Jugend und Astronomie Monika Lassinger einstimmig
Radioastronomie Fritz Lensch einstimmig, angenommen
Sternwartepflege Außenbereich Erich Iwanoff einstimmig
Manfred Hackl einstimmig
Führungen und Öffentlichkeitsarbeit Gerhard Kermer einstimmig

Rechnungsprüfer
Martin Kainz einstimmig
Barbara Trinkl einstimmig

Die vorgeschlagenen und gewählten Mitglieder nahmen die Wahl an!
Auf Wunsch von Fritz Lensch übernimmt dieser den Fachbereich Radioastronomie, gehört aber nicht dem Vorstand an!
Gerhard Kermer dankte den Mitgliedern für das ausgesprochene Vertrauen.
Der gewählte Vorstand und die Fachbereichsleiter werden in dieser Funktionsperiode um eine verantwortungsvolle Wahrnehmung der Belange des Vereins bemüht sein!
Förderung des Vereinslebens und Nutzung des Sternwartegeländes werden in den Vordergrund gerückt.

7 Allfälliges: Anträge an den neuen Vorstand
Robert Edelmaier stellte folgenden Antrag an den neuen Vorstand:
Der neue Vorstand möge die nächsten Schritte bezüglich Ausbau bzw. Instandhaltung der Sternwarte für die beiden nächsten Jahre vorlegen:
Welche Ausbaupläne gibt es für den Turm bzw. für das Sternwartegelände?
Das Sternwartegelände wurde erworben – nehmen wir dieses durch vermehrte Nutzung auch in BESITZ!
Die Förderung der Nutzung des Sternwartegeländes durch Mitglieder hat Priorität!
Neumitglieder sollen mittels Einschulung mit dem Sternwartegelände und der Infrastruktur vertraut gemacht, auf die Bedienung der Teleskope in den Kuppeln eingeschult und in das Vereinsleben integriert werden.

Kuppel Hypergraph – Die Dichtungen wurden erneuert
Abhängig von Einnahmen – Forcierung Rückzahlung Kredit Sternwartekauf
Stiegenaufgang Dachgeschoß (Außenzugang)
Erneuerung Geländer SoObs
2. WC
Astronaut als Fotomotiv
Alter Sternwartering – Nutzung für „Jugend und Astronomie“
AST – Verbesserung Infrastruktur soll Nutzung erhöhen
Jupiterprojekt – Radioastronomie
Orionprojekt – Führungen
Allskykamera

Wann wird die Montierung des Hypergraphen ersetzt?
Nach finanzieller Möglichkeit

8 Vorschau und Ende
Zusätzlich zu den oben angeführten Punkten sind folgende Schwerpunkte geplant
Hauptaugenmerk liegt auf der Fertigstellung des Ausbauprojekts
Förderung des Vereinslebens und Aktivitäten (Vereinsausflug, Bauernmuseum, Elsbeerhaus, Brauerei, NHM, usw.)
Förderung Führungsaktivitäten
Vorzeitige Rückzahlung Kredit

Angedacht, aber derzeit nicht finanzierbar
Robotic-Sternwarte
Montierung

Die Generalversammlung endete um 21:15 h.

Gerhard KERMER
ANTARES-Vorsitzender
Öffentlichkeitsarbeit und Führungen
M 0664 73122973
E gerhard.kermer@aon.at
ZVR 621010104

Vorstandswahl

Vereinsabend November 2021

NACHLESE
ANTARES-VEREINSABEND
Freitag 12.11.2021

COVID-19 hat auch 2021 große Einschränkungen gebracht. Nach dem Lockdown im 1. Halbjahr steigen die Infektionszahlen wieder.
Trotzdem können wir das zu Ende gehende Vereinsjahr 2021 als erfolgreich bezeichnen!
Die Menschen zieht es in die Natur, was wir ab dem 2. Halbjahr an den Besucherzahlen bei Führungen merkten. Trotz wegen Schlechtwetter abgesagter Führungen konnten wir uns über einen höheren Führungserlös freuen!

Ein herzliches und aufrichtiges DANKE an alle, die mit ihrer Mitarbeit, sei es bei Führungen, sei es bei Außenpflege oder beim Ausbauprojekt zu Kostenreduktion und Einnahmenerhöhung beigetragen haben!

Vor Winterbeginn präsentiert sich das Sternwartegelände in aufgeräumten Zustand – die Säulenadapter sind eingenordet, die Teleskopplattformen abgeräumt und zur Beobachtung freigegeben, Holzabfälle abtransportiert, eine Ladeplattform für Grünschnitt aufgestellt.
Ein weiteres Geländer sorgt für Sicherheit bei Führungen, Steher werden als Stütze für Arbeitstische zur Lagerung von Teleskopzubehör in Beobachtungsnächten dienen.

Das Teleskopboxenhaus ist fertiggestellt und wird von Mitgliedern genutzt; die Kleinobservatorien sind mit PREFA-Platten verkleidet und damit winterdicht geschützt! Innengestaltung und Kuppelsteuerung sind die nächsten Arbeitsschritte zur Inbetriebnahme!

Wurden die Vereinsabende im 1. Halbjahr noch ONLINE abgehalten, können wir wieder Gemeinschaft pflegen – in den Sommermonaten auf dem Sternwartegelände und ab September wieder im Gasthof Leo GRAF in St. Pölten!

Am Freitag, 12.11.2021 ab 18:00 h trafen etwa 15 ANTARES-Mitglieder bei unserem Vereinsabend im Gasthof Leo GRAF zusammen; Essen und gemeinsame Gespräche ließ die Zeit bis zum offiziellen Beginn rasch vergehen.
Nach der Begrüßung um 19:00 h und dem Bericht über Vereinsneuigkeiten stellte Gerhard Kermer den Vortragenden vor.

19:30 h Erich Meyer
Linzer Astronomische Gemeinschaft
Bahnbrechende Erkenntnisse des Universalgelehrten Johannes Kepler
auch abseits der Astronomie

Erich Meyer beschäftigt sich schon seit seiner Jugend mit der Astronomie. Auf der Privatsternwarte Meyer/Obermair in Davidschlag im oberösterreichischen Mühlviertel entdeckte er zwischen 1996 und 1999 insgesamt 21 Asteroiden (7 gemeinsam mit Erwin Obermair, 1 mit Herbert Raab); an 6 weiteren Asteroidenentdeckungen zwischen 1996 bis 2005 war er beteiligt.
Der Asteroid (7940) Erichmeyer wurde nach ihm benannt
Präzise Positionsbestimmungen des Kometen Shoemaker-Levy 9 (1993 gemeinsam mit Erwin Obermair und Herbert Raab) trugen wesentlich zur Vorhersage des späteren Impakts auf dem Planeten Jupiter bei.
1997 wurde Meyer das Silberne Verdienstzeichen der Republik Österreich, 2018 vom Land Oberösterreich der Titel „Konsulent für Wissenschaft“ verliehen.

Nach Beendigung seiner Berufstätigkeit fand Erich Meyer in seiner Heimatstadt Linz in der Person von Johannes Kepler ein reiches Betätigungsfeld für seine Forschungen.
Im Jahr 2018 gelang es Erich Meyer – rechtzeitig zum 400. Jahrestag der Entdeckung des 3. Keplergesetzes – das Wohnhaus von Johannes Kepler in der Linzer Hofgasse (Haus Nr. 7) zu identifizieren, welches Kepler mit seiner Familie von 1613 bis 1620 bewohnte.

In seinem Buch „Auf den Spuren von Johannes Keplers – Zum 450. Geburtstag Johannes Keplers“ machte er sich auf Spurensuche und fand bisher unbekannte Details aus dem Alltag und dem Wirken des großen Universalgelehrten, dem nicht nur auf dem Gebiet der Astronomie, sondern auch in anderen Wissensbereichen epochale Errungenschaften und Erkenntnisse gelangen, die auch für die heutige Zeit noch Gültigkeit haben.

In seinem Vortrag „Bahnbrechende Erkenntnisse des Universalgelehrten Johannes Kepler auch abseits der Astronomie“ legte er auszugsweise dar, dass Kepler auch in anderen Bereiche großartige Leistungen gelungen sind.
Gerhard Kermer als „junger Kepler“ zitierte die Originaltexte seiner Erkenntnisse.

So machte sich Kepler Gedanken über eine neuartige Pumpe, die heute weltweit als Zahnradpumpe milliardenfach im Einsatz ist – jeder Verbrennungsmotor ist mit einer solchen Ölpumpe ausgestattet.

Aus eigenen und anderen Untersuchungen über die Lichtablenkung folgerte Kepler, dass auch die Luft eine Dichte und somit eine Schwere, ein Gewicht hat. Unter der Annahme einer konstanten Luftdichte berechnete er die Höhe der Atmosphäre mit etwa 4 Kilometern und war damit den Physikern seiner Zeit weit voraus.
Die rötliche Verfärbung des Mondes bei einer Mondesfinsternis erklärte er in seinem Buch „Pars Optica“ durch die Lichtbrechung in der Erdatmosphäre.
In seinem Buch über die Optik erläutert Kepler die Wirkung der Refraktion und Reflektion bei unterschiedlich dichten Medien (Luft – Glas).
Mit seinen Erkenntnissen über die Lichtbrechung gelang es Kepler auch, die optische Funktion von Linsen zu erklären.

Kepler, der selbst kurzsichtig war und eine Brille trug, interessierte sich auch sehr für die Funktion des Auges.
In Prag war er mit dem Doktor der Medizin und Philosophie Johannes Jessenius, dem kaiserlichen Hofarzt von Kaiser Rudolph II., befreundet; beide nahmen gemeinsam Sektionen an Schweineaugen vor, um dem Geheimnis des Sehens auf die Spur zu kommen. Kepler war der erste Mensch, der die optische Funktion des Auges richtig erfasste und feststellte, dass das Bild erst im Gehirn entsteht.
Bisher glaubte man, das Auge sei wie ein Sender, der die Umgebung abscannt und Strahlen an die Außenwelt sendet („Wenn Blicke töten könnten“, „stechende Augen“).
Auf die Frage, warum der Mensch von Natur aus mit einem Augenpaar ausgestattet ist, fand er die Antwort, dass durch die Verarbeitung der optischen Parallaxe im Gehirn das stereometrische Sehen entsteht. Diese Erkenntnis über die Bildentstehung im Auge fand erst etwa 100 Jahre später Eingang in die Medizin.
Mit seinen Kenntnissen über die Optik konnte Kepler auch die Wirkung von Brillen erklären.

Als Kepler sechs Jahre alt war, zeigte ihm seine Mutter Katharina den Kometen C/1577 V1, den er vermutlich wegen seiner Kurzsichtigkeit nicht sehen konnte.
Wie Brahe vertrat Kepler die Auffassung, dass Kometen keine Erscheinung in der Erdatmosphäre sein können, sondern es sich bei ihnen um reale physikalische Objekte im planetaren Raum handelt, die sich daher oberhalb der Mondbahn befinden müssen. Galilei, der diese Himmelserscheinungen als optische Turbulenzen der Erdatmosphäre betrachtete, machte sich in seinem „Il Saggiatore“ (1623) über die beiden Astronomen lustig. Kepler machte sich auch Gedanken, dass der „Schwanz“ oder „Schweif“ eines Kometen durch Materieverlust zustande kommt.
Wenn Kometen fern der Erde ihre Bahn ziehen, ist es gut möglich, dass sie so klein sind, dass man sie nie zu Gesicht bekommt.
Die Länge eines Kometenschweifes schätzte er auf mehr als 2.000 deutsche Meilen (ca. 15 Millionen km). Als Entstehungsort von Kometen war er der Meinung, dass dieser im riesigen Leerraum zwischen Saturn und den Fixsternen zu finden ist.

Nachdem Galilei nach der Beobachtung des Himmels mit seinem Teleskop von mehr als 10.000 Sternen berichtet hatte, machte sich Kepler Gedanken über die Endlichkeit des Weltraums (= Keplers Bezeichnung). In der Dunkelheit der Nacht sah er den Beweis, dass es kein unendlich großes Universum und somit nicht unendlich viele Sterne geben kann.
„Wenn diese Sonnen von derselben Art sind wie unsere Sonne, warum übertreffen sie dann nicht alle zusammen die Helligkeit unserer Sonne?“
Mit diesem Argument widersetzte er sich in seinem Werk „Dissertatio cum nuncio sidereo“ der damaligen Ansicht von Denkern seiner Zeit wie Giordano Bruno und Galileo Galilei, dass der Weltraum unendlich sei. 1823, etwa 200 Jahre später, griff Heinrich Wilhelm Olbers diese Thematik wieder auf, die heute als das „Olberssche Paradaxon“ bekannt ist.
Bezüglich der allgegenwärtigen, jedoch unglaublichen Feinheit des Äthers im Weltraum hatte Kepler eine richtungsweisende Vorstellung: Womöglich müsse man davon ausgehen, dass „der ganze unermessliche Himmelsraum ein Vakuum sei.“
Bezugnehmend auf Galileis Entdeckungen mit dem Teleskop war Kepler schließlich überzeugt, dass die Fixsterne Licht aussenden und damit alle Fixsterne Sonne seien. Er folgerte daraus, dass die Erde nur ein Tüpfelchen im Weltganzen ist.
In einem Brief an Herwart von Hohenburg relativierte er die Bedeutung des Menschen; in der unendlichen Weite des äußeren Himmels müsse man sich über die Kleinheit von uns Menschlein, die Kleinheit dieses unseres so winzigen Erdkügelchens und ebenso der Wandelsterne wundern. Wenn die Planeten deswegen der unbedeutendste Teil der Welt sein sollten, weil das ganze Planetensystem im Vergleich zur Fixsternsphäre nahezu verschwindet, dann würde nach demselben Argument der Mensch zu den letzten Nebensächlichkeiten der Welt gehören.
In seinem Werk Epitome“ machte sich Kepler Gedanken über den Durchmesser der Fixsternsphäre. Mit seinen Annahmen, dass die Fixsternsphäre 2.000x größer als die Saturnbahn, die Saturnbahn 2.000x größer als die Sonne und die Sonne 15x größer als die Erde sei, errechnete er eine Größe der Fixsternsphäre von fast 800 Milliarden Kilometer. Zur damaligen Zeit ein unerhört großer Wert, der jedoch aus heutiger Sicht viel zu klein bemessen ist.

Die Einlagerung von Weinfässern nach seiner Hochzeit nahm er zum Anlass, die bisher angewandte „gesetzlich fixierte Messmethode“ eingehend zu überprüfen, und entwickelte eine Näherungsformel für die Fassvolumenberechnung.
Er befasste sich mit der Inhaltsberechnung von insgesamt 92 rotationssymmetrischen Körpern und fand dafür eine elegante Methode, indem er die ursprünglich nicht berechenbare Form in eine berechenbare transformierte.
Seine Methode dafür ist aus mathematisch-historischer Sicht hochinteressant. Er zerlegte die Ursprungsform für deren Umformung in unendlich (infinitesimal) kleine Schnitte und griff damit auf die spätere Integralrechnung vor. Die Infinitesimalrechnung wurde erst etwa 70 Jahre später von Gottfried Wilhelm Leibniz und von Isaac Newton entwickelt. Kepler dokumentierte seine Arbeiten in seinen Büchern „Nova Stereometria Dolorium Vinariorum“ (1615) und ein Jahr später in „Messekunst Archimedis“ (in deutscher Sprache).
Über seine Art, schwierige wissenschaftliche Themen zu vermitteln, schrieb er, dass er Wissenschaft nicht mit gestrenger Miene vortrage, um dadurch Behauptungen Gewicht zu verleihen, wobei man sich oft genug, ohne es zu wollen, lächerlich mache, sondern dass er von Natur dafür geschaffen ist, die schwere Mühe wissenschaftlicher Arbeit durch aufgelockerte Darstellung zu mildern.

Zur Zeit Keplers wurde der Sternenhimmel als unveränderlich angesehen. Im Oktober 1604 hatte Kepler in Prag die seltene Gelegenheit, eine Supernova im Sternbild Schlangenträger selbst zu beobachten; dabei empfand er, als quäle sich der Stern, als ob er mit dem Tod ringen würde – eine schöne Beschreibung für einen „sterbenden“ Stern.
Über Sternentstehung hatte Kepler die vage Vorstellung, dass überall am Himmel Stoff dafür vorhanden ist, und dass die Materie des Neuen Sterns aus der Fixsternsphäre selbst zusammengeholt wird und nach dem Erlöschen sich wieder in diese auflöst.

In einem Brief an Galilei machte sich Kepler 1610 Gedanken über Planeten, die um andere Sterne kreisen und um die Möglichkeit, in den Weltraum zu reisen. Bessere Beobachtungsbedingungen sind für die Auffindung von (Exo-)Planeten erforderlich; und wenn die Kunst des Fliegens gelehrt werden kann, werden auch die Menschen da sein, die sich vor der entsetzlichen Weite nicht fürchten. „Und so, als ob die wagemutigen Reisenden schon morgens vor der Türe stünden, wollen wir die Astronomie für sie begründen“.

Auch über ferne bewohnte Welten machte sich Kepler Gedanken:
Findet sich auf Sternen (Planeten) auch Feuchtigkeit, sowie Gegenden, die von den Ausdünstungen der Feuchtigkeit besiedelt sind, gibt es dort auch lebendige Geschöpfe, denen diese Zustände zum Nutzen gereichen. Auch Giordano Bruno und Tycho Brahe haben die Ansicht gehegt, dass es auf den Sternen Bewohner gibt.
400 Jahre nach Keplers Werk „Astronomia nova“ hat die NASA 2009 das Weltraumteleskop KEPLER gestartet, um Exoplaneten in der sogenannten habitablen Zone um Sterne zu entdecken.
Bis zur Einstellung der äußerst erfolgreichen Mission infolge Treibstoffmangels im Oktober 2018 konnten mit KEPLER insgesamt 2.357 Exoplaneten gefunden werden.

Im Vorwort seines Werkes „Astronomia Nova“ gab Kepler an, dass sich zwei Körper ähnlich wie Magneten gegenseitig anziehen, wobei sich der eine dem anderen um eine Strecke nähert, die der Masse des anderen proportional ist.
Wenn sich die anziehende Kraft des Mondes bis zur Erde erstreckt, so folgt daraus, dass sich umso mehr die anziehende Kraft der Erde bis zum Mond und noch viel höher erstreckt.
1684 erklärt Isaac Newton in seinem Werk „de Motu“:
„Wenn also die Sonne die Erde anzieht, dann muss auch die Erde ihrerseits mit einer Kraft gleicher Größe an der Sonne ziehen.“ Dieses Prinzip nannte Newton „actio = reactio“.
Warum entdeckte nicht Kepler das Gravitationsgesetz? Einerseits war zu seiner Zeit die Algebra noch nicht so weit entwickelt und andererseits war ihm das Prinzip der Massenträgheit noch nicht bekannt. Erst Newton war klar, dass eine Kraft nicht zur Aufrechterhaltung, sondern zur Veränderung eines Bewegungszustands notwendig ist.
Die Bedeutung von Keplers Erkenntnissen für das Gravitationsgesetz formulierte Johann Christoph Friedrich von Schiller: „Kepler trägt Newton die Fackel voran.“

Johannes Kepler ist vor allem wegen der Entdeckung seiner drei Gesetze als Astronom berühmt. Musik, Optik, Mathematik, Technik, Philosophie, über seine Dichtkunst ist wenig bekannt – auch in diesen Bereichen sind Kepler großartige Leistungen gelungen. Es ist erstaunlich, wie vorausschauend Kepler dachte und wie viele seiner Gedanken und Erkenntnisse auch noch für die heutige Zeit Gültigkeit haben.

Buch:
Auf den Spuren Johannes Keplers – Zum 450. Geburtstag Johannes Kepler
ISBN 978-3-347-28158-5
Verlag: tredition
Preis: EUR 24,60

Das Buch lag am Vereinsabend auf und konnte käuflich erworben werden!
Erich Meyer hat Exemplare gerne signiert!

Johannes Kepler – Der Adventkalender zum 450. Geburtstag
Marianne Oberladstätter, uns bekannt als Führerin durch die Linzer Altstadt auf Keplers Spuren bei unserem Vereinsausflug 2018, gestaltete gemeinsam mit Erich Meyer einen Adventkalender der besonderen Art:
Geboren am 27.12.1571, jährt sich der Geburtstag von Johannes Kepler am 27.12.2021 zum 450. Mal.
Der Adventkalender enthält 27 Tage – die einzelnen Kalendertage können wahlweise mit Bild und Text/Zitat arrangiert und aufgestellt werden – eine Halterung hierfür liegt bei!
Und, da keine Jahresangabe, kann dieser Adventkalender auch in den Folgejahren genutzt werden!

Kontakt office@astrokalender.at
Preis EUR 15,50
Druck
Miteinander GmbH-Digiprint
Am Alten Feldweg 2
4040 Linz

Der weitere Verlauf des Vereinsabends nahm seinen gewohnten Verlauf, er gehörte unseren Mitgliedern: Persönlicher Austausch, Fachgespräche, Astrofotos, kurze Besprechungen zu Vereinsterminen oder einfach nur privat plaudern. Dieser Mix macht jeden unserer Vereinsabende zu einem gelebten Fixpunkt in unserem Vereinsleben.

VORSCHAU
ANTARES-VEREINSABEND
Freitag 26.11.2021

BITTE um BEACHTUNG:
2G-Nachweispflicht (Getestet, Geimpft)

Gasthof Leo GRAF
Bahnhofplatz Süd – 7
3100 St. Pölten

Treffen ab 18:00 h
19:00 h Begrüßung, Vereinsnachrichten
19:30 h WEIHNACHTSFEIER
25 Jahre ANTARES Nö Amateurastronomen

Am 26.11.1996 erfolgte die Vereinsgründung –
Zeit, Rückblick zu halten und Ereignisse Revue passieren zu lassen;
Aber auch in der Gegenwarte leben, stolz auf Geschaffenes sein;
Und weiterhin VISIONEN leben;
Vor allem aber immer Gemeinschaft pflegen!

Wir freuen uns über euer Interesse und über zahlreiche Besucher.

Gerhard KERMER
ANTARES-Vorsitzender
Öffentlichkeitsarbeit und Führungen
M 0664 73122973
E gerhard.kermer@aon.at
I https://www.noe-sternwarte.at
ZVR 621010104

Vereinsabend Oktober 2021

ANTARES-VEREINSABEND
Freitag 08.10.2021

NACHLESE
Vereinsabend
Freitag, 08.10.2021
Nach den COVID-19-bedingten Einschränkungen können wir wieder Gemeinschaft pflegen.
25 ANTARES-Mitglieder trafen am Freitag, 08.10.2020 bei unserem Vereinsabend im Gasthof Leo GRAF, 3100 St. Pölten zusammen.
Essen und gemeinsame Gespräche ließen die Zeit bis zum offiziellen Beginn rasch vergehen.
Um 19:00 h begrüßte Gerhard Kermer die Anwesenden, so unter anderem unser Neumitglied Markus H., der sich auch persönlich vorstellte.
Der neue Geländeteil ist noch “Baustelle“, die Teleskopplattformen werden als Lagerplatz für Baumaterialien und Abfallsammelstelle für Restmaterial genutzt; diese sollten größtenteils bis Ende Oktober / Anfang November leergeräumt, somit ab diesem Zeitpunkt nutzbar sein.
Die Fertigstellung von AMO 1 – 3 (ANTARES Mini Observatories) und der SDH (Schiebedachhütte) ist absehbar, der Innenausbau ist zum Großteil abgeschlossen, an der Verblechung und der Technik (wie Kuppelsteuerung) wird gearbeitet.

Die Überwachungskamera wird durch eine Fixkamera ersetzt, deren Bilder veröffentlicht werden.
Die neu installierten Überwachungskameras sind öffentlich nicht einsehbar, der Inhalt wird ausschließlich bei Vorfällen aufgerufen.

Der vom Dorferneuerungsverein Michelbach initiierte Sternwarteweg sollte im Rahmen eines Wandertages am Nationalfeiertag eröffnet werden, wird aber auf das Frühjahr 2022 verschoben. Die offizielle Übergabe des neuen Geländeteils soll zeitgleich mit der Eröffnung des Sternwarteweges erfolgen, Termin wird zeitgerecht bekanntgegeben.
2022 werden noch Kleinprojekte wie Ablagetische bei Teleskopplattfoprmen, 2. WC, Erneuerung Stiegenaufgang zu SoObs, Aufstellung eines Astronauten als Fotomotiv und Innenausstattung beim Hypergraphen durchgeführt.

Der Vereinsausflug nach Graz soll, sofern die Bedingungen gegeben sind, durchgeführt werden.

Als Vortragenden konnten wir DI Dr. techn. Norbert Frischauf begrüßen.
DI Dr. techn. Norbert Frischauf studierte technische Physik an der TU Wien und Elektrotechnik an der TU Graz, und ist Absolvent der International Space University. In seinem Spezialgebiet Hochenergiephysik arbeitet er u.a. für das CERN und die ESA.
Neben wissenschaftlichen Tätigkeiten ist Norbert Frischauf führendes Mitglied in einigen Vereinigungen (Österr. Weltraum Forum, „Space Generation Advisory Council” der UNO und der Intern. Akademie der Astronautik), Mitglied der „Strategic Community Austria“, militärischer Strategieberater und Partner bei SpaceTec Partners.
Bei ORF, Bayern Alpha und 3Sat ist er Wissenschaftskommunikator und Verfasser zahlreicher Publikationen.

Norbert Frischauf: Schneller als das Licht – die Physik hinter Star Wars, Star Trek und Co.
Von Hyperräumen, Wurmlöchern, Impulsantrieben, Kalups und Warpkernen
Plasma-, Ionen-, Fissions-, Fusions- und Antimaterieantriebe: Wie fliegen die Science Fiction Raumschiffe durchs All, was davon ist nach gegenwärtigem Verständnis wirklich möglich und wofür bräuchte es eine radikale Änderung unserer physikalischen Modelle?
Norbert Frischauf nahm uns in seinem unterhaltsam und kompetent gestalteten Vortrag in die Welt der Science Fiction mit!

Unser Mitglied Rudi Riha hat nachstehend diesen Vortrag zusammengefasst!

Quantenphysik
1900 war klassische Physik am Höhepunkt:
Klassische Mechanik: Newton
Elektrodynamik: Maxwellgleichungen
Optik: elektromagnetische Welle
Thermodynamik: Hauptsätze
Probleme: Merkurbahn, Schwarzkörperstrahlung…
→ Plancksches Strahlungsspektrum: Strahlungsfrequenz – Temperatur (E = h*vnü)
= Dissertation von Planck
1905 Lichtquantenhypothese Einsteins
1927 Heisenbergs Unschärferelation
Atome
1900 Boltzmanns Atomtheorie
1905 Brownsche Molekularbewegung
1913 Bohrsches Atommodell
Relativitätstheorie
1905 Spezielle (E = mc^2)
1915 Allgemeine

Planck-Masse: 2,18*10^-8 kg
Planck-Ladung: 1,88*10^-18 (→ elektromagnetische Kraft viel stärker als Gravitation)
Planck-Länge: 1,6*10^-35 (kleinste mögliche Größe)
„Planck-Geschwindigkeit“ ?? = Lichtgeschwindigkeit (größte Geschwindigkeit für Informationsübertragung)

Geschwindigkeiten im Universum: Erde 30km/s, Milchstraße 230km/s…
Bewegungen im Universum → Zeit kein absoluter Parameter, drei Dimensionen nicht ausreichend zur Beschreibung des Raums, Licht Welle und zugleich gequantelt….
→ Physik total umgemodelt

Blick in Vergangenheit mittels Teleskop
Urknall ist universeller Schöpfungsakt: Raum, Zeit, Felder und Energien
→ Standardmodell der Elementarteilchen und Wechselwirkungen

Das bekannte Universum: So weit das Licht seit Urknall zu uns unterwegs war.
Leben auf anderen Planeten:
200 000 000 000 Sterne
200 000 mit Planeten in habitabler Zone
20 mit intelligentem Leben
diese eher am Rand der Galaxis zu finden (im Bulge kein Leben möglich)
→ 600 bis 10.000 LJ Entfernung
zum Aufsuchen: FTL-Antrieb (faster than light)

Einrichtungen für „Rasenden Falken“:
Trägheitsdämpfer
Überlichttriebwerk
Lebenserhaltungssysteme
Höchstleistungstriebwerke
Höchstleistungscomputer
….
?? Energielieferung
Solarenergie fällt aus

Nuklearphysik:
Bindungsenergie pro Nukleon bei Eisen am höchsten
→ Reaktor zur Kernfusion

Fusion mittels magnetischem Einschluss: Tokamak
Torus mit Vakuum und Hochenergieteilchen
zum Austesten und Ausloten der Betriebsbedingungen
soll 2027 in Betrieb gehen
Triebwerk ~ Fusionsreaktor

Plasmaantrieb: Plasma durch Magnetfeld geschickt – weicht aus → Triebstrahl
Impulstriebwerk = Fusionstriebwerk

Antimaterie – Materie-Antrieb: erst Antimaterie zu erzeugen

Singularitäts- und Antimateriereaktor:
Schwarzes Loch erzeugt – dann mit Schwerefeld geknackt
dann Antimaterie erzeugt und auch noch ausgenutzt
äußerst unwahrscheinlich

Warp-Blase: Raumzeit wird bewegt (gestaucht und weggedrückt)
dunkle Energie müsste angezapft werden
in Blase Temperatur der Sonne
keine Zeitdilatation
aber Kommunikation mit außen fraglich – nicht einmal Wahrnehmung möglich

In der anschließenden Fragerunde beantwortet Norbert Frischauf noch zahlreiche f#ragen und ging auf Details ein.

Persönlicher Austausch, Fachgespräche, Astrofotos, Besprechungen zu Vereinsterminen, privat plaudern. Dieser Mix macht jeden unserer Vereinsabende – so auch diesen – zu einem gelebten Fixpunkt in unserem Vereinsleben.

VORSCHAU
ANTARES-VEREINSABEND
Freitag 12.11.2021
Erich Meyer, Linzer Astronomische Gemeinschaft
Bahnbrechende Erkenntnisse des Universalgelehrten Johannes Kepler
auch abseits der Astronomie

Wegen einer Terminkollision wird der für diesen Abend vorgesehene Vortrag von
ao. Univ. Prof. Dr. Irmgard Marboe
Wem gehört der Mond?
– und andere Rechtsfragen zwischen Himmel und Erde
Zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt!

Gerhard KERMER
Vorsitzender
Öffentlichkeitsarbeit und Führungen
M 0664 73122973
E gerhard.kermer@aon.at
I https://www.noe-sternwarte.at
ZVR 621010104

Vereinsabend September 2021

NACHLESE
ANTARES-VEREINSABEND
Freitag 10.09.2021

Wir leben wieder Gemeinschaft!
Nach den durch COIVID-19 bedingten teils abgesagten, teils ONLINE abgehaltenen Vereinsabenden konnten wir uns nach fast einem Jahr am Freitag, 10.09.2021 ab 18:00 h wieder im Gasthof Leo GRAF, St. Pölten zu einem Vereinsabend treffen und Gemeinschaft pflegen.
12 ANTARES-Mitglieder nahmen diese Gelegenheit gerne wahr.

Gegen 19:00 h begrüßte Gerhard Kermer die Anwesenden und berichtete über Neuigkeiten aus dem Verein.
Die Bauarbeiten auf dem Sternwartegelände schreiten voran; die Beobachtungsplattformen im oberen Anlagenteil können jederzeit genutzt werden; nach der Fertigstellung der Kleinobservatorien wird auch der Neuteil für die Mitglieder freigegeben – derzeit werden die neu geschaffenen Teleskopplattformen als Arbeitsplätze und Lagerraum für Baumaterial genutzt.
Die Führungstermine werden von zahlreichen Besuchern wahrgenommen; für die Führungsgestaltung ersuchen wir um die Mitarbeit interessierter Mitglieder.

Für den vom Dorferneuerungsverein Michelbach geplanten Sternwarteweg, der, ausgehend vom Dorfplatz zur Sternwarte führt, hat Peter Messerer die Schautafeln gestaltet. Die Eröffnung ist für Ende Oktober angedacht, Detailinfos folgen.

Nach der COVID-19 bedingten Verschiebung soll der Vereinsausflug 2022 nach Graz führen – Detailinfos folgen zeitgerecht.

Nach einem Überblick über die Themen der Vortragenden an den folgenden Vereinsabenden konnten wir DDr. Martin Apolin begrüßen.

DDr. Martin APOLIN ist AHS-Lehrer am GRG 17 Parhamergymnasium, 1170 Wien und Lektor an der Fakultät für Physik/Didaktik
Geboren 1965 in Wien, promovierte er in Physik und Sportwissenschaften; seit 1990 arbeitet er hauptberuflich als AHS-Lehrer. Neben dieser Tätigkeit konnte er sich über die Jahre als Vortragender und Autor profilieren. Er hat über 20 populärwissenschaftliche Bücher und Schulbücher geschrieben. Seine besondere Leidenschaft ist die Verschmelzung von Biologie und Physik. Er lebt mit seiner Frau und drei Kindern in Wien.
Seine Sportkundebücher „Know How“ und die Physikbücher „Big Bang“ werden am Parhamerplatz im Unterricht verwendet.
Im Magazin „Terra Mater“ schreibt er Beiträge über Physik.

An diesem Vereinsabend stellte er sein Buch „HIMMELSKÖRPER“ vor!
Urknall-Reste und Sternenstaub – das Wunder des menschlichen Körpers
Alles in unserem Körper – ja das Leben selbst – ist letztlich reine Physik! Warum das so ist und was die Sterne damit zu tun haben, das zeigt Martin Apolin in seinem Sachbuch auf. Er wirft einen unkonventionellen Blick auf die Biophysik des menschlichen Körpers und offenbart unseren kosmischen Ursprung.

Unser Mitglied Rudi Riha hat nachstehend diese Vorstellung zusammengefasst!
HINWEIS:
Die Funktion „hochgestellt“ wird nicht unterstützt; somit wird dies als 10hoch24 dargestellt
DDr. Martin Apolin hat vor kurzem einen Youtube-Kanal gestartet, in dem Physik erklärt wird!
Weitere Beiträge sind geplant!
https://www.youtube.com/channel/UCxJYIfdx16A4PUf75Zd_aKw

Hinein schauen – es zahlt sich aus!

Martin Apolin: Himmelskörper
Die großen Fragen:
Bausteine – Myriaden 10hoch28 Atome
20 verschiedene Typen
Bausatz des Universums: Periodensystem
21 Elemente essentiell für das Leben
62% der Atome im menschlichen Körper sind Wasserstoff
es folgen O, C, N, Ca, P in Summe 99,5%
Wo kommen die Bausteine her?
Wasserstoff eine Sekunde nach Urknall fertig
Rest kommt aus Sternen („Sternenstaub“)
Kernfusion: H → He (Proton-Proton-Zyklus)
weitere in Zwiebelschalenmodell bis Eisen
Elemente jenseits von Eisen:
Supernovae, Rote Riesen, Verschmelzung von Neutronensternen
z.B.: Jod Nr.53 im Periodensystem: aus Neutronensternen
oder Kobalt (Vitamin B12): ein Atom Co + zig andere
ohne B12 Erscheinungen von Nervenschmerzen bis Demenz
Zusammenhalt der Materie durch elektromagnetische Kraft
10hoch14 Zellen im Körper – bestehen aus Chromosomen
alle DNAs eines Körpers aneinander gereiht → 14 AU lang
Nahrung → Wärme im Körper frei
Nährstoffe hauptsächlich aus vier verschiedenen Elementen (C, H, O, N)
im Körper Umsortierung: Zucker → Wasser und CO2 + Energie (Wärme)
Jeder Körper enthält ~ 109 Atome, die Einstein in seinem Körper hatte!
Entropie (Unordnung) ist wahrscheinlichster Zustand der Verteilung im Universum
Körper hält dennoch komplexe Ordnung aufrecht
Trick: lokale Ordnung aufrecht erhalten – dafür woanders umso größere Unordnung
erste Lebewesen vor 3,8 Mrd. Jahren begannen Unordnung auszulagern
Tagesumsatz an Energie:
116 Watt
Grundumsatz 70 W (1W/kg Körpergewicht)
Verdauung 10%
Verbrauch der Organe: Leber und Skelettmuskulatur vorn, dann Gehirn
ATP (Adenosintriphosphat) hält Ordnung im Körper zusammen etc.
wichtigstes Mittel für Energiebereitstellung – aus 5 Hauptelementen bestehend
Menge an ATP, das pro Tag gespaltet und resynthetisiert wird, beträgt halbe Körpermasse
Muskelkraft vom Querschnitt abhängig (wächst mit Quadrat des Durchmessers)
Masse vom Volumen (wächst kubisch)
→ je kleiner desto (relativ zur Körpermasse) mehr Kraft
Pendelgang des Menschen hocheffizient
→ rascheren Verbreitung des Menschen gegenüber anderen Lebewesen
generalisiertes motorisches Programm: Schema
Greifen und Heben bei Halten eines Glases beim Einschenken
Herzschläge haben unterschiedliche Frequenzen bei Tierarten – aber Gesamtzahl der Herzschläge im Leben gleich → unterschiedliche Lebensdauer
beim Menschen anderes Verhältnis → wesentlich längere Lebensdauer
Sicht der Welt durch Menschen:
Farben gibt es in Natur nicht – vom Gehirn geschaffen
Sehen in einer „Oktav“ (Frequenzverhältnis rot zu violett 1:2) – Hören dagegen über 20 Oktaven
ein einziges Photon kann Farbeindruck auslösen
Raumsehen: Gehirn schafft aus zwei 2-D-Bildern ein 3-D-Bild
Zuordnung eines Geräusch zu Verursacher im Gehirn geschaffen
Vokale haben unterschiedliche Peaks in Obertonreihen → vom Gehirn erkannt und kodiert zu Vokalen
Gehirn: 10hoch11 Nervenzellen und 10hoch14 Verbindungen
komplexestes Ding des Universums
keine Kenntnis über Entstehung des Bewusstseins
Sind wir allein?
Fermi-Paradoxon: Wo sind sie denn – die Außerirdischen, wenn es so viele gibt?
aber Zeitfenster der Beobachtung oder Suche erst sehr kurz → Möglichkeit des Verpassens sehr groß
im Rahmen des SETI erst ein sechstrillionstel aller Möglichkeiten genutzt

Im Anschluss stand DDr. Martin Apolin für Fragen zur Verfügung.
Mitglieder nutzten die Gelegenheit einer persönlichen Signierung dieses Buches durch den Autor.

Wer noch die Gelegenheit am Erwerb dieses Buches nutzen möchte:

Himmels-Körper
ISBN-13 9783711002556
264 Seiten / 14,5 x 21,0 cm
Ecowin
Österreich: 24,00 EUR

Entdecken Sie:
– Wie aus den Überresten des Urknalls und längst verloschener Sterne die Bausteine unseres Körpers entstanden sind
– Dass der Mensch aus unfassbar vielen Atomen besteht: Es sind 1028 – eine Eins mit 28 Nullen!
– Wie dieser Haufen Atome es schafft, sich fortzubewegen, zu sehen, zu hören und zu sprechen
– Wie das Leben scheinbar die physikalischen Gesetze austrickst
– Warum unser Gehirn das komplexeste Gebilde im Sonnensystem ist
– Welche Aufgaben chemische Elemente wie der Wasserstoff, Sauerstoff und Kohlenstoff erfüllen

Und wer besonderes Interesse an Physik hat:

Physik für echte Männer
Verlag Rowohlt Taschenbuch
ISBN 978-3-499-60375-4
352 Seiten / 19/12,5/2,4 cm
Österreich: 12,40 EUR

Das Mobiltelefon ohne Steckdose aufladen? Mit dem Fahrrad durch einen Looping fahren? Mit einem Sockenkühlschrank Getränke kühlen?

Martin Apolin weiß, wie das geht, und präsentiert mit vielen Illustrationen unterhaltsam und erstaunlich einfach physikalisches Alltagswissen, das einen schnell in den Bann zieht. Sie erfahren, wie sich T-Shirts mit Hilfe der Gravitation von selbst falten oder man tatsächlich über Wasser laufen kann und warum der Bumerang zurückkommt. Sie lernen, wie Sie sich im Großstadtdschungel mit einem Blick auf die Satellitenschüsseln zurechtfinden, Messer perfekt schleifen oder ob Sie sich tatsächlich mit einem Glühwein aufwärmen können – und dass „Benzin oder Diesel“ eher eine religiöse Frage ist. Sie werden feststellen, dass Sie selten so viel gelernt und sich dabei gleichzeitig so gut unterhalten haben! Wer gern verrückte Experimente macht und beispielsweise Spaß daran hat, auf der nächsten Party mit Eiswürfeln anzugeben, die im Dunkeln leuchten, sollte zu diesem Buch greifen.

In diesem Buch gelingt es Martin Apolin, Begeisterung für Physik zu wecken. Bei seinen vergnüglichen Erläuterungen verzichtet er weitgehend auf Formeln und lange Rechenwege. Interessierte können solche Details im Anhang nachschlagen.

Der weitere Verlauf des Vereinsabends nahm seinen gewohnten Verlauf, er gehörte unseren Mitgliedern: Persönlicher Austausch, Fachgespräche, Astrofotos, kurze Besprechungen zu Vereinsterminen oder einfach nur privat plaudern. Dieser Mix macht jeden unserer Vereinsabende zu einem gelebten Fixpunkt in unserem Vereinsleben.

VORSCHAU
ANTARES-VEREINSABEND
Freitag 08.10.2021

Gasthof Leo GRAF
Bahnhofplatz Süd – 7
3100 St. Pölten

Treffen ab 18:00 h
19:00 h Begrüßung, Vereinsnachrichten
19:30 h DI Norbert Frischauf
CERN
Schneller als das Licht: die Physik hinter Star Wars, Star Trek und Co
Von Hyperräumen, Wurmlöchern, Impulsantrieben, Kalups und Warpkernen

Wir freuen uns über zahlreiche Teilnehmer!

Gerhard KERMER
Vorsitzender
Öffentlichkeitsarbeit und Führungen
M 0664 73122973
E gerhard.kermer@aon.at
I https://www.noe-sternwarte.at
ZVR 621010104

Vereinsabend Mai 2021

NACHLESE
Vereinsabend
Freitag, 14.05.2021

Die COVID-19-Beschränkungen haben zahlreiche Einschnitte mit einem weiteren Lockdown gebracht; die Gaststätten öffnen wieder am 19.05.2021.
Deshalb blieben wir an diesem Abend in unseren eigenen 4 Wänden, starteten den PC, gaben Link ein, aktivierten Webcam, Lautsprecher und Mikrofon, um in Zeiten wie diesen auf diese doch bereits vertrautere Weise gemeinsam am Vereinsabend teilzunehmen – etwa 22 Mitglieder und auch Besucher waren eingelinkt!

Paul Beck ermöglichte die Gestaltung dieses Vereinsabends aus dem WebEx-Room der Uni Graz – ein aufrichtiges DANKE an Paul.

Im angehängten Dokument könnt ihr mehr über diesen Vereinsabend und den Vortrag von Dr. Peter Habison zum Thema „Das größte Auge der Welt – Das Extremely Large Telescope der ESO“ erfahren!
VA20210514NLHabison-ELT

Vereinsabend April 2021

NACHLESE
ANTARES-VEREINSABEND
Freitag 09.04.2021

Die COVID-19-Beschränkungen haben zahlreiche Einschnitte mit einem weiteren Lockdown gebracht; wann Gaststätten wieder öffnen, steht nicht nur astronomisch betrachtet in den Sternen; daher nicht im Gasthof Graf Gemeinschaft pflegen, sondern zu Hause PC aufdrehen, Link eingeben, Webcam, Lautsprecher und Mikrofon aktivieren, um in Zeiten wie diesen auf diese doch ungewohnte Weise gemeinsam am Vereinsabend teilzunehmen – etwa 28 Mitglieder und auch Besucher waren eingelinkt!

Im angehängten Dokument könnt ihr mehr über den Vortrag von Frau Dr. Rumi Nakamura (IWF Graz) zum Thema „Plasma im Weltall“ erfahren!
VA20210409NLNakamuraPlasmaimWeltall

VORSCHAU
ANTARES-VEREINSABEND
Freitag 14.05.2021

In Zeiten wie diesen
ONLINE-Veranstaltung
Wegen der aktuellen COVID-19-Maßnahmen wird dieser Vereinsabend ONLINE abgehalten.
BITTE Link kopieren und in Browser einfügen
https://unigraz.webex.com/meet/paul.beck

Start ab 18:30 h
19:00 h Begrüßung, Vereinsnachrichten
19:30 h DDr. Martin APOLIN
AHS-Lehrer am GRG 17 Parhamergymnasium, 1170 Wien
Lektor an der Fakultät für Physik/Didaktik
Buchpräsentaton „Himmels-Körper“
Urknall-Reste und Sternenstaub – das Wunder des menschlichen Körpers

Vereinsabend März 2021

NACHLESE
Vereinsabend
Freitag, 12.03.2021

Die COVID-19-Beschränkungen haben zahlreiche Einschnitte gebracht; nicht im Gasthof Graf gemeinsam bei Gesprächen den Vereinsabend verbringen, sondern zu Hause PC aufdrehen, Link eingeben, Webcam, Lautsprecher und Mikrofon aktivieren, um in Zeiten wie diesen auf diese doch ungewohnte Weise gemeinsam am Vereinsabend teilzunehmen – etwa 25 Mitglieder und auch Besucher waren eingelinkt!

Der Vortragende Dr. Günter Kargl, Institut für Weltraumforschung Graz, berichtete über
Mars Insight – NASA-Mission zum Mars
Detals über diesen Vereinsabend in der angehängten pdf-Datei.

Gerhard KERMER
Vorsitzender
Öffentlichkeitsarbeit und Führungen
M 0664 73122973
E gerhard.kermer@aon.at
ZVR 621010104
VA20210312NLKarglMarsinsight

Vereinsabend Februar 2021

NACHLESE
ANTARES-VEREINSABEND
Freitag 12.02.2021

Wie jeden 2. Freitag im Monat, so nahmen auch am Freitag, 12.02.2021 ab 18:00 h 32 ANTARES-Mitglieder und 3 Besucher am Vereinsabend im Gasthof Leo GRAF, 3100 St. Pölten teil. So sollte die Einleitung lauten.

ABER
In Zeiten wie diesen
ONLINE-Veranstaltung

Zu Hause am Bildschirm sitzen, Link eingeben, Lautsprecher aufdrehen, Webcam aktivieren, und auf diese doch ungewohnte Weise gemeinsam am Vereinsabend teilnehmen – 35 Mitglieder und Gäste waren eingelinkt – in manchen Wohnräumen waren Teleskope aufgestellt, ein Modell der Voyager-Sonde war Blickpunkt bei Peter!

Ein aufrichtiges DANKE an Paul Beck, der bei diesem Vereinsabend aus dem WebEx-Room der Uni Graz die Fäden im Hintergrund zog.
Und herzlichen Glückwunsch an Paul Beck zur Wahl zum Vizepräsidenten der ÖGAA – viel Engagement und Erfolg bei der Umsetzung der angestrebten Projekte!

Nach der Begrüßung der Teilnehmer durch Gerhard Kermer bot der von unserem Mitglied Helmut Hrabec am August-Vereinsabend mittels Drohnenflug aufgenommene und gestaltete Kurzfilm „Flug über die Sternwarte“ einen informativen Überblick über die Bauarbeiten und die Neugestaltung der Außenflächen.

Die Mitgliederentwicklung ist positiv – nach 9 Neumitgliedern im Jahr 2020 können wir uns auch 2021 bereits über ein weiteres aktives Mitglied freuen!
Wir wünschen allen, dass sie sich bei ANTARES gut aufgenommen fühlen, Gemeinschaft erleben und im Kreise Gleichgesinnter der Ausübung des Hobbies Astronomie nach ihren Schwerpunkten nachgehen können.
Die traurige Nachricht ist, dass die Gattinnen unserer Mitglieder Prof. Hansjörg Stetter und Otto Blaumauer Ende Jänner / Anfang Februar verstorben sind – unsere aufrichtige Anteilnahme und VIEL KRAFT in dieser schweren Zeit des Abschiednehmens.

Nach langwierigen Verhandlungen konnte 2020 der Kauf des Sternwartegeländes erfolgreich abgeschlossen werden – ANTARES ist Besitzer des Sternwartegeländes!

Die Pandemie COVID-19 hat für uns einschneidende Einschränkungen gebracht:
Vereinsabende und der Vereinsausflug nach Graz wurden abgesagt; der Vereinsausflug soll 2022 nachgeholt werden, weitere Ausflugsziele sind für die Folgejahre geplant.

Bedingt durch den Lockdown im März 2020 konnte mit dem Weiterbau erst Anfang Juni begonnen werden, Regen beeinträchtigte und verzögerte die Betonierarbeiten.
Zwischenzeitig sind die Teleskopplattformen, teils ausgestattet mit Säulen, sowie das Boxenhaus fertiggestellt; die Holzkonstruktionen für die Schiebedachhütte und die 3 AMO’s (ANTARES Mini Observatories) sind errichtet und mit PREFA-Platten verkleidet, die Zugangswege mit Steinplatten befestigt.

DANKE an alle Mitglieder, die mit der Einzahlung des Mitgliedbeitrags die Finanzierung dieser Bauarbeiten ermöglichen!
Ein großer DANK an all diejenigen Mitglieder, die mit ihrer Spende, ihrer Unterstützung und ihrer Mitarbeit den zügigen Weiterbau ermöglichen!

Ein besonderer DANK gilt:
Erich Iwanoff, über den wir von Andreas Daubek Josef-Bramer-Kupferstiche zum Weiterverkauf erhielten – 3 Bilder „Die Versuchung“ (je EUR 300,00) sind noch erwerbbar –
Für die eigenen 4 Wände, Ordinationen, Kanzleien, Büros, Kunstsammler, oder ???
Familie Zieritz, über deren Vermittlung die Vermessung des Grundstücks durch Fa. Schubert sehr kostengünstig abgerechnet wurde.
Roland Mitter, über dessen Initiative wir eine großzügige Spende der Fa. EGGER erhielten.
Der Rechtsanwaltskanzlei Dr. Krömer und der Mithilfe von Irene Messerer für die kostengünstige Abrechnung der Erstellung des Kaufvertrags.
Firmen wie PREFA, Schmid-Schrauben, Klenk und Meder, die den Ausbau finanziell und mit Materialspenden unterstützt haben, sind in unserer Website angeführt und verlinkt.
Ohne die Förderungen durch das Land Niederösterreich, Elsbeerreich und die Marktgemeinde Michelbach wäre der Ausbau in diesem Zeitrahmen nicht zu schaffen!

Da ab Mitte Oktober 2020 das Erdreich durch Regen ständig durchfeuchtet und somit nicht bearbeitbar war, wird 2021, sobald abgetrocknet, die verbliebene Erde verteilt und das Gelände angeglichen –das Freigeländes sollte damit etwa ab Ende 1. Halbjahr / 3. Quartal genutzt werden können.
Die undichte Stelle der Sternwartekuppel soll gefunden und ausgebessert, der Turm gestrichen und in weiterer Folge der Fußboden durch einen Laminatboden ersetzt werden.
Vorrang hat jedoch die Fertigstellung der Schiebedachhütte und der 3 AMO’s.
Ein zweites WC soll den Hygienestandard bei Führungen verbessern.
Streichen der Außenflächen aus Holz, Überprüfung der Tische und Bänke, Erneuerung des Geländers zum SoObs und ein Stiegenaufgang zum Dachgeschoß –diese Tätigkeiten stehen noch an.

Der Dorfverschönerungsverein Michelbach errichtet einen Sternwarteweg, der, beginnend bei der Pfarrkirche Michelbach, bei der Sternwarte endet – auf 6 von ANTARES konzipierten Schautafeln werden Wanderer Informationen über das Sonnensystem und Objekte des Weltalls erfahren.
Die Eröffnung des Sternwarteweges ist zeitgleich mit der offiziellen Inbetriebnahme des Sternwarteausbaus im Sommer 2021 angedacht.

Für all diese Arbeiten ersuchen wir um die Mitarbeit der ANTARES-Mitglieder.
Gefragt sind auch Mitglieder mit Erfahrungen als Installateur, Fliesenleger und für das Schweißen der Kuppelringe – BITTE melden.

Führungen sollen auch 2021 ein wichtiger Teil des Vereinslebens sein! Gemeinsam den Besuchern die Faszination der Beobachtung des Sternenhimmels vermitteln, eine Führung durch die Sternwartegebäude, eine Einführung in Radioastronomie, ein Vortrag über das Sonnensystem, Jugend und Astronomie, mit Teleskopen die „Sterne vom Himmel holen“ – Ein aufrichtiges DANKE an alle Mitglieder, dank deren Mithilfe, Engagement und Kompetenz bei der Führungsgestaltung ANTARES Ansprechpartner für Astronomie im Zentralraum Niederösterreich für astronomisch Interessierte ist! Mit den Führungserlösen wird nicht nur der Erhalt, sondern auch der weitere Ausbau und der Kauf des Sternwartegeländes mitfinanziert!

Auch bei den Medien ist ANTARES erfolgreich positioniert;
ORF NÖ – Beobachtung der Wintersternbilder
Wechsellandzeitung – Kontakt wegen Artikel
Schreibstube Tintenblau, Hainfeld – Artikel über Sternwarte in Gemeindezeitung
NÖN, Bezirksblätter, Radio Arabella – nur einige unserer Medienpartner
Mittels Facebook wollen wir den Bekanntheitsgrad weiter erhöhen!

Und wir wollen das Sternwartegelände nutzen und mit Leben erfüllen – dieses soll das Zentrum für astronomische Betätigung für ANTARES-Mitglieder sein – visuelle Beobachtung, Astrofotografie, Radioastronomie, Spektroskopie, Freunde treffen, Gemeinschaft pflegen, und … – mit dem Messier-Marathon, der Beobachtung der MESSIER-Objekte, soll in der ersten Märzhälfte der Start in die Beobachtungssaison 2021 erfolgen.

Die für Freitag, 12.03.2021 vorgesehene Vorstandswahl wird – vorläufig – auf den Vereinsabend Freitag, 09.04.2021 festgelegt.
Der endgültige Termin wird zeitgerecht bekanntgegeben.

Wahlvorschlag Vorstandswahl und Fachbereichsleiter
Vorstand
Vorsitzender Gerhard Kermer
Vorsitzender Stellvertreter Peter Messerer
Kassier Gerhard Zartl
Kassier Stellvertreter Peter Messerer
Schriftführer Herbert Hörandner
Schriftführer Stellvertreter Erich Iwanoff

Fachbereiche
Sternwarteleiter Peter Messerer
Sternwartepflege Außenbereich Erich Iwanoff
Manfred Hackl
Digitale Medien und Astrofotografie Stefan Brenner
Objektdokumentation VisBeo
(VISuelle BEObachtung) Wolfgang Aron
Mitgliedereinschulung Gerhard Kermer
Peter Messerer
Jugend und Astronomie Monika Lassinger
Radioastronomie Fritz Lensch
Führungen und Öffentlichkeitsarbeit Gerhard Kermer

Rechnungsprüfer
Martin Kainz
Barbara Trinkl

Vortrag
Die Geschichte der Astronomie in Wien ab dem 18. Jhdt.
Als Vortragenden konnten wir Mag. Thomas Schobesberger begrüßen. Während seines Studiums arbeitete er bereits in zwei lokalen Organisationskomitees, erstellte zahlreiche Events in seiner Zeit als Studierendenvertreter und sammelte zahlreiche Erfahrungen in der Lehre, während seiner Zeit als Tutor und den Praktika im Rahmen des Lehramtsstudiums. Mit Februar ist der Abschluss des Masters geplant, im Sommer 2021 soll auch das Lehramtsstudium abgeschlossen sein.

An dieser Stelle ein aufrichtiges DANKE an unser Mitglied Rudi Riha für die Zusammenfassung dieses Vortrags.

Mag. Thomas Schobesberger
Die Geschichte der Astronomie in Wien ab dem 18. Jhdt.
Von der Wiener mathematischen Schule über die ersten Sternwartedirektoren ins 20. Jahrhundert
• Johannes von Gmunden
• Georg von Peuerbach
• Johannes Müller von Königsberg (Regiomontanus)

1365 – Gründung der Universität Wien durch Rudolf IV
– älteste deutschsprachige Universität
 Lehre der 7 freien Künste
Unterscheidung zwischen Trivium (Dreiweg) – sprachlich und logisch-argumentativ
ausgerichtete Fächer, die die Voraussetzung für jede Beschäftigung
mit der (lateinischen) Wissenschaft bilden,
und dem weiterführenden Quadrivium (Vierweg) der mathematischen Fächer.

Trivium
Grammatik: Lateinische Sprachlehre und ihre Anwendung auf die Werke der klassischen Schulautoren
Rhetorik: Redeteile und Stillehre, ebenfalls mit Beispielen aus den Schulautoren
Dialektik bzw. Logik: Schlüsse und Beweise auf der Grundlage des Organons

Quadrivium
Arithmetik: Zahlentheorie (Zahlbegriff, Zahlenarten, Zahlenverhältnisse)
z. T. auch praktisches Rechnen
Geometrie: euklidische Geometrie, Geographie, Agrimensur
Musik: Musiktheorie und Tonarten u. a. als Grundlage der Kirchenmusik
Astronomie: Lehre von den Sphären, den Himmelskörpern und ihren Bewegungen, unter Einschluss der Astrologie (Auswirkungen auf die sublunare Sphäre und den Menschen). Bis in das 18. Jahrhundert bildeten Astrologie und Astronomie ein Gebiet, das beide Bezeichnungen tragen konnte. Innerhalb des Gebietes wurde wiederum zwischen beiden Teilgebieten unterschieden.

1. Rektor: Albert von Rickensdorf – verließ Wien bald (1366)
1384 Übernahme durch Albert III
holte ersten Astronomen (Heinrich von Langenstein)
Stephan Krafft → Universität
1407 Johannes von Krafft als Lektor tätig

Johannes von Gmunden – erster echter Astronom
gute Verbindung zu Klosterneuburg unter Propst Münstlinger
1409 besoldeter Lehrer – 1413 Rektorat – dann Theologiestudium und Priesterweihe
1419 astronomische Tafeln – selbst berechnet → Verbesserung der alphonsinischen
1421 2. Rektorat
1432 Tolederbriefe: Abwehr durch Johannes von Gmunden
wegen Ablehnung der Astronomie – in Wien Tradition
1442 verstorben
bedeutender Astronom und Instrumentenbauer – vieles der Universität vermacht

Georg von Peuerbach (Aunpekh) * 1423
vom Pfarrer von Peuerbach über Kontakte → Wien
kommt erst mit 22 Jahren – studiert in 21 Monaten fertig
→ Rom zu Nikolaus Cusanus
hält ab 1454 Vorlesungen in Wien
fördert herausragenden Schüler: Johannes von Königsberg
Hofastronom von König Ladislaus von Ungarn
übergibt seinem Schüler diese Aufgabe
griechische Schriften inzwischen in Wien angelangt
Übersetzung des Almagest
findet Fehler in Osterformel → nach Rom eingeladen
– verstirbt aber vor Antritt der Reise

Regiomontanus (Johannes Müller von Königsberg) übernimmt diese Angelegenheit
mit 11 an Leipziger Universität
sieht Sonnenfinsternis → Interesse für Astronomie – nach Wien gesandt
ab 1450 in Wien inskribiert
übernimmt Arbeiten am Almagest
reist nach Nürnberg
eröffnet Druckerei – gibt Kalender heraus
nach Rom wegen Osterformel gesandt
stirbt dort an Seuche

18. Jh.:
Johann Jakob de Marinoni
eröffnet 1730 Sternwarte auf der Mökerbastei – genaue Beschreibung
– gefeierte Schrift erregt Aufsehen
erste Sternwarte in Gebäude
stirbt 1755
seine Geräte danach nicht entsprechend gewürdigt
Haus und Sternwarte später abgerissen 1797 – Pasqualati-Haus dort gebaut (Beethoven-Haus)

Die Jesuiten errichteten 1733 eine Sternwarte Ecke Postgasse/Bäckerstraße – 45m-Turm
Joseph Franz und Joseph Liesgang

Universitätssternwarte – 1755 Abschluss des Baues der
Maria Theresia ließ Aula der Universität bauen
dann hölzerner Aufbau – hier Instrumente Marinonis deponiert
mäßig gute Arbeitsbedingungen
Maximilian Hell – erster Leiter der Universitätssternwarte (1720 – 1792)
Jesuit – Assistent bei Franz
Theologiestudium in Wien
1756 erster Sternwartedirektor
gibt Jahrbuch heraus: mit Positionen der Planeten und sonstiger Himmelskörper
+ Publizierung astronomischer Forschungen
1761 Versuch einer Beobachtung desVenustransits – da Hochnebellage war Eintritt der Venus nicht beobachtbar – wichtig für Sonnenparalaxenberechnung → 9,5´´
1767 vom dänischen König zum Venustransit eingeladen → Kopenhagen
dann nach Norwegen und in Vardo 1769 Transit beobachtet
da im Auftrag des Königs → nach Kopenhagen für Vortrag
war erst danach eine Veröffentlichung möglich
berechneter Abstand Sonne – Erde – 152 Mio km (Wert heute 149,6 Mio km)
Namensgebung für drei Sternbilder
– schlägt für Herschels Planetenentdeckung Urania vor
stirbt an Pneumonie

Ephemeriden und Sternwarte nach Hells Tod fortgeführt von Franz de Paula Triesnecker
danach Tobias Bürg – Gewinner des Pariser Mondbahnpreises
dieser will Sternwarteleiter werden –
von Johann Joseph Litrow ausgestochen
dieser überlegt Aussiedlung der Sternwarte wegen Verschlechterung der Beobachtungsbedingungen
kauft einen 6´´-Frauenhofer und etliche Geräte
veröffentlicht „Die Wunder des Himmels“
neues Jahrbuch: Annalen der Universitätssternwarte von Wien
1836 geadelt
Karl Ludwig Litrow -sein Sohn
mit 20 Jahren dem Vater assistiert
kritisiert Hells Berechnungen
will ebenfalls Sternwarte verlegen – ebensoerfolglos
1858 dennoch Planungsbeginn
Idee des Baues auf Universität wird verworfen
1874 bis 1879 Bau des Sternwartegebäudes auf Türkenschanze → Prunkbau
damals in Weingarten („saurer Wein von Wien“)
Nachfolger: Edmund Weiß – 1883 Eröffnung
Simon Newcomb in Wien: rehabilitiert Hell
weitere Direktoren
Kasimir Graf – aus „rassischen“ Gründen von NS abgesetzt
Joseph Hopmann und Joseph Meurers in 50er bis 70er Jahren

Privatsternwarten
Großer Federlhof: Rotenturmstraße 6
1630 von Andreas Argoli Sternwarte eingerichtet
1825 Gebäude → Georg Simon von Sina
– ließ in Athen Sternwarte von Theophil Hansen errichten
Federlhof abgerissen und neu aufgebaut

Observatorium von Elisabeth von Matt und Tobias Bürg
bei Stephansdom in Domgasse astronomischer Freundeskreis
vollführte zahlreiche Messungen
6-Fuß-Gerät bestellt – aber erst nach ihrem Tod eingetroffen

Theodor Ritter von Oppoltzer
Kanon der Finsternisse (alle von 1207 vor bis 2162 nach verzeichnet)
habilitierte an Universität Wien ohne Doktorat
Observatorium Alserstraße 25 errichtet

Kuffnersternwarte: nach Universitätssternwarte errichtet
Albert Einstein hätte Direktor werden sollen
Schwarzschild dort zeitweise tätig

Urania 1901

Mag. Thomas Schobesberger beantwortete im Anschluss Fragen und wies auf die Möglichkeit eines Wien-Spaziergangs zu den Stätten der ehemaligen Sternwarten hin.
Ziel eines unserer nächsten Vereinsausflüge?

Der WebEx-Room wurde gegen 22:00 h geschlossen – bis dahin gab es regen Gedankenaustausch, ein Großteil der Mitglieder nahm daran noch teil.

Der Lockdown wird verlängert, die Gaststätten werden erst ab Ostern wieder geöffnet. Deshalb gilt auch für den März-Vereinsabend

ANTARES-VEREINSABEND
Freitag 12.03.2021

In Zeiten wie diesen
ONLINE-Veranstaltung
Wegen der aktuellen COVID-19-Maßnahmen wird dieser Vereinsabend ONLINE abgehalten.
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https://unigraz.webex.com/meet/paul.beck

VORSCHAU
Ing. Mag. Dr. Günter Kargl
Institut für Weltraumforschung Graz (IWF)
Mars Insight – NASA-Mission zum Mars
In den Morgenstunden des 05.05.2018 startete in den USA die NASA-Mission InSight (INterior exploration using Seismic Investigations, Geodesy and Heat Transport) zum Roten Planeten. Das Grazer Institut für Weltraumforschung (IWF) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften ist an der wissenschaftlichen Auswertung der Daten beteiligt.
Günter Kargl hat als einziger österreichischer Co-Investigator den Start vor Ort live mitverfolgt, da für den Start von einer Air Force Basis Zuschauer nur eingeschränkt zugelassen sind.

Wir freuen uns auf zahlreiche Teilnehmer!

Gerhard KERMER
ANTARES-Vorsitzender
Öffentlichkeitsarbeit und Führungen
M 0664 73122973
E gerhard.kermer@aon.at
ZVR 62110104