Vereinsabend Februar 2019

NACHLESE
Vereinsabend
Freitag, 08.02.2019

26 Mitglieder waren am 08.02.2019 in den Gasthof Leo Graf zum ATARES-Vereinsabend gekommen.
Gerhard Kermer berichtete über Neuigkeiten; der Bescheid über die Geländeumwidmung wurde noch nicht erteilt, erwarteter Termin ist Ende Februar.
Der Vereinsausflug führt am Sonntag, 19.05.2019, nach Salzburg ins Haus der Natur und zur 2018 eröffneten VEGA-Sternwarte, die Fahrt wird noch mehrmals per E-Mail angekündigt, Anmeldungen sind jederzeit möglich (E gerhard.kermer@aon.at).
Im Mai 2018 verbrachten einige ANTARES-Mitlieder zwei Wochen auf der HAKOS-Farm in Namibia. Gabi Gegenbauer berichtete über die Farm, die Wetterlage, Ausflüge, über Hoppalas und Überraschungen mit der fotografischen Ausrüstung und zeigte als Abschluss Fotos der südlichen Milchstraße und einiger der darin enthaltenen Objekte.

Am 13.01.2012 konnten wir bereits einmal den Wissenschaftsjournalist Dr. Christian PINTER, der, auf die Bereiche Astronomie und Raumfahrt spezialisiert, seit 1991 populär-wissenschaftliche Artikel für Printmedien im deutschsprachigen Raum schreibt, mit einer Lesung des Kapitels „Die Sterne der Medici“ über Galileo Galilei aus seinem Buch „Helden des Himmels“ bei unserem Vereinsabend begrüßen; an diesem Abend waren „Die Mondträumer – Johannes Kepler und Jules Verne“ THEMA seines Vortrags.

Am Ende des Jahres 1609 richtet Galileo Galilei in Padua sein neues Fernrohr auf den Mond und sieht – die Erde als Planeten im Weltraum. Dabei zeigt sich der Mond als ganz und gar nicht idealer Himmelskörper, der er nach gängiger naturphilosophischer Lehre eigentlich hätte sein sollen. Stattdessen offenbarte er eine unebene Oberfläche, profiliert im reflektierten Sonnenlicht, das ihn bei Betrachtung mit freiem Auge als gleichmäßig leuchtenden Himmelskörper erscheinen lässt.
Bereits 1593 als Student in Tübingen war Johannes Kepler mit der Lehre des Kopernikus vertraut. Wenige Monate vor Galileis teleskopischen Entdeckungen beschrieb er, bereits am Hof von Rudolf II. in Prag und Nachfolger Tycho Brahes als kaiserlicher Astronom, detailreich, wie sich die Erde von der Mondoberfläche aus zeigen müsste. Er führte eine Technik des Reisens zum Mond vor, erschloss Anatomie und Lebensweise der Mondbewohner und spekulierte über klimatische Verhältnisse nebst anderen selenographischen Besonderheiten.
Während Galileo Galilei das Fernrohr zum Himmel richtet, greift Johannes Kepler zur Feder: Mit „Traum oder: Mond-Astronomie“ (Somnium sive Astronomia Lunaris) verfasst er eine der frühesten Science-Fiction-Erzählungen der Weltliteratur. In seinem „Mondtraum“ versetzt er den Leser auf den Erdbegleiter, um ihn aus höchst ungewohnter Perspektive auf die bewegte Erde blicken zu lassen.
Mit diesem Werk möchte Kepler eine Lanze für das umstrittene, ab 1616 sogar verbotene Weltbild des Kopernikus brechen. Doch das Manuskript bringt seine Mutter in Lebensgefahr; 1615 wurde Keplers Mutter Katharina im schwäbischen Leonberg vor dem Landesgericht der Hexerei angeklagt, erst 1620 erreichte Kepler, damals schon in Linz, mit viel Mühe die Einstellung des Prozesses.
In Keplers Traumerzählung benötigte man die Hilfe von Dämonen, die – vorausgesetzt, sie waren einem freundlich gesinnt – hochhoben und, betäubt mit Narkotika und Opiaten, in atemberaubender Geschwindigkeit in den Weltraum katapultierten. An die Ernährung von Zwieback, Knoblauch, Dörrfisch und abscheulichen Speisen musste man gewöhnt sein. Zusammengekugelt wie eine Spinne erfolgte der Aufprall auf dem Mond, danach befiel meist eine entsetzliche Schwäche und „Schlappheit der Glieder“ den Mondreisenden. Auf der erdzugewandten Seite des Mondes steht der Blaue Planet, von den Mondbewohnern „Volva“ genannt, stets an derselben Stelle, die Sterne bewegen sich um ihn, er dreht sich und zeigt seine Erdflecken, über die sich die Mondbevölkerung ähnlich poetische Gedanken macht wie wir über den vermeintlichen Mann im Mond.
Die Mondbewohner teilen sich in Subvolven und Privolven, in erdzu- und erdabgewandte Wesen. Auf der erdabgewandten Seite sind die Verhältnisse besonders bizarr, unruhig ziehen Schlangen von Ort zu Ort, sind Höhlenbewohner oder Taucher. Auf dem Boden verstreut liegen wie Pinienzapfen geformte Gegenstände; tagsüber ist ihre Rinde angesengt, abends öffnen sie sich und geben, wie aus einem Versteck, Lebewesen von sich.
Es geht um astronomische Erscheinungen, etwa, wie lange die Tage und Nächte der Mondbewohner sind, wie Jahreszeiten zur Geltung kommen oder wie die Erde für sie über dem Horizont erscheint. Spekulativer und verspielter wird es, wenn es um die klimatischen Folgen geht und erst recht, wenn daraus die Gewohnheiten der Mondbewohner gefolgert werden. Zum Beispiel ihr Rückzug vor zu großer Hitze in Höhlen des porösen Mondgesteins, in das sie temperierendes Wasser einleiten.
Die Erzählung „Der Mondtraum“, nur wenige Seiten lang, enthält einen fast hundertseitigen Fußnoten-Anhang mit über zweihundert Anmerkungen, an dem Kepler mehrere Jahre arbeitete. Gedruckt wurde das Werk erst 1630, veröffentlicht 1634, vier Jahre nach Keplers Tod.

Zweieinhalb Jahrhunderte später nimmt Jules Verne die Leser neuerlich mit ins All – in seinen Romanen „Von der Erde zum Mond“ und „Reise um den Mond“. Auch er nützt das Genre der Science-Fiction, um über die Mondforschung zu berichten.

Jules Verne: Von der Reise zum Mond
Der amerikanische Bürgerkrieg brachte den Waffenproduzenten einen großen Aufschwung. In dem in Baltimore gegründeten Artilleristenklub kehrte nach dem Kriegsende Langeweile ein. So beschließt der Clubpräsident Barbicane, die Erfahrungen der Clubmitglieder friedlich mit einem ehrgeizigen Projekt zu nutzen: den Bau einer jedes bisherige Maß übersteigenden Kanone, die als Schacht in die Erde Floridas gebaut werden soll, um mit ihr ein Geschoss zum Mond zu senden. Dieser Vorschlag löst einen ungeheuren weltweiten Begeisterungssturm aus. Zur Finanzierung des Vorhabens werden Subskriptionen aufgelegt, die als ein Geldgeschenk organisiert sein sollten. Die gesamte Welt sollte damit Anteil an dem kühnen Vorhaben nehmen. Am Startort, der fiktiven Stadt Stones-Hill, wurde ein Industriestandort buchstäblich aus dem Boden gestampft, nach den Schachtarbeiten sollte die Kanone direkt vor Ort in den Boden gegossen werden. Endlich ist es soweit. Der Versuch glückt, das Projektil verlässt die Erde. Als die mutigen „Reisenden“ die Erde verlassen, nähern sie sich dem Mond.

Jules Verne: Reise um den Mond
Das gewaltige Projekt des Flugs zum Mond des Artilleristenklubs zu Baltimore scheint gelungen. Die drei Reisenden, Klubpräsident Barbicane, Kapitän Nicholl und Michel Ardan, haben den Start gut überstanden, erwachen nach einer tiefen Ohnmacht. Sicher in ihrem gemütlich ausgestatteten Projektil, stellen sie interessante Beobachtungen an, genießen die Schwerelosigkeit, führen wissenschaftliche Dispute. Sie entdecken einen Trabanten des Mondes; ein gewaltiger Meteorit, der dicht an ihnen vorbei fliegt, lenkt sie aus ihrer Bahn, wodurch sie nicht mehr den direkten Weg zum Mond nehmen können, sondern in eine Umlaufbahn einschwenken. Bei der ausführlichen Beobachtung der Mondoberfläche stellen sie enttäuscht fest, dass der Mond offensichtlich unbewohnbar ist. Mit einem technischen Trick, nämlich den Hilfsmitteln zur geplanten Landung, verlassen sie die Mondumlaufbahn und ihr Projektil stürzt zur Erde, wo es als Feuerball gesehen wird. Das Projektil landet im Meer, mit einem Bergungsschiff wird die Suche aufgenommen. Das schwimmende Projektil findet man als Boje treibend am gleichen Tage.

Nach jeder Erzählung machte Christian Pinter einen Faktencheck und verglich Dichtung und reale Wirklichkeit.
Fast 100 Jahre vor der Mondlandung wählte Jules Verne Florida als interessanten Startplatz für die fiktiven Artilleristen – heute befindet sich dort Cape Canaveral, die NASA Raketenstartbasis; Zylinder sind mit Raumfahrthelmen gleichzusetzen, der Feuerball demonstriert die Reibungshitze und den Hitzeschild beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre, die Amerikaner wässerten im Meer, die Sonden wurden mit Bojen gesichert.
Was rückblickend wie phänomenale Weitsicht aussieht, sind diese Schilderungen jedoch nicht ganz zufällig, für diese „technisch“ erscheinenden Inhalten trägt auch die Konsultation mit theoretischen Vordenkern bei, wie zum Beispiel mit dem Verne-Vetter Henri Garcet, der einige mathematische Grundlagen beisteuerte.

In einem mitreißenden Vortrag stellte Christian Pinter auf eine reizvolle Art die Höhenflüge Keplers und Vernes einander gegenüber.
Die nachfolgende Frage- und Antwortrunde zeigte das große Interesse der Mitglieder an dieser Präsentation und an dem Thema.

Weiterführende Links
Dr. Christian Pinter
http://www.himmelszelt.at

Johannes Kepler: Mondtraum
http://archiv.ub.uni-heidelberg.de/volltextserver/15537/1/traum.pdf
https://www.zeit.de/2011/28/L-B-Kepler
https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/rezensionen/sachbuch/johannes-kepler-der-traum-oder-mond-astronomie-im-schatten-der-erde-fliegen-die-daemonen-11115087.html
Jules Verne: Von der Reise zum Mond (1865)
http://www.j-verne.de/verne6.html

Jules Verne; Reise um den Mond (1870)
http://www.j-verne.de/verne10.html

„Helden des Himmels“ –einige Mitglieder nutzen die Gelegenheit, dieses Buch handsigniert zu erwerben.

Gemeinsam saßen die Mitglieder beisammen, man tauschte sich astronomisch und privat aus – es war wieder ein Vereinsabend, in dem der Vereinsgedanke gelebt wurde.
VORSCHAU
Vereinsabend Freitag, 08.03.2019
Treffen ab 18:00 h
19:00 h Begrüßung, Vereinsnachrichten
VORSTANDSWAHL
19:10 h Bernhard Burger
Astrofotografie auf ROBOTIC-Sternwarten
19:30 h VORSTANDSWAHL
20:00 h Kurt Descovich
Gravitationswellen aus der Sicht eines Physikers

Gerhard KERMER
Vorsitzender
Öffentlichkeitsarbeit und Führungen
M 0664 73122973
E gerhard.kermer@aon.at

Vereinsabend Jänner 2019

NACHLESE
Vereinsabend
Freitag, 11.01.2019

Wie jeden 2. Freitag im Monat, so trafen auch am Freitag, 11.01.2019 ab 18:00 h mehr als 25 ANTARES-Mitglieder bei unserem Vereinsabend im Gasthof Leo GRAF, 3100 St. Pölten zusammen.
Gerhard Kermer begrüßte nach 19:00 h die Anwesenden und berichtete über die Gründe, warum folgende Vorstandsmitglieder und Fachbereichsleiter wegen einer nicht nachhaltig geklärten Konfliktsituation ihre Funktionen zur Verfügung gestellt haben.
Gerhard Kermer Vorsitzender
Fachbereich Öffentlichkeitsarbeit und Führungen
Peter Messerer Vorsitzender Stellvertreter
Fachbereich Sternwarteleiter
Projektleiter Sternwarteerweiterung
Herbert Hörandner Schriftführer
Wolfgang Aron Projekt VisBeo – Visuelle Beobachtung
Jürgen Stapf Koordinator Beobachtungstermine Sternwarte, Mitgliederschulung

Eine Generalversammlung mit Neuwahl des Vorstands ist für Freitag, 08.03.2019 angesetzt.
Der Wahlvorschlag wird statutengemäß zeitgerecht ausgesandt.

Als Vortragenden konnten wir den österreichischen Altorientalisten (Assyriologe) und Astronomiehistoriker Univ. Prof. Dr. Hermann Hunger begrüßen, der Orientalistik (Universität Wien) und Assyriologie und Arabistik (Universität Heidelberg und Universität Münster) studierte, wo er 1966 in Assyriologie und semitischer Philologie promovierte.
Nach einigen Auslandsaufenthalten war er bis 1976 Assistent am Institut für Orientalistik der Universität Wien, wo er sich habilitierte. 1976 bis 1978 war er Associate Professor am Oriental Institut der Universität Chicago, ab 1978 außerordentlicher Professor für Assyriologie an der Universität Wien, wo er 2007 in den Ruhestand trat.
Er gilt als eine der führenden Autoritäten für babylonische Astronomiegeschichte und war wesentlich am Chicago Assyrian Dictionary beteiligt.
In seinem Vortrag berichtete er über „Rechnende Astronomie in Babylonien“.
In der zweiten Hälfte des 1. Jahrtausends v. Chr. haben babylonische Astronomen Rechenverfahren entwickelt, die es ihnen ermöglichten, die Phänomene von Mond und Planeten vorauszuberechnen. Diese Verfahren sind rein arithmetisch und setzen keine Geometrie des Sonnensystems voraus. Der Vortrag zeigt nach einer Einführung in das babylonische Zahlensystem zunächst die Verfahren selbst und dann Beispiele von damit hergestellten Tabellen.
Die Babylonier beobachteten die Auf- und –untergänge von Mond und Planeten, die sie auf Tontafeln aufzeichneten. Die unterschiedliche Länge der einzelnen (Mond-) Monate wurde jeweils im Nachhinein festgelegt. Interessant auch die Feststellung, dass diese Tontafeln, in feuchte Tücher gewickelt, in einem längeren Zeitraum beschreibbar waren. Die übersetzten Texte auf den Originaltontafeln gaben einen Einblick in die Dokumentation der Himmelsabläufe.
Diese Beobachtungsergebnisse wurden auch noch von griechischen Mathematikern für Berechnungen genutzt.
In der anschließenden Fragerunde konnte Prof. Hunger weitere Fragen beantworten.

Ein DANKE an Tassilo Halbritter, der nachfolgende Links aus Wikipedia zum Nachlesen und zur Wissensvertiefung zusammengestellt hat.

Weiterführende Links:
http://www.academia.edu/3622164/Wasseruhr_und_Klepsydra_-_Zeitmesser_der_Antike
https://de.wikipedia.org/wiki/Astronomische_Beobachtungstexte_(Babylonien)
https://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_der_Astronomie#Mesopotamien
https://de.wikipedia.org/wiki/Babylonischer_Kalender
https://de.wikipedia.org/wiki/Babylonische_Mathematik
https://de.wikipedia.org/wiki/Enuma_Anu_Enlil

Im Anschluss gab es noch Diskussionen über die Entscheidung der Vorstandsmitglieder und Fachbereichsleiter.

VORSCHAU
ANTARES-VEREINSABEND
Freitag 08.02.2019

19:00 h Begrüßung, Vereinsnachrichten
19:10 h Gabriele Gegenbauer
Namibische Impressionen
19:30 h Dr. Christian PINTER
Wissenschaftsjournalist
Die Mondträumer – Johannes Kepler und Jules Verne

Vortragender
Dr. Christian PINTER
Wissenschaftsjournalist
Nach absolviertem Studium der Politikwissenschaft und Publizistik hat sich Dr. Christian Pinter auf die Bereiche Astronomie und Raumfahrt spezialisiert. Seit 1991 schreibt er populärwissenschaftliche Artikel für verschiedene Printmedien im deutschsprachigen Raum.

2002 erhielt er den Würdigungspreis für wissenschaftlich fundierte Publizistik des Kardinal-Innitzer-Studienfonds. Die Wiener Zeitung hat mehrmals Artikel aus seiner Feder für den Staatspreis für Wissenschaftspublizistik vorgeschlagen. In diesem Blatt sind mittlerweile mehr als 300 ganzseitige Artikel erschienen.

2009 gab der Wiener Verlag Kremayr & Scheriau sein astronomiegeschichtliches Lesebuch „Helden des Himmels“ heraus. Seither hielt er über 60 Vorträge bei gut 50 verschiedenen Veranstaltern und vor mehr als 1.600 Zuhörern.
Am 13.01.2012 konnten wir Dr. Pinter mit einer Lesung des Kapitels „Die Sterne der Medici“ über Galileo Galilei aus diesem Buch bei unserem Vereinsabend begrüßen.

THEMA
Die Mondträumer – Johannes Kepler und Jules Verne
Während Galileo Galilei das Fernrohr zum Himmel richtet, greift Johannes Kepler zur Feder: Er verfasst eine der frühesten Science-Fiction-Erzählungen der Weltliteratur. In seinem „Mondtraum“ versetzt er den Leser auf den Erdbegleiter, um ihn aus höchst ungewohnter Perspektive auf die bewegte Erde blicken zu lassen.

Damit möchte Kepler eine Lanze für das umstrittene, ab 1616 sogar verbotene Weltbild des Kopernikus brechen. Noch ahnt er es nicht: Das Manuskript bringt seine Mutter ins Lebensgefahr, wird zur Munition im Hexenprozess gegen sie. Kepler, gerade in Linz, kämpft verbissen um ihre Freilassung.

Zweieinhalb Jahrhunderte später nimmt Jules Verne die Leser neuerlich mit ins All – in seinen Romanen „Von der Erde zum Mond“ und „Reise um den Mond“. Auch er nützt das Genre der Science-Fiction, um über die Mondforschung zu berichten. Es ist reizvoll, die Höhenflüge Keplers und Vernes einander gegenüber zu stellen.

Wir freuen uns über euer Interesse und über zahlreiche Besucher.

Gerhard KERMER
Vorsitzender
Öffentlichkeitsarbeit und Führungen
M 0664 73122973
E gerhard.kermer@aon.at

Vereinsabend Dezember 2018 – Weihnachtsfeier

NACHLESE
Vereinsabend und Weihnachtsfeier
Freitag, 30.11.2018

Am 30. November 2018 hielten wir unsere Weihnachtsfeier ab, zu der wir 26 Mitglieder im Gasthof Graf, St. Pölten an adventlich geschmückten Tischen begrüßen durften.

Gegen 19:00 h begrüßte Gerhard Kermer die Anwesenden, der Jahresrückblick erinnerte an Höhepunkte des abgelaufenen Vereinsjahres, eine Vorschau gab einen Überblick über geplante Projekte und Aktivitäten, langjährigen Mitgliedern dankten wir für ihre Treue zum Verein, eine Tombola überraschte mit Preisen.

Wir dürfen auf ein äußerst erfolgreiches und spannendes Vereinsjahr 2018 zurückblicken.
Die „Totale Mondfinsternis“ am 26.07.2018, zeitgleich mit der „Marsnähe“, die „Perseiden-Sternschnuppennacht“ und „Sterne schauen für Kinder“ waren die Höhepunkte des bisher erfolgreichsten Führungsjahrs, das von April 2018 bis Oktober 2018 dauerte; etwa 1.700 Besucher, darunter sehr viele Kinder und Jugendliche konnten wir bei den Öffentlichen und den Privatführungen begrüßen.
Bei den von Gabi Gegenbauer initiierten Bildbearbeitungs-Workshops „PixInsight“ konnten wir Astrofotografen als Gäste auf der Sternwarte begrüßen.
Ein aufrichtiges DANKE an alle, die mit ihrer Mitarbeit, ihrem Engagement und Begeisterung diese Veranstaltungen zu einem Aushängeschild des Vereins gemacht haben.

Die offizielle Beobachtungssaison auf dem Sternwartegelände starteten wir Mitte März 2018 mit dem MESSIER-MARATHON, einer Beobachtungsnacht mit 110 Himmelsobjekten.
Neben Reparaturarbeiten für e-Callisto (Sturmschaden) wurde das Radioteleskop instand gesetzt und die morsche Stiegenanlage durch eine Stahlkonstruktion ersetzt; nach einem Umbau kann beim AST die Kuppelöffnung motorunterstützt leichter bedient werden. Das Dachgeschoss wurde entrümpelt und für zukünftige Nutzung als Aufenthalts- und Ruheraum adaptiert, ein Zutritt von außen ist fix eingeplant.

In einer von Peter Messerer zusammengestellten Power-Point-Präsentation ließen wir das Jahr 2018 Revue passieren:
Neben der Gemeinschaftspflege freuten wir uns bei unseren Vereinsabenden über Vortragende mit astronomischen Inhalten: „Die Erde als Planet — vom Erdkern bis zur Ionosphäre (Univ.-Prof. Dr. Gottfried Gerstbach)“, „Der Sternenhimmel der nordischen Völker (Doris Vickers)“, „Der Blick hinter das Zentrum der Milchstraße“ (Fritz Lensch), „Die Entstehung unseres Sonnensystems“ (Norbert Zeitlinger), „ABELL, ARP, HICKSON und Co – die Kataloge der Galaxienhaufen“ (Franz Klauser), „Cassini-Huygens: Höhepunkte der Saturnmission (DI Dr. Georg Fischer)“ und „Die ESA-Sattelitenmission CHEOPS – Die Charakterisierung ferner Welten (Dr. Christian Reimers)“ waren 2018 die Themen der Vortragenden.
Bei der am 09.11.2018 abgehaltenen Vorstandswahl wurde dem Wahlvorschlag zugestimmt, der Vorstand wurde in seiner Gesamtheit für weitere 2 Jahre bestätigt.

In den Monaten Juni – August gestalten wir die Vereinsabende als „Vereinsgrillereien“ auf dem Sternwartegelände mit nachfolgender gemeinsamer Himmelsbeobachtung; vor der Juni-Grillerei besuchten wir die Wald Köhlerei Hochecker, eine der letzten Köhlereien Österreichs. Im August begrüßten wir Michael Jäger, den Kometenjäger, und Gerald Rhemann sowie Mitglieder des Filmklub St. Pölten; im November 2018 freuten wir uns über eine Gegeneinladung des Filmklubs St. Pölten.

Am Sonntag, 18.02.2018, besuchten wir die Firma ASA Astrosysteme GmbH in Neumarkt im Mühlviertel, nach dem Mittagessen führte uns Gerald Rhemann im Mühlviertler Schlossmuseum in Freistadt durch die Sonderausstellung: Gerald Rhemann: Fotografische Reise durchs Weltall – 30 Jahre Astrofotografie.
Am Freitag, 23.03.2018, lernten wir bei einer Führung im Atominstitut der Österreichischen Universitäten den TRIGA Mark-II Reaktor – Forschungsreaktor der TU Wien, den einzigen heute noch in Betrieb stehenden Kernreaktor Österreichs, kennen.
Am Sonntag, 06.05.2018, wanderten wir zum Leopold Figl-Observatorium für Astrophysik am Schöpfl im Wienerwald, einer seit 1970 genutzten Außenstation des Instituts für Astrophysik der Universität Wien, wo wir bei einer Führung durch Prof. Werner Zeilinger die Einrichtungen des Observatoriums besichtigten, so auch das größte Teleskop Österreichs.

Das Voralpengebiet zeichnet sich durch wenig Lichtverschmutzung aus, Lichtmessungen weisen für das Gebiet von Michelbach einen guten Landhimmel nach, die Milchstraße ist als milchig-weißes Sternenband wahrzunehmen; das schätzen auch unsere Mitglieder, die das Sternwartegelände nicht nur, aber vor allem in der Neumondphase für visuelle Beobachtungen, Astrofotografie und Radioastronomie nutzen.
Mit dem e-Callisto-Sonnenspektrometer (Sonnenaktivität) und dem Langwellenmessgerät SOFIE (Weltraumwetter) nehmen wir an wissenschaftlicher Forschung teil.

2018 konnten wir 7 aktive und 1 unterstützendes Neumitglied im Verein begrüßen.
Steigende Mitgliederzahlen bedingen einen Mehrbedarf an Beobachtungsplätzen, deshalb haben wir das Projekt „Geländeerweiterung“ gestartet. Gemeinsam mit den Mitgliedern, der Marktgemeinde Michelbach, den Grundbesitzern und den Pächtern des Weidegebiets wurde eine Geländevariante zur Erweiterung des Sternwartegeländes gefunden; der Antrag zur Geländeumwidmung wurde im März 2018 eingebracht. Nach Genehmigung der Umwidmung und des Bauvorhabens werden zusätzliche Plattformen sowie weitere Observatorien errichtet. Baubeginn 2. Quartal 2019, Fertigstellung für 2020 geplant.
Basierend auf der Projektbesprechung vom 25.10.2018 präsentierte Peter Messerer einen benutzeroptimierten Plan der Anordnung der Beobachtungsplätze auf dem Neugrund. Westlich des visuellen Beobachtungsbereichs werden 3 durch Mitglieder vorfinanzierte AMO‘s (ANTARES Mini Observatories, eines davon kleiner dimensioniert, für zusätzliche Teleskopboxen) errichtet, nördlich davon eine Teleskophütte (Lagerung von Teleskopen, Equipment von Mitgliedern). Auf dem neu angepachteten Grund werden 2 Plattformen errichtet, auf denen ebenfalls AMO’s (oder ScopeDomes) errichtet werden können, 5 Teleskopplattformen werden für Astrofotografie genutzt, Teleskopsäulen, Stromversorgung und Windschutz sind eingeplant, 12 zusätzliche Parkplätze werden errichtet. Kostengünstig erhaltenes Schüttmaterial wurde bereits angeliefert.

Der Vereinsausflug, der uns nach Salzburg ins Haus der Natur und in die 2018 neu eröffnete VEGA-Sternwarte führt, ist für 19.05.2019 terminisiert.

Höhepunkte des Vereinsjahres 2019 werden die Partielle Mondfinsternis (16.07.2019, 66%), die Perseiden (Samstag, 10.08.2019) und „Sterne schauen für Kinder“ sein, insgesamt 13 Öffentliche Führungen bieten wir an, es gibt Anfragen für Privatführungen, wir werden auch Tagesführungen für Busgruppen, Wander- und Pensionistenvereine und Schulklassen bewerben.
Die Mitgliedsbeiträge und Führungspreise werden 2019 nicht erhöht

Bei Vereinsabenden werden wir neben Gemeinschaftspflege wieder Vortragende mit interessanten Themenbereichen begrüßen können.
Vor einer der sommerlichen Vereinsgrillereien dürfen wir uns auf eine Führung durch die Brauerei Hainfeld freuen, Termin folgt.

2019 jährt sich die Mondlandung zum 50. Mal. Gerhard Kermer schilderte in einer Kurzgeschichte, wie sich die Katastrophe von APOLLO 13 in Österreich abgespielt hätte.

Eine besondere Freude ist jedes Jahr die Überreichung der Ehrenurkunden für langjährige Mitgliedschaft. Da es 1998 keinen Vereinsbeitritt gab, wurden 4 Mitglieder für ihre 15-jährige und 5 Mitglieder für ihre 10-jährige Mitgliedschaft geehrt. Die entschuldigten Mitglieder erhalten die Ehrenurkunde per Post mit einem persönlichen Schreiben.

Bei der abschließenden Tombola spielte Tina das „Glücksengerl“, neben den von Otto und Leo gespendeten exquisiten Weinen und Spirituosen und Zeitschriften (Norbert) wurden Süßigkeiten verlost – ein DANKE an die Spender.

Sachertorte und Kardinalschnitten versüßten den Abend, das vergangene Vereinsjahr und der Sternarteausbau, gemeinsame Beobachtungsnächte und persönliche Gespräche waren Themen bis zum Ausklang des Abends.

VORSCHAU
ANTARES-VEREINSABEND
Freitag 11.01.2019

Gasthof Leo GRAF
Bahnhofplatz Süd – 7
3100 St. Pölten

Treffen ab 18:00 h
19:00 h Begrüßung, Vereinsnachrichten
19:30 h Univ. Prof. Dr. Hermann Hunger
österreichischer Altorientalist (Assyriologe) und Astronomiehistoriker
Rechnende Astronomie in Babylonien

Vortragender
Univ. Prof. Dr. Hermann Hunger
Hermann Hunger (* 30.06.1942, Bautzen), Sohn des Byzantinisten Herbert Hunger, war ab 1978 außerordentlicher Professor für Assyriologie an der Universität Wien, wo er 2007 in den Ruhestand trat.
Er gilt als eine der führenden Autoritäten für babylonische Astronomiegeschichte und war wesentlich am Chicago Assyrian Dictionary beteiligt.
Hunger ist Mitglied der American Philosophical Society und der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und Mitherausgeber des Archivs für Orientforschung. 2010 wurde er Ehrenmitglied der American Oriental Society.

THEMA
Rechnende Astronomie in Babylonien
In der zweiten Hälfte des 1. Jahrtausends v. Chr. haben babylonische Astronomen Rechenverfahren entwickelt, die es ihnen ermöglichten, die Phänomene von Mond und Planeten vorauszuberechnen. Diese Verfahren sind rein arithmetisch und setzen keine Geometrie des Sonnensystems voraus. Der Vortrag zeigt nach einer Einführung in das babylonische Zahlensystem zunächst die Verfahren selbst und dann Beispiele von damit hergestellten Tabellen.

Ich wünsche Euch und Euren Familien
ein gesegnetes Weihnachtsfest
und ALLES GUTE für das Jahr 2019.

Für die Himmelsbeobachtungen wünschen wir uns
„clear and dark sky and a starry night“

Gerhard KERMER
Vorsitzender
Öffentlichkeitsarbeit und Führungen

Vereinsabend November 2018 – Vorstandswahl

NACHLESE
Vereinsabend
Freitag, 09.11.2018
VORSTANDSWAHL

Statutengemäß wird alle 2 Jahre eine ordentliche Generalversammlung im Sinne des Vereinsgesetzes 2002 einberufen, bei der auch die Vorstandswahl angesetzt ist.
Gerhard Kermer begrüßte gegen 19:00 h 28 Mitglieder. Da keine 50% der Mitglieder anwesend waren, wurde für die Vorstandswahl 30 Minuten zugewartet.

Stefan Brenner, international preisgekrönter Fotograf, Fototour Leiter und Fotoworkshop Leiter, ist seit seinem ersten Besuch 2012 ein begeisterter Island-Reisender, der mehrmals im Jahr sowohl privat als auch als Fototour Leiter seine Urlaube in Island verbringt. Bei einem seiner Aufenthalte lernte er isländisch, bei seinen Aufenthalten übernachtet er im Auto, gegen die Kälte gut geschützt durch einen Daunenschlafsack.
In seinem Report „Polarlichter“ nahm er uns mit in die geheimnisvolle und faszinierende Welt der tanzenden Polarlichter, die auf seinen Reisen immer wieder Höhepunkte sind.
Beginnend mit Timelaps der Polarlichter (isl.: Norderljos) gab er einen Überblick über die Entstehung und die verschiedenen Erscheinungsformen, die Farben (grün = Sauerstoff, rot = Stickstoff) und lockerte seinen Bericht mit Informationen über Island auf.
Von Mitgliedern angesprochen, wird sich möglicherweise bei Interesse eine Vereinsreise organisieren lassen.
Und sein bereits 6. Islandkalender wird 2019 auch in den Wohnungen von Mitgliedern hängen.
Über seine fotografischen Aktivitäten könnt ihr in seiner Website mehr erfahren
I https://www.stefanbrenner.at

Nach diesem Vortrag gab Gerhard Kermer einen Rückblick auf die vergangenen 2 Jahre.
Nach dem 2016 eröffneten Neubau Experimentalraum waren die beiden Jahre eine Konsolidierungsphase, Rückzahlungen werden Anfang 2019 abgeschlossen sein, erforderliche Investitionen konnten umgesetzt werden.
Zwar konnte mit der Bedampfung des Hypergraph-Spiegel die Beobachtungsqualität gesteigert werden, die Montierung konnte jedoch nicht verkauft und somit keine neue angeschafft werden. Die Sternwartekuppeln wurden abgedichtet, die motorunterstützte Schieberöffnung des AST wurde umgesetzt und Türen saniert, eine weitere Außenjalousie beim kleinen Vortragsraum schützt vor Witterungseinflüssen; der morsche Stiegenabgang zum Radioteleskop wurde durch eine Stahlkonstruktion ersetzt, das Dachbodengeschoß geräumt, mit dem Langwellenmessgerät SOFIE, leihweise zur Verfügung gestellt von DLR (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt, Neustrelitz) wurde die Teilnahme an wissenschaftlichen Projekten ausgebaut.
Durch vermehrte Angebote und dem guten Landhimmel des Sternwartegeländes konnten wir mehr neue Mitglieder begrüßen (2016 – 9 aktiv/6 unterstützend, 2017 – 18/10, 2018 – 9/8), PixInsight-Workshops und Führungen (2018 das Beste in der Vereinsgeschichte) brachten mehr Interessierte auf die Sternwarte, die Erlöse wurden in die Verbesserung der Infrastruktur investiert und werden eine konsequentere Umsetzung weiterer Projekte ermöglichen.
Bei Vereinsabende konnten wir immer Vortragende mit ansprechenden Themen begrüßen, mehrere Vereinsausflüge pro Jahr werden von den Mitgliedern gerne angenommen.
Anträge an den alten Vorstand wurden keine gestellt.
In Vertretung von Gerhard Zartl (entschuldigt) berichtete Gerhard Kermer über die Finanzen der Jahre 2016 – 2018.
Es folgte der Bericht der Kassaprüfer –die Kassa wurde von den Kassaprüfern Maga. Barbara Trinkl und Martin Kainz überprüft und für in Ordnung befunden.
Gerhard Kermer dankte dem alten Vorstand für den geleisteten Einsatz, der statutengemäß danach zurücktrat.
Da es keine Einwände gab, ersuchte Wolfgang Kern die anwesenden Mitglieder durch Handhebung um Entlastung des gesamten Vorstand und der beiden Rechnungsprüfer, was durch die Unterschrift auf den Kassabericht auch bestätigt wurde.
Ebenso wurde die aufgelegte Anwesenheitsliste von den Mitgliedern unterschrieben.
An der Wahl nahmen die 28 anwesenden Mitglieder teil, 8 Mitglieder machten von der Übertragung des Stimmrechts im Wege einer schriftlichen Bevollmächtigung per E-Mail an Herbert Hörandner Gebrauch.
In der folgenden Wahl des neuen Vorstands wurde Gerhard Kermer als Vorsitzender (mit 2 Enthaltungen) bestätigt, der die Wahl nunmehr fortführte.

Gemäß dem vorliegenden Wahlvorschlag wurden folgende Mitglieder in ihrer Funktion für die nächsten zwei Jahre bestätigt.

Vorstand
Vorsitzender Gerhard Kermer (2 Enthaltungen)
Vorsitzender Stellvertreter Peter Messerer (3 Enthaltungen)
Kassier Gerhard Zartl
Kassier Stellvertreter Peter Messerer (2 Enthaltungen, 1 Ablehnung)
Schriftführer Herbert Hörandner
Schriftführer Stellvertreter Erich Iwanoff

Rechnungsprüfer
Martin Kainz
Barbara Trinkl

Zur Förderung der Vereinsaktivitäten und gemeinsamer Aktivitäten auf dem Sternwartegelände geschaffen, kann sich jedes Mitglied gezielt nach seinen eigenen Interessen in unseren Fachbereichen einbringen; Sternwarteleitung, Koordination Beobachtungstermine und Mitgliederschulung, Projekt Visuelle Beobachtung (VisBeo), Radioastronomie, Digitale Medien und Astrofotografie und Führungen und Öffentlichkeitsarbeit sind Themen für diese Fachbereiche, mit denen wir noch näher bei unseren Mitgliedern sein wollen.
Die nachstehend genannten Mitglieder übernahmen die Leitung dieser Fachbereiche und werden so zur Bereicherung des Vereinslebens beitragen.

Fachbereich
Sternwarteleiter Peter Messerer
Digitale Medien
Astrofotografie Stefan Brenner
Objektdokumentation VisBeo
(VISuelle BEObachtung) Wolfgang Aron
Koordinator Beobachtungstermine auf
Sternwarte, Mitgliederschulung Jürgen Stapf
Radioastronomie Fritz Lensch
Führungen und Öffentlichkeitsarbeit Gerhard Kermer

Monika Lassinger teilte uns kurzfristig mit, dass sie aus persönlichen Gründen die Leitung des Fachbereichs „Jugend und Astronomie“ nicht mehr übernehmen könne, sie aber, soweit es ihre Zeit zulässt, weiterhin gerne für Führungen zur Verfügung steht.
Monika Lassinger hat ihre Vision, Kinder frühzeitig mit Experimenten und Spielen in die Welt der Astronomie einzuführen, mit viel Engagement und persönlichen Einsatz umgesetzt. Ob Volksschulklassen, Nachmittagsführungen oder vor Führungen wie bei der Perseiden-Sternschnuppennacht – immer herrschte fröhliches und geschäftiges Treiben auf der Sternwarte, Planeten schwebten, die Entstehung der Mondkrater konnte nachgestellt werden, Astronauten wanderten in Raumanzügen auf dem Gelände umher, mit Spezialschuhen konnte das Gefühl des Gehens auf dem Mond erahnt werden, Handschuhe vermittelten die Herausforderungen für die Besatzung der ISS bei Außeneinsätzen, Höhepunkte waren immer die Raketenstarts. Das Kinderhabitat, in dem Dunkelkammerexperimente geplant sind, wartet noch auf seine Fertigstellung.
„Jugend und Astronomie“ – wir danken Monika für ihre Ideen und für ihren Einsatz, dass sie dieses Thema als eine der ersten auf einer Volkssternwarte erfolgreich umgesetzt hat.
Wir werden dieses Spezialgebiet weiterhin gemeinsam im Sinne von Monika in unserem Führungsprogramm anbieten.
Besonders erfreulich ist, dass sich im Laufe des Abends ein Mitglied zur Übernahme dieses Fachbereichs angeboten hat. Gemeinsam mit Monika werden wir für eine erfolgreiche Übergabe sorgen.
Wir wünschen Monika ALLES GUTE und freuen uns darauf, dass sie uns weiterhin – soweit es ihre Zeit zulässt – mit ihren Ideen bei der Gestaltung unterstützt.

Anträge an den neuen Vorstand wurden nicht gestellt.

Im Anschluss daran berichtete Gerhard Kermer über „Allfälliges“.

Die Mitgliedsbeiträge und die Einschreibgebühr gelten wie die Führungspreise weiterhin für das Jahr 2019 in gleicher Höhe.
Der Pachtvertrag wird verlängert, wir wollen ein Vorkaufsrecht erhalten.
Der Vereinsausflug führt uns am 19.05.2019 nach Salzburg ins Haus der Natur und zur neu eröffneten VEGA-Sternwarte, Anreise per Bus, Einladung wird ausgesandt, Anmeldungen sind erbeten, Gäste willkommen.
Bei Führungen wollen wir zusätzlich Tagesgruppen bewerben.

Die größte Herausforderung wird der Ausbau des Sternwartegeländes sein. Nach der Bewilligung der eingereichten Geländeumwidmung werden voraussichtlich ab April 2019 nach der erforderlichen Geländeaufschüttung Teleskopplattformen und Kleinobservatorien errichtet.
In einer voraussichtlich im Dezember anberaumten Mitgliederinformationsveranstaltung wird über die endgültige Gestaltung entschieden – Termin folgt.
Wir möchten bereits heute um die Mitarbeit zahlreicher Mitglieder ersuchen
– Mithilfe spart Kosten und bringt einen Zeitvorteil für die Fertigstellung
– Mithilfe ist auch bei Suche nach Unterstützung hilfreich
– ebenso sind günstige Transportmöglichkeiten (Klein-LKW) willkommen

Nach der Fertigstellung dieses Bauprojekts ist eine neue Montierung für den Hypergraphen fix eingeplant, um eine weitere Sternwarte für Astrofotografie zu optimieren.

Die Mitglieder des neu gewählten Vorstandes und die Fachbereichsleiter danken für das entgegengebrachte Vertrauen!
Wir werden bemüht sein, auch die nächsten zwei Jahre erfolgreich für den Verein tätig zu sein und das Vereinsleben im Sinne der ANTARES-Mitglieder zu beleben.
Vor allem wollen wir das GEMEINSAME in den Vordergrund stellen.

VORSCHAU

Dienstag, 13.11.2018, 19:00 h
Filmklub St. Pölten
Vereinslokal Filmklub St. Pölten
Jahnstraße 18
(Gebäude des ehemaligen Forum-Kino), Kellergeschoß
3100 St. Pölten

Foto des Hauses, Eingang zum Filmklub / Keller ist vorne auf dem Foto
http://www.filmklub-stp.at/kontakt.htm

Dienstag, 13.11.2018
Treffen ab 19:00 h
Ab 19:30 h Präsentation von Kurzfilmen des Filmklub St. Pölten
Dauer etwa 1 – 1 ¼ Stunden

Peter Aigner, Obmann des Filmklub St. Pölten, ist auch ANTARES-Vereinsmitglied.
Nach dem Besuch von Mitgliedern des Filmklubs St. Pölten am Vereinsabend August 2018 auf dem Sternwartegelände sind wir am Dienstag, 13.11.2018, ab 19:00 h, zu einem Gegenbesuch eingeladen.
Die Mitglieder des Filmklubs St. Pölten zeigen eine Auswahl der von ihnen gestalteten Kurzfilme mit verschiedenen Themenbereichen.
Bei Interesse, bitte um Anmeldung bis Sonntag.
(M 0664 73122973, E gerhard.kermer@aon.at).

ANTARES-VEREINSABEND
Freitag 30.11.2018

Gasthof Leo GRAF
Bahnhofplatz Süd – 7
3100 St. Pölten

Treffen ab 18:00 h
19:00 h Begrüßung, Vereinsnachrichten
19:30 h WEIHNACHTSFEIER

Wir freuen uns über euer Interesse und über zahlreiche Besucher.

Gerhard KERMER
Vorsitzender
Öffentlichkeitsarbeit und Führungen
M 0664 73122973
E gerhard.kermer@aon.at

Vereinsabend Oktober 2018

NACHLESE
Vereinsabend
Freitag, 12.10.2018

Wann habt ihr das letzte Mal auf unsere Website geschaut?
Die nach Süden gerichtete Webcam zeigt ein ungewohntes Bild:
Der Parkplatz ist nur noch rudimentär vorhanden, Erdhaufen sind bildbeherrschend!
Wir konnten Material für die Geländeaufschüttung mehr als preiswert erhalten!
Bäume wurden entastet, eine Plane als Windschutz angebracht!
Inoffiziellen Informationen zufolge soll die Geländeumwidmung in Kürze bewilligt sein.
Die Vorarbeiten für den weiteren Ausbau des Sternwartegeländes im Sinne unserer Mitglieder sind gesetzt.
Ein Baubeginn Anfang April 2019 scheint – wetterabhängig – realistisch!

In der Mitgliederversammlung am Mittwoch, 25.10.2018, 17:00 h im Gasthof Graf, St. Pölten sollen die letzten Details geklärt werden, Info und Einladung erfolgte per E-Mail.
Nicht nur Wind-, Licht- und Sichtschutz, Teleskopplattformen, Teleskopboxen und zusätzliche Sternwarten werden Thema sein, Lösungsmöglichkeiten werden erörtert.

Freitag, 12.10.2018, mehr als 20 ANTARES-Mitglieder treffen einander wieder bei unserem ANTARES-Vereinsabend im Gasthof Leo GRAF, 3100 St. Pölten.
Nach der Begrüßung um 19:00 h berichtete der Vorsitzende Gerhard Kermer über Neuigkeiten aus dem Verein.
Material für die Geländeaufschüttung haben wir erhalten!
Und die Umwidmung sollte – Informationen zufolge – in Kürze genehmigt werden.
Der Baubeginn 2. Quartal 2019 sollte somit eingehalten werden – für eine rasche und kostenreduzierte Umsetzung erbitten wir bereits heute eure Mithilfe!

Der Vereinsausflug 2019 führt nach Salzburg, wo wir im Haus der Natur die Astronomiehalle besuchen und bei einer Führung die neu eröffnete VEGA-Sternwarte Haunsberg kennenlernen.

Bei unseren Vereinsabenden 2019 werden wir über Astronomie in Babylonien hören, über Die Mondträumer – Johannes Kepler und Jules Verne einiges erfahren, Zwerggalaxien und die Protoplanetare Scheibe werden Themen sein. 2019 – 50 Jahre Mondlandung – auch dazu ist ein Vortrag angedacht.

Wenn alles planmäßig verläuft, wird im 1. Halbjahr 2019 unter den im Weltraum stationierten Exoplaneten-Forschungsteleskopen ein neuer Name auftauchen. In Zusammenarbeit mit der Europäischen Raumfahrtagentur ESA und zehn weiteren Partnerländern wird die Schweiz das Weltraumfernrohr CHEOPS (CHaracterising ExOPlanets Satellite) in den Orbit bringen. Es soll Planeten jenseits des Sonnensystems mit höchster Genauigkeit ausmessen.
Mittels Transitmethode wird der Lichtabfall eines Sterns, der sich beim Vorbeiziehen des „dunklen“ Planeten vor seinem Zentralgestirn ergibt, beobachtet, der Radius, somit die Sterngröße, kann damit bestimmt werden. Die Transitmethode zählt neben der Radialgeschwindigkeitsmessung (der Verschiebung der dunklen Linien im Sternspektrum) zu den beiden erfolgreichsten Standardverfahren der Exoplaneten-Forschung
Der etwa 290 kg schwere Forschungssatellit CHEOPS, unter der Leitung der Universität Bern und der Europäischen Weltraumorganisation ESA entwickelt, wird vom ESA-Weltraumbahnhof Kourou / Französisch-Guayana mit einer Sojus-Rakete gemeinsam mit einem italienischen Radarsatelliten in einen 700 km hohen sonnensynchronen Orbit (SSO) über die Pole in 700 Kilometer Höhe an der Tag- und Nachtgrenze (Terminator) gebracht. Bei seinem Weltraumeinsatz wird das Teleskop (32 cm Öffnung, 1,2 m Länge) von einem etwa halbkreisförmigen Sonnenschild, der senkrecht zur Achse des Satelliten steht, vor der Sonnenwärme geschützt. Auf der sonnenbeschienenen Seite trägt der Schild Solarzellen. Die Lebensdauer des Satelliten ist auf 3,5 Jahre ausgelegt.
CHEOPS soll durch hochpräzise Helligkeitsmessungen erwartete Passagen von Exoplaneten vor deren Zentralstern beobachten (Transitmethode) und daraus deren Größe, Masse und mögliche Atmosphären bestimmen. Damit das Bild des Sterns möglichst viele seiner CCD-Pixel bedeckt und die Untersuchung möglichst genau wird, wird das Teleskop bei seinen Untersuchungen unscharf eingestellt.
CHEOPS Hauptziel ist es, Exoplaneten in der näheren Umgebung der Erde zu charakterisieren und zu untersuchen und wird dafür etwa 500 Sterne mit bereits bekannten Planetensystemen aus seiner Erdumlaufbahn beobachten.
Untersucht werden helle, aber wenig aktive Sterne mit bereits nachgewiesenen Exoplaneten in der Größe zwischen Supererde und Neptun mittels ultrapräziser Photometrie. Die beobachteten Objekte wurden bereits vor der Mission ausgewählt, unter anderem durch NGTS (Next-Generation Transit Survey), einer Forschungseinrichtung zur Exoplanetensuche mit ungefähr 50 Zielen mit weniger als sechs Erdradien Durchmesser. Die Sterne sind hell genug, um später Messungen der Radialgeschwindigkeiten in entsprechender Präzision zu ermöglichen. Die Mission soll genauere Informationen über den Durchmesser von Exoplaneten mit bereits durch vorherige Beobachtung ungefähr bekannter Masse liefern und den Radius ungefähr auf 10 % genau bestimmen. Aus Masse und Durchmesser kann die Dichte berechnet werden, dieses wiederum ermöglicht Rückschlüsse über die Beschaffenheit des Exoplaneten, so, ob der Planet überwiegend aus Gestein, Eis oder Gas besteht. Das System kann Magnitudenunterschiede von 1 mmag bei einem Stern der Magnitude V < 13 erkennen. Während erdgebundene Beobachtungen die Transitdaten und die Umlaufzeiten erkennen können, bleibt CHEOPS die Aufgabe den Durchmesser zu bestimmen.
Die wissenschaftlichen Daten werden im X-Band übertragen, Telemetrie und Steuerung nutzen das S-Band, das auch als Reserve für die Datenübertragung dient.
Verpackt in einer speziell angefertigten Transportkiste, verladen im Reinraum des Gebäude für Exakte Wissenschaften der Universität Bern in einen Transportcontainer, gesichert gegen Schock, Feuchtigkeit und Verschmutzung, so wurde CHEOPS nach Madrid verfrachtet, wo durch «Airbus Defense and Space – Spain» das Instrument in die Satellitenplattform eingebaut und der Satellit getestet wird.
Danach wird der Satellit an mehreren Orten in Europa nochmals verschiedene Tests durchlaufen, bei RUAG Space Zürich muss CHEOPS noch einen Rütteltest bestehen. Danach wird er zum ESA-Weltraumbahnhof Kourou / Französisch-Guayana verfrachtet. Anfang 2019 soll CHEOPS startbereit sein.
Österreich ist aktiv in die Mission CHEOPS eingebunden:
Die Wissenschaftler am IWF Graz steuern einen der beiden Bordcomputer für CHEOPS bei.
Die Weltraumfirma RUAG Space Austria ist für die Stromversorgung der Instrumentenelektronik verantwortlich.
Und das Institut für Astrophysik Wien liefert die Flight Software für das Nachführsystem; davon profitieren werden weitere Projekte durch Wiederverwendung der für CHEOPS entwickelten Software.

Unser aufrichtiger DANK gilt dem Vortragenden Dr. Christian Reimers, Institut für Astrophysik der Universität Wien, der uns einen ausführlichen Überblick über das Weltraumteleskop CHEOPS geben konnte.
Ab 1994 Studium der Astronomie und Physik in Wien. Nach Abschluss der Magisterstudiums über die "Formung Planetarischer Nebel durch staubgetriebene AGB-Winde" und der Promotion zum Thema "Massenverlust durch inhomogene AGB-Winde – Detailstrukturen in Planetarischen Nebeln" folgten ein Lehrauftrag an der Fakultät für Geowissenschaften, Geographie und Astronomie sowie Projektarbeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter zur Entwicklung einer Kompressionssoftware für das PACS-Instrument an Bord des ESA-Infrarotsatelliten Herschel und diversen EU-geförderten eLearning-Projekte für das Bundesministerium für Bildung. Derzeit ist Christian Reimers, neben bestehender Lehrtätigkeiten, als Softwareentwickler für Dokumentenmanagementsysteme sowie die Erstellung von Applikationssoftware für die ESA-Satellitenmissionen CHEOPS und SMILE in einem Projektteam an der Universität Wien tätig.
Die nachfolgende Fragestunde zeigte das große Interesse der Vereinsmitglieder an dieser Mission.

Weiterführende Linkliste zum Satellitenprojekt CHEOPS
CHEOPS – Offizielle Homepage http://cheops.unibe.ch/de (großteils englisch)
ESA: CHEOPS (CHaracterizing ExOPlanets Satellite) (englisch) http://sci.esa.int/cheops
Universität Wien; space@univie Projekte https://space.univie.ac.at/projekte
eoPortal Directory (englisch) https://directory.eoportal.org/web/eoportal/satellite-missions/c-missions/cheops
Wikipedia: CHEOPS Weltraumteleskop https://de.wikipedia.org/wiki/CHEOPS_(Weltraumteleskop)

Der weitere Verlauf des Vereinsabends nahm seinen gewohnten Verlauf, er gehörte unseren Mitgliedern: Persönlicher Austausch, Fachgespräche, Astrofotos, kurze Besprechungen zu Vereinsterminen oder einfach nur privat plaudern. Dieser Mix macht jeden unserer Vereinsabende zu einem gelebten Fixpunkt in unserem Vereinsleben.

VORSCHAU

Donnerstag, 25.10.2018
17:00 h -19:00 h
Gasthof Graf, St. Pölten
Einladung Endbesprechung Erweiterung Sternwartegelände
An diesem Tag wollen wir mit den an dem Ausbau und der Nutzung der Sternwarte interessierten Mitglieder den aktuellen Planungsstand vorstellen und die Vorschläge, eventuelle Änderungswünsche und das Interesse an Teleskopboxen der anwesenden Mitglieder erfragen, um diese in die endgültige Planung einfließen zu lassen.
PUNKTE:
Interesse an Teleskopboxen
Interesse an Teleskopsäulen
Interesse an Observatorium
Kosten
Höhe Zaun
Licht-und Windschutz
Eure Schwerpunkte und Interessen?

Freitag, 09.11.2018
Am Vereinsabend Freitag, 09.11.2018 ist Vorstandswahl:

Wahlvorschlag Vorstandswahl und Fachbereichsleiter
Vorstand
Vorsitzender Gerhard Kermer
Vorsitzender Stellvertreter Peter Messerer
Kassier Gerhard Zartl
Kassier Stellvertreter Peter Messerer
Schriftführer Herbert Hörandner
Schriftführer Stellvertreter Erich Iwanoff

Fachbereich
Sternwarteleiter Peter Messerer
Digitale Medien Stefan Brenner
Objektdokumentation VisBeo
(VISuelle BEObachtung) Wolfgang Aron
Koordinator Beobachtungstermine auf
Sternwarte, Mitgliederschulung Jürgen Stapf
Jugend und Astronomie Monika Lassinger
Radioastronomie Fritz Lensch
Führungen und
Öffentlichkeitsarbeit Gerhard Kermer

Rechnungsprüfer
Martin Kainz
Barbara Trinkl

Auszug
Vereinsstatuten, § 9 (6): Generalversammlung
(6) Bei der Generalversammlung sind alle Mitglieder teilnahmeberechtigt. Das Stimm- und Wahlrecht richtet sich nach § 7 der Statuten. Jedes Mitglied hat eine Stimme. Die Übertragung des Stimmrechts auf ein anderes Mitglied im Wege einer schriftlichen Bevollmächtigung ist zulässig.

Wer bei Verhinderung von dieser Möglichkeit Gebrauch machen möchte:
Bitte Übertragung des Stimmrechts auf ein anderes Mitglied im Wege einer schriftlichen Bevollmächtigung per E-Mail an

Herbert Hörandner
E herbert.hoe@gmx.at

Wir freuen uns über eure Teilnahme und über die aktive Wahrnehmung eures Wahlrechts.

Gerhard KERMER
Vorsitzender
Öffentlichkeitsarbeit und Führungen
M 0664 73122973
E gerhard.kermer@aon.at

Vereinsabend September 2018

Nachlese

Vereinsabend

Freitag, 14.09.2018

Die Geländeumwidmung für den weiteren Ausbau der Sternwarte ist zwar noch nicht bewilligt (derzeitige Information Anfang 2019), aber die Vorarbeiten laufen. Und darüber und über den aktuellen Planungsstand berichteten Gerhard Kermer und Peter Messerer zu Beginn dieses Vereinsabends.
Das Gelände wird mit einer Stützmauer und Maschendrahtzaun (Höhe 1,25 m oder 1,50 m ?) umgeben. Dieser soll begrünt werden (Efeu?) und, mit Schattiernetz versehen, Licht-, Sicht- und Windschutz ermöglichen. Ebenso soll diese Maßnahme eine bessere Pflege der Böschung ermöglichen.
Neben der Vergrößerung der Parkflächen (200 m2, auf Grund Weidegenossenschaft) werden auf der geplanten Erweiterungsfläche (240 m2) insgesamt 13 betonierte Teleskopaufstellplätze (1,5 m x 1,5 m) errichtet (2 für visuell, 11 für Astrofotografie), ein Teil wird mit Teleskopsäulen ausgestattet. Zusätzlicher Windschutz für die 11 Plattformen für Astrofotografie wird angedacht (mobil, stationär?; bitte um Lösungsansätze).
Westlich der 6 befestigten Plätze (visuell) werden auf Neugrund 2 Betonplattformen (2,5 m x 2,5 m) zur Errichtung zweier Holzhütten (Höhe 2,6 m) in Würfelform zur Aufnahme von Teleskopen errichtet.
2 Betonplattformen (4,2 m x 2,5 m) zur Errichtung zweier Holzhütten (Höhe 2,6 m) sind für die Aufbewahrung und Lagerung von Teleskopen vorgesehen.
Pläne und Baubeschreibungen können in unserer Website https://www.noe-sternwarte.at / Mitgliederbereich / Projekt Plattformen eingesehen werden.
Bitte um eure Lösungsvorschläge für Zaunhöhe, Licht- und Windschutz, Begrünung, usw.
Und bitte um Bekanntgabe, wer Interesse an Lagerbox für Teleskope hat!
Am 25.10.2018, 17:00 h – 19:00 h laden wir alle Mitglieder zu einer Besprechung in den Gasthof Leo Graf, St. Pölten, wo Details und die endgültige Ausführung beschlossen werden – Einladung folgt nochmals zeitgerecht.

Etwa 20 Mitglieder trafen am Freitag, 14.09.2018 ab 18:00 h bei unserem Vereinsabend im Gasthof Leo GRAF, 3100 St. Pölten zusammen.
Nach dem Besucheransturm bei der Totalen Mondfinsternis am 27.07.2018 konnten wir am 12.08.2018 gemeinsam mit knapp 400 Besuchern bei besten Sichtbedingungen in der „Nacht der Sternschnuppen“ zahlreiche PERSEIDEN, darunter auch Boliden, beobachten – ein aufrichtiges DANKE allen Mitgliedern, die durch ihre Mithilfe diesen Abend nicht nur für uns zu einem astronomischen Fest werden ließen; DANKE auch an Paul Beck, der in einer Liveschaltung aus Teneriffa berichtete.
Die Planungen für das Vereinsjahr 2019 laufen; neben einer partiellen Mondfinsternis (66%) in den Abendstunden des 16.07.2019 ist der Merkurtransit am 11.11.2019 nur in der Anfangsphase sichtbar, der Austritt erfolgt nach Sonnenuntergang.
Der Vereinsausflug wird uns am Sonntag, 19.05.2019, nach Salzburg ins Haus der Natur (Astronomieabteilung, Kraterkino) und in die neu eröffnete VEGA-Sternwarte führen, die Reise erfolgt per Busfahrt, Infos folgen.

Am 15.09.2017 endete die Cassini-Huygens-Mission. Am Freitag, 14.09.2018, fast auf den Tag genau der Jahrestag des Sturzes der Cassini-Sonde in den Saturn, freuten wir uns über Dr. Georg Fischer als Vortragenden, der uns über die „Höhepunkte der Saturnmission Cassini-Huygens“ berichtete.
Cassini-Huygens, die Mission zweier Raumsonden zur Erforschung des Planeten Saturn und seiner Monde, wurde am 15.10.1997 vom Launch Complex 40 auf Cape Canaveral mit einer Titan-IVB-Rakete gestartet.
Benannt nach Giovanni Domenico Cassini, einem italienischen Astronomen, der 1675 erstmals die Lücke im Saturnring (Cassinische Teilung) beschrieb, und Christiaan Huygens, einem niederländischen Astronom, Mathematiker und Physiker, der entdeckte, dass die Ausbuchtungen des Saturn, von Galilei als Ohren des Saturns bezeichnet, in Wirklichkeit die Saturnringe waren, schwenkte Cassini (NASA) am 01.07.2004 in die Umlaufbahn um Saturn ein.
Die europäische Landesonde Huygens (ESA) wurde im Dezember 2004 vom Cassini-Orbiter getrennt und landete am 14.01.2005 auf Titan, dem größten Saturnmond, für Messungen in der Atmosphäre und auf der Oberfläche. Ihre eigentliche Mission dauerte ca. 2,5 Stunden, 72 Minuten lang sandte Huygens Daten, die das Verständnis über den Mond Titan deutlich verbesserten.
Das IWF Graz, Mitglied im Cassini/RPWS-Team, hat Methoden zur Kalibrierung der RPWS-Antennen entwickelt und durchgeführt. Das IWF hat an Bord von Huygens maßgeblich an der Entwicklung und dem Bau von ACP (Aerosol Collector and Pyrolyser) und HASI (Huygens Atmospheric Structure Instrument) mitgearbeitet und war an der Datenauswertung von GCMS (Gas Chromatograph and Mass Spectrometer) beteiligt, ebenso wurden auch Daten der Cassini-Mission ausgewertet.
2009 entdeckte die NASA-Raumsonde Cassini auf einer südlichen Breite von 35° die ersten Blitze auf der Nachtseite des Saturns; 2011 gelang der Kamera an Bord von Cassini jedoch eine Sensation: Während des Riesensturms, der 2010-2011 auf 35° nördlicher Breite tobte, ortete sie erstmals Blitze auf der Tagseite des Ringplaneten im kurzwelligen blauen Licht.
In einer Studie der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Icarus beschreibt ein internationales Team mit Beteiligung des Grazer IWF die während dieses Riesensturms aufgenommenen gewaltigen Blitze (Erstautorin Ulyana Dyudina)., die von Cassini im Jahr 2011 aufgenommen wurden.
Dr. Fischer verfolgt das Wettergeschehen am Saturn seit geraumer Zeit.
Die Intensität der Blitze auf Saturn kann mit den heftigsten Blitzen auf der Erde verglichen werden. Alleine die sichtbare Energie wird auf 1-10 Gigajoule geschätzt, was ca. 0,1% der Gesamtenergie des Blitzes entspricht. Der von den Blitzen erleuchtete Wolkenteil hat einen Durchmesser von rund 200 km. Daraus kann geschlossen werden, dass die Blitze auf Saturn genau dort generiert werden, wo sie auch auf der Erde entstehen: in den tiefer liegenden Schichten der Atmosphäre, wo Wassertröpfchen gefrieren.
Neben den Bilddaten sind auch die Radiodaten von großer Bedeutung. Während die meisten Blitze im mittleren Teil des Sturms fotografiert wurden, geht aus den Messungen der Radiowellen hervor, dass die Blitze im Kopfteil des Sturms eigentlich am häufigsten sind. Gerade dort sind die Wolken aber so dicht, dass die Kameras keine Blitze detektieren können.
Blitze sind auch auf Jupiter und Uranus detektierbar, bei Neptun werden diese vermutet, sind dort jedoch nicht nachgewiesen und bestätigt.
Wichtig für diese Forschungstätigkeit war für Dr. Fischer die Zusammenarbeit mit Amateurastronomen; er nutzte die Daten des PVOL (Planetary Virtual Observatory and Laboratory), wo sehr viele Amateurastronomen regelmäßig ihre Bilder von Planeten hochladen (http://pvol2.ehu.eus/pvol2/).
In dem in seinem Vortrag angesprochenen Artikel (englisch, 100 Seiten) werden sehr viele Möglichkeiten der Zusammenarbeit zwischen Profis und Amateuren im Bereich der Planetenbeobachtung besprochen.
Dieser Artikel (Instrumental methods for professional and amateur collaborations in planetary astronomy) wird als pdf-Datei der Nachlese angehängt.
Vielleicht bietet diese Seite für das eine oder andere ANTARES-Mitglied interessante Möglichkeiten, um auch als Amateur mit Daten für wissenschaftliche Forschung beizutragen.
Weitergehende Informationen zu Cassini/Huygens sind u.a. abrufbar in den Websites
NASA (https://www.nasa.gov/mission_pages/cassini/main/index.html)
ESA (https://www.esa.int/Our_Activities/Space_Science/Cassini-Huygens).
Wikipedia (https://de.wikipedia.org/wiki/Cassini-Huygens)

Die nachfolgende Fragerunde zeigte das große Interesse der ANTARES-Mitglieder an dieser Mission. Unser aufrichtiger Dank gilt Dr. Georg Fischer, der, aktiv an dieser Mission beteiligt, uns an diesem Forschungsprojekt teilhaben ließ.

Der weitere Abend, der gegen 22:00 h endete, gehörte mit persönlichen Gesprächen unseren Mitgliedern.

Was uns besonders freut:
Wir dürfen 3 neue aktive Mitglieder bei ANTARES herzlich willkommen heißen!

VORSCHAU
ANTARES-VEREINSABEND
Freitag 12.10.2018

Gasthof Leo GRAF
Bahnhofplatz Süd – 7
3100 St. Pölten

Treffen ab 18:00 h
19:00 h Begrüßung, Vereinsnachrichten
19:30 h Dr. Christian Reimers
Institut für Astrophysik der Universität Wien
CHEOPS – Die Charakterisierung ferner Welten

Vortragender
Dr. Christian Reimers
Institut für Astrophysik der Universität Wien
Christian Reimers, geboren 1973 in Bludenz (Vorarlberg), studierte ab 1994 Astronomie und Physik in Wien. Nach Abschluss der Magisterstudiums über die „Formung Planetarischer Nebel durch staubgetriebene AGB-Winde“ und der Promotion zum Thema „Massenverlust durch inhomogene AGB-Winde – Detailstrukturen in Planetarischen Nebeln“ folgten ein Lehrauftrag an der Fakultät für Geowissenschaften, Geographie und Astronomie sowie Projektarbeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter zur Entwicklung einer Kompressionssoftware für das PACS-Instrument an Bord des ESA-Infrarotsatelliten Herschel und diversen EU-geförderten eLearning-Projekte für das Bundesministerium für Bildung. Derzeit ist Christian Reimers, neben bestehender Lehrtätigkeiten, als Softwareentwickler für Dokumentenmanagementsysteme sowie die Erstellung von Applikationssoftware für die ESA-Satellitenmissionen CHEOPS und SMILE in einem Projektteam an der Universität Wien tätig.

THEMA
CHEOPS – Die Charakterisierung ferner Welten
Es ist bald soweit! CHEOPS, ein Satellit der europäischen Weltraumorganisation ESA, wird demnächst in einen Erdorbit gebracht, um mehr über die physikalischen Eigenschaften ferner Welten in Erfahrung zu bringen. Zur Realisierung dieser Mission hat ein europäisches Konsortium jahrelang an dem Vorhaben gearbeitet und viel Know-How und und Arbeitsaufwand investiert. Welche Aufgaben und Ziele verfolgen die Wissenschafter mit CHEOPS? Welche Meilensteine bei der Entwicklung dieses Satelliten mussten gemeistert werden und wo stehen wir heute?

Vereinsabend August 2018

Nachlese

Vereinsabend

Freitag, 10.08.2018

Am 21.07.2018 hat Christine Haas nach langer, schwerer Krankheit für immer diese Welt verlassen. Unser guter „Geist“, das war Christine!
2012 dem Verein ANTARES beigetreten, hat sie sich sehr für Astronomie interessiert; gemeinsam Astrofotos der Mitglieder anschauen, wissbegierig die Vorträge verfolgt, mit dem Medium Internet und E-Mail vertraut gemacht, aber teils auch wohlwollend kritisch.
Bei Gesprächen war sie Zeitzeugin, wenn sie von ihrer Jugend erzählte, gerne hielt sie sich auch in Innsbruck auf. Nicht nur an Vereinsabenden, sondern auch an Vereinsausflügen hat sie aktiv teilgenommen. Gerne haben wir sie auf die Sternwarte mitgenommen, wo sie sich sehr wohl gefühlt hat.
Gewissenhaft die Kassatätigkeit ausgeübt, war sie oft auch – trotz Gehbehinderung – in den Warten zur Mitbeobachtung anzutreffen.
Am Freitag, 17.08.2018, 11:00 h haben wir Christine am Hauptfriedhof St. Pölten gemeinsam auf ihrem letzten Wege begleitet.

Und diesen Abend haben wir, nach einer Trauerminute mit stillem Gedenken, Christine gewidmet.

Und dieser Abend war Freitag, 10.08.2018, wo wir den dritten und letzten Vereinsabend 2018 mit einer „Vereinsgrillerei“ auf dem Sternwartegelände Michelbach verbrachten.
Waren wir wettermäßig vom Juni- und Juli-Abend verwöhnt, so war an diesem Abend Regen angesagt – trotzdem konnten wir mehr als 30 Mitglieder und Gäste begrüßen.
Wir konnten uns über den Besuch von Mitgliedern des St. Pöltener Filmklubs freuen.
Als besondere Gäste konnten wir Michael Jäger und Gerald Rhemann mit Gattin begrüßen.
Auf dem Grill lagen Fleischstücke wie Koteletts, Würstel und Gemüsestücke; verfeinert mit Ketchup, Senf, Mayonnaise, Gurkerl und Salat ließen wir es uns schmecken.

Zu Beginn einer Erzählung von Hans Christian Andersen heißt es: „Und der Komet kam, schimmerte mit seinem Feuerkern und drohte mit seinem Schweif; er ward betrachtet aus dem reichen Schloss, aus der armen Hütte, aus dem Menschengedränge auf der Straße und von dem einsamen Wanderer, der über die wegelose Heide schritt. Ein jeder hatte seinen Gedanken dabei.“
Michael Jäger, begeistert von Kometen, hat in seinem Leben bereits mehr als 700 dieser Wanderer in unserem Sonnensystem fotografisch dokumentiert; Aufnahmeorte sind nicht nur seine Standorte am Jauerling oder im Waldviertel, die Suche nach wolkenfreien Himmelsfeldern gerät des Öfteren zu einer Herausforderung; auch Aufenthalte in Namibia werden für Kometenfotografie genutzt. Wir können uns über seine Veröffentlichungen unter anderem in „Sterne und Weltraum“ freuen.
Eine Auswahl seiner Kometenfotos präsentierte Michael Jäger in einem Vortrag; neben „normalen“ Schweifsternen war auch die Entwicklung und die Veränderung der Schweife innerhalb kurzer Zeit Inhalt dieses Berichts. Beeindruckend dabei war die fotografische Dokumentation des teilweisen Zerfalls – kleine abgelöste Kometenteile konnten auf diesen Aufnahmen in den Schweifen eindeutig identifiziert werden.

Am Sonntag, 12.08.2018 konnten wir bei einer Öffentlichen Führung mit etwa 400 Besuchern die Zerfallsprodukte des Kometen 109P/Swift-Tuttle bewundern; Meteoride drangen in die Erdatmosphäre ein und verglühten als Meteore; 12.08.2018, Höhepunkt der auch als Laurentius—Tränen bekannten PERSEIDEN, die NACHT der STERNSCNUPPEN, bei der auch Boliden beobachtet werden konnten.

Wir saßen noch beisammen, sprachen über dies und das; der Regen verhinderte jedoch erfolgreiche Himmelsbeobachtung in dieser Nacht nach Neumond, sodass bald an den Aufbruch gedacht wurde.

Wir dürfen uns über eine Gegeneinladung des St. Pöltener Filmklubs freuen:
Bitte vormerken
Dienstag, 13.11.2018
Detailinformationen folgen zeitgerecht.

Vereinsabend Juli 2018

Nachlese

Vereinsabend

Freitag, 13.07.2018

In den Monaten Juni – August finden die Vereinsabende als vereinsinterne Veranstaltung auf dem Gelände der NOE VOLKSSTERNWARTE 3074 MICHELBACH statt.
Grillen, plaudern, beobachten – Alle Mitglieder sind dazu herzlich eingeladen!
Grillgut bitte selbst mitnehmen, Getränke sind vorrätig!

So steht es in der Einladung zu den als „Vereinsgrillerei“ bezeichneten Vereinsabenden, die traditionell in den Sommermonaten auf dem Sternwartegelände veranstaltet werden.
Da Grillen im Freien stattfindet, sind diese Abende immer wieder wetterabhängig: Kälte, Wind, Regen, Sonnenschein mit angenehmen Temperaturen – alles schon dagewesen.
Beobachtung eines Wetterballons und von Kometen waren neben Himmelsbeobachtung besondere Höhepunkte der vergangenen Jahre.
Warum sollte es am 13.07.2018 anders sein? Tagsüber bedeckt, teils regnerisch, fanden sich trotzdem etwa 20 Mitglieder ein – und wurden nicht enttäuscht.
Tische und Bänke waren aufgestellt, die Grillplatte eingeschaltet, Steaks, Schweinekottelets, Hühnerschnitzel, Würstel sowie Gemüse wie Zucchinischeiben wurden aufgelegt, gewendet, bis es gar war. Verfeinert mit Senf, Saucen, Ketchup und anderen Köstlichkeiten ließen wir uns das Essen gut schmecken, die Unterhaltung kam dabei nicht zu kurz.
Es ist schon zu einer lieben Gewohnheit geworden, die nicht als selbstverständlich betrachtet werden darf; wir freuen uns immer wieder über die mitgebrachten Kuchen, mit denen wir von einigen Damen verwöhnt werden – Danke für diese Aufmerksamkeiten.

Jürgen und Melanie Stapf sind Eltern geworden: Isabella ist der Name ihrer Tochter, Mutter und Kind sind wohlauf. Und auf dieses freudige Ereignis wurde mit einem Glas Sekt angestoßen: Wir wünschen alles Gute und viel Freude mit ihrer Tochter.

Immer wieder schweifte der Blick zum Himmel; die Wolken verzogen sich, Teleskope wurden am Freigelände aufgebaut. Venus war knapp über einer Wolkenwand zu sehen, Jupiter strahlte bereits in der beginnenden Dämmerung vom wolkenlosen Himmel, seine Monde waren auszumachen, Saturn mit seinem Ring erfreute die Beobachter, Mars kam über dem Südosthorizont hoch. Mit Fortschreiten der Nacht tauchten die ersten Sterne auf, Sternbilder wurden sichtbar, die Milchstraße zog sich als milchig-weißes Band über den Himmel, Objekte wir der Kugelsternhaufen M 13, der Hantelnebel M 27, der Ringnebel M 57 und zahlreiche andere Objekte wurden gemeinsam beobachtet. Kein Mondlicht störte den dunklen Nachthimmel – es war Neumondzeit!
Während einige die Heimreise antraten, nutzen andere die optimalen Beobachtungsbedingungen dieser Neumondnacht bis in die Morgenstunden.

Grillen, plaudern, beobachten – das macht den Reiz und den Erfolg dieser „Vereinsgrillereien“ aus! Gemeinsam den Abend genießen, jeder ist willkommen, über Astronomie reden ist der Einstieg zu zahlreichen Gesprächen, die sich auch mit anderen Themen beschäftigen.

Vereinsabend August
Grillen, plaudern, beobachten – Alle Mitglieder sind dazu herzlich eingeladen!
Das ist auch wieder THEMA des August-Vereinsabends.
Grillgut bitte selbst mitnehmen, Getränke sind vorrätig!
Und – es ist wieder Neumondzeit – und die Perseiden sind im Anflug!

Freitag, 10.08.2018      Vereinsgrillerei auf Sternwarte
Als Gäste begrüßen wir   Michael Jäger
                                      Gerald Rhemann
                                      Peter Aigner und Filmclub St. Pölten

Wir freuen uns wieder über die Teilnahme zahlreicher Mitglieder, die diesen Abend gemeinsam verbringen wollen.

Vereinsabend Juni 2018

Nachlese

Vereinsabend

Freitag, 08.06.2018

Marktgemeinde Michelbach
Im Altertum Teil der Provinz Noricum, wurde die Gemeinde 1124 erstmals als Michilpach erwähnt. Während der Ersten Wiener Türkenbelagerung wurde ein Großteil des Ortes verwüstet, 1541 von der Pest heimgesucht, folgten weitere Epidemien in den Jahren 1574 und 1583, die vielen Opfer fehlten in der Landwirtschaft und brachten viele Grundbesitzer und Bauern in große Not. Bei der Zweiten Türkenbelagerung verloren 274 Menschen aus Michelbach ihr Leben, die Pfarrkirche wurde dem Erdboden gleichgemacht, ab 1708 wurde eine neue Kirche errichtet.
Ab 1710 siedelten sich neue Leute an und bauten die Dörfer neu auf, den einzelnen Häusern wurden 1787 Konskriptionsnummern zugeteilt. Die Napoleonischen Kriege überstand Michelbach unversehrt. 1921 richtete ein Hochwasser in Michelbach große Schäden an, aus dem 2. Weltkrieg kehrten 72 Soldaten nicht mehr zurück.
Heute leben 918 Einwohner (Stand 31.10.2016) auf einer Fläche von 24,95 km² in den 8 Katastralgemeinden Finsteregg, Gstetten, Kleindurlas, Kropfsdorf, Mayerhöfen, Michelbach Dorf, Michelbach Markt und Untergoin. Vereine beleben das Gemeindeleben mit zahlreichen Aktivitäten. Geprägt hauptsächlich von Land- und Forstwirtschaft, wächst hier die Elsbeere, die in zahlreichen Varianten weiterverarbeitet wird.
Gut erschlossene Wanderwege ziehen Besucher an.
So führt der Michelbacher Sternwarteweg auf 2 verschiedenen Routen (Variante 1 – 8,5 km, rund 3,5 Stunden Gehzeit; Variante 2 – 12,6 km, rund 4 3/4 Stunden Gehzeit) auch an der Sternwarte vorbei.
Der Michelbacher Most- und Köhlereiweg (4 km, 1,5 Stunden Gehzeit, leichter Wanderweg) führt von einem aktiv betriebenen Kohlenmeiler zu einem Mostheurigen.

Und vor unserem Vereinsabend trafen einander 15 Mitglieder bei der Wald Köhlerei Hochecker, Kleindurlas 13, 3074 Michelbach, wo uns Frau Theresia Hochecker Wissenswertes über die Produktion von Holzkohle im neu errichteten Köhlerhaus vermittelte.
Die Familie Hochecker betreibt neben Landwirtschaft und Viehhaltung (Milchwirtschaft) auch Forstwirtschaft. Das bei der Durchforstung des Waldes anfallende gemischte Holz (Buche, Eiche, Birke, Fichte, Tanne) wird für die Erzeugung von Holzkohle, seit jeher ein traditionell, bäuerliches Nebengewerbe, genutzt und selbst vermarktet. Früher wurde Holzkohle für die Eisenindustrie benötigt, heute wird sie fast nur mehr zum Grillen verwendet.
In einer der letzten Köhlereien Österreichs wurde uns die Produktion und Entstehung der Holzkohle, in die die gesamte Familie eingebunden ist, mit einer Power-Point-Präsentation erklärt und mit einem Film augenscheinlich gemacht.
Auf einem „Kohlgrubn“ bezeichneten Platz werden etwa 1 m lange Holzstücke zu einem Holzstoß in drei Etagen aufgeschichtet, mit frischem Reisig („Grass“) wird der Meiler behängt, mit der „Lösch“ (Gemisch aus Erde, Sand, Asche und Holzkohlenresten) wird er abgedeckt und danach mit Holzkohlenstücken in einem mittig angebrachten Rohr angezündet. Holzkohle entsteht durch „trockene Destillation“, also durch Erhitzen unter Luftabschluss (Holzverschwellung); dieser Vorgang dauert etwa 4 Wochen.
Zum Abschluss konnten wir in der „Kohlgrubn“ neben dem bereits zum Abbau der Holzkohle bereiten Meiler auch einen rauchenden Kohlenmeiler sowie die zum Abfüllen in Säcke fertige Holzkohle direkt vor Ort besichtigen.
2011 wurde das Handwerk der Köhlerei in das Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes in Österreich aufgenommen, die Familie Hochecker ist stolz darauf, ein lebendiger Teil dieses Erbes sein zu können.

Nähere Infos über die Familie Hochecker und die Produktion von Holzkohle sind nachlesbar unter https://www.holzkohle.at/Koehlerei/Willkommen.html

Beim Eintreffen auf dem Sternwartegelände wurde bereits fleißig gegrillt. Fleisch und Gemüsestücke wurden aufgelegt, angeregte Gespräche an den Tischen sorgten für eine entspannte Atmosphäre. Einige Damen haben uns mit mitgebrachten Kuchen erfreut und verwöhnt – DANKE für diese Aufmerksamkeiten.

Die Teilnehmer an der Namibia-Reise auf die HAKOS-Farm waren vollzählig anwesend, über ihre Eindrücke konnten wir uns austauschen und mit eigenen Erfahrungen vergleichen. Unvergesslich für uns bei vergangenen Aufenthalten die Fahrt auf den Gamsberg, wurden dieses Jahr das H.E.S.S.-Teleskop und eine Nashornfarm besucht. Und natürlich kam die Beobachtung und die Astrofotografie nicht zu kurz, die Objekte des Südsternhimmels und die Milchstraße beeindruckten, wir freuen uns über einen Bericht über diese Namibia-Reise an einem der nächsten Vereinsabende.

Im Vortragssaal präsentierte Peter das neu installierte elektronische EVVA-Schließsystems AirKey, das sich – je nach Wunsch – sowohl mit hochsicheren NFC-Smartcards als auch bei Nutzung von Smartphones mittels AirKey-App bedienen lässt.
NFC-Smartcards wurden ausgegeben bzw. die Zutrittscodes via Smartphopne aktiviert.
Für die Aktivierung der persönlichen Zugangsberechtigung werden Vorname, Zuname und – bei Smartphonenutzung – die Mobilphonenummer des jeweiligen Nutzers eingepflegt.
Auszug aus der Website https://www.evva.com/at-de/produkte/elektronische-schliesssysteme-zutrittskontrolle/airkey, in der auch die Datenschutzbestimmungen und die Funktion des Systems nachgelesen werden kann.

AirKey erfüllt EU-Datenschutzverordnung
AirKey erfüllt schon heute, vor Einführung der EU-Datenschutzverordnung, die mit Mai 2018 geltend wird, die strengen Datenschutzrichtlinien. Gemeinsam mit dem anerkannten Datenschutz-Experten Dr. Christof Tschohl wurde AirKey zum datenschutzfreundlichsten Zutrittssystem entwickelt.

Da der Himmel zuzog, entfiel die geplante gemeinsame Beobachtungsnacht.

Insgesamt nahmen 35 Mitglieder, Familienangehörige und Kinder inkludiert, an diesem Vereinsabend teil.

VORSCHAU
ANTARES-VEREINSABEND
Freitag       13.07.2018

Grillen, plaudern, beobachten – ALLE Mitglieder (mit Familie, Freunden, Bekannten) sind dazu herzlich eingeladen!
Grillgut bitte selbst mitnehmen, Getränke sind vorrätig!

Sternwartegelände Michelbach
Treffen ab 18:00 h
19:00 h       Begrüßung, Vereinsnachrichten
                   Grillerei
Ab 20:00 h  Kein Vortrag geplant
                   Zeit rund um Neumond
                   Gemeinsame Beobachtung geplant

Wir freuen uns wieder über die Teilnahme zahlreicher Mitglieder, die diesen Abend gemeinsam verbringen wollen.

Vereinsabend Mai 2018

Nachlese

Vereinsabend

Freitag, 11.05.2018

Christi Himmelfahrt am Donnerstag, somit verlängertes Wochenende, Neumondphase, einige Mitglieder in Namibia; am Freitag, 11.05.2018 ab 18:00 h kamen 15 ANTARES-Mitglieder bei unserem Vereinsabend im Gasthof Leo GRAF, 3100 St. Pölten zusammen.
Essen und gemeinsame Gespräche ließen die Zeit bis zum offiziellen Beginn rasch vergehen.
Gerhard Kermer berichtete über Neuigkeiten aus dem Verein.
35 Teilnehmer wanderten am Sonntag, 06.05.2018 beim Vereinsausflug zum Leopold-Figl-Observatorium, einer Außenstelle des Instituts für Astrophysik in Wien, auf dem Mitterschöpfl. Ao. Univ. Prof. Dr. Werner Zeilinger führte uns etwa 2 Stunden lang durch die Sternwarte, gab geschichtliche Informationen, berichtete über den Bau, die Standortbedingungen, wissenschaftliche Forschung und Praktika der Studenten mit Österreichs größtem Teleskop (1,5m Ritchey-Chretien-Cassegrain-Spiegelteleskop, Hauptspiegeldurchmesser 1,52 m, Brennweite 12,5 m; Durchmesser Sekundärspiegel 0,52 m; Gesamtgewicht 24 t, Fernrohr 23 t; seit 1996 werden die Bilder digital mit dem OEFOSC (Oesterreich Faint Object Spectrograph and Camera) gewonnen; seit 2010 von Wien aus per Computer steuerbar), erklärte uns die Einrichtungen des Observatoriums, zeigte uns die Hochvakuumanlage zur Aluminisierung von optischen Gläsern bis zu einem Durchmesser von 1,5 m und führte die Steuerung und den Betrieb vor.
Nach dieser etwa 2-stündigen Führung ließen wir nach dem Rückweg den Tag mit einem Mittagessen und gemeinsamen Gesprächen im Gasthaus St. Corona am Schöpfl ausklingen.

Die Geländeumwidmung für die Erweiterung des Sternwartegeländes ist eingereicht, Kontakte mit Firmen aufgenommen, erste Rückmeldungen erhalten.
Die Führungssaison ist erfolgreich gestartet; ein herzliches DANKE an alle Führungsmitglieder, die mit ihrem Engagement, mit ihrem Wissen ihre Begeisterung auch unseren Besuchern übermitteln.
Und wir dürfen uns wieder über Neumitglieder freuen.
Die Vereinsabende in den Sommermonaten finden auf dem Sternwartegelände statt; im Juni werden wir vorher die Wald Köhlerei Hochecker in Michelbach besuchen, wo in einem der letzten Kohlemeiler Österreichs Holzkohle produziert wird.

Franz Klauser, ANTARES-Mitglied und Astrofotograf, hat 1970, vorerst bescheiden, mit der Astronomie begonnen, frühzeitig wandte er sich der Astrofotografie zu.
Um der zunehmenden Lichtverschmutzung zu entgehen, hat Franz Klauser vor mehr als 20 Jahren den Traum von der eigenen Sternwarte in Puchenstuben, seinem Zweitwohnsitz auf 900 m Seehöhe, realisiert. In der selbstgebauten 4m-Kuppel befindet sich als Hauptinstrument ein 15″ Newton f/4,5. Vor 10 Jahren errichtete er eine 2. Sternwarte, eine Hütte mit abfahrbarem Dach, darin befinden sich weitere Teleskope.
Seit 7 Jahren in Pension, hat er mehrere Jahre hindurch Astronomiekurse bei der Kinderakademie in den Ferien abgehalten, macht immer wieder Führungen auf „seinem“ Planetenweg in Puchenstuben, betreut weiterhin das von ihm errichtete Schulplanetarium im BORG und ist auch in der Lehrerfortbildung tätig.
In seinem Vortrag berichtete er über

ABELL, ARP, HICKSON und Co – die Kataloge der Galaxienhaufen
Astronomische Kataloge, wie der Messier-, der NGC- und der IC-Katalog, sind Zusammenfassungen astronomischer Objekte mit gemeinsamen Eigenschaften; etwa der Form, Zusammensetzung oder ihrer Entdeckungsmethode.
Es gibt Kataloge für Objekte des Sonnensystems, für stellare Einzelobjekte (Sterne, Pulsare,…), aber auch für eher großräumige Objekte wie Sternhaufen, Interstellare Materie (diffuse und planetarische Nebel, Dunkelwolken, Molekülwolken) und extragalaktische Objekte wie Galaxien, Galaxienhaufen und Quasare.
Sein Vortrag konzentrierte sich, nach einer Übersicht über die Objekte diverser Astronomiekataloge, auf die Kataloge der Galaxienhaufen, zusammengestellt von ABELL, ARP und HICKSON; in einer Gegenüberstellung von professionellen und amateurtechnischen Aufnahmen sollte das unter „unserem“ Himmel Erreichbare veranschaulicht werden.

George Ogden Abell (* 01.03.1927 Los Angeles; † 07.10.1983 Encino, Kalifornien), ein US-amerikanischer Astronom, Professor an der University of California, Los Angeles, erstellte auf der Basis des Palomar Observatory Sky Survey seit den 1950er Jahren den Abell-Katalog (engl.: Abell catalog of rich clusters of galaxies), einen Katalog von 4073 Galaxienhaufen, mit dessen Hilfe erstmals die Struktur des Universums bis zu einer Rotverschiebung von etwa 0,2 untersucht werden konnte, und der bis heute von Bedeutung geblieben ist. Die erste Version, 1958 veröffentlicht, enthielt 2712 Galaxienhaufen. 1989 wurde er um 1361 Haufen des Südhimmels ergänzt (Aufnahmen des UK Schmidt Teleskops). Neben den Koordinaten sind Kennzahlen für die Mitgliederzahl, Kompaktheit und ungefähre Entfernung des Haufens angegeben.
Abell ist Mitentdecker des Kometen 52P/Harrington-Abell, der Asteroid (3449) Abell ist nach ihm benannt.

Halton Christian Arp (* 21.03.1927 New York; † 28.12.2013 München), ein US-amerikanischer Astronom, studierte an der Harvard University (B.A., 1949) bei Harlow Shapley (Vermesser der Milchstraße) und ging nach Los Angeles ans CalTech (Ph.D., 1953) zu Edwin Hubble. Ab 1953 Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Carnegie Institution of Washington, forschte er am Mount-Wilson-Observatorium und am Palomar-Observatorium.
1955 wurde er Forschungsassistent an der Indiana University, ab 1957 war er 29 Jahre lang als Angestellter des Mount-Palomar-Observatoriums tätig.
Für seine umstrittene Theorie, nach der die Rotverschiebung speziell von Quasaren eine bisher unbekannte nicht-kosmologische Ursache hat und daher zur Bestimmung der Entfernung nicht geeignet ist, stellte er eine der Grundlagen der Urknalltheorie in Frage. Ebenso vertrat er eine alternative Gravitationstheorie im Sinne der Le-Sage-Gravitation.
Ob seiner Theorie erntete er viel Kritik; Kippenhahn holte ihn mit einem Stipendium in das Max-Planck-Institut für Astrophysik (MPA) in Garching bei München, wo Harp ab 1983 als unbezahlter Gastwissenschaftler am MPA geführt wurde. In seinem Katalog ungewöhnlicher Galaxien, den Atlas of Peculiar Galaxies, sind 338 ungewöhnliche Galaxien mit photographischen Aufnahmen aufgeführt.
I https://de.wikipedia.org/wiki/Atlas_of_Peculiar_Galaxies

Paul Hickson gilt als einer der Pioniere der Erforschung von Galaxiengruppen. Auf Grundlage der Untersuchungen der rotempfindlichen Fotoplatten (Sorte E) der Palomar Observatory Sky Survey (POSS) erschien 1982 sein erster Katalog im Astrophysical Journal mit dem Titel „Systematic Properties of Compact Groups of Galaxies“ (systematische Eigenschaften kompakter Galaxiengruppen). Erstmals wurden kompakte Gruppen definiert, Kriterien zu ihrer Typisierung erstellt, die Morphologie beschrieben, Aussagen zur Helligkeit und Verteilung der Mitglieder gemacht und letztlich 100 Beispielgruppen tabelliert. Sieben Jahre später wurde der „Hickson-Katalog“ verfeinert und durch fotometrische Messungen ergänzt. 1992 folgten noch Ergänzungen zu den Radialgeschwindigkeiten der Einzelgalaxien in den Gruppen.
Hickson Compact Group (HCG) ist ein Katalog mit 100 Galaxiengruppen, die wohl bekannteste enthaltene Galaxiengruppe im Katalog ist Stephans Quintett.
Die kompakten Gruppen von Hickson, die hellsten und nächsten uns bekannten, wurden seit den achtziger Jahren immer wieder untersucht. Besonderes Augenmerk wurde dabei auf ihre Umgebung, auf ihre Zwerggalaxienpopulation, den hohen Anteil an Dunkler Materie und ihre morphologische Zusammensetzung gelegt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Hickson_Compact_Group

Mit zahlreichen seiner Astrofotos (Bildbearbeitung Manfred Wasshuber) arbeitete Franz Klauser die Merkmale der Objekte dieser Kataloge heraus und gab einen umfassenden Überblick über diese Galaxienkataloge.

Franz Klauser betreibt seine Privatsternwarte in Puchenstuben.
Anstelle einer Beschreibung möchte ich den Kommentar zum Astrofoto der Woche (AdW) vom 23.01.2017 einfügen, das HCG 10, die zehnte Gruppe im Hickson-Katalog, im Sternbild Andromeda zeigt.
Franz Klauser und Manfred Wasshuber sind die Bildautoren. In drei Herbstnächten (25.9., 26.9. und 22.10.2016) wurde belichtet. Aufnahmeort war Puchenstuben in Niederösterreich. Als Teleskop kam ein 12-Zoll-Astrograph (Marke ASA) zum Einsatz, Öffnungsverhältnis 1:3,6 bzw. Apertur f/3,6. Belichtet wurde mit einer CCD-Kamera FLI ML 8300, und zwar 16 x 15 min (L) und je 8 x 15 min (RGB), was insgesamt 10 Stunden ergibt. Alle Filter stammen von Baader.
Auch in dieser Woche ist das AdW die Gemeinschaftsarbeit zweier Astrofotografen. Franz Klauser hat die Bilder aufgenommen und Manfred Wasshuber hat die Bildbearbeitung übernommen. Herr Klauser nahm die Bilder in seiner Sternwarte in Puchenstuben auf. Den Lichtverschmutzungskarten nach zu urteilen ist das ein Beobachtungsort mit exzellenten Bedingungen. Die verwendete Ausrüstung lässt das Astrofotografenherz ebenfalls höher schlagen: Eine Montierung und ein 12-Zoll-Astrograph der österreichischen Teleskopschmiede ASA, sowie eine CCD-Kamera des US-Herstellers Fingerlakes Instruments. Die ASA-Teleskope überzeugen vor allem durch ihr „schnelles“ Öffnungsverhältnis, d.h. hohe Lichtstärke.
Beide Bildautoren sind schon seit Jahren eine feste Instanz in der deutschsprachigen Astroszene. Wirft man diese Zutaten nun alle in einen Topf, so sollte ein sehr gutes Astrofoto entstehen. Und so ist es auch, das vorliegende Bild ist technisch einwandfrei. Wir gratulieren den Autoren zum Ergebnis.

https://www.astronomie.de/aktuelles-und-neuigkeiten/alle-news-im-ueberblick/detailseite/detail/News/4-woche-die-kompakte-galaxiengruppe-hcg-10

Persönlicher Austausch, Fachgespräche, Astrofotos, kurze Besprechungen zu Vereinsterminen, privat plaudern. Waren dieses Mal auch weniger Mitglieder anwesend, so ist dennoch jeder unserer Vereinsabende ein gelebter Fixpunkt in unserem Vereinsleben.

VORSCHAU
ANTARES-VEREINSABEND
Freitag       08.06.2018

In den Monaten Juni – August finden die Vereinsabende
als vereinsinterne Veranstaltung auf dem Gelände der
NOE VOLKSSTERNWARTE 3074 MICHELBACH statt.
Grillen, plaudern, beobachten – ALLE Mitglieder (mit Familie, Freunden, Bekannten, sind dazu herzlich eingeladen!
Grillgut bitte selbst mitnehmen, Getränke sind vorrätig!

VOR dem VEREINSABEND
Freitag, 08.06.2018
16:00 h      Führung Holzmeiler
                   Wald Köhlerei Hochecker
                   Kleindurlas 13
                   3074 Michelbach
                  
                   In einer der letzten Köhlereien Österreichs
                   erleben wir die Produktion und Entstehung der Holzkohle
                   direkt am Kohlemeiler!
                   Das neu errichtete Köhlerhaus bietet Platz bis zu 50 Personen
                   Dauer ca. 90 min
                   Preis EUR 5,00 Person inkl. 1 Getränk

Um Anmeldung / Information über Teilnahme wird gebeten.

Sternwartegelände Michelbach
Treffen ab 18:00 h
19:00 h       Begrüßung, Vereinsnachrichten
                   Grillerei
Ab 20:00 h  Kein Vortrag geplant
                   Zeit rund um Neumond
                   Gemeinsame Beobachtung geplant

Wir freuen uns über die Teilnahme zahlreicher Mitglieder, die diesen Abend gemeinsam verbringen wollen.