Vereinsabend Juni 2020

NACHLESE
Vereinsabend
Freitag, 12.06.2020

Nur aus Chaos entsteht Ordnung –
2018 wurde der Ausbau des Sternwartegeländes beschlossen;
2019 nach Geländeumwidmung die Umfassungsmauer gebaut;
2020 werden die vorgesehenen Plattformen samt erforderlicher Infrastruktur errichtet;
Und von diesem Baufortschritt konnten sich knapp 25 Mitglieder bei unserem Vereinsabend am Freitag, 12.06.2020, überzeugen – witterungsbedingt konnten noch nicht alle Plattformen betoniert werden, Schalungen waren für die Errichtung einiger Plattformen und für Teile der Umfassungsmauer aufgebaut;
Bis zum 18.06.2020 sollen diese Arbeiten erledigt sein; die Zwischenflächen mit Erde aufgefüllt, die Schalungen abgebaut und zerlegt und die Zufahrtsstraße samt Parkplatz mittels Bruchasphalt staubfrei sein.
In den Folgemonaten wird der Zaun fertiggestellt, Teleskopsäulen errichtet, die Elektroleitungen installiert, die Holzkonstruktionen für das Boxenhaus und die AMO’s (ANTARES mini observatories) errichtet und für die Nutzung fertiggestellt.

Grillgut bitte selbst mitnehmen, Getränke gibt es auf der Sternwarte – entsprechend der Einladung wurden ab etwa 19:00 h die mitgebrachten Leckerbissen gegrillt, bei angeregten Gesprächen ließen wir uns das Essen schmecken.

Um 20:00 h begrüßte Gerhard Kermer im Vortragsraum die Anwesenden und Christoph Kaltseis, der mit 15 Jahren seine erste Kamera erhalten hat, als Quereinsteiger erst 2004 zur professionellen Fotografie gelangt und schnell zu einem der Spezialisten auf seinen beiden fotografischen Schwerpunkten Vulkane und Astronomie wird. Er macht Fotos vom Universum, von der Natur und von allem was ihm gefällt.
Für das Bildbearbeitungsprogramm Adobe Photoshop entwickelte er für die Perfektionierung seiner Fotos UDI; ein Prozess, der es ermöglicht, Details so genau wie noch nie wahrzunehmen.
Mit APF-R – ebenfalls für Photoshop –schafft es Kaltseis, ein Foto in seiner maximalen Schärfe zu zeigen.
Mit der amerikanischen Weltraumbehörde NASA und dem europäischen Pendant ESO ist er in ständigem Austausch.
Bei der von ihm ins Leben gerufenen CEDIC (Central European Deepsky Imaging Conference) nehmen begeisterte AstrofotografInnen aus der gesamten Welt im Ars Electronica Center (AEC) Linz teil.

An diesem Abend zeigt er in seinem knapp 2-stündigen Vortrag „Astrofotografie – nicht nur für Fortgeschrittene“ mit zahlreichen Aufnahmen auf, was im Bereich der Astrofotografie sowohl für Einsteiger als auch fortgeschrittene Fotografen möglich ist!
Andromedagalaxie, Mondaufnahmen, Barnards Loop und Objekte im Orion, Nordamerikanebel und die Filamente des Cirrusnebels – diese und andere Aufnahmen zeigen einen Detailreichtum, der, seinen Ausführungen zufolge, auch von Anfängern mit herkömmlichen Fotoapparaten erfolgreich belichtet werden kann!
Grundvoraussetzung ist Vertrauen in die Beratung durch einen Astrohändler.

Ein erfolgreicher Einstieg in die Astrofotografie unterteilt sich je nach Ausrüstung in die Anforderung zur verwendeten Hardware.
Einfach: bis zu 100 – 135mm Brennweite, max. 1,5 kg Gewicht von Kamera und Objektiv
Mittel: bis ca. 400mm Brennweite, max. 6,5 kg Gewicht von Kamera und Objektiv
Anwender: bis zu 2000mm Brennweite je nach Optik und Montierung

Näher ans Leben, näher an die Wirklichkeit
Mit den Möglichkeiten der „Digitalen Technik“ und Bildbearbeitung erreicht Christoph Kaltseis neue Dimensionen. In der Astronomie konnte er damit eine deutliche Verbesserung der Ergebnisse in den letzten 6 Monaten erreichen.

Die Theorie klingt einleuchtend, nur – wie schafft das Christoph Kaltseins – diese Frage wird sich so mancher der Anwesenden gestellt haben!

Workshop auf La Palma
Im November wird von Christoph Kaltseis auf La Palma ein Astrofotografie-Workshop angeboten, Maximalteilnehmeranzahl 7 Personen; in 2-er-Gruppen werden Kenntnisse vermittelt und in die Praxis umgesetzt.
Bei INTERESSE bitte Kontakt mit Christoph Kaltseis
E christoph.kaltseis@lightstorm.at

PRAXISTEIL auf der Sternwarte Michelbach
Angedacht ist auch ein Praxisteil an einem noch zu bestimmenden Wochenende auf dem Sternwartegelände Michelbach.
Bei Interesse könnte auch die Industrie eingeladen werden, mit einem Informationsstand daran teilzunehmen.
Um Machbarkeit abzuklären, BITTE um Bekanntgabe, wer Interesse an einer solchen Schulung hat.
E gerhard.kermer@aon.at

Baader Planetarium
Wegen Bestellungen des angeführten Autoguider StarAid iund weiterer Teleskopartikel:
Alle Teilnehmer können sich im Laufe der nächsten Tage noch bei mir oder Christoph melden, spätestens bis Ende Juli gilt das Angebot der Firma Baader (5% + 4%).
Der Ablauf, die Beratung übernimmt Christoph für die Firma Baader, wenn dann klar ist, was es werden soll, wird Info an Baader weitergeleitet.
Die Firma Baader nimmt dann mit dem Kunden Interesse auf.
E gerhard.kermer@aon.at
E christoph.kaltseis@lightstorm.at

Links:
http://www.christoph-kaltseis.com
http://www.astronomie.at/galerie/8498/galerie.asp – NGC 2244
http://www.astronomie.at/galerie/8425/galerie.asp – NGC 7000
https://www.astronomie.at/galerie/8533/galerie.asp – Galaxie M 64
https://www.astronomie.at/galerie/8524/galerie.asp – Kugelsternhaufen M 3
https://www.astronomie.at/galerie/8523/galerie.asp – Komet 2019 Y4

Alle Bilder sind urheberrechtlich geschützt.
© Christoph Kaltseis

 

VORSCHAU
ANTARES-VEREINSABEND
Freitag 10.07.2020

Vereinsinterne Veranstaltung auf dem Gelände der
NOE VOLKSSTERNWARTE 3074 MICHELBACH statt.
Grillen, plaudern, beobachten – ALLE Mitglieder sind dazu herzlich eingeladen!
Grillgut bitte selbst mitnehmen, Getränke sind vorrätig!

Gerhard KERMER
Vorsitzender
Öffentlichkeitsarbeit und Führungen
M 0664 73122973
E gerhard.kermer@aon.at
ZVR 621010104

Vereinsabend Februar 2020

NACHLESE
Vereinsabend
Freitag, 14.02.2020

Es tut sich was am Himmelszelt. Wie Dr. Paul Beck via eMail am Vereinsabend berichtete ist Beteigeuze eines DER Gesprächsthemen unter Forschungsastronomen. Jedes geeignete Teleskop ist auf diesen Stern gerichtet und sammelt Daten!
Zwar hofft ein jeder Astronom Zeuge eines denkwürdigen Himmelsspektakel werden zu dürfen – die Supernovae würde nach Berechnungen etwa so hell werden wie der Vollmond. Allerdings scheint die Erklärung durch konstruktive Interferenz zweier Helligkeitsschwankungszyklen immer noch die beste Erklärung als Ursache für die derzeitige Abschwächung von alpha Orionis zu sein.

Tagesaktuelle Informationen über die Helligkeitsentwicklung von Beteigeuze sind in https://twitter.com/betelbot abrufbar.

Erste Resultate von diesen wissenschaftlichen Beobachtungen werden bereits publiziert. So haben Astronomen mit dem Very Large Telescope (VLT) der ESO die beispiellose Helligkeitsabnahme von Beteigeuze, einem Roten Überriesen im Sternbild Orion, eingefangen. Die verblüffenden neuen Bilder der Sternoberfläche zeigen nicht nur den verblassenden Roten Überriesen, sondern auch, wie sich seine scheinbare Form verändert.
https://www.eso.org/public/austria/news/eso2003/?lang

22 Mitglieder waren am Freitag, 14.02.2020 in den Gasthof Leo Graf zum ANTARES-Vereinsabend gekommen, an dem Gerhard Kermer über Neuigkeiten berichtete.
Nach der Abklärung von Details soll die Unterzeichnung des Kaufvertrags gegen Ende Februar erfolgen.
Die Bauarbeiten werden gegen Mitte April – wetterabhängig – weitergeführt.
Und um den 21. Februar startet die Beobachtungssaison auf dem Sternwartegelände mit dem MESSIER-Marathon – ALLE Mitglieder sind zur Teilnahme eingeladen!
Der Vereinsausflug führt am Sonntag, 17.05.2020, nach Graz ins Observatorium Lustbühel und zur IWF-Satellitenstation, nach dem Mittagessen verbringen wir den Nachmittag in der Karl-Franzens-Universität bei einer Führung durch das Physikalische Kabinett und einem Vortrag von Univ.-Prof. Dr. Arnold Hanslmeier; Anmeldungen zum Vereinsausflug sind jederzeit möglich (E gerhard.kermer@aon.at).

Fritz Lensch wollte über die Mitarbeit einer Praktikantin referieren, wir scheiterten an der Technik, die Fernbedienung für den Beamer war nicht auffindbar, der Bericht folgt im März.

Am 13.01.2012 und 08.02.2019 konnten wir den Wissenschaftsjournalist Dr. Christian PINTER, der, auf die Bereiche Astronomie und Raumfahrt spezialisiert, seit 1991 populär-wissenschaftliche Artikel für Printmedien im deutschsprachigen Raum schreibt, mit einer Lesung des Kapitels „Die Sterne der Medici“ über Galileo Galilei aus seinem Buch „Helden des Himmels“ und dem Vortrag „Die Mondträumer – Johannes Kepler und Jules Verne“ bei uns begrüßen;
THEMA dieses Abends war
„Giordano Bruno – ein Märtyrer der Wissenschaft?“.

Giordano Bruno, geb. im Jänner 1548 in Nola als Filippo Bruno, war ein italienischer Priester, Dichter, Philosoph und Astronom. Durch die Inquisition der Ketzerei und Magie für schuldig befunden und vom Gouverneur von Rom zum Tod, wurde am 17.02.1600 in Rom auf dem Campo de’ Fiori auf dem Scheiterhaufen hingerichtet.
Die wiederentdeckten Ideen der antiken Naturphilosophie übten große Anziehung auf Giordano Bruno aus. Ermutigt dadurch, dass sich das von Nikolaus Kopernikus postulierte heliozentrische Weltbild durchzusetzen begann, entwickelte er im Laufe der folgenden Jahre seine eigene Philosophie.
Papst Johannes Paul II erklärte nach Beratung mit dem päpstlichen Kulturrat und einer theologischen Kommission am 12.03.2000, die Hinrichtung sei auch aus kirchlicher Sicht als Unrecht zu betrachten.
Bruno studierte in Neapel und trat am 15.06.1565 in den Orden der Dominikaner in das Kloster San Domenico Maggiore ein; er nahm den Ordensnamen Giordano an. Er verweigerte die Marienverehrung und entfernte alle Heiligenbilder aus seiner Klosterzelle, somit geriet er in Konflikt mit der Ordensleitung. Als jugendliche Verirrung aufgefasst, blieb dies zunächst folgenlos. 1572 empfing er die Priesterweihe.
1576, zum ersten Mal unter Verdacht der Ketzerei, floh er nach Rom, musste aber auch von dort fliehen; er trat aus dem Mönchsorden aus, sein Leben wurde fortan zu einer Wanderschaft durch Europa.
Christian Pinter zeichnete den Weg des Nolaners, wie Giordano Bruno seiner Herkunft wegen auch genannt wird, nach.
Über Genf, wo er der calvinistischen Kirche beitrat und infolge unüberbrückbarer theologischer Differenzen für kurze Zeit inhaftiert und mit Maßnahmen der calvinistischen Kirchenzucht belegt wurde, zog er 1579 nach Toulouse, wo er an der Universität Vorlesungen über Aristoteles hielt. Sein phänomenales Gedächtnis – offenbar eine spezielle Mnemotechnik – erklärten sich Zeitgenossen mit magischen Fähigkeiten.
Wegen der heftiger werdenden Konflikte zwischen Hugenotten und Katholiken reiste Bruno nach Lyon weiter, danach ging er nach Paris, wo er von König Heinrich III. gefördert wurde.
Mit einem Empfehlungsschreiben Heinrichs III. ging er 1583 nach England, versuchte zunächst in Oxford zu lehren, erhielt jedoch keinen Lehrstuhl. In London veröffentlichte er seine „italienischen Dialoge“, darunter Cena de le Ceneri (Das Aschermittwochsmahl) (1584), sowie De l’Infinito, Universo e Mondi (Über die Unendlichkeit, das Universum und die Welten). Sterne erklärte er damit, dass sie wie unsere Sonne seien, dass das Universum unendlich sei, es eine unendliche Anzahl von Welten gebe und diese mit einer unendlichen Anzahl intelligenter Lebewesen bevölkert seien – einer allmächtigen und unendlichen Gottheit kann nur ein unendliches Universum entsprechen, alles andere wäre einer unendlichen Gottheit nicht würdig.
Bruno stellte sich der damals herrschenden Meinung einer in Sphären untergliederten geozentrischen Welt entgegen. Seine pantheistischen Thesen von einer unendlichen materiellen Welt ließen keinen Raum für ein Jenseits, da zeitliche Anfangslosigkeit des Universums eine Schöpfung und dessen ewiger Bestand ein Jüngstes Gericht ausschlossen.
In De immenso entwarf Bruno eine erste Raumfahrtidee.
1585 ging er wieder nach Paris; nach Tumulten, die durch seine 120 Thesen gegen die aristotelische Naturlehre und ihre Vertreter entfacht wurden, musste er Paris verlassen und reiste nach Deutschland weiter; in Marburg erhielt er keinen Lehrstuhl, in Wittenberg, wo er das Recht auf freie Vorträge über Philosophie erhielt, behandelte er in seinen Vorlesungen das Organon des Aristoteles, Mathematik, Logik, Physik und Metaphysik.
Dort verfasste er zwei Bücher über Logik und Gedächtniskunst – ein Thema, das später Gottfried Wilhelm Leibniz fortsetzen sollte. Danach ging Bruno für ein halbes Jahr nach Prag, wo er zwar die Gunst Kaiser Rudolfs II gewann, jedoch keinen Lehrauftrag erhielt.
In Helmstedt erhielt er eine Professur an der Academia Julia und bereitete die Frankfurter Schriften – sein philosophisches Vermächtnis – vor. Es hielt ihn nicht lange; nach den Calvinisten in Genf exkommunizierten ihn jetzt die Lutheraner.
Wo auch immer Bruno wirkte, versuchte er einen festen Lehrstuhl zu erhalten – erfolglos. Brunos Talent, sich in der Welt der komplizierten Machtverhältnisse der Renaissance zu behaupten, könnte zwiespältiger nicht interpretiert werden: Auf der einen Seite gelang es ihm immer wieder, mächtige Gönner auf seine Seite zu ziehen. Auf dem theologisch-philosophischen Kampfplatz schuf er sich Feinde mit rücksichtsloser Polemik, beißendem Spott und insbesondere mit der Ablehnung der Gottessohnschaft Christi und mit seiner kompromisslosen Gegnerschaft zu Aristoteles.
Nach einem Aufenthalt in Frankfurt am Main folgte ein Kurzaufenthalt in Zürich.
Der Tod des konservativen Papstes Sixtus V. und die Vakanz eines Lehrstuhls für Mathematik an der Universität Padua gaben den Ausschlag für seine Rückkehr nach Italien.
Als der Lehrstuhl jedoch an Galileo Galilei vergeben wurde, nahm Bruno eine Einladung nach Venedig an. Sein Gastgeber, Zuane Mocenigo (1531–1598), Provveditore Generale di Marano, wollte in die Gedächtniskunst eingeweiht werden; nach Streitigkeiten wurde er von Mocenigo denunziert und am 22.05.1592 von der Inquisition verhaftet.
Im venezianischen Kerker widerrief er nach sieben Verhören. Nach damaliger Rechtsauffassung ein geflohener Mönch, musste er nach Rom ausgeliefert werden, wohin er Anfang 1593 gebracht und in der Engelsburg gefangengesetzt wurde. In den folgenden sieben Jahren wurde der Prozess gegen ihn vorbereitet. Vergeblich versuchte er, eine Audienz bei Papst Clemens VIII. zu erreichen, er war bereit, teilweise zu widerrufen. Doch die Inquisition forderte den vollständigen Widerruf; Bruno reagierte hinhaltend und schließlich trotzig: An der Ablehnung der Gottessohnschaft Christi und des Jüngsten Gerichts sowie an seiner Behauptung vieler ‚Welten‘ hielt er fest.
Am 08.02.1600 wurde mit Urteil des Heiligen Offiziums Giordano Bruno wegen Ketzerei und Magie aus dem Orden der Dominikaner und aus der Kirche ausgestoßen und dem weltlichen Gericht des Gouverneurs in Rom überstellt, mit der herkömmlichen Bitte, dieser möge die Strenge des Gesetzes mildern und keine Strafen gegen Leib oder Leben verhängen. Alle seine Schriften wurden verboten, seine Werke sollten öffentlich zerrissen und verbrannt werden.
Vom weltlichen Gericht zum Tod verurteilt, wurde der 52-jährige Giordano Bruno, von fast achtjähriger Kerkerhaft körperlich gebrochen, am 17.02.1600 auf dem Campo de’ Fiori auf dem Scheiterhaufen hingerichtet.

Auf das Urteil reagierte Bruno mit seinem berühmt gewordenen Satz:
„Mit größerer Furcht verkündet ihr vielleicht das Urteil gegen mich, als ich es entgegennehme“ („Maiori forsan cum timore sententiam in me fertis quam ego accipiam“).

Weiterführende Links
http://www.himmelszelt.at – Dr. Christian Pinter
https://de.wikipedia.org/wiki/Giordano_Bruno
https://www.theologie-naturwissenschaften.de/startseite/leitartikelarchiv/giordano-bruno-deutsch

„Helden des Himmels“ –einige Mitglieder nutzten die Gelegenheit, dieses Buch handsigniert zu erwerben.
Für alle, die am Kauf dieses Buches von Christian Pinter Interesse haben:

Das Buch „Helden des Himmels“ ist über den Verlag Kremayr & Scheriau zu beziehen!
Christian Pinter Helden des Himmels
Efalin, Schutzumschlag
224 Seiten, Format 16,0 x 24,0
EUR 9,90 inkl. MwSt.
Versand Kostenlose Lieferung
Buch ISBN 978-3-218-00794-8

Helden des Himmels

Gemeinsam saßen die Mitglieder beisammen, man tauschte sich astronomisch und privat aus – es war wieder ein Vereinsabend, in dem der Vereinsgedanke gelebt wurde.

 

VORSCHAU
Vereinsabend
Freitag, 13.03.2020
Treffen ab 18:00 h
19:00 h Begrüßung, Vereinsnachrichten
19:15 h Fritz Lensch
Praktikum eine Schülerin der 7. Klasse des BG Wiener Neustadt
19:30 h Dr. Günter KARGL
Institut für Weltraumforschung Graz (IWF)
Mars Insight – NASA-Mission zum Mars

BITTE VORMERKEN
Geänderter APRILTERMIN
Freitag, 03.04.2020

Gerhard KERMER
Vorsitzender
Öffentlichkeitsarbeit und Führungen
M 0664 73122973
E gerhard.kermer@aon.at
ZVR 621010104

Vereinsabend November 2019 – Weihnachtsfeier

NACHLESE
Vereinsabend und Weihnachtsfeier
Freitag, 29.11.2019

Am 29. November 2019 hielten wir unsere Weihnachtsfeier ab, zu der wir 30 Mitglieder und Gäste im Gasthof Graf, St. Pölten an adventlich geschmückten Tischen begrüßen durften.

Neben 2 Teilnehmerinnen an unserem Vereinsausflug 2019 konnten wir auch eine Schülerin des BG Wiener Neustadt begrüßen, die um ein Praktikum im Rahmen einer Berufsorientierungswoche bei ANTARES angefragt hatte. Fritz Lensch hat seine Hilfe zugesagt. Nach einer gründlichen Einarbeitung wird sie Ende Jänner 2020 Fritz bei der Auswertung verschiedener Aktionen wie z.B. Statistik über Meteore, bei e-callisto Radioastronomie oder der Auswertung einer Sonneneruption unterstützen.

Gerhard Kermer begrüßte die Anwesenden und las aus einer Weihnachtsgeschichte, wie die Internet-Community die Adventzeit und das Weihnachtsfest nach ihren Vorstellungen umgestalten (relaunchen) möchte. Weihnachten – wie es früher war, diesen Wunsch wird danach so mancher gehabt haben.

Unterlegt mit Musik von Manfred Wasshuber, präsentierte Franz Klauser Aufnahmen von Himmelsobjekten, die beim Betrachten doch manchen Zweifel aufkommen ließen, ob das gezeigte Objekt wirklich das vermutete ist – der Spaghetti-Nebel war voraussichtlich namentlich den wenigsten bekannt. Ein spontaner Beitrag, der einen Vereinsabend lebendiger gestalten lässt.

Wir dürfen auf ein äußerst erfolgreiches und spannendes Vereinsjahr 2019 zurückblicken.
Der Ausbau des Sternwartegeländes erforderte einen hohen Arbeitseinsatz. Dass nicht immer alles problemlos ablief, darüber berichtete Peter Messerer in einer mit dem Titel „Pleiten, Pech und Pannen“ versehenen Power-Point-Präsentation; die Geländeumwidmung nahm mehr als 1 Jahr in Anspruch, nach der erfolgten Baugenehmigung erschwerten starke Regenfälle die Aufschüttung – das angelieferte Material war völlig durchweicht, die Baumaschinen versanken im Erdreich und mussten kurzfristig abgezogen, die Aufschüttung zusätzlich mit Schotter stabilisiert werden. Verletzungsbedingt mussten die Arbeiten im Juli unterbrochen werden; durch die nicht geklärte Rechtslage wegen der Verlängerung des Pachtvertrages wurden die Bauarbeiten neuerlich unterbrochen und – nach der Entscheidung in einer außerordentlichen Generalversammlung für den Kauf des Sternwartegeländes – die Umfassungsmauer Anfang November fertiggestellt und die Baustelle winterfit gemacht.
Der Kauf des Sternwartegeländes –für ANTARES ein Glücksfall – bedeutet jedoch auch, zeitgleich mit dem Bauprojekt – eine große finanzielle Herausforderung; für die Bauarbeiten erhielten wir vom Land NÖ und von der Marktgemeinde Michelbach eine Förderung; für den Kauf ist dies nicht möglich. Mit Spenden und Einlagen durch Mitglieder versuchen wir, die Kredithöhe so gering wie möglich zu halten – je geringer die Zinsbelastung, desto mehr kann in die Infrastruktur der Sternwarte investiert werden.
Durch die Mitarbeit von Mitgliedern konnten diese Arbeiten rascher abgewickelt werden – DANKE für eure Unterstützung!
Ein wichtiger Teil der erforderlichen Finanzmittel wird – abgesehen von den Mitgliedsbeiträgen – durch Führungseinnahmen aufgebracht. Wettermäßig nicht immer begünstigt, durften wir 2019 etwa 800 Besucher bei den Führungen begrüßen; die „Partielle Mondfinsternis“, die „Perseiden-Sternschnuppennacht“ und „Sterne schauen für Kinder“ waren die Höhepunkte des Führungsjahrs 2019, das mit dem Merkurtransit am 11.11.2019 endete.
Beiträge für eine ORF-OKIDOKI-Kindersendung und über „50 Jahre Mondlandung“ wurden auf der Sternwarte gedreht; in der 2019 neu eröffneten Landesgalerie in Krems gestalteten wir einen Nachmittag im Rahmen von „50 Jahre Mondlandung“ mit.
Ein aufrichtiges DANKE an alle, die mit ihrer Mitarbeit, ihrem Engagement und ihrer Begeisterung diese Veranstaltungen zu einem Aushängeschild des Vereins gemacht und damit zur Finanzierung des Ausbaus beigetragen haben.

Karl Beck ließ in einem etwa 25-minütigen Filmbeitrag den Vereinsausflug, der uns am 19.05.2019 nach Salzburg ins Haus der Natur und in die 2018 neu eröffnete VEGA-Sternwarte in Obertrum führte, Revue passieren.

Das Ziel des Vereinsausflugs 2020, festgelegt auf Sonntag, 17.05.2020, ist Graz, wo wir das Observatorium Lustbühel, die IWF-Satellitenstation sowie die historische Physikalische Gerätesammlung der Karl-Franzens-Universität Graz besuchen, ein astronomischer Vortrag rundet diesen Ausflug ab.

Für 10-, 15- und 20-jährige Mitgliedschaft dankte Gerhard Kermer den Mitgliedern für ihre Treue zum Verein mit Urkunden; einige Mitglieder hatten sich entschuldigt, die Urkunden werden mit einem persönlichen Brief versandt.

Sebastian war das „Glücksengerl“ bei der abschließenden Tombola, die neben den von Otto gespendeten exquisiten Weinen – DANKE für die Spende – mit Süßigkeiten überraschte.

Kardinalschnitten versüßten den Abend, das vergangene Vereinsjahr und der Sternwarteausbau, gemeinsame Beobachtungsnächte und persönliche Gespräche waren Themen bis zum Ausklang des Abends.

Fotograf Martin K, Zusammenstellung Peter M

VORSCHAU
ANTARES-VEREINSABEND
Freitag 10.01.2020

Gasthof Leo GRAF
Bahnhofplatz Süd – 7
3100 St. Pölten

Treffen ab 18:00 h
19:00 h Begrüßung, Vereinsnachrichten
19:30 h Prof. Roland P. Herold
ANTARES-Mitglied
Museumsleiter und Bildungsbeauftragter der Marktgemeinde Kaumberg
Vom Radio Hekophon zum ORF –
Geschichte und Geschichten von Radio und Fernsehen

Ich wünsche Euch und Euren Familien
ein gesegnetes Weihnachtsfest
und ALLES GUTE für das Jahr 2020.

Für die Himmelsbeobachtungen wünschen wir uns
„clear and dark sky and a starry night“

Gerhard KERMER
Vorsitzender
Öffentlichkeitsarbeit und Führungen
M 06643 73122973
E gerhard.kermer@aon.at
ZVR 621010104

Vereinsabend November 2019

NACHLESE
Vereinsabend
Freitag, 08.11.2019

Etwa 20 ANTARES-Mitglieder nahmen bei unserem Vereinsabend am Freitag, 08.11.2019 ab 18:00 h im Gasthof Leo GRAF, 3100 St. Pölten teil.
Um 19:00 h begrüßte Gerhard Kermer die Anwesenden und berichtete über Neuigkeiten aus dem Verein.
Auf dem Sternwartegelände ist die Umfassungsmauer fertiggestellt, eine Ringwasserleitung wurde verlegt, eine integrierte Blitzschutzanlage soll das Gelände vor Schäden schützen, Säulen für Stromversorgung an den Plattformen wurden montiert; für 2020 ist die Schüttung und, nach Setzung des Geländes, die Errichtung der Teleskoplagerhütte, der Kleinobservatorien und der Teleskopplattformen vorgesehen.
Wir möchten allen Mitgliedern danken, die bisher aktiv am Bau teilgenommen haben.
Die Vermessung des Geländes ergab eine Gesamtfläche von 1.852 m2 (laut Pachtvertrag ca. 1.500 m2); mit dem Verpächter wurde deshalb der Kaufpreis neu verhandelt, die Erhöhung entspricht dem ortsüblichen Preis für Weideland.
Die weiteren rechtlichen Schritte zur Errichtung des Kaufvertrages sind eingeleitet, wir hoffen auf ein Kaufdatum per 01.01.2020.
Geländeerweiterung und Kauf zeitgleich übersteigt die finanziellen Möglichkeiten von ANTARES; neben der Bitte an die Mitglieder um finanzielle Unterstützung (Spende, Zwischenfinanzierung, Kauf von Kupferstichen von Josef Bramer, usw.), Materialspenden von und Unterstützung durch Firmen wurde um Förderung angesucht.
Förderungszusagen erhielten wir vom Land NÖ und von der Marktgemeinde Michelbach, wir hoffen noch auf Zusage eine Regionalförderung für ein Teilprojekt.
Um die erforderliche Kredithöhe und damit die dafür aufzubringenden Zinsen so gering wie möglich zu halten, ersuchen wir die Mitglieder weiterhin um Unterstützung.

Am Österr. Astronomietag Salzburg, einer Tagung österreichischer Amateurastronomen, vom 18.10.-19.10.2018 auf der VEGA-Sternwarte nahm Franz Klauser teil, der über die Vereinsaktivitäten von ANTARES berichtete.

Der Vereinsausflug 17.05.2020 wurde angekündigt, Ziele werden das Observatorium Lustbühel und die IWF-Satellitenstation sein, wir werden die astronomische Sammlung der Karl-Franzens-Universität Graz besuchen und dürfen uns auf einen astronomischen Vortrag freuen. Anmeldungen sind ab sofort bei Gerhard Kermer möglich und willkommen, Detailinformationen folgen zeitgerecht.
In Graz werden wir sowohl Paul Beck als auch Mag. Robert Greimel, den Leiter des Observatorium Lustbühel und Vortragenden an diesem Abend treffen.

Mag. Robert Greimel war länger als 7 Jahre als Software Spezialist und Support Astronom an der Isaac Newton Group, La Palma, Spanien beschäftigt.
Unser Mitglied Walter Primik stellte als Vorspann in einer Zusammenfassung die auf La Palma / Teneriffa betriebenen Observatorien vor.

Danach begrüßten wir Mag. Robert Greimel, KFU Graz als Vortragenden zum Thema
EGAPS – eine moderne Durchmusterung der Milchstrasse
Himmelsdurchmusterungen führten bereits die Babylonier durch, bekannt ist auch die in der Mitte des 19. Jhdts. erfolgte „Bonner Durchmusterung“. Die letzten 20 Jahre waren das Zeitalter der großen, digitalen Himmelsdurchmusterungen.
Mit EGAPS (European Galactic Plane Survey) wird zum ersten Mal die gesamte galaktische Ebene (10×360 Grad) unter anderem in H-alpha und teilweise in He I bis zur 21. Größe abgebildet. Dabei wird eine Datenbank mit ca. 1 Milliarde Objekten fertiggestellt. Ziel von EGAPS ist es, Populationen kurzlebiger Stern- und Binärphasen in unserer Galaxie zu untersuchen und diese Populationsstudien mit stellaren und binären Evolutionscodes zu kombinieren, um unser Verständnis der entscheidenden Phasen der Sternentwicklung erheblich zu verbessern. Zu den Zielpopulationen zählen Wolf-Rayet-Sterne, Planetarische Nebel, Weiße Zwerge (in Binärdateien), kataklysmische Variablen und andere massenübertragende Binärdateien.
EGAPS wird das Gebiet der galaktischen Sternastrophysik revolutionieren, indem es die erste digitale, mehrfarbige Untersuchung der Galaktischen Ebene abschließt.
Von 2003 bis 2018 wurde mit dem 2,5m INT auf La Palma eine Durchmusterung der nördlichen Milchstrasse und von 2011 bis 2018 am 2,5m VST am Paranal in Chile der südlichen Milchstrasse durchgeführt, an denen Robert Greimel führend beteiligt war.
Nach einer historischen Einführung nahm Robert Greimel Bezug auf zu berücksichtigende Fehlerquellen: Satellitenstrichspuren, Reflexionen, Materialfehler sind zu berücksichtigende Störfaktoren, die Ergebnisse verfälschen können. Darauf folgend gab Robert Greimel einen Einblick in die Durchführung dieser Durchmusterungen, die erforderliche Datenreduktion und Kalibrierung. Er zeigte auch einige der wissenschaftlichen Resultate aus diesen Durchmusterungen, so die Auffindung eines Planetarischen Nebels. Ein kurzer Ausblick auf das kommende Zeitalter der spektroskopischen Durchmusterungen mit 4m Teleskopen beschlos diesen Vortrag.
Im Anschluss daran beantwortete Robert Greimel Fragen zu diesem Thema.

Der weitere Verlauf des Vereinsabends gehörte unseren Mitgliedern: Persönlicher Austausch, Fachgespräche, Astrofotos, Austausch mit dem Vortragenden oder einfach nur privat plaudern. Dieser Mix macht jeden unserer Vereinsabende zu einem gelebten Fixpunkt in unserem Vereinsleben.

Fotograf Martin K.

Zusammenstellung Peter M.

 

VORSCHAU
ANTARES-VEREINSABEND
Freitag 29.11.2018
Weihnachtsfeier

Der Verein ANTARES NOE AMATEURASTRONOMEN veranstaltet seine Weihnachtsfeier am 29. November 2019.
Wir dürfen auf ein äußerst erfolgreiches und spannendes Vereinsjahr zurückblicken.
Der Jahresrückblick erinnert an Höhepunkte des abgelaufenen Vereinsjahres, eine Vorschau gibt einen Überblick über geplante Projekte und Aktivitäten, Karl Beck hat den „Vereinsausflug 2019 nach Salzburg“ filmisch aufbereitet, langjährigen Mitgliedern danken wir für ihre Treue zum Verein, eine Tombola überrascht mit Preisen.
Gemütliches Beisammensein, Kontaktpflege, Erfahrungsaustausch und die PRÄSENTATION von ASTROFOTOS unserer Mitglieder sind fester Bestandteil dieser Vereinsabende.
Vereinsinterne Veranstaltung! INTERESSENTEN willkommen! EINTRITT FREI!

Gasthof Leo GRAF
Bahnhofplatz Süd – 7
3100 St. Pölten

Treffen ab 18:00 h
19:00 h Begrüßung, Vereinsnachrichten
WEIHNACHTSFEIER
Jahresrückblick und Vorschau
Karl Beck: Film „Vereinsausflug 2019 nach Salzburg“
Mitgliederehrung
Tombola

HINWEISE auf AUSSTELLUNGEN

Heimatmuseum Kaumberg
Markt 5
2572 Kaumberg
T 02765 282
M 0650 6762541
E service@museum-kaumberg.at

AUSSTELLUNGEN
Kaumberg in alten Ansichten
Aquarelle, Bilder, Fotos und Ansichtskarten werden in dieser Ausstellung präsentiert und zeigen Kaumberg und die Araburg in der Zeit um 1900 bis in die 1950er Jahre.
50 Jahre Mondlandung
Diese Ausstellung zeigt Modelle, gebaut von Peter Messerer, der Raketen, der Mondfähre und des Kommandomoduls „Columbia“, sowie Bilder der NASA von der Apollo-Mission.
Öffnungszeiten:
Sonntag, 10:45 h – 12:00 h (nicht an Feiertagen)
Außerhalb der Öffnungszeiten sind Besichtigungen jederzeit gegen Voranmeldung möglich.
Detailinformationen http://www.museum-kaumberg.at

NHM Wien
50 Jahre Mondlandung
Am 21. Juli 1969 wurde der erste menschliche Fuß auf den Mond gesetzt. 50 Jahre und ein paar Monate später rückt das Naturhistorische Museum Wien (NHM) den Erdtrabanten im Rahmen einer Sonderausstellung nochmals in den Mittelpunkt – inklusive Mondmeteorit zum Angreifen.
Geöffnet bis 01. Juni 2020
I https://www.nhm-wien.ac.at/mond

Gerhard KERMER
Vorsitzender
Öffentlichkeitsarbeit und Führungen
M 0664 73122973
E gerhard.kermer@aon.at

Vereinsabend Oktober 2019

NACHLESE
Vereinsabend
Freitag, 11.10.2019

Wie jeden 2. Freitag im Monat, so trafen auch am Freitag, 11.10.2019 ab 18:00 h etwa 20 ANTARES-Mitglieder bei unserem Vereinsabend im Gasthof Leo GRAF, 3100 St. Pölten zusammen.

Nach der Begrüßung berichtete Gerhard Kermer über den aktuellen Stand der laufenden Projekte.

Focus war der Baufortschritt auf der Sternwarte. Der vierte Mauerteil ist eingeschalt und soll Mitte dieser Woche betoniert werden, Ende Oktober / Anfang November sollte mit dem 5. Mauerteil die Umfassungsmauer fertiggestellt sein.
Die Schalungstafeln werden zerlegt und winterfest aufbewahrt, 2020 werden diese für den Bau der AMO’s (ANTARES Small Observatories) weiterverwendet.
Das Gelände wird noch aufgeschüttet, damit sich dieses über den Winter setzen kann und daher im Frühjahr ohne Einschränkung weitergebaut werden kann.
Auf der Böschung des Parkplatzes werden 50 Sträucher gesetzt (Förderung NÖ Landesjagdverband, ÖKOLAND), danach wird die Baustelle winterfest gemacht.

Nach der Beschlussfassung für den Kauf des Sternwartegeländes bei der ao. Generalversammlung wurden die ersten Gespräche geführt und die erforderlichen Erkundigungen eingeholt.

Rechtsanwalt: Erfordernisse für die Abwicklung des Kaufvertrags wurden besprochen
Marktgemeinde Michelbach: Zufahrt liegt auf öffentlichem Grund; dieser wird als Straße umgewidmet.
Stromzuleitung: Von EVN haben wir die Einbautenpläne erhalten.
Vermessung: Das Grundstück wird von Vermessung Schubert vermessen
Für die Zufahrt auf das Weidegebiet wird ein Servitutsrecht für den Pächter gewährt
Für das Vorkaufsrecht Weidegrund sind die Verpächter verantwortlich

Da die zeitgleiche Abwicklung zweier Projekte eine außergewöhnliche Herausforderung für ANTARES ist, ist ein 4-Säulen-Modell zur Finanzierung des Sternwarteausbaus und des Kaufs des Sternwartegeländes (Verwendungszweck) vorgesehen:
1.) Freiwillige Spenden (Sternwarteausbau bzw. Grundstückkauf)
2.) Einlage (zinsfrei durch Mitglieder für Grundstückskauf)
3.) Zwischenfinanzierung (zinsfrei durch Mitglieder für Grundstückskauf)
4.) Kredit (Hypothekardarlehen für Grundstückskauf, verbleibende Restsumme)

Um öffentliche Förderung für den Sternwarteausbau wurde angesucht (für Kauf nicht zulässig), Firmen werden um Unterstützung ersucht.
Ein Gönner stellt 15 Kupferstiche (5 x Josef dazwischen, 10 x Kaspars Stuhl) des österr. Malers Josef BRAMER (* 11.07.1948, Wien) kostenlos zur Verfügung;
Verkaufspreis je Kupferstich EUR 300,00.
Nach der Graphischen Lehr- und Versuchsanstalt besuchte Josef BRAMER die Akademie der bildenden Künste. Als Absolvent der Meisterklasse Rudolf Hausner, in der u. a. auch Manfred Deix und Gottfried Helnwein waren, erhielt er 1971 den Meisterschulpreis.

Die durch die Aufnahme eines Hypothekardarlehens für Grundstückskauf anfallenden Zinsen wollen wir sparen; diese Beträge wollen wir lieber in den weiteren Ausbau der Infrastruktur der Sternwarte investieren.
Spenden für Sternwarteausbau, Einlage und Zwischenfinanzierung durch Mitglieder erfolgt auf freiwilliger Basis.

Für Mitglieder, die den Kauf des Sternwartegeländes gerne unterstützen wollen, nachfolgend die ANTARES-Bankverbindung
ANTARES Bankverbindung
Sparkasse NÖ – Mitte West AG
Name: ANTARES NÖ Amateurastronomen
BIC SPSPAT21XXX IBAN AT03 2025 6007 0000 2892

ANTARES ist für jede Unterstützung dankbar!

Der Vereinsausflug 2020, angesetzt für Sonntag, 17.05.2020, führt uns nach Graz, wo am Vormittag das Observatorium Lustbühel und die Satellitenstation des IWF besucht wird. Nach dem Mittagessen machen wir eine Führung durch die Astronomische Sammlung der TU Graz, im Anschluss freuen wir uns auf einen Vortrag von Prof. Hanslmeier (Grobplanung). Die Aussendung erfolgt in Kürze, Anmeldungen sind möglich.

Dr. Alexander Reissner, CEO und Gründer von ENPULSION, musste wegen eines anstehenden Termins kurzfristig sein Kommen absagen; als dessen Vertreter konnten wir Dr. Tony Schönherr, IFM Nano Product Manager vom globalen SpaceTech ENPULSION bei uns begrüßen.
Dr. Tony Schönherr, Produktmanager IFM Nano, ist Luft- und Raumfahrtingenieur und Wissenschaftler. Er erhielt seine Ausbildung während seines Studiums an der Universität Stuttgart (Dipl.-Ing.) und der École Polytechnique de Montréal und später während seiner Promotion an der Universität Tokio, wo er sich mit Plasmadiagnostik für elektrische Antriebssysteme befasste. Nachdem er seine Forschungs- und akademischen Aktivitäten in Tokio fortgesetzt hatte, schloss er sich der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) für ein Forschungsstipendienprogramm im Bereich elektrischer Antriebe an, das Einblicke von Tests über die Missionsplanung bis zur Projektunterstützung von Weltraummissionen gewährte. Tony Schönherr schloss sich ENPULSION an, um die „andere Seite“ des Weltraumgeschäfts zu sehen und um die Lücke zwischen akademischer Forschung und Weltraumanwendung zu schließen. Neben seinem Drang, die Welt zu erkunden, liebt Tony Schönherr Fotografie und Sprachen.

Das Thema des Vortrags war
Ionen-Triebwerke für Weltraumforschung
+++ Enpulsion: Startup eröffnet Satellitenantriebsfabrik in Wr. Neustadt +++

Dr. Tony Schönherr berichtete über das revolutionäre Ionen-Triebwerk, die Kommerzialisierung des Weltalls, das neue Investment, neue Produkte und vieles mehr.
Das Startup ENPULSION produziert Ionen-Triebwerke. Mit seiner Technologie hat es sich an die Spitze des Marktes gekämpft. Ursprünglich entstammte die Idee dem Forschungsbereich der Fachhochschule Wiener Neustadt (FOTEC).

Alles begann am 01.01.1989
AIT (Austrian Institute of Technology) beginnt mit der Entwicklung von Flüssigmetallionenquellen, die einen Präzisionsstrahl aus hochenergetischen Indiumionen erzeugen.
Am 13.03.1991 wurden insgesamt mehr als 120 Flüssigmetallionenquellen (Liquid Metal Ion Sources, LMIS) für mehr als 20.000 Stunden im Weltraum betrieben.

Am 01.03.2016 wurde ENPULSION (zunächst unter dem Namen AMR Propulsion Innovations) als Spin-Off von FOTEC gegründet, um die FEEP-Technologie zu vermarkten.
Bereits am 09.10.2017 wurde das erste IFM Nano Thruster an einen gewerblichen Kunden ausgeliefert.
Ein Leistungstest des FEEP-Triebwerks am 11.12.2017 erbrachte eine Betriebszeit von 17.000 Stunden.
Am 12.01.2018 wird der erste Satellit mit einem IFM Nano Thruster gestartet.
Am 07.06.2018 wird eine 300 m2 halbautomatische Produktionsstätte eröffnet, die Serienproduktion startet am 18.08.2018, zwei Thruster pro Woche werden produziert.

Im kommerziellen Bereich schaltet man statt eines großen Satelliten immer mehr viele kleine Satelliten zu einem Schwarm zusammen, die alle einen kleinen Antrieb benötigen.
Die 500 Tonnen schweren, großen Fernsehsatelliten wurden und werden durch viele 20 Kilo leichte Kleinsatelliten ersetzt, die besser um die Erde verteilt werden können, somit die gesamte Erdoberfläche abdecken.
Das PROBLEM: Die kleinen Nanosatelliten fliegen unkontrolliert, ohne Antrieb durch das Weltall. Die meisten fallen nach einem Jahr wieder auf die Erde.
ENPULSION entwickelte neue Antriebstechnologie und erzeugt elektrische Antriebe für Satelliten: der Ionenantrieb soll das Problem lösen. Das ENPULSION IFM Nano Thruster nutzt die seit mehr als 30 Jahren von FOTEC entwickelte FEEP-Technologie. Die von den Ionenemittern emittierten positiven Ionen werden zur Kontrolle des elektrostatischen Potentials eines Raumfahrzeugs oder als primäre Ionenquelle für die Sekundärionenspektrometrie bei zahlreichen Weltraummissionen verwendet.

Entwickelt an der FOTEC, der Forschungstochter der Fachhochschule Wr. Neustadt, basiert dieser elektrische Antrieb auf einem weltweit einzigartigen Ionenemitter (crown emitter, mit 28 wolframbeschichteten Zacken). In die Poren des Ionenemitters wird bei Hochvakuum Indium (In, Ordnungszahl 49), ein seltenes, silberweißes, weiches, nicht giftiges Schwermetall mit einem Reinheitsgrad von 99,995% als Treibstoff eingebracht.
Bei Raumtemperatur fest, muss es dafür zur Verflüssigung auf über 1.000 Grad aufgeheizt werden. Danach wird der Tank verschweißt und in das Gehäuse eingebaut.
Da der Antrieb im Weltraum nicht nur großen Temperaturschwankungen standhalten, sondern auch den Raketenstart unbeschadet überstehen muss, werden diese Bedingungen mittels Tests in einem Klimaschrank sowie mittels einer Rüttelanlage simuliert.
Ebenso wird jedes einzelne Triebwerk vor der Auslieferung in einer Hochvakuumkammer unter Weltraumbedingungen einmal eingeschaltet und gefeuert.

Unzählige kleine Satelliten umkreisen unsere Erde; sie beobachten nicht nur dauerhaft, sondern sorgen auch dafür, dass alles vernetzt ist. Selbstfahrende Autos könnten so jederzeit mit Informationen versorgt werden, Flugzeuge und Schiffe, die sich außerhalb des Radars bewegen, könnten problemlos geortet werden, in der Landwirtschaft könnte effizienter bewässert werden, weil Bilder aus der Luft zeigen, an welchen Stellen der Felder Wassermangel herrscht und an welchen nicht. Was wie Zukunftsmusik klingt, ermöglichen Nanosatelliten.
Mit dem IFM Nano Thruster stieg ENPULSION innerhalb kürzester Zeit zum Weltmarktführer auf.

Die IFM Thruster-Familie ist eine ausgereifte Technologie, die im Rahmen von ESA-Verträgen für 15 Jahre entwickelt wurde.
IFM Nano Thruster für Cubesats € 38.400
IFM Nano Thruster SE € 59.500
IFM Micro Thruster € 76.700

Die Nachfrage für kleine Antriebssysteme scheint offenbar vorhanden zu sein. Nach einem Umsatz von 170.000 Euro im Jahr 2017 wurde 2018 ein Umsatz von 1,1 Millionen Euro erzielt. Noch heuer will ENPULSION, mit einer Niederlassung im Silicon Valley, ein größeres Triebwerk auf den Markt bringen, um auch Satelliten mit mehr als 100 Kilogramm im All antreiben zu können. Ähnlich wie das bereits vorhandene Triebwerk soll auch das neue Triebwerk modular sein, somit können, je nach Größe des Satelliten, unterschiedlich viele Triebwerke beliebig zusammengeschaltet werden.

Nach diesem sehr praxisorientierten Vortrag beantwortete Dr. Tony Schönherr in der nachfolgenden Fragerunde weitere Fragen.
Ein Besuch der ENPULSION-Produktionsstätte ist im Rahmen eines Vereinsausflugs möglich und wird für das 1. Halbjahr 2020 angedacht; nähere Infos erfolgen zeitgerecht.
Wir haben die Mitarbeiter von ENPULSION zu einer Privatführung auf die Sternwarte Michelbach im Jahr 2020 eingeladen.

Homepage

Der weitere Verlauf des Vereinsabends nahm seinen gewohnten Verlauf, er gehörte unseren Mitgliedern: Persönlicher Austausch, Fachgespräche, Astrofotos, kurze Besprechungen zu Vereinsterminen oder einfach nur privat plaudern. Dieser Mix macht jeden unserer Vereinsabende zu einem gelebten Fixpunkt in unserem Vereinsleben.

VORSCHAU
ANTARES-VEREINSABEND
Freitag 08.11.2019

Gasthof Leo GRAF
Bahnhofplatz Süd – 7
3100 St. Pölten

Treffen ab 18:00 h
19:00 h Begrüßung, Vereinsnachrichten
19:30 h Mag. Robert Greimel
Observatorium Lustbühel Graz
EGAPS – eine moderne Durchmusterung der Milchstrasse

Vortragender
Mag. Robert Greimel
Observatorium Lustbühel Graz
Geboren 1968 habe Robert Greimel die Mondlandung angeblich vor dem Fernseher verschlafen.
Astronomie studierte er in Graz und an der University of Victoria, Kanada. Seine Diplomarbeit vrfasste er am Kiepenheuer Institut für Sonnenphysik über Granulation und Mesogranulation auf der Sonne.
9 Jahre als Forschungsingenieur bei AVL Graz in der Softwareentwicklung des Strömungssimulationsprogramm FIRE sowie Laser basierter Messmethoden am Verbrennungsmotor tätig, war Robert Greimel auch am Canadian Astronomy Data Center in Victoria, Kanada, Cambridge Astronomy Survey Unit, Cambridge, UK und University College London, UK beschäftigt.
7,5 Jahre lang war er als Software Spezialist und Support Astronom an der Isaac Newton Group, La Palma, Spanien, die das 4,2m William Herschel, das 2,5m Isaac Newton und das 1m Jacobus Kaypten Teleskop betreiben.
Seit 2007 ist Robert Greimel als Projektmitarbeiter am Institut für Fahrzeugsicherheit der TU Graz im Bereich Dummykinematik und Batteriesicherheit sowie dem Institut für Physik der Universität Graz im Bereich Astrophyisk tätig. Zuständig ist er auch für den Aufbau und Betrieb des 50cm Teleskops am Observatorium Lustbühel, Graz.
Im Laufe seiner Arbeit als Astronom hat er weltweit über 1000 Nächte Beobachtungserfahrung an kleinen und großen Teleskopen gesammelt und an 173 Publikationen mitgearbeitet.

THEMA
EGAPS – eine moderne Durchmusterung der Milchstrasse
Die letzten 20 Jahre waren das Zeitalter der großen, digitalen Himmelsdurchmusterungen. Von 2003 bis 2018 wurde mit dem 2,5m INT auf La Palma eine Durchmusterungder nördlichen Milchstrasse und von 2011 bis 2018 am 2,5m VST am Paranal in Chile der südlichen Milchstrasse durchgeführt, an denen Robert Greimel führend beteiligt war. Robert Greimel wird einen Einblick in die Durchführung dieser Durchmusterungen und die nötige Datenreduktion und Kalibrierung geben. Auch einige der wissenschaftlichen Resultate aus den Durchmusterungen wird er zeigen. Ein kurzer Ausblick auf das kommende Zeitalter der spektroskopischen Durchmusterungen mit 4m Teleskopen beschließt den Vortrag.

Wir freuen uns über euer Interesse und über zahlreiche Besucher.

Gerhard KERMER
Vorsitzender
Öffentlichkeitsarbeit und Führungen
M 0664 73122973
E gerhard.kermer@aon.at

Vereinsabend September 2019

NACHLESE
Vereinsabend
Freitag, 13.09.2019
Außerordentliche Generalversammlung
(Vereinsstatuten, § 9 (2): Generalversammlung)
Tagespunkt: Kauf Sternwartegelände

Die außerordentliche Generalversammlung mit dem Tagespunkt: Kauf Sternwartegelände fand am Freitag, 13.09.2019, dem Tag unseres Vereinsabends statt; 22 ANTARES-Mitglieder nahmen daran teil.

Die Dreharbeiten für den am 30.06.2019 ausgestrahlten Okidoki-Beitrag mit dem Thema „Fotografieren des Jupiter“, in dem Willi Weinberger 2 Michelbacher Burschen Astrofotografie schmackhaft machte, sowie der am 20.07.2019 gesandte ORF-Beitrag zum Themenschwerpunkt „50 Jahre Mondlandung“, in dem die Schüler der Volksschule Michelbach in Astronauten-Raumanzügen die ersten Schritte in der „Schwerelosigkeit“ erprobten, fanden im Juni auf dem Sternwartegelände Michelbach statt – mit diesen beiden Beiträgen startete der Vereinsabend.
Am 21.07.2019 gestalteten ANTARES-Mitglieder in der neu eröffneten Landesgalerie Krems einen Teil des Themenschwerpunkts „50 Jahre Mondlandung“ mit, Kinder wurden auf spielerische Art in die Welt der Astronomie eingeführt, mit einem Sonnenteleskop konnte unser Zentralgestirn beobachtet werden.
Für eine Ausstellung im Heimatmuseum Kaumberg stellt ANTARES Raketenmodelle zur Verfügung.
Paul Beck hat bei einer Astronomiekonferenz in Wien Ende August über „Astroseismologie bei Aldebaran“ referiert.

Sehr erfolgreich, auch mit den Führungen, unterwegs, möchten wir weiterhin das Sternwartegebiet nutzen – dies war jedoch durch Vorgaben des Verpächters gefährdet.

Gerhard Kermer begrüßte die Anwesenden zu der zu diesem Termin einberufenen
Außerordentlichen Generalversammlung
(Vereinsstatuten, § 9 (2): Generalversammlung)
Tagespunkt: Kauf Sternwartegelände

Der im Pachtvertrag vom 13.10.1998 (Pachtbeginn 01.01.1999), abgeschlossen auf unbestimmte Zeit (Punkt 5), vereinbarte Kündigungsschutz für die Dauer von 20 Jahren endete mit 31.12.2018. In Gesprächen über die Verlängerung des Vertrages und damit des Kündigungsschutzes vertraten die Verpächter die Ansicht, dass eine Verlängerung und somit eine Neufassung des Pachtvertrages nicht erforderlich sei, da der Vertrag auf unbestimmte Zeit abgeschlossen wurde und somit weiterhin Gültigkeit habe.
Der Haken dabei: eine jährliche Kündigung des Pachtvertrages ist ab sofort möglich!
Auch wurde ein von uns angebotener Kauf des Grundstücks abgelehnt.

Fazit nach Einholung von Rechtsauskunft in zwei Anwaltskanzleien:
Bei Kündigung eines Pachtvertrages gehen alle auf dem Grundstück errichteten Gebäude ohne finanzielle Entschädigung in das Eigentum des Verpächters über.
Das Sternwartegelände ist Grünland, mit Sonderwidmung „Sondergebiet Sternwarte“. Bei einem Rückbau wird dieses Gebiet wieder als Grünland ausgewiesen, eine Umwidmung in „Bauland“ ist mehr als unwahrscheinlich. Gemäß Pachtvertrag müssen die Gebäude innerhalb eines Jahres auf ANTARES-Kosten rückgebaut (= entfernt) werden.

Wir möchten diesen Standort weiter betreiben, benötigen dafür aber Rechtssicherheit!
Wir möchten weiterhin die Vorteile dieses dunklen Nachthimmels (Landhimmel) nutzen.
Wir wollen den Standort weiter optimieren im Sinne und zum Nutzen unserer Mitglieder.
Deshalb ist für uns der Kauf des Grundstücks DIE EINZIGE SINNVOLLE OPTION!

Über folgende Anträge wurde gemäß Vereinsstatuten § 9 (4) abgestimmt
1. Offenlegung sämtlicher Ausgaben des Bauprojektes von 1.1.2019 bis 31.8.2019
2. Offenlegung des Vereinsvermögens mit 31.8.2019 laut Statuten § 12 (1)
laufender Aufzeichnung der Einnahmen/Ausgaben und Führung eines Vermögensverzeichnisses

Finanzbericht des Kassiers bzw. dessen Stellvertreter laut unseren Statuten § 12 (1) laufende Aufzeichnungen der Einnahmen/Ausgaben und Führung eines Vermögensverzeichnisses
1.) aktueller Stand der Vereinsfinanzen
2.) Einnahmen 2018 u. 2019: Mitgliedsbeiträge und Spenden
Einnahmen 2018 u. 2019: Führungseinnahmen
Ausgaben 2018 u. 2019: jährliche allgemeine Ausgaben wie Strom, Versicherung, Pacht

1) Kauf des Grundstückes zum vereinbarten Preis (zuzüglich der Nebenkosten wie Vertragserrichtungsgebühren, Vermessung, Grundbucheintragungsgebühr), damit für den Verein die bereits getätigten Investitionen gesichert werden und eine Zukunftsperspektive für den Verein gegeben ist. Dieser Kauf ist so rasch wie möglich, spätestens jedoch bis zum 31.12.2019 abzuschließen (Jahrespacht).
2) Der Verein hat alleiniger grundbücherlicher Eigentümer zu sein.
3) Die Finanzierung soll (abzüglich allfälliger öffentlicher Förderungen und Spenden (z.B.: von Mitgliedern)) durch die Aufnahme eines Kredites (Hypothekardarlehen) mit einer Laufzeit von 10 (max. 15) Jahren erfolgen.

Peter Messerer listete die bisher durchgeführten Arbeiten inklusive der dafür benötigten Geldmittel für das Bauprojekt auf; die Finanzmittel sind (fast) verbraucht, für den Weiterbau im Jahr 2019 ist Zwischenfinanzierung erforderlich.
Ebenso wurde das Vereinsvermögen per Datum 31.8.2019 anhand der vom Kassier erfassten Kontobewegungen offengelegt.
Der Begriff „Führung eines Vermögensverzeichnisses“ konnte nicht präzise definiert werden, deshalb blieb dieser Punkt unbeantwortet.
Die Einnahmen 2019 (Mitgliedsbeiträge und Spenden) waren vergleichbar mit 2018, der Mitgliederstand hat sich nicht gravierend verändert.
Die Führungseinnahmen 2018 waren begünstigt durch die zwei Topereignisse (Totale Mondfinsternis zeitgleich mit der Marsopposition und der wettermäßig begünstigten Perseidennacht), 2019 verläuft das Führungsjahr im gewohnten finanziellen Rahmen.
Ausgaben 2018 u. 2019: jährliche allgemeine Ausgaben wie Strom, Versicherung, Pacht wurden aufgelistet.

Gemäß Schreiben des RA der Verpächter wird das Kaufangebot (zzgl. Nebenkosten wie Gebühren Vertragserrichtung, Vermessung, Gebühr Grundbucheintragung, Grunderwerbssteuer) angenommen. Abhängig von Erfordernissen (Vermessung) wird der Kauf so rasch wie möglich abgewickelt.
Der Verein ist alleiniger grundbücherlicher Eigentümer.
Die Finanzierung soll durch Spenden, Zwischenfinanzierung durch Mitglieder und durch die Aufnahme eines Kredites (Hypothekardarlehen) erfolgen.
Um öffentliche Förderung für den Sternwarteausbau wird angesucht (für Kauf nicht möglich).
Ein Gönner stellt 10 Kupferstiche des österr. Malers Josef Bramer kostenlos zur Verfügung, Verkaufspreis je Kupferstich EUR 300,00.
Josef BRAMER (* 11.07.1948), in Wien geboren, verbrachte seine Schulzeit in Scheibbs, wo er heute noch einen Wohnsitz hat.
Nach der Graphischen Lehr- und Versuchsanstalt besuchte er die Akademie der bildenden Künste. Als Absolvent der Meisterklasse Rudolf Hausner, in der u. a. auch Manfred Deix und Gottfried Helnwein waren, erhielt BRAMER 1971 den Meisterschulpreis.

Gerhard Kermer stellte ein 4-Säulen-Modell zur Finanzierung des Sternwarteausbaus und des Kaufs des Sternwartegeländes (Verwendungszweck) vor:
1.) Freiwillige Spenden (Sternwarteausbau)
2.) Einlage (durch Mitglieder für Grundstückskauf)
3.) Zwischenfinanzierung (durch Mitglieder für Grundstückskauf)
4.) Kredit (Grundstückskauf, verbleibende Restsumme)

Spenden für Sternwarteausbau, Einlage und Zwischenfinanzierung durch Mitglieder erfolgt auf freiwilliger Basis.

Die Kredithöhe darf den beschlossenen Betrag nicht übersteigen.

In der Diskussionsrunde sprach sich die Mehrheit für den Kauf des Geländes aus (wie auch in den erhaltenen Mails), Details wurden erörtert.

Die Abstimmung brachte folgendes Ergebnis:
Pro-Stimmen 20 Mitglieder
Gegenstimmen 4 Mitglieder (inklusive 2 Vollmachten)
Stimmenthaltungen keine

Somit wird dem Verpächter das Kaufangebot unterbreitet; die Erfordernisse für Vermessung, Vertragserrichtung und Grunderwerbssteuer werden von ANTARES beauftragt und erledigt.
Der Verein ist alleiniger grundbücherlicher Eigentümer.

Gerhard Kermer schloss die außerordentliche Generalversammlung.
Das Protokoll wird nachgereicht.

Der geplante Vortrag von Prof. Roland P. Herold, Museumsleiter und Bildungsbeauftragter der Marktgemeinde Kaumberg, „Vom Radio Hekophon zum ORF – Geschichte und Geschichten von Radio und Fernsehen“, unterlegt mit einer Power-Point-Präsentation und Toneinblendungen, wird an einem noch festzulegenden Termin im Jahr 2020 nachgeholt.

Mit angeregten Gesprächen schloss dieser Vereinsabend, der mit der Kaufentscheidung Rechtssicherheit, Kündigungsschutz und Investitionssicherheit für eine gedeihliche Weiterentwicklung von ANTARES bedeutet.

Ankündigung:
Tagung der österr. Amateurastronomen
Salzburg, 18.10./19.10.2019
Kosten EUR 34,00
Anmeldeschluss 30.09.2019

Bei Interesse:
Information über Tagungsinhalte und Anmeldung über
https://www1.astroverein.at/component/eventbooking/grossveranstaltungen/astrotagung-2019

VORSCHAU
Vereinsabend Freitag, 11.10.2019
Treffen ab 18:00 h
19:00 h Begrüßung, Vereinsnachrichten
19:30 h Dr. Alexander Reissner
Founder und CEO vom globalen SpaceTech ENPULSION
Ionen-Triebwerke für Weltraumforschung

Gerhard KERMER
Vorsitzender
Öffentlichkeitsarbeit und Führungen
M 0664 73122973
E gerhard.kermer@aon.at

Vereinsabend August 2019

NACHLESE
ANTARES-VEREINSABEND
Freitag 09.08.2019

In den Monaten Juni – August finden die Vereinsabende
als vereinsinterne Veranstaltung auf dem Gelände der
NOE VOLKSSTERNWARTE 3074 MICHELBACH statt.
Grillen, plaudern, beobachten – ALLE Mitglieder sind dazu herzlich eingeladen!
Grillgut bitte selbst mitnehmen, Getränke sind vorrätig!
So steht es in der Einladung!

Freitag, 09.08.2019, Termin des dritten und letzten Vereinsabend 2019, den wir mit einer „Vereinsgrillerei“ auf dem Sternwartegelände Michelbach verbrachten.
Tische und Bänke wurden aufgestellt, die Grillplatte eingeschaltet, Steaks, Schweinekottelets, Hühnerschnitzel, Würstel sowie Gemüse wie Zucchinischeiben wurden aufgelegt, gewendet, bis alles gar war. Verfeinert mit Senf, Saucen, Ketchup und anderen Köstlichkeiten ließen wir uns das Essen gut schmecken, die Unterhaltung, Gespräche, fachsimpeln und auch privater Austausch kam nicht zu kurz.

Und waren wir wettermäßig von den Juni- und Juli-Abenden nicht verwöhnt, so war an diesem Abend sternklarer Himmel angesagt – den wir – es waren so an die 30 Teilnehmer – auch ausgiebig für Beobachtung in der Sternwarte mit dem Hypergraphen nutzten.

Als Gast konnten wir Prof. Dr. Thomas Schwetz-Mangold vom Karlsruher Institut für Technologie / Institut für Kernphysik (IKP), Karlsruhe mit Familie begrüßen.
Dr. Thomas Schwetz-Mangold, Leiter der Gruppe Theoretische Astroteilchenphysik, erfreute sich gemeinsam mit anderen an einer Himmelsführung, wo nicht nur die Planeten Jupiter und Saturn, sondern auch die Objekte des Sommerhimmels und der Milchstraße durch die Teleskope beobachtet wurden.
Obwohl 6 Tage vor Vollmond, so konnten doch zahlreiche Objekte bewundert werden.

„Neutrinos, der Ursprung der Materie“ – das wäre der Titel eines Vortrags von Prof. Dr. Thomas Schwetz-Mangold, über den wir uns 2020 freuen könnten –wir halten Kontakt!

Am Samstag, 10.08.2019 hatte sich das Wetter bereits wieder geändert; bei der Öffentlichen Führung anlässlich der Beobachtung des Perseiden-Sternschuppenschauers konnten einige wenige Besucher wegen des bedeckten Himmels keine Sternschnuppen ausmachen; die Zerfallsprodukte des Kometen 109P/Swift-Tuttle drangen zwar in die Erdatmosphäre ein und verglühten als Meteore; einzig Fritz Lensch konnte diese mit dem Radioteleskop nachweisen.

Gerhard KERMER
ANTARES NOE AMATEURASTRONOMEN
Vorsitzender
Öffentlichkeitsarbeit und Führungen
M 0664 73122973
E gerhard.kermer@aon.at

Vereinsabend Juli 2019

NACHLESE
Vereinsabend
Freitag, 12.07.2019

Es ist bereits eine lieb gewordene Tradition.
In den Sommermonaten treffen wir einander auf dem Sternwartegelände Michelbach, um diesen Abend gemeinsam mit Grillen zu verbringen, die Unterhaltung und der Austausch untereinander kommen dabei nicht zu kurz.
Bei Schönwetter und günstiger Mondphase wird nach Einbruch der Dunkelheit gemeinsam beobachtet – daran war jedoch an diesem Abend nicht zu denken.
Bei der Anfahrt regnete es, auf dem Sternwartegelände anfangs ein Regenguss, teilweise bildeten sich Wasserlacken. Doch bald klarte es auf, der Mond zeigte sich am Himmel!
Das tat der Stimmung aber keinen Abbruch, gegrillt wurde unter Dach vor dem Aufenthaltsraum, Tische und Bänke wurden im Aufenthaltsraum aufgestellt.

Gegen 20:00 h begrüßte Gerhard Kermer die Anwesenden im Vortragsraum und berichtete über Neuigkeiten aus dem Verein.
Im Mittelpunkt stand die aktuelle Ausbauphase; verletzungs- und urlaubsbedingt musste die Bautätigkeit kurzfristig unterbrochen werden; die Schalung sowie die Betonarbeiten für den ersten Mauerteil und die Fundamente für die Teleskophütte und für ein Miniobservatorium werden voraussichtlich bis Ende Juli durchgeführt sein.
Die Verhandlungen mit der Verpächterfamilie über die Verlängerung des Pachtvertrags sind noch nicht abgeschlossen; über die weitere Entwicklung wird in den vereinseigenen E-Mail-Foren berichtet.
In der Okidoki-Kindersendung (ORF) wurde ein auf dem Sternwartegelände gedrehter Beitrag über „Astrofotografie für Kinder“ gesendet, Fotoobjekt war der Riesenplanet Jupiter, zwei Michelbacher Jugendliche lichteten diesen ab, Willi Weinberger half.
50 Jahre Mondlandung – Die Schüler der Volksschule Michelbach waren, ausgestattet und bekleidet mit Raumanzügen, auf dem Sternwartegelände unterwegs und verrichteten Arbeiten auf der Mondoberfläche; ein Fernsehteam des ORF NÖ filmte diese Szenen für einen Bericht in „Niederösterreich Heute“, der am Freitag, 19.07.2019, ausgestrahlt wurde.
Beide Beiträge werden am September-Vereinsabend gezeigt.
„Zurück zum Mond“ lautet der Titel einer Veranstaltung in der neu eröffneten Landesgalerie Krems am Samstag, 20.07.2019, wo etwa 10 ANTARES-Mitglieder ihr Wissen an Kinder und Eltern weitergeben werden, auch ein Blick durchs Teleskop wird Sonnenbeobachtung ermöglichen.
Allen, die mit ihrer Mithilfe und ihrem Engagement diese Vielzahl an Aktivitäten, wie auch Führungen, ermöglichen und so zum Bekanntheitsgrad von ANTARES und zur Wissensvermittlung von Astronomie beitragen – ein aufrichtiges DANKE!

Fotos Martin K.

Zusammenstellung Peter M.

Als Gäste konnten wir an diesem Abend die Krimiautorin Veronika A.Grager mit ihrem Gatten Manfred Wasshuber (ANTARES-Mitglied und Astrofotograf) begrüßen.
Passend zum Thema „50 Jahre Mondlandung“ las sie Auszüge aus der Kurzgeschichte „Mondbeben“, veröffentlicht in dem Buch „Tote nur nach Voranmeldung“. In dieser turbulenten, schwungvoll geschriebenen Agentenstory wird mit allen Vorurteilen und Mutmaßungen bezüglich erfundener Mondlandung aufgeräumt – die Amerikaner sind gelandet, es hat sich aber alles ganz anders abgespielt – Außerirdische waren früher da. Ein in Russland aufgetauchter Alien behauptet, von einer Mondstation zu kommen, das würde die US-Feiern zur 50-jährigen Mondlandung gehörig durcheinanderbringen.
Skurrile, wirklichkeitsnahe Typen werden in den Strudel der Geschehnisse gerissen; versoffene Agenten, irritierte kleine Rädchen im Getriebe großer Behörden und Außerirdische sehen sich allzu menschlichen Problemen ausgesetzt.
Danach folgte noch ein kurzer Auszug aus dem Krimi „Schlossteichleich“.

Veronika A. Gragers Bücher konnten erworben werden, gerne hat sie dieses und weitere Bücher handschriftlich signiert.

Lust, diese zu lesen?

Tote nur nach Voranmeldung
ISBN 978-3-902447-82-1

„Saupech“, Krimi, der 1. Fall für Dorli & Lupo, Emons Verlag
„Sautanz“, Krimi, der 2. Fall für Dorli & Lupo, Emons Verlag
„Schlossteichleich“, Krimi, der 3. Fall für Dorli & Lupo, Emons Verlag
„Sauglück“, Krimi, der 4. Fall für Dorli & Lupo, Emons Verlag
Dorli Wiltzing und der Wiener Detektiv Lupo Schatz klären Morde auf. Doch nichts ist so wie es scheint. Und das Morden geht weiter – skurril, schaurig, verstörend.

NANOBOTS – Gefährliche Teilchen
Ein Fall für Stella Marini & Barry Denton
Thriller, p.machinery, 2011

„Wer mordet schon in Niederösterreich“, Gmeiner Verlag, 2016
Veronika A. Grager und Jennifer B. Wind
11 Krimis und 125 Freizeittipps – ein Krimineller Freizeitführer
Jeweils 5 Krimis von jeder der kriminellen Damen „Triestingtaler Mordsfrauen“ und eine gemeinsame Novelle zum Abschluß und Höhepunkt. Mit einem ziemlich schrägen Showdown.

Weitere Buchtipps
Wolfgang Pröll, ANTARES-Mitglied, hat 2 Bücher verfasst, in denen er sich Gedanken über die Vergänglichkeit und das Wesen der Zeit gemacht hat. Diese beiden Bücher sind über den Buchhandel bestellbar, Lieferung erfolgt nach wenigen Tagen!

Alles fließt – Ein Roman über die Vergänglichkeit
Eine Studentin und ein junger Schriftsteller beschäftigen sich an einem stillen See mit dieser Frage, bis eine Katastrophe passiert.
ISBN 9783848214419

Grüße vom Zeitgeist
Haben Sie Zeit? Wissen Sie, was Zeit eigentlich ist?
In diesem Roman versucht ein junger Architekt diese Frage zu lösen, indem er kreuz und quer durch Europa reist und Stätten besucht, an denen er Hinweise auf das Phänomen der Zeit erhofft. Daneben sucht er nach seiner verschwundenen Liebe.
ISBN 9783734734946

Verlag BoD – Books on Demand, Norderstedt
https://www.bod.de

Unsere BITTE:
Gemeinsam gehen die Arbeiten zum Sternwarteausbau schneller von der Hand.
Wir bitten um eure Mithilfe!
Bitte Info über Bereitschaft zur Mitarbeit an mich (0664 73122973, gerhard.kermer@aon.at) oder Peter (0650 5820106, peter.messerer@kstp.at).

Vereinsabend AUGUST
Grillen, plaudern, beobachten – Das wird auch wieder THEMA beim August-Vereinsabend sein.
Grillgut bitte selbst mitnehmen, Getränke sind vorrätig!
ALLE Mitglieder sind dazu herzlich eingeladen!

Freitag, 09.08.2019 Vereinsgrillerei auf Sternwarte

Wir freuen uns wieder über die Teilnahme zahlreicher Mitglieder, die diesen Abend gemeinsam verbringen wollen.

Gerhard KERMER
Vorsitzender
Öffentlichkeitsarbeit und Führungen
M 0664 73122973
E gerhard.kermer@aon.at

Vereinsabend Juni 2019

NACHLESE
ANTARES-VEREINSABEND
Freitag 14.06.2019

Grillen, plaudern, beobachten – ALLE Mitglieder sind dazu herzlich eingeladen!
Grillgut bitte selbst mitnehmen, Getränke sind vorrätig!
So steht es in den Einladungen zu den Vereinsabenden der Monate Juni – August, die jeweils als vereinsinterne Veranstaltung auf dem Gelände der NOE VOLKSSTERNWARTE 3074 MICHELBACH stattfinden.

Am Freitag, 14.06.2019 trafen bereits 15 Mitglieder vor dem Vereinsabend gegen 16:00 h in Hainfeld vor der Brauerei Hainfeld ein, wo wir vom Firmenbesitzer Karl Riedmüller durch die Brauerei geführt wurden und Wissenswertes über den Brauvorgang, Lagerung, Abfüllung und Vertrieb erfuhren. Neben dem Betrieb von Kleinkraftwerken wird die anfallende Abwärme gemeindeintern für die Heizung von Gebäuden genutzt.

Die Familie Riedmüller betreibt die Brautradition in siebenter Generation.
Das erste Hainfelder Bier wurde im Herbst 1757 ausgeschenkt. 1808 kaufte Karolus Johannes Riedmüller, Sohn eines „Chyrurg in Weyer“, die Brauerei mitsamt der zugehörigen Säge, Mühle und Landwirtschaft. Karl Riedmüller, Sohn des Karolus Riedmüller übernahm dann die Brauerei in Hainfeld, sein Bruder Josef die Brauerei in Waidhofen an der Ybbs. Dessen Sohn kaufte dann die Brauerei in Wieselburg.

Die Philosophie der Brauerei Hainfeld
Gute Tradition heißt für uns Brauerfahrung, Wissen und Können sammeln, echte Werte bewahren, Verbundenheit zu Land und Leute pflegen sowie das stete Bemühen, aus Gutem etwas Besseres zu machen. Der Konsument steht im Mittelpunkt unserer Überlegungen. Unser Sortiment orientiert sich an seinen vielfältigen Bedürfnissen und Wünschen, die immer neu zu erfassen, zu definieren und produktspezifisch zu beantworten sind.

Pro Jahr werden 2000.000 hl Bier gebraut, das in einem Umkreis von 60 km vertrieben wird.
Neben Lagerbier hell und Edel-Pils sind noch Spezialbier dunkel und Spezialbier hell sowie ein Radler im Angebot, zu besonderen Anlässen wird Weihnachtsbier und Osterbock ausgeschenkt.
Alkoholfreie Getränke wie Orangen- und Zitronenlimonade sowie ColaMix ergänzen die Produktpalette.
Nach der etwa einstündigen Führung erhielt jeder Teilnehmer einen 6er Träger Lagerbier Einweg.

Weiterführende Informationen
I http://www.brauerei-hainfeld.at

Das Sternwartegelände zeigte sich wieder als Baustelle. Nach der Erteilung der Baugenehmigung und der „naturschutzrechtlicher Bewilligung“ für die geplante Geländeerweiterung wurden zwar mit der Geländeaufschüttung für den Parkplatz un d mit dem Aushub der Künetten für die Umfassungsmauer begonnen, eine Regenperiode machte das Schüttmaterial und den Untergrund jedoch so weich, das ein Arbeiten mit den Baumaschinen nicht leicht möglich war – diese versanken im Schlamm.
Holz und Baustahlgitter wurde angeliefert, die Halterungen für die Zaunsteher wurden geschweißt und verzinkt, die Zaunsteher in der erforderlichen Länge zugeschnitten, gehobelt, zwecks Optimierung der Haltbarkeit geölt, DOKA-Schalungsplatten wurden zu Schalungstafeln zusammengeschraubt.
Das Gelände ist bereits wieder abgetrocknet, der neue Parkplatz ist zumindest provisorisch fertiggestellt; rund um das Gelände wurde eine Künette ausgehoben und zwischenzeitig die Fundamente bereits betoniert, die ersten Schalungstafeln sind aufgestellt, mit der Errichtung der Umfassungsmauer kann somit Ende Juni begonnen werden.
Das anfängliche Chaos beginnt Strukturen anzunehmen, die Voraussetzungen für den Bau der Teleskoplagerhütte, der Teleskopplattformen und der AMO’s (ANTARES Mini Observatories) sind geschaffen. Eine Außenstiege als Zugang für den Dachbodenbereich für weitergehende Nutzung ist eingeplant.

Unsere BITTE:
Gemeinsam geht die Arbeit schneller von der Hand.
Wir bitten um eure Mithilfe!
Bitte Info an mich (0664 73122973, gerhard.kermer@aon.at oder Peter (0650 5820106, peter.messerer@kstp.at).

Nach der Führung durch die Brauerei Hainfeld wurden auf dem Sternwartegelände Michelbach Tische und Bänke aufgestellt, der Griller angeheizt, Fleisch und Gemüse aufgelegt; etwa 25 Mitglieder verbrachten diesen Abend gemeinsam bei anregenden Gesprächen und Gemeinschaftspflege. Peter machte eine Führung durch das Gelände und die Sternwarten, wobei sich interessierte Mitglieder über den Baufortschritt und die vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten informieren konnten.
Wir ließen wir uns das Essen gut schmecken, die Unterhaltung kam dabei nicht zu kurz.

Einige Tage vor Vollmond wäre der Himmel bereits zu sehr aufgehellt für eine Beobachtungsnacht gewesen.
Nicht nur deshalb verabschiedeten sich einige Mitglieder bereits früher, um 21:00 h verließen die letzten Mitglieder das Sternwartegelände.

Grillen, plaudern, manchmal auch beobachten – das macht den Reiz und den Erfolg dieser „Vereinsgrillereien“ aus! Gemeinsam den Abend genießen, jeder ist willkommen, über Astronomie reden ist der Einstieg zu zahlreichen Gesprächen, die sich auch mit anderen Themen beschäftigen.

 

Fotograf Martin K.

Zusammenstellung Peter M.

 

Vereinsabend JULI
Grillen, plaudern, beobachten – Das wird auch wieder THEMA beim Juli-Vereinsabend sein.
Grillgut bitte selbst mitnehmen, Getränke sind vorrätig!
ALLE Mitglieder sind dazu herzlich eingeladen!

Freitag, 12.07.2019 Vereinsgrillerei auf Sternwarte
Als Gast begrüßen wir Veronika A. Grager
Autorin
Lesung aus „Mondbeben“

Veronika A. Grager, Gattin des Astrofotografen Manfred Wasshuber, ist Krimiautorin.
Ihre Bücher können an diesem Abend erworben werden, gerne werden diese handsigniert.

Veronika Grager – Mondbeben:
In Russland taucht ein Typ auf, der behauptet, ein Alien zu sein und von einer Mondstation zu kommen. Das würde die US-Feiern zur 50-jährigen Mondlandung gehörig durcheinanderbringen.

Wir freuen uns wieder über die Teilnahme zahlreicher Mitglieder, die diesen Abend gemeinsam verbringen wollen.

Gerhard KERMER
ANTARES NOE AMATEURASTRONOMEN
Vorsitzender
Öffentlichkeitsarbeit und Führungen
M 0664 73122973
E gerhard.kermer@aon.at

Vereinsabend Mai 2019

NACHLESE
Vereinsabend
Freitag, 10.05.2019

Ich behaupte, dass das All unendlich ist, dass eine Unzahl von Weltkörpern existiert: Gestirne, Erden, Sonnen.
Nur ein ganz Törichter kann die Ansicht haben, im unendlichen Raum, auf den zahllosen Riesenwelten, gebe es nichts anderes als das Licht, das wir auf ihnen wahrnehmen. Es ist geradezu albern, anzunehmen, es gebe keine anderen Lebewesen, keine anderen Denkvermögen und keine anderen Sinne als die uns bekannten.
Giordano Bruno (1548 – 1600), eigentlich Filippo Bruno, italienischer Naturphilosoph

Die Suche nach Leben im All ist eines der spannendsten Themen der Menschheit.
1995 entdeckten Michel Mayor und sein Mitarbeiter Didier Queloz (Departement für Astronomie der Universität Genf) mit Hilfe der Radialgeschwindigkeitsmethode den ersten Exoplaneten; 51 Pegasi b (0,46 Jupitermassen) kreist in 4,2-Tagen um 51 Pegasi (40 LJ).
Mit Stand vom 10.05.2019 sind 4062 Exoplaneten in 3038 Systemen bekannt.
Die Wissenschafter/innen hoffen, nicht nur unter diesen einen erdähnlichen zu finden, auf dem Leben existieren könnte – die Voraussetzungen dafür sind höchst selten gegeben.

Dr. Theresa Rank-Lüftinger, Institut für Astrophysik, Universität Wien, durften wir als Vortragende an diesem Vereinsabend begrüßen. Wissenschaftlich ist sie beteiligt an mehreren Weltraum-Satelliten-Projekten (z.B. PLATO, CHEOPS, ARIEL, ATHENA), zahlreiche Forschungs- und Beobachtungsaufenthalte sowie intensive internationale Vortragstätigkeit führen sie regelmäßig ins Ausland, u.a. nach Schweden, Australien, Frankreich, Europäische Südsternwarte (ESO) in Chile, Japan, Schweiz, USA, etc.. Ihre Forschungsschwerpunkte sind u.a. Stellare Aktivität und Magnetismus, die damit zusammenhängende Entwicklung junger Sterne und ihr Einfluss auf die Lebensfreundlichkeit (Voraussetzungen für Habitabilität) von Exoplaneten. Sie wirft mittels Magnetfeld-Analysen Blicke in die Vergangenheit von Sternen und hält es nicht für unmöglich, dass Menschen einmal auf weit entfernten Planeten leben werden.
Die Sonne, andere Sterne und ihr Einfluss auf die Entstehung von lebensfreundlichen Planeten war das Thema ihres Vortrags.

In unserem Sonnensystem befinden sich die Planeten Venus, Erde und Mars in der habitablen Zone, wo somit Leben möglich ist.
Auf Venus und Mars fehlt die Plattentektonik, damit dürfte der höhere CO2-Gehalt auf Venus (96%) erklärbar sein. Venus besitzt kein Magnetfeld; am Boden der Venus herrscht ein Atmosphärendruck von rund 92 Bar – das 92-fache des irdischen Luftdrucks am Boden, entspricht dem Druck in einer Tiefe von über 900 Metern unter der Meeresoberfläche.
Der rote Planet Mars besitzt heute ebenso kein globales Magnetfeld mehr und hat nur eine sehr dünne Atmosphäre. Durch jüngere Weltraummissionen wissen wir jedoch, dass der Mars einmal ein Magnetfeld besaß, dessen Signatur in über 4 Milliarden Jahren alten Krustengesteinen erhalten ist.
Während es vor Milliarden von Jahren auf dem Mars Flüsse und einen großen Ozean gab, möglicherweise auch primitive Lebensformen existierten, sind heute im Marsboden nur noch geringe Mengen gefrorenen Wassers vorhanden, der Großteil entwich seither unwiederbringlich ins All.
Und wäre Saturn näher der Sonne, hätte dies Einfluss auf die Erdumlaufbahn und damit auf deren Habitabilität, somit auf die Existenz von Lebensformen.
Das KEPLER-Weltraumteleskop beobachtete einen festen Ausschnitt des Sternenhimmels mit ca. 190.000 Sternen im Sternbild Schwan, um extrasolare Planeten mit Hilfe der Transitmethode zu entdecken (2009 – 2018).
Der Start der Mission TESS (Transiting Exoplanet Survey Satellite), eines Weltraumteleskops der NASA zur Suche nach Exoplaneten, fand am 18. April 2018 mit einer Falcon 9 statt.
CHEOPS (CHaracterizing ExOPlanets Satellite) ist der erste europäische Satellit (ESA), der sich der Erforschung extrasolarer Planeten widmet, der Starttermin ist für 2019 eingeplant.
Die Starts von CUTE (Colorado Ultraviolet Transit Experiment, Start 2020 – NASA), PLATO (Start 2026 – ESA) und ARIEL (Start 2028 – ESA) sind in den nächsten Jahren geplant.
Meist werden mittels der Transitmethode hochpräzise Helligkeitsmessungen des Sterns verwendet, um Planeten und deren Atmosphären indirekt nachzuweisen: Zieht ein Planet zwischen seinem Mutterstern und dem erdgebundenen Beobachter durch, verdunkelt er den Stern geringfügig. Durch präzise Messung dieser Verdunkelungen („Transits“) lassen sich Rückschlüsse auf die Eigenschaften des Planeten, seine Größe und Masse ziehen. Weiters geben Beobachtungen in verschiedenen Wellenlängen Hinweise auf die Zusammensetzung und Struktur der Planetenatmosphäre und das Vorhandensein von Wolken auf dem Planeten.
Erdähnliche Exoplaneten wie Proxima Centauri b, Trappist 1 (mit sieben erdähnlichen Planeten), Kepler-186f und andere, in der Größe der Erde vergleichbar, geben Hoffnung, dass die Suche nach erdähnlichen habitablen Planeten erfolgreich verläuft.Atmosphären von Exoplaneten wurden bereits nachgewiesen.

Etwa 25 ANTARES-Mitglieder nahmen am Vereinsabend am Freitag, 10.05.2019 ab 18:00 h im Gasthof Leo GRAF, 3100 St. Pölten teil.
Nach der Begrüßung und dem Vortrag von Dr. Theresa Rank-Lüftinger 19:00 h berichtete Gerhard Kermer über die geplante Geländeerweiterung; Holz lagert bereits auf dem Sternwartegelände, die Halterungen für die Zaunsteher wurden geschweißt und verzinkt, die Zaunsteher in der erforderlichen Länge zugeschnitten und gehobelt, in Kürze werden diese zwecks Optimierung der Haltbarkeit geölt, DOKA-Schalungsplatten wurden angeliefert.
Nach der in wenigen Tagen zu erwartenden Baugenehmigung sind die Baumaschinen bestellt, für Montag, 20.05.2019 ist der Baubeginn angesetzt.
Nach der Aufschüttung des Parkplatzes werden (in einigen Bauschritten) die Umfassungsmauer errichtet, die Zaunsteher aufgerichtet und der Zaun samt Windschutz aufgebaut. Zwischenzeitig wird das weitere Gelände aufgeschüttet und die Voraussetzungen für den Bau der Lagerhütte, der AMO’s (ANTARES Mini Observatories) und der Plattformen geschaffen.

Nach einer Kurzübersicht über das Vereinsprogramm (Vereinsausflug, Vereinsgrillereien inkl. Führung durch Brauerei Hainfeld) freuten wir uns, Samuel Schnierer wieder unter uns begrüßen zu können. Samuel ist seit früher Jugend ANTARES-Mitglied und hat neben seinen privaten Beobachtungsnächten erfolgreich Führungen mitgestaltet.
Noch immer ist er Hobby-Astronom, er hat sich als begeisterter Naturbeobachter der Naturfotografie verschrieben.
Über seine Faszination für Vögel und ihrer unterschiedlichen Lebensweisen, die zum Schwerpunkt seiner Beobachtungen und seiner Naturfotografie geworden sind, und über seine fotografischen Höhepunkte hat er an diesem Abend berichtet.
Faszinierende Fotos, aufgenommen teils im burgenländischen Seewinkel (Neusiedler See, Hansag, Lange Lacke Illmitz), aber auch im Voralpengebiet boten einen Überblick über die Artenvielfalt.
Samuel wies aber auch auf die Gefährdung dieser Artenvielfalt durch eine zu frühe Mahd und eine dadurch bedingte Vereinsamung der landwirtschaftlichen Flächen durch Reduktion der für das Überleben der Vogelarten erforderlichen Insektenvielfalt hin.
Andererseits zeigte er bei uns nicht heimische Vogelarten, die wie immer auch ihren Weg zu uns gefunden haben.
Wir freuen uns für und mit Samuel über seine Begeisterung für Naturfotografie, die für ihn aber auch in dunklen Nächten noch immer seinen Blick zum Himmel in die unendlichen Weiten des Weltalls schweifen lässt.
Wir freuen uns, Samuel bei der einen oder anderen Vereinsaktivität wieder in unserer Mitte begrüßen zu können.
Und diese und weitere Fotos können in seiner Website betrachtet werden.
I https://www.fotografieschnierer.at

Persönlicher Austausch, Fachgespräche, Astrofotos, kurze Besprechungen zu Vereinsterminen, privat plaudern; der weitere Verlauf dieses Vereinsabends gehörte unseren Mitgliedern. Dieser Mix macht jeden unserer Vereinsabende zu einem gelebten Fixpunkt in unserem Vereinsleben.

VORSCHAU

Vereinsabend Freitag, 14.06.2019
In den Monaten Juni – August finden die Vereinsabende
als vereinsinterne Veranstaltung auf dem Gelände der
NOE VOLKSSTERNWARTE 3074 MICHELBACH statt.
Grillen, plaudern, beobachten – ALLE Mitglieder sind dazu herzlich eingeladen!
Grillgut bitte selbst mitnehmen, Getränke sind vorrätig!

Freitag, 14.06.2019
16:00 h Brauerei Hainfeld
Brauereiführung
Treffen ab 18:00 h (Sternwartegelände zur Grillerei)
19:00 h Begrüßung, Vereinsnachrichten
Grillerei
Ab 20:00 h Kein Vortrag geplant
Bei sternklarem Himmel Beobachtungsnacht!

Anmeldung zur Führung Brauerei Hainfeld bei Gerhard Kermer ab sofort möglich!
ANMELDUNG unbedingt erforderlich!
Beschränkte Teilnehmeranzahl!

Gerhard KERMER
ANTARES-Vorsitzender
Öffentlichkeitsarbeit und Führungen
M 0664 73122973
E gerhard.kermer@aon.at