Vereinsabend April 2018

Nachlese

Vereinsabend

Freitag, 13.04.2018

Freitag, 13.04.2018 – NEUMOND!
Was liegt da näher, nach diesem Winter die sternklaren Nächte für Himmelsbeobachtung auszunutzen – die Sternwarte wurde in der letzten Woche, so auch an diesem Tag, von unseren Mitgliedern sehr intensiv genutzt.

Knapp 20 Mitgliedern konnten wir an diesem Vereinsabend begrüßen.

Unser Mitglied Walter Primik stellte zunächst seine Sternwarte und danach die darin gewonnenen Astroaufnahmen vor. Während seines Astronomiestudiums verbrachte er zahlreiche Nächte mit Beobachtungen auf dem Leopold-Figl-Observatorium, wo er Anfang der 1970-er-Jahre für seine Doktorarbeit über die Feststellung der Radialgeschwindigkeit des Offenen Sternhaufen der Hyaden mittels Spektralanalyse geforscht hat.

Nach Studienabschluss wandte er sich beruflich einem anderen Aufgabenbereich zu, blieb aber der Astronomie stets verbunden, wiederkehrende Reisen zu Sternwarten rund um den Globus begeistern ihn noch heute.

Mitte der 1990-er-Jahre erwarb er ein Grundstück, auf dem zunächst eine Schiebehütte errichtet wurde, der eine 2,4-m-Kuppel und später ein Arbeitsraum folgte, eine weitere Kuppel ist angedacht. Gelegen in einem Gebiet zwischen Westautobahn A1 und der Westbahn, schützt eine Hecke vor allzu viel Lichteinflüssen, durch Siedlungstätigkeit und zunehmende Industrialisierung ist Lichtverschmutzung Thema.

War astrofotografisch zunächst der Mond mit seinen Kratern und Rillen (Rimae) seine erste Leidenschaft, wandte er sich später den 338 Objekten des Arp-Katalogs (Atlas of Peculiar Galaxies) zu, der von Halton Arp in den 1960ern zusammengestellt und 1966 veröffentlicht wurde. Mit dem 5-Meter-Teleskop des Mount-Palomar-Observatoriums nahm Arp unter guten Beobachtungsbedingungen 338 Galaxien ungewöhnlichen Aussehens im blauen Spektralbereich auf.

LPO (Little Palomar Observatory) ist der Name seiner Sternwarte, nicht „pretty pictures“, sondern annähernd 500 wechselwirkende Galaxien und Deep-Sky-Objekte mit Entfernungen von einigen 100 Mio Lichtjahren hat Walter Primik in den letzten 15 Jahren aufgenommen.

In der Website https://www.flickr.com/photos/154355202@N05 kann eine repräsentative Auswahl dieser Fotos abgerufen werden.

18 Mitglieder nahmen im März an einer Führung durch den Atomreaktor der TU Wien teil.

Am 06.05.2018 führt uns der Vereinsausflug mit einer Wanderung zum Leopold-Figl-Observatorium des Instituts für Astrophysik auf den Mitterschöpfl; dieses ist auch von unserem Sternwartegelände aus zu sehen.

Für den geplanten Ausbau des Sternwartegeländes und für die Errichtung zusätzlicher Teleskopplattformen und Aufbewahrungsboxen für Teleskope wurden zunächst die Pachtverträge abgeschlossen und der Antrag auf Geländeumwidmung bei der Marktgemeinde Michelbach eingereicht.

Da wegen der Einspruchsfristen für die Genehmigung der Geländeumwidmung etwa ein Zeitraum von mindestens 6 Monaten realistisch erscheint, ist mit einem Baubeginn frühestens im 4. Quartal 2018 zu rechnen.

In einer Aussendung in den nächsten Tagen über die ANTARES-E-Mail-Foren wird über den aktuellen Planungsstand dieses Projekts informiert.

„Die Entstehung unseres Sonnensystems“, das war das Thema des Vortrags des ANTARES-Mitglieds Mag. Norbert Zeitlinger. Norbert, begeisterter Amateurfunker und Hobbyhistoriker, studierte Astronomie und technische Physik in Wien und ist seit über zwanzig Jahren in der Volksbildung tätig (Semesterkurse an der Kuffner Sternwarte und der Urania, Jahresvorschau im Planetarium, u.a.). Im Zuge seines Werdegangs bot sich ihm die Gelegenheit, Himmelsbeobachtungen mit Großteleskopen durchzuführen. Hauptberuflich arbeitet Norbert Zeitlinger bei der Wien IT als Leiter des Competence Centers „Service Operation“.

Alle Planeten unseres Sonnensystems wurden mittlerweile von Raumsonden erforscht, etwa 4000 extrasolare Planeten bei mehr als 2500 Sternen konnten seit rund 20 Jahren in unserer Milchstraße nachgewiesen werden, darunter Gasriesen und Planeten mit vermuteter habitabler Zone. Aus diesen Forschungsergebnissen konnten in den letzten Jahren zahlreiche neue Erkenntnisse zur, die ein immer vollständigeres Bild zur Entstehung unseres Sonnensystems geben, gewonnen werden.

Ein bis zwei Supernovaexplosionen von Vorgängersternen lieferten die Baustoffe, aus denen sich unsere Sonne mit der zunächst protoplanetaren Scheibe bildete, in der sich vorerst in einer chaotischen Phase die Planetesimale und daraus die Planeten und Monde bildeten; aus den schweren Stoffen nahe der Sonne die inneren Gesteinsplaneten, weiter außen aus den flüchtigeren Materialien die Gasplaneten, die aber möglicherweise auch einen festen Kern haben.

Vor etwa 10 Jahren als Nizza-Modell bekannt geworden, sollen die äußeren Planeten Neptun und Uranus ihre Position getauscht haben, Neptun wurde der äußerste Planet. Modellrechnungen legen jedoch den Schluss nahe, dass ein weiterer Planet beteilig war, der aus diesem Planetenverband hinausgeschleudert wurde; der vermutete 10. Planet, Nemesis, irgendwo im Kuipergürtel oder in der Oort’schen Wolke – dies alles ist Spekulation.

Exogasplaneten, näher ihrem Stern als vergleichbare in unserem Sonnensystem, gebundene Rotation von habitablen Planeten, Norbert fasste im Zuge seines Vortrages Altbekanntes kurz zusammen und ging auf einige ausgewählte neue Aspekte ein.

Mit persönlichen Plaudereien, Austausch über astronomische Themen, Bemerkungen zu den neuesten Astrofotos und der neu errichteten, in Stahlkonstruktion ausgeführten Stiegenanlage zum Radioteleskop endete dieser Abend.

Vorschau

ANTARES Vereinsabend

Freitag, 11.05.2018

Gasthof Leo GRAF
Bahnhofplatz Süd-7
3100 St.Pölten

Treffen ab 18:00 h
19:00 h Begrüßung, Vereinsnachrichten
19:30 h Franz Klauser
ANTARES-Mitglied; Astrofotograf
ABELL, ARP, HICKSON und Co – die Kataloge der Galaxienhaufen

Vereinsabend März 2018

NACHLESE

Vereinsabend

Freitag, 09.03.2018

 

Etwa 30 Mitglieder und Gäste konnten wir am Freitag, 09.03.2018 bei unserem Vereinsabend im Gasthof Graf begrüßen.

Essen und gemeinsame Gespräche ließen die Zeit bis zum offiziellen Beginn rasch vergehen.

Um 19:00 h begrüßte Gerhard Kermer die Anwesenden und berichtete über Neuigkeiten aus dem Verein.

Von Gabi Gegenbauer aufgenommene Fotos, gestellt in unsere Website, zeigen eine Winterlandschaft um das Sternwartegelände Michelbach. An diesem Tag bereits wieder größtenteils durch höhere Temperaturen weggeschmolzen, hat bedeckter Himmel in den letzten Monaten Beobachtungen nicht begünstigt.

Ab Montag, 12.03., vor allem am Wochenende ab Freitag, 16.03.2018 hoffen wir auf sternklare Nächte für die Beobachtung aller Messier-Objekte auf dem Sternwartegelände.

Führungen, Astronomie für Kinder, Workshops – hier bitten wir alle Mitglieder um Mitarbeit; die Termine werden über die ANTARES-E-Mail-Foren bekannt gegeben, BITTE um Rückmeldungen.

Der Besuch des TRIGA-Atomreaktors der TU Wien am 23.03.2019 ist ausgebucht.

Der Vereinsausflug führt am Sonntag, 06.05.2018 zum Leopold-Figl-Observatorium am Schöpfl. Nach einer Wanderung zum Naturschutzhaus geht es nach dem Mittagessen zum Observatorium des Instituts für Astrophysik der Universität Wien, wo wir unter anderem bei einer Führung durch Univ. Prof. Werner Zeilinger das größte Teleskop Österreichs besichtigen werden. Gehzeit etwas mehr als 1 Stunde, Shuttle-Dienst kann organisiert werden. Anmeldung bis 28.04.2018 erbeten!

THEMA des Abends war die geplante Geländeerweiterung mit der Errichtung weiterer Teleskopaufstellplätze. Nach endgültiger Zustimmung und Unterzeichnung der Pachtverträge durch die Grundbesitzer wird die Geländeumwidmung bei der Marktgemeinde Michelbach beantragt.

Für Detailplanung, Geländegestaltung, Teleskoplagerung sowie weitere Themen werden alle Mitglieder zu einer Besprechung eingeladen, Termin folgt.

Unser Vortragender Dr. Georg Fischer (IWF Graz) war erkrankt, sein Vortrag „Cassini-Huygens – Höhepunkte der Saturn-Mission“ wird zu einem späteren Termin nachgeholt.

 

Wir danken Fritz Lensch, dass er spontan zugesagt hat, seinen für einen späteren Vereinsabend eingeplanten Vortrag zu halten.

 

Radioastronomie auf der Sternwarte in Michelbach –

Ein Blick hinter das Zentrum der Milchstraße

Warum wir Radioastronomie betreiben, was wir mit unseren Teleskopen beobachten können und die Arme der Milchstraße und deren Bewegung waren Thema dieses Vortrags.

Pulsare, Quasare, Schwarze Löcher, 3 K Hintergrundstrahlung, Details des Aufbaus unserer Milchstraße und die Bewegung der Wasserstoffwolken waren bis zur Entwicklung der Radioastronomie unbekannt – 65% unseres derzeitigen Wissens über das Weltall wurde durch Radioastronomie gewonnen.

Vom gesamten Wellenspektrum können wir jedoch nur einen kleinen Teil als sichtbares Licht wahrnehmen, Infrarot können wir als Wärme erfassen, die Nutzung des ultravioletten Spektrums ist uns unter anderem als UV-Lampe bekannt. Während die daran anschließende Röntgenstrahlung (X-Strahlen) für Röntgenuntersuchungen genutzt werden kann, ist die Gammastrahlung vor allem bei radioaktiven Elementen ein Begriff.

Der Infrarotstrahlung folgt die Radiostrahlung (Submillimeter-, Millimeter-, Zentimeter-, Dezimeterstrahlung, UKW, Kurz-, Mittel- und Langwellen), die sowohl für Radioastronomie eingesetzt als auch im Sendebereich für Übertragungszwecke verwendet.

Aufnahmen unserer Milchstraße im sichtbaren Bereich unterscheiden sich von denen, die mittels Radioastronomie gewonnen wurden – diese Strahlung stammt nicht von den Sternen, sondern von den dazwischen liegenden interstellaren Gaswolken, das in mehreren Komponenten unterschiedlicher Temperatur vorhanden ist – von mehreren Millionen K heißem bis zu 10 K kühlen Gaswolken.

Ein Großteil der aus dem All eintreffenden Strahlung wird abgeschirmt und kann am besten vom Weltall aus beobachtet werden, Radiowellen sind von der Erde aus messbar.

Während Penzias und Wilson 1965 noch ungenaue Messergebnisse erhielten, verbesserten sich die Auswertungen durch die Satelliten COBE (1992, ESA) und WMAP (2005), 2013 konnten mit dem Weltraumteleskop PLANCK die bisher genaueste Karte der kosmischen Mikrowellen-Hintergrundstrahlung, der fossilen Strahlung aus der Zeit des Urknalls, gewonnen werden.

Im Mai 2006 konnten die ersten Aufnahmen mittels Radioastronomie auf der Sternwarte Michelbach gemacht werden, 2010 konnte das 3-m-Radioteleskop in Betrieb genommen werden; die Wasserstofflinie (Wellenlänge 21 cm, 1,405751 MHz) konnte damit aufgezeichnet werden, womit auch der Dopplereffekt (relative Annäherung – Blauverschiebung, relative Wegbewegung – Rotverschiebung) bei Objekten wie Taurus A, Sagittarius A, der galaktischen Ebene der Milchstraße oder der Milchstraßenarme nachgewiesen und sichtbar gemacht werden konnte.

Am 10.08.2012 verursachte ein Blitzschlag einen Totalschaden, beim Neubau konnten alle Schwachstellen beseitigt werden, die Hochfrequenz wurde wesentlich verbessert und ein sehr geräuscharmer Vorverstärker angeschafft.

Die ETH Zürich machte sich mit einem 20-m-Radioteleskop auf die Suche nach der Dunklen Materie.

Mit unserem 3-m-Radioteleskop haben wir eine längere Integrationszeit (10 Minuten) gewählt. Nach mehreren Messungen konnten die Erstergebnisse verbessert werden, die aufgezeichneten „Höcker“ der Milchstraße sind als Ansammlungen von Wasserstoffwolken, die sich mit verschiedener Geschwindigkeit auf uns zu oder von uns weg bewegen, in Form von 6 Spiralarmen der Milchstraße (Orion-Arm, hier befindet sich unser Sonnensystem; Sagittarius-Carina-Arm; Scutum-Centaurus-Arm; Norma-Arm; Perseus-Arm; Äußerer Arm) zu deuten.

Die Erkenntnisse daraus:

Das Zentralgebiet dürfte eine starre Rotation haben;

Der Blick hinter das Zentrum der Milchstraße ist möglich;

Die Geschwindigkeit der Wasserstoffwolken nimmt nach außen hin nicht wesentlich ab – ein Hinweis auf die 1965 von Vera Rubin und Kent Ford entdeckte Dunkle Materie.

Als Abschluss zeigte uns Fritz, wie man, da mit einem Radioteleskop nur punktuelle Messungen gemacht werden können, aus 2000 Messpunkten die Bilder im PC aus diesen Daten errechnet werden, was je nach Programm und Daten unterschiedlich aussehen kann.

 

Der weitere Verlauf des Vereinsabends gehörte unseren Mitgliedern: Persönlicher Austausch, Fachgespräche, Astrofotos, Besprechungen zu Vereinsterminen, aber auch mögliche Varianten für die Geländeerweiterung oder einfach nur privat plaudern. Dieser Mix macht jeden unserer Vereinsabende zu einem gelebten Fixpunkt in unserem Vereinsleben.

VORSCHAU

ANTARES-VEREINSABEND

Freitag       13.04.2018

 

Gasthof Leo GRAF

Bahnhofplatz Süd – 7

3100 St. Pölten

 

Treffen ab 18:00 h

19:00 h      Begrüßung, Vereinsnachrichten

19:30 h      Mag. Norbert Zeitlinger

ANTARES-Mitglied

                   Die Entstehung unseres Sonnensystems

 

Gerhard KERMER

Vorsitzender

Öffentlichkeitsarbeit und Führungen

0664 73122973

E gerhard.kermer@aon.at

Fotograf Martin K.

Zusammenstellung Peter M.

Vereinsabend Februar 2018

Vereinsabend

Freitag, 09.02.2018

Wie jeden 2. Freitag im Monat, so trafen auch am Freitag, 09.02.2018 ab 18:00 h etwa 30 ANTARES-Mitglieder bei unserem Vereinsabend im Gasthof Leo GRAF, 3100 St. Pölten zusammen.

Ein Videoflug über eine Sternwarte, Winterlandschaft bei Sternwarte – das war aber nicht unsere Sternwarte Michelbach, sondern die Observatorien am Teide, die uns Paul Beck mit diesen Fotos näher brachte. Zur Zeit dieser Aufnahmen war Vollmond, an der Küste hatte es etwa 16 Grad.

Wind, etwas Regen, so präsentierte sich Michelbach am Samstag, 03.02.2018, als sich 10 Mitglieder wegen einer Besprechung zur Geländeerweiterung auf dem Sternwartegelände trafen. Geplant ist die Errichtung von weiteren 2 Plattformen auf dem derzeitigen Beobachtungsplatz; westlich des derzeitigen Parkplatzes werden 10 Plattformen (Stromanschluss, teils mit Säulen) für Astrofotografen zur Verfügung stehen. Entlang der Zufahrtsstraße werden auf dem Gebiet der Weidgenossenschaft Pyhra neue Parkplätze geschaffen; die an der Grundgrenze stehende 5 Bäume werden gefällt. Je nach Interesse werden Boxen für Teleskoplagerung geschaffen; das Gesamtgelände wird mit einer Betonmauer umgeben und umzäunt. Das Grobkonzept wurde besprochen, die Detailplanung soll in einer noch festzulegenden Besprechung gemeinsam festgelegt werden.

 

Unser Mitglied Eduard Pranz stellte sich, seine Dachsternwarte und seine Astrofotos vor, wo er auch die Weiterentwicklung der Fotografie und der Aufnahmetechnik anhand von Vergleichsaufnahmen augenscheinlich machte.

Der Sternenhimmel der nordischen Völker

Das war das Thema des Vortrags von Doris Vickers, die wir an diesem Abend bei uns begrüßen durften. Doris Vickers, hauptberuflich beschäftigt bei der VHS Wien, ist klassische Philologin und beschäftigt sich mit dem Wissen der antiken Völker zur Astronomie. Sie ist Fellow der Royal Astronomical Society und engagiert sich in der UNESCO Astronomie und Weltkulturerbe Kommission als content manager für das UNESCO-IAU Portal to the Heritage of Astronomy.

Blicken wir zum Nachthimmel, so wurden die Mythen der heute gültigen Sternbilder von den Mesopotamiern, Ägyptern und (hauptsächlich) den Griechen an uns weitergegeben. Abseits der griechischen Sternbildmythen gibt es Überlieferungen aus anderen Teilen Europas, vor allem in den Eddas und anderen isländischen und nordischen Sagas. Im Vergleich zu den südlichen europäischen Kulturen, in denen die Sternbilder „Verstirnungen“ (und somit Verewigung) von sterblichen Figuren darstellen, geht in der nordischen Mythologie ungeheure Kraft vom Himmel aus (z.B. Blitze und Donner!) und der Himmel in seiner Gesamtheit wurde als eigene Welt gesehen. Überliefert werden uns, wohl aufgrund der geographischen Gegebenheiten und hellen Nächte im Norden, hauptsächlich Wintersterne und Wintersternbilder.

Nach einer Einführung über Germanen und Vikinger (viking = weite Schiffsreise, Plünderungszug, Handelsfahrt; deren uns bekannte Helme wurden von Carl Emil Doepler als Theaterrequisit für „Der Ring der Nibelungen“ kreiert) und deren ursprünglichen skandinavischen Siedlungsgebiet wanderten diese in südlichere Siedlungsgebiete, die bis nach Mitteleuropa reichten. Der erste dokumentierte Raubzug war 793 nach Lindisfarne.

Als wīcing kamen sie im 8. Jhdt. im Altenglischen auf, als viking waren sie ab dem 10. Jhdt. im Englischen, Norwegischen, Dänischen und Schwedischen bekannt; Jacob und Wilhelm Grimm nahmen sie als Wiking ins Deutsche Wörterbuch auf.

Ab dem 2. Jhdt. bis ins 14. Jhdt. nutzten sie Runen als Schrift, die Schrift Fornaldarsögur berichtete in Island ab dem 13. Jhdt. von Helden-, Abenteuer- und Wikingersagas, von Kriegs- und Beutefahrten und ihren Begegnungen mit anderen Wikingern und ihren Kämpfe mit diesen.

Sie besiedelten England; ihre Schiffsfahrten führten sie einerseits durchs Mittelmeer bis ins Schwarze Meer, andernteils erreichten sie über Island und Grönland auch Neufundland (Leif Erikson, um 1.000 n. Chr.).

Die Nordische Kosmologie unterscheidet

  1. Oberwelt: Göttersitze (Asgard, Wanenheim, Albenheim)
  2. Erde: Mittelheim (Menschen), Jötunheim (Riesen) und Muspellsheim (Feuerriesen)
  3. Unterwelt: Schwarzalbenheim (Zwerge), Nilfheim (Eis, Nebel, Finsternis) und Hel (Totenreich)

In der Nordische Kosmogonie entsteht Leben aus Eis und Feuer

Aus Schmelzwasser entsteht der Riese Ymir, den die Götter töten und aus dessen Körper die Welt entsteht, deren 4 Eckpunkte die 4 Zwerge Nordi, Sudri, Austri und Vestri sind.

Mann und Frau entstehen aus 2 Baumstämmen.

Neben den Göttern Odin, Thor (Donnergott), Tyr, Frija (Muttergöttin) gibt es noch eine Sonnengöttin, einen Mondgott und die Erdmutter.

Da es wenig schriftliche Aufzeichnungen gibt, ist nicht viel über nordische Sternbilder bekannt.

De Hellewagen (= großer Bär) fährt die Milchstraße hinab ins Totenreich, Aurvandills Zehe ist vielleicht Rigel im Orion, Thjazis Augen sind Castor und Pollux und Friggarock (Rocken der Frigga) wird mit dem Gürtel des Orion in Verbindung gebracht.

Die isländische mittelalterliche Enzyklopädie GKS 1812 4to enthält neben lateinischen, arabischen und nordischen Sternnamen auch 42 Sternbilder, ein Einfluss lateinischer Sternbilder ist belegbar!

Doris Vickers beantwortete im Anschluss daran zahlreiche Fragen. Wir danken Doris Vickers für diesen Exkurs in den nordischen Sternenhimmel, der uns trotz der geschichtlichen Nähe zu unseren Vorfahren nicht so geläufig ist wie die Mythen der Griechen und Römer.

Der Vereinsausflug am Sonntag, 18.02.2018 wird uns nach Freistadt zu ASA Astrosysteme GmbH und  ins Mühlviertler Schlossmuseum zur Sonderausstellung: Gerald Rhemann: Fotografische Reise durchs Weltall – 30 Jahre Astrofotografie führen (36 Teilnehmer).

Der Besuch des Atominstitut der Österreichischen Universitäten; TRIGA Mark-II Reaktor – Forschungsreaktor der TU Wien am Freitag, 23.03.2018, ist ausgebucht (beschränkte Teilnehmerzahl). Am SONNTAG, 06.05.2018, wandern wir zum Leopold Figl-Observatorium für Astrophysik, Mitterschöpfl, 2571 Altenmarkt an der Triesting.Einladungen dazu werden über die ANTARES-E-Mail-Foren gesendet, wir freuen uns über zahlreiche Teilnehmer, auch Gäste (Familie, Freunde, usw.) sind willkommen.Anmeldungen an Gerhard Kermer, M 0664 73122973, E gerhard.kermer@aon.at

Der weitere Verlauf des Vereinsabends gehörte unseren Mitgliedern: Neben persönlichen Austausch, Fachgesprächen und privater Plauderei gab es Diskussionen über Platzwahl und Gestaltungsvorschläge für die angedachte Geländeerweiterung.

Dieser Mix macht jeden unserer Vereinsabende zu einem gelebten Fixpunkt in unserem Vereinsleben.

VORSCHAU

ANTARES-VEREINSABEND

Freitag, 09.03.2018

Gasthof Leo GRAF

Bahnhofplatz Süd – 7

3100 St. Pölten

Treffen ab 18:00 h

19:00 h            Begrüßung, Vereinsnachrichten

19:30 h            DI Dr. Georg Fischer

Institut für Weltraumforschung, A-8042 Graz

                        Cassini-Huygens: Höhepunkte der Saturnmission

 

Gerhard KERMER

Vorsitzender

Öffentlichkeitsarbeit und Führungen

M 0664 73122973

E gerhard.kermer@aon.at

Fotografen Martin K. und Herbert H.

Zusammenstellung Peter M.

Vereinsabend Jänner 2018

Vereinsabend

Freitag, 12.01.2018

 

Projektphase Geländeerweiterung – dieses Thema war Thema an diesem Vereinsabend.

Am 30.12.2017 wurde mit einigen interessierten Mitgliedern eine Geländevariante direkt auf dem Sternwartegelände besprochen. Diese fand jedoch aus betriebswirtschaftlichen und arbeitstechnischen Gründen keine Zustimmung durch den Pächter.

In einer folgenden Besprechung mit dem Obmann der Weidegenossenschaft zwecks Erweiterung des Parkraums wurde auch eine neu angedachte Geländevariante und die dafür erforderliche Schlägerung der 5 an der Grundgrenze stehenden Bäume angesprochen. Die Bäume dürfen gefällt werden, die Zustimmung zur Grunderweiterung für die Parkplätze muss in der Vorstandssitzung der Weidegenossenschaft im März besprochen und beschlossen werden.

Die neu angedachte Geländevariante für den Bereich Astrofotografie muss noch mit dem Pächter besprochen und mit den Mitgliedern auf Akzeptanz diskutiert werden, danach erfolgt Antrag auf Umwidmung des Geländes, Dauer bis etwa 1 Jahr.

Detailinfos und Besprechungstermin auf Sternwartegelände folgen nach Abklärung.

Etwa 30 Mitglieder konnten wir wieder bei diesem Vereinsabend begrüßen, bei dem Univ.-Prof. Dr. Gottfried Gerstbach (Vorsitzender des Österreichischen Astronomischen Verein (ÖAV), TU Wien) in einem Vortrag über „Die Erde als Planet — vom Erdkern bis zur Ionosphäre“ berichtete. Gottfried Gerstbach, seit seinem 13. Lebensjahr Hobbyastronom, war nach dem Studium Vermessungswesen (TU Wien, Dissertation 1974; Thema „Satellitengeodäsie“) ab 1978 Dozent für Geodätische Astronomie, seit 1980 a.o. Prof. an der TU Wien (Lehre, v.a. Erdmessung, Navigation), Forschungsprojekte waren österr. Geoid und CCD-Astrometrie, Forschungsschwerpunkte Erdkruste, Lotstörungen sowie Landesvermessung. Er verfasste ca. 80 wiss. Publikationen und hielt 90 Vorträge.

Seit 2008 in Pension, hält er noch Vorlesungen und Übungen zum Thema „Astronomie“.

Nach einem Blick aus dem Weltraum wurde die genaue Vermessung der Erde behandelt — die Basis für jede Astrometrie: Erdmessung terrestrisch, mit Satelliten und mit Quasaren, Schwerefeld und Geoid, Erdkruste und Lotabweichungen.

Im weiteren Verlauf wurde auf den Aufbau des Erdkerns und des Erdmantels eingegangen. Auf den Eisen-Nickel-Kern (r = 3450 km) folgt nach außen der 2900 km mächtige Erdmantel aus Silikaten und -oxiden mit einem hohem Anteil an Eisen und Magnesium. Die äußere Hülle des Erdkörpers (auch als Lithosphäre bekannt) wird von einer relativ dünnen (ca. 5–70 km), vorwiegend aus Silikaten und Oxiden bestehenden Kruste gebildet. Diese enthält einen geringeren Eisen- und Magnesium-Anteil, aber einen erhöhten Anteil an Aluminium und im Mantelgestein „unlöslichen“ Elementen. Gottfried Gerstbach gab Hinweise auf Schichtaufbau, Erforschung mit Seismologie, Gravimetrie und Magnetik, plastischer Erdmantel, Bewegungen der Erdkruste, Plattentektonik und Gebirgsbildung.

Im letzten Teil war die Erdatmosphäre das Thema; vertikale Temperaturschichtung, Windsysteme und Wolkenbildung wurden besprochen, Satellitenmessungen.

Die Erdatmosphäre besteht aus mehreren Schichten (=Sphären), die auch durch unterschiedlichen Temperaturverlauf gekennzeichnet ist.

Die Troposphäre – auch Wettersphäre – zeigt eine Dynamik innerhalb der Temperaturschichtung und der Gehalt an Wasserdampf für die jeweilige Schichtungsstabilität eine große Rolle spielt. Diese reicht von der Erdoberfläche bis zur Tropopause in Höhen zwischen 7 km (Polargebiete) und 17 km (Tropen).

Nach der Stratosphäre beginnt ab der Stratopause in 50 km Höhe die Mesosphäre bis zur Mesopause in 80 bis 85 km Höhe.

Der folgenden Thermosphäre (auch Ionosphäre) schließt sich darüber die Exosphäre an.

Die Ionosphäre, ein Bereich mit Ionen, der sich zwischen der Stratosphäre und der Exosphäre in einer Höhe von etwa 50 km bis 400 km über der Erdoberfläche befindet, spielt für die Ausbreitung von Funkwellen eine wichtige Rolle.

Diese Wellenreflektion wird auch von SOFIE, dem von DLR (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt) zur Verfügung gestellten Langwellenmessgerät genutzt. Vor allem die Schichten zwischen 70 km und 130 km spielen tagsüber eine große Rolle, da Ionisation entsprechend dem Sonnenstand erfolgt. Damit leisten wir auf er Sternwarte einen wissenschaftlichen Beitrag zur Erforschng des „space weathers“.

Ausführungen über Entstehung und Entwicklung der Erde (Erdgeschichte) rundeten den Vortrag ab.

Zahlreiche Fragen wurden im Anschluss gestellt und beantwortet. Wir danken Gottfried Gerstbach für diesen umfassenden Vortrag über unseren Planeten, der für jeden von uns tiefere Einblicke in die Schichtung gab.

 

2018 sind wieder mehrere Vereinsausflüge geplant:

 

Sonntag, 18.02.2018, 10:00 h

ASA Astrosysteme GmbH, 4212 Neumarkt im Mühlviertel

Mühlviertler Schlossmuseum, Schlosshof 2, 4240 Freistadt

Sonderausstellung: Gerald Rhemann:Fotografische Reise durchs Weltall – 30 Jahre AstrofotografieAnfahrt mit Privat-PKW, Fahrgemeinschaften Freitag, 23.03.2018, 14:30 hAtominstitut der Österreichischen Universitäten

TRIGA Mark-II Reaktor – Forschungsreaktor der TU Wien

Beschränkte Teilnehmerzahl SONNTAG, 06.05.2018, 10:00 hWanderung zumLeopold Figl-Observatorium für AstrophysikMitterschöpfl, 2571 Altenmarkt an der Triesting Einladungen werden über die ANTARES-E-Mail-Foren gesendet, wir freuen uns über zahlreiche Teilnehmer, auch Gäste (Familie, Freunde, usw.) sind willkommen.Anmeldungen an Gerhard Kermer, M 0664 73122973, E gerhard.kermer@aon.at

Der weitere Verlauf des Vereinsabends gehörte unseren Mitgliedern: Neben persönlichen Austausch, Fachgesprächen und privater Plauderei gab es Diskussionen über Platzwahl und Gestaltungsvorschläge für die angedachte Geländeerweiterung.

Dieser Mix macht jeden unserer Vereinsabende zu einem gelebten Fixpunkt in unserem Vereinsleben.

VORSCHAU

ANTARES-VEREINSABEND

Freitag, 09.02.2018

 

Gasthof Leo GRAF

Bahnhofplatz Süd – 7

3100 St. Pölten

 

Treffen ab 18:00 h

19:00 h       Begrüßung, Vereinsnachrichten

19:10 h       Astrofotografie von Eduard Pranz

19:30 h       VORTRAG

                   Doris Vickers

Wiener Volkshochschulen

                   Der Sternenhimmel der nordischen Völker

 

Gerhard KERMER

Vorsitzender

Öffentlichkeitsarbeit und Führungen

M 0664 73122973

E gerhard.kermer@aon.at     

 

Fotograf Martin Kainz

Zusammenstellung Peter Messerer

 

Vereinsabend Dezember 2017

Freitag       01.12.2017

ANTARES-Dezember-Vereinsabend – traditionell bereits Anfang Dezember – bedeutet auch für uns, Rückschau auf das vergangene Jahr zu halten und einen Blick auf die geplanten Aktivitäten des kommenden Jahres zu werfen.

41 Vereinsmitglieder – da hat uns besonders gefreut – trafen einander im Gasthof Graf zu dieser Weihnachtsfeier.

Nach der Begrüßung durch Gerhard Kermer präsentierte Peter Messerer in einem Jahresrückblick die Höhepunkte des Jahres 2017: neben den Vorträgen an den Vereinsabenden besuchten wir Ende Jänner das NHM Wien mit der HEPHY-Ausstellung „Wie alles begann. Von Galaxien, Quarks und Kollisionen“, der Planetariumsshow „Live zu den Sternen: Reise durch die Nacht“ und einer Führung durch die neu gestaltete Meteoritenabteilung.

Anfang Mai war Linz Ziel unseres Vereinsausflugs, im Oktober führte uns Dr. Georg Zotti im MAMUZ Mistelbach durch die Ausstellung „Stonehenge. Verborgene Landschaft“.

Das AST wurde mit PREFA-Dachplatten verkleidet, der Ausbau des Kinderhabitats begonnen, das SoObs mit dem Einbau von Dichtungen wetterfest gemacht. Der Spiegel des Hypergraphen wurde neu bedampft, 3 zusätzliche Teleskopaufstellplätze erweitern die Beobachtungsmöglichkeiten, in direktem Gespräch mit unseren Nachbarn konnte die Lichtproblematik einer allseits akzeptierten Regelung zugeführt und gelöst werden.Ein erfolgreiches Führungsjahr liegt hinter uns, DANKE an alle mithelfenden „Hände“, die neu angebotenen Workshops „Astrofotografie“ und „PixInsight“ (Bildbearbeitung) waren restlos ausgebucht, wir konnten uns über Teilnehmer aus der BRD und der Schweiz freuen. Für 2018 sind bereits weitere PixInsight-Termine fixiert – DANKE an Gabi, die mit diesem Angebot eine Marktlücke erfolgreich schließt. VisBeo – Visuelle Beobachtung – wird, initiiert von Wolfgang Aron, erfolgreich eingeführt. Die Sternwarte wird von immer mehr Mitgliedern genutzt, Astrofotografie ist Thema.Das Projekt „Geländeerweiterung“, das zusätzliche Plattformen (inkl. Säulen) für Astrofotografen und Platz für weitere Anwendungen der Radioastronomiegruppe bieten soll, wird vorgestellt. Die ersten Überlegungen sehen eine Geländeerweiterung Richtung Südwesten und Norden um einige Meter vor, wo auch eine Hütte für Teleskoplagerung eingeplant ist (einsehbar im Mitgliederbereich unserer Website www.noe-sternwarte.at). Um allfällige Lichtstörungen möglichst hintanzuhalten, sollte aber eine räumliche Trennung der Beobachtungsplätze der Visuellen und der Astrofotografen angestrebt werden, eine von allen akzeptierte, gemeinsam erarbeitete Lösung muss das Ziel sein; alle Mitglieder sind eingeladen, ihre konstruktiven Vorschläge einzubringen (gerhard.kermer@aon.at). Der zusätzliche Bereich muss durch die Gemeinde von Weideland auf Sonderbaugebiet umgewidmet werden, Verfahrensdauer etwa 1 Jahr.Dass Projekt wird detaillierter in einer folgenden Aussendung in den ANTARES-E-Mail-Foren vorgestellt.

Karl Beck, ein begeisterter Filmer, hat mit seiner Kamera den Vereinsausflug nach Linz dokumentiert; Erich Meyer (LAG Linz) geleitete uns durch diesen Tag; nach einer Besichtigung der LAG-Sternwarte erlebten wir im Ars Electronica Center (AEC) nach einer Führung durch den Ausstellungsbereich „RAUMSCHIFF ERDE“ „Deep Space“ mit einer einzigartigen 3D-Vorführung des Universums auf der 16m x 9m Projektionsfläche und 8k-Auflösung. Nach dem Mittagessen in einer Pizzeria wanderten wir am Nachmittag „Auf den Spuren von Johannes Kepler“ durch die Linzer Altstadt.In einer weiteren Videosequenz stellte Karl Beck die in seinem Garten errichtete Privatsternwarte vor, wo er unter anderem auch Sonnenaktivitäten dokumentiert.

Am Ende eines Jahres stehen die Mitglieder im Mittelpunkt; 17 Ehrenurkunden für 10-, 15- und 20 jährige Mitgliedschaft konnten 
größtenteils persönlich überreicht werden.
2017 konnten wir 16 Neumitglieder begrüßen, die regelmäßig am den angebotenen Aktivitäten teilnehmen und so zu einem gelebten 
Vereinsleben beitragen. 2016 und 2017 konnten wir insgesamt 27 Neumitglieder willkommen heißen.

Wichtig ist eine Vorschau auf das Jahr 2018:Astronomischer Höhepunkt wird am 27.07.2018 die Totale Mondfinsternis, zeitgleich mit der Marsopposition (Mars fast so nahe wie 2003) sein. Wir freuen uns an diesem Abend wie bei 9 weiteren Öffentlichen Führungen wie PERSEIDEN und „Sterne schauen für Kinder“ auf zahlreiche Besucher; die Nachmittagsveranstaltung „Rakete – Sonne –Apfelstrudel“ wird nicht mehr angeboten.Namenskarten für Führungsmitglieder werden mit Foto neu gestaltet, wir ersuchen um Übersendung von persönlichen Fotos (Passfoto, Porträt, usw.) an peter.messerer@kstp.at.

Die Fertigstellung des Kinderhabitats ist eingeplant, eine motorunterstützte Öffnung der Schieber des AST (vergleichbar Sternwarte Hypergraph) wird angestrebt. In der Hypergraph-Sternwarte soll ein neuer Fußbodenbelag verlegt werden, der Abgang zum Radioteleskop wird als Stahlkonstruktion ausgeführt.

Fritz Lensch wird auch 2018 Schulungen für Radioastronomie anbieten.

Gabi zeigte als Videosequenz eine Sonneneruption in SW, danach eingefärbt dieselbe in Farbe – ein enormer Arbeitsaufwand für diese Präsentation.

„Impressionen von der Sternwarte“, mit diesem Beitrag zeigte uns Alexander Grasel den dunklen Sternenhimmel, mit dem wir auf dem Gelände der Sternwarte Deep-Sky-Objekte genießen können: nicht selbstverständlich, nimmt doch trotz fortschreitender Umstellung auf LED-Beleuchtung die Himmelshelligkeit stetig zu. Alexander wird daher seine Beschäftigung mit Astrofotografie nach Michelbach verlegen.

Neben den Vorträgen an den Vereinsabenden und Aktivitäten auf der Sternwarte (u.a. Messier-Marathon, gemeinsame Beobachtungsnächte, Vereinsgrillereien) sollen auch weitere gemeinsame Unternehmungen das Vereinsleben beleben und die Gemeinschaft stärken.

Folgende Vereinsausflüge sind derzeit im Planungsstadium (jeweils individuelle Anreise, Fahrgemeinschaften sollten angedacht werden), Infos folgen in Kürze:

Februar       Freistadt, Führung durch ASA Astrosysteme und Ausstellung „Fotografische

Reise durchs Weltall -30 Jahre Astrofotografie“ (Gerald Rhemann)

März            Atominstitut der Österreichischen Universitäten, Wien

TRIGA Mark-II Reaktor – Forschungsreaktor der TU Wien (wochentags)

06.05.2018 Leopold-Figl-Sternwarte am Mitterschöpfl (Institut für Astrophysik Wien)

Ausschließlich zu Fuß erreichbar, etwa 1 Stunde Wanderzeit

Erweiterung des Sternwartegeländes samt Ausbau der Sternwarte und noch ausstehende Rückzahlung eines Teils der Baukosten, Indexanpassungen, höhere Betriebskosten, Müllentsorgung, anstehende Investitionen, Reparatur / Neuanschaffung WAM 850-Montierung (Hypergraph), 20 Jahre Sternwarte (Verlängerung Pachtvertrag) – ANTARES-Mitglieder nutzen breit gefächerte Vereinsangebote: Astrofotografie und Radioastronomie, befestigte Teleskopaufstellplätze samt kostenfreier Nutzung der Sternwarte für Beobachtung mit privaten und Vereinsteleskopen, eine funktionierende Infrastruktur mit WC und Aufenthaltsraum – all das und noch mehr bedingt aber auch höhere Kosten.

Trotz zahlreicher Investitionen wurde der Mitgliedsbeitrag in den letzten Jahren nur geringfügig erhöht. Um diesen Standard jedoch weiterhin bieten und das Angebot im Sinne unserer Mitglieder weiter ausbauen zu können, ist eine Anpassung des Mitgliedsbeitrags erforderlich.

Die Mitgliedsbeiträge werden 2018 deshalb laut nachstehender Auflistung erhöht.

Ab 2018                     bisher

Unterstützende Mitglieder         EUR         44,00              EUR     32,00

Ordentliche Mitglieder               EUR        89,00              EUR     69,00

Ehepaar                                         EUR       133,00              EUR   101,00

Schüler (6 – 19 Jahre)                 EUR         44,00              EUR     32,00

Studenten (18 – 26 Jahre)        EUR         44,00              EUR     32,00

Einschreibgebühr (einmalig)   EUR       109,00              EUR   109,00

 

Bei Schülern (6 – 19 Jahre) und Studenten (18 – 26 Jahre) entfällt die Einschreibgebühr.

Diese wird, nach Ausbildungsabschluss, bei Übertritt in die Ordentliche Mitgliedschaft fällig gestellt.

Wir danken für das Verständnis!

Wir werden weiterhin bemüht sein, die Erträge aus den Mitgliedsbeiträgen, den Führungen und der weiteren Aktivitäten zum Nutzen aller Mitglieder einzusetzen.

Hubble Deep Field war das geplante Thema einer Präsentation von Franz Klauser; da aber wegen eines Festplattenfehlers vor einiger Zeit viele Daten, darunter auch das HDF, verloren gegangen waren, berichtete er über „Falsche Farben“. Falschfarbenfotografie zeigt uns Objekte in verschiedenen Wellenlängen und wird vor allem in der Forschung eingesetzt. Bilder in der Hubble Palette wie z.B. „Pillars of creation –Säulen der Schöpfung“ im Adlernebel zeigen uns die Unterschiede zur Astrofotografie im visuellen Bereich.

Bei der abschließenden Tombola wurden neben Weinen, gespendet von Otto Braumandl und Peter Messerer, auch Science-Fiction-Romane (Norbert) und Süßigkeiten verlost; Tina war das „Glücksengerl“, Otto kommentierte mit Begeisterung und Fachkenntnis die Vorzüge der edlen Tropfen.

Nougatknöderl versüßten den Abend, die „Lichtproblematik“ bei der Geländeerweiterung wurde erörtert, das vergangene Vereinsjahr, gemeinsame Beobachtungsnächte und persönliche Gespräche waren Themen bis zum Ausklang des Abends.

Was uns besonders freut:

An diesem Vereinsabend haben 41 Mitglieder teilgenommen!

Wir konnten an diesem Abend 3 neue Mitglieder persönlich begrüßen, die in letzter Zeit beigetretenen Mitglieder sind voll in das Vereinsleben integriert und machen so wie die „altgedienten“ Mitglieder jeden Vereinsabend zu einem gelebten Teil des Vereinsleben.

Für dieses „Mittragen“ der Visionen, der Verbundenheit und Treue zum Verein möchten wir unseren Mitgliedern DANKE sagen.

Für die kommenden Feiertage und den Jahreswechsel möchten wir ALLES GUTE wünschen.

 

Gerhard KERMER

ANTARES Nö Amateurastronomen

Vorsitzender

Fotograf Martin Kainz
Zusammenstellung Peter Messerer

Vereinsabend November 2017

ANTARES-VEREINSABEND

Freitag       10.11.2017

30 Mitglieder und Gäste konnten wir an diesem Abend im Gasthof Graf begrüßen.

Nach dem Ausscheiden von Rudolf Sanda als Schriftführer war an diesem Vereinsabend eine Außerordentliche Generalversammlung zur Neuwahl des Schriftführers angesetzt. Herbert Hörandner hat sich dankenswerterweise für diese Funktion zur Wahl gestellt.

Da die für die Wahl erforderliche Mitgliederanzahl (50% der Mitglieder) um 19:00 h nicht anwesend war, wurde diese um 30 Minuten verschoben.

Zwischenzeitig berichtete Gerhard Kermer über Vereinsaktivitäten.

Die Führungssaison 2017 war sehr erfolgreich; neben den bewährten Angeboten wie „Sterne schauen für Kinder“ und der Perseidennacht konnten wir bei Öffentlichen und bei Privatführungen zahlreichen Besuchern den Sternenhimmel in seiner jahreszeitlichen Vielfalt präsentieren, die Power-Point-Präsentationen vermittelten unbekannte Einblicke in das Sonnensystem, Radioastronomie, dargeboten von Fritz, ist eine Bereicherung des Führungsinhalts. Ein besonderer Dank gilt den Mitgestaltern, ohne die die Qualität dieser Veranstaltungen nicht geboten werden könnte. Ein Danke auch den Mitgliedern, die mit Tortenspenden für das leibliche Wohl (nicht nur) unserer Besucher und damit auch für einen finanziellen Mehrertrag sorgen, und allen, die beim Catering mithelfen. Stellvertretend für alle sei hier Christine hervorgehoben, die mit der Übernahme der Kassierfunktion schon bei Führungsbeginn Ruhe und Struktur in die Besucherschar bringt.

Sehr erfolgreich haben sich die PixInsight-Bildbearbeituns-Workshops etabliert, für 2018 sind bereits 6 weitere Veranstaltungen mit verschiedenen Modulen terminisiert. Nicht nur Vereinsmitglieder, sondern auch Astrofotografen aus Deutschland und der Schweiz nutzen diese Möglichkeit der Weiterbildung.

Für 2018 bietet Fritz weiterhin Einschulung auf Radioastronomie an, wir freuen uns über Neumitglieder, die wegen dieses Angebots beigetreten sind.

Der Vereinsausflug 2018 ist in Planung, Termin und Ziele stehen noch nicht endgültig fest. Die geplante Exkursion zum TRIGA Mark-II Forschungsreaktor der TU Wien im Atominstitut der Österreichischen Universitäten kann wegen geänderter Führungszeiten nicht wahrgenommen werden, ein Wochentagstermin wird angedacht und gesondert bekanntgegeben. Eines der Ziele könnte das Leopold-Figl-Observatorium am Mitterschöpfl sein, das mit dem 1,5 m RC (Brennweite 12,5 m) das größte Teleskop Österreichs beherbergt. Das Observatorium ist jedoch nur zu Fuß erreichbar.

 

Um 19:30 h wurde die Wahl des Schriftführers wiederholt, Herbert Hörandner einstimmig in diese Funktion gewählt.

Etwas nach 19:30 h konnten wir Magdalena Brunner, Institut für Astrophysik Wien, als Vortragende begrüßen. 2007 begann sie am Institut für Astrophysik Wien das Astronomiestudium, das Bachelorstudium schloss sie mit dem Thema “Bewohnbarkeit von Exoplaneten“ mit Auszeichnung ab, 2014 beendete sie das Masterstudium ebenso mit Auszeichnung (Thema „ALMA Datenreduktion von R Sculptoris“).

Im Oktober 2014 begann sie das Doktoratsstudium (Prae Doc)mit Fokus auf Beobachtung und Modellierung von Sternentwicklung. „Theoretische Sternentwicklung – asymptotische Riesensterne“ (Theorie) und “Sub-mm/Radio Interferometry. ALMA“ (Beobachtung) sowie “Einzelner Photonennachweis von schwachen Signalen. Entwicklung / Beschäftigung eines Systems für Einzelphotonennachweis mit den Universitätsteleskopen“ (Experimental) sind ihre Forschungsschwerpunkte.

Aktuelle Wissenschaft mit ALMA: Rote Riesen und ihre spektakulären Gashüllen war das Thema ihres Vortrags.

Kurz vor dem Ende ihres Lebens wachsen sonnenähnliche Sterne zu roten Riesensternen an und entwickeln starke Sternwinde, die Staub und Gas in das interstellare Medium transportieren. Mit dem Sub-mm/Radio Interferometer ALMA ist es möglich diese Winde und die daraus entstehenden zirkumstellaren Hüllen mit sehr hoher Auflösung zu beobachten. Durch diese Beobachtungen können Rückschlüsse auf die Massenverlustsgeschichte und Evolution solcher Sterne gezogen werden, und mit darauf aufbauenden Modellen kann die Masse, die durch solche Sterne im Weltall verbreitet wird, genau bestimmt werden.

Werden in jungen Sterne durch Kernfusion chemische Elemente erzeugt, entstehen in älteren Sternen Moleküle; Untersuchungen von R Scl, W Aql und anderen Roten Riesen – in diesem Vortrag präsentierte Magdalena Brunner die neuesten wissenschaftlichen Ergebnisse von ihren persönlichen Projekten zu zirkumstellaren Hüllen um Sterne in ihren Endstadien.

Zahlreiche Fragen zeigten das große Interesse unserer Mitglieder zu diesem Thema auf.

Nach Überarbeitung wird uns Frau Brunner diesen Vortrag zur Verfügung stellen, wo Interessierte noch mehr Details nachlesen können. Infos dazu folgen zeitgerecht.

Der Rest des Abends gehörte wieder ausschließlich unseren Mitgliedern zur Pflege eines gelebten Vereinslebens.

 

Was uns besonders freut:

Gestern Gast, heute Mitglied – wir durften 3 neue Mitglieder, 2 davon persönlich begrüßen. Und 2 weitere Besucher haben an diesem Abend ebenfalls ihren Beitritt erklärt.

Die Teilnahme an Führungen und Vereinsabenden haben das astronomische Interesse geweckt – ein herzliches WILLKOMMEN bei ANTARES.

Gerhard KERMER

Vorsitzender

Öffentlichkeitsarbeit und Führungen

 

Fotograf Martin Kainz

Zusammengestellt Peter Messerer

Vereinsabend August 2017

Nachlese
ANTARES-VEREINSABEND
Freitag 11.08.2017

In den Monaten Juni – August finden die Vereinsabende als vereinsinterne Veranstaltung auf dem Gelände der NOE VOLKSSTERNWARTE 3074 MICHELBACH statt – so steht es in der Einladung.
Ein Abend, den wir gemeinsam in gemütlicher Atmosphäre im Kreise Gleichgesinnter verbringen wollen. Grillgut wird mitgenommen, Getränke sind vorrätig!
Und, soweit es die Wetterbedingungen zulassen, wird nach Einbruch der Dunkelheit gemeinsam beobachtet.
Der Augusttermin bietet mit der Nähe zum Perseidenmaximum noch zusätzliche Beobachtungshöhepunkte.
Etwa 20 Mitglieder treffen einander ab 18:00 h auf dem Sternwartegelände. Die Grillplatten sind angeheizt, wegen der unsicheren Wetterlage sind Tische und Bänke im kleinen Aufenthaltsraum aufgestellt, Fleisch, aber auch Gemüse wird gegrillt, Salate, Senf und Ketchup verfeinern je nach Vorliebe die Speisen.

Als Gast konnten wir Prof. Roland P. Herold begrüßen.
Prof. Herold, Vermessungstechniker der Austro Control (vormals Bundesamt für Zivilluftfahrt), ist Leiter der Arbeitsgemeinschaft NÖ Heimatmuseen sowie Bildungsbeauftragter der Marktgemeinde Kaumberg und Museumsleiter des Heimatmuseum Kaumberg.
Für die Sonderausstellung „Sonne, Licht und Strom“ im Jahr 2016 im Heimatmuseum Kaumberg stellte ANTARES einige Exponate zum Thema Sonne zur Verfügung.
Ab etwa 20:00 h berichtete Prof. Herold in seinem Vortrag über die „Aufgaben der österreichischen Flugsicherung“. Zunächst gab er einen kurzen Überblick über die Entwicklung des Flugverkehrs in Österreich. 1911 war Fischamend der Standort eines Flughafens, der später nach Schwechat verlegt wurde. In den 1920-er-Jahren entstanden in den Landeshauptstädten Linz, Graz, Salzburg, Innsbruck und Klagenfurt Flughäfen.
1912 eröffnet, war der Flughafen Wien-Aspern einst größter österreichischer Flughafen und der Vorgänger des heutigen Flughafens Wien-Schwechat. Aspern, Teil des 22. Wiener Gemeindebezirkes Donaustadt, liegt am östlichen Stadtrand von Wien, seit 2010 entsteht hier die Seestadt Aspern (U-Bahn-Linie U2).
Vormals Bundesamt für Zivilluftfahrt, zählt heute Austro Control zu den führenden Air Traffic Management Organisationen in Europa. Austro Control ist verantwortlich für einen sicheren und wirtschaftlichen Ablauf des Flugverkehrs im österreichischen Luftraum, mit täglich bis zu 4.000 kontrollierten Luftfahrzeugen. Die FluglotsInnen (= Flugverkehrsleiter) bringen die Maschinen auf die richtige „Luftstraße“ und sorgen dafür, dass ihnen kein anderes Flugzeug zu nahe kommt (9 km horizontal, 300 m vertikal). Und das rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr.
Drei Arten von Kontrollstellen wachen über den Flugverkehr über Österreich:
TWR (Tower): Flugplatzkontrollstelle
Zuständig für die rollenden, landenden und startenden Flugzeuge
APP (approach): Anflugkontrollstelle
Verantwortlich für die Sicherheit der an- und abfliegenden Flugzeuge im Rahmen
der 6 österreichischen Flughäfen
ACC (Area Control Center): Bezirkskontrollstelle
Übernahme der Flugzeuge bei Einflug in den österr. Luftraum
Übergabe bei Landung an die Anflugkontrollstelle
Bei Überflug Übergabe an ausländische Kollegen
Zu den Diensten von Austro Control zählt aber unter anderem auch die Vergabe von Pilotenlizenzen, die Bewilligung von Flügen, Zertifizierungen und Instandhaltung, u.v.m.

Austro Control betreibt in ganz Österreich über 100 Flugsicherungsanlagen, dazu gehören Radar-, Kommunikations- und Navigationsanlagen.
Zur Überwachung des österreichischen Luftraums, eingeteilt in Sektoren, stehen drei Mittelbereichsradarstationen, gelegen auf dem Buchberg, dem Feichtberg und der Koralpe, zur Verfügung.
Das ILS (Instrumentenlandesystem) ermöglicht Landungen sogar bei „Sicht Null“.

Austro Control ist somit – neben dem Piloten – der wichtigste aktive Sicherheitsfaktor in der Luftfahrt, meist unbemerkt von den Flugpassagieren.

Im Anschluss beantwortete Prof. Roland zahlreiche Fragen.

Weiterführende Informationen:
I https://www.austrocontrol.at

Da sich die Wetterlage nicht besserte, wurde der Vereinsabend bald als beendet erklärt.

Was uns besonders freut:
Prof. Herold ist an diesem Abend unserem Verein als Mitglied beigetreten.

Gerhard KERMER
ANTARES Nö Amateurastronomen
Vorsitzender
Öffentlichkeitsarbeit und Führungen
M 0664 73122973
E gerhard.kermer@aon.at

Vereinsabend Oktober 2017

Vereinsabend_201710 PDF

ANTARES-VEREINSABEND
Freitag 13.10.2017

An unseren Vereinsabenden dürfen wir uns immer über eine hohe Teilnehmeranzahl freuen, so auch am Freitag, 13.10.2017: 30 Vereinsmitglieder und Gäste konnten wir begrüßen.

Nachmittags ein Besuch auf der Sternwarte, nahm Prof. Gottfried Gerstbach, Vorsitzender des ÖAV (Österreichischer Astronomischer Verein, Wien) auch an unserem Vereinsabend teil, wo er sich auch vorstellte.

Gemäß Statuten, Par. 11, Abs. 10 hat Rudolf Sanda aus persönlichen Gründen schriftlich seinen Rücktritt als Schriftführer erklärt; Herbert Hörandner hat sich für die Übernahme dieser Tätigkeit bereit erklärt und wurde als Schriftführer kooptiert.

Beim Vereinsabend Freitag 10. November 2017, 19:30 h, wird zu einer außerordentlichen Generalversammlung im Gasthof Graf, Bahnhofplatz 7, 3100 St. Pölten geladen.
Taqesordnunsspunkt:

  1. Neuwahl des Schriftführers

Wahlvorschlag: Herbert Hörandner

 

Markus Ecker berichtete über seine Reise zur Totalen Sonnenfinsternis vom 21.08.2017 in den USA.

Ein Artikel von Paul Beck war in „Sterne und Weltraum“ veröffentlicht.
Wir hörten einen auf Ö1 ausgestrahlten Beitrag, in dem o.Prof. Dr. Hanslmeier, Ordinarius fuer Astronomie an der Universität Graz, die Details zum europäischen Großprojekt, das in Planung befindliche 4,5 Meter Europäische Sonnenteleskop (European Solar Telescope) EST, erläuterte, das unseren Blick zur Sonne durch modernste Technik zur Kompensation der atmosphärischen Turbulenzen drastisch schärfen wird. Bereits in seinem Vortrag im Sommer in Michelbach hat Prof. Hanslmeier von diesem Sonnenteleskop der nächsten Generation berichtet.
Bis heute nicht sicher, ob sich Österreich an der Finanzierung der Baukosten dieses Projektes beteiligen wird, obwohl heimische Forscher bereits in der Planungs- & Designphase involviert waren, würden bei Nichtbeteiligung Österreichisch’s international anerkannte Sonnenphysiker nicht als gleichberechtigte Partner in dem Projekt angesehen werden. Sie könnten dann nur bei Forschungsprojekten mitarbeiten, ohne regelmäßig eigenständig Forschungsprojekte auf diesem Teleskop beantragen und leiten zu können.

Gefahren aus dem Weltall, wie Asteroideneinschläge, Sonneneruptionen und Sterne am Ende ihrer Lebenszeit, die als Supernovae oder mit gewaltigen Gammastrahlenausbrüchen ihr Leben aushauchen sind nur einige der Gefahren, die das Leben auf der Erde auch noch zu Lebzeiten der Sonne bedrohen.

 

Auf der Suche nach (exotischem) Leben auf anderen Planeten

Fast im Wochentakt überraschen uns die Medien mit aufregenden Schlagzeilen über neu entdeckte extrasolare Planeten und Supererden.

Doch wie viele erdähnliche Planeten könnte es da draußen im Weltraum geben? Darüber hinaus ist die Suche nach außerirdischem Leben eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Aber muss außerirdisches Leben unserem ähnlich sein, oder ist es auch denkbar, dass es Leben jenseits unserer irdischen Vorbilder gibt?

Welche Konzepte gibt es heute in der Astrobiologie für die Suche nach Leben im All und welche Arten von Leben könnten wir eventuell entdecken? Bakterien, oder vielleicht sogar höheres Leben entdecken?

Mag. Dr. Johannes Leitner, CMC, seit November 2012 Projektwissenschaftler bei der Forschungsplattform ExoLife, Univ. Wien, stellte am Anfang seines Vortrags die erfrischend provokante Frage: was ist Leben, wie definiert es sich?
Stoffwechsel, Wachstum, Reproduktion – das sind nur einige der genannten Kriterien.
Jedoch, es gibt keine eindeutige, allgemein akzeptierte Definition des Lebens.
Bereits auf der Erde gibt es Lebensformen, in deren Lebensumfeld das für uns augenscheinliche Leben (Menschen, Säugetiere, Insekten, usw.) nicht vorstellbar ist.
Bestimmte Bakterientypen überleben in Temperaturbereichen von 70 Grad Celsius, Säure, Druck, Gifte stellen für diese kein Problem dar, selbst hohe radioaktive Strahlung macht manchen nicht zu schaffen.
Mit der Auffindung von Exoplaneten stellt sich die Frage nach der Habilität derselben. Welche Lebensformen können wir dort erwarten? Unter welchen Bedingungen ist überhaupt Leben möglich?
Ist die Entstehung von Leben, somit auch von außerirdischem Leben, nur auf Kohlenstoffbasis möglich? Ist Silicium, das ähnliche Eigenschaften wie Kohlenstoff aufweist, wobei jedoch Mehrfachbindungen im Vergleich zu Kohlenstoff schwerer herzustellen und langkettige Siliciumverbindungen deutlich starrer und unflexibler als entsprechende Kohlenstoffverbindungen sind, ein alternatives Element? Sind Lebensformen auf anderer Grundlage möglich?
Johannes Leitner stellte die Frage nach Leben und Entstehung des Lebens anders: Welche Lösungsmittel – eine Wasser-Ammoniak-Lösung, Methan, oder? – sind Grundbedingung dafür.
Enceladus – ein Eismond des Saturn, erforscht durch Cassini, zeigt kryovulkanische Aktivitäten, deren sehr hohe Fontänen aus Wassereispartikeln auf der südlichen Hemisphäre eine dünne Atmosphäre erzeugen (Vereinsabend 12.02.2016: Ruth Sophie Taubner, Msc.: Suche nach Leben mit Fokus auf den Saturnmond Enceladus).
Selbst wenn Leben, außerhalb der Erde entstanden, zu uns gelangt ist – wo ist es schlussendlich entstanden? Fragen, die uns mit der Entdeckung weiterer Exoplaneten, bei denen eine habitable Zone vorstellbar ist, beschäftigen werden.
Zahlreiche Zwischenfragen der Teilnehmer zeigten vom großen Interesse an diesem Thema, das jeden bewegt.
In der nachfolgenden Frage- und Antwortrunde wurden noch zahlreiche Aspekte erörtert, im Anschluss daran wurde dieses Thema von einigen Teilnehmern mit Johannes Leitner eifrig weiterbesprochen.

Nach dem Vortrag: gemütliches Beisammensein, Erfahrungsaustausch, die neuesten Astrofotos, Erfahrungen bei der Beobachtung der SOFI, all dies ist fester Bestandteil unserer Vereinsabende und trägt positiv zu einem gelebten Vereinsleben bei.

Was uns besonders freut:
An diesem Vereinsabends konnten wir uns auch über Besucher freuen, die an diesem Thema großes Interesse zeigten.

Gerhard KERMER
ANTARES Nö Amateurastronomen
Vorsitzender
Öffentlichkeitsarbeit und Führungen
M 0664 73122973
E gerhard.kermer@aon.at

Fotograf Martin Kainz

Zusammenstellung Peter Messerer

Vereinsabend September 2017

Vereinsabend_201709 PDF

NACHLESE
ANTARES-VEREINSABEND
Freitag 08.09.2017

Zwei große Sonnenfleckengruppen präsentierten sich in diesen Tagen sich auf der Sonnenoberfläche, wegen starker Sonneneruptionen am Mittwoch gab es für die Nacht von Freitag auf Samstag Polarlichtwarnung, die Chance, „Aurora Borealis“ – die Polarlichter – auch in unseren Breiten zu sehen, bestand.
Mit dem Start des 83,6 kg schweren Sputnik 1 von Baikonur (heute Kasachstan) am 04.10.1957, vor nunmehr 60 Jahren, begann das Zeitalter der Raumfahrt. 3 spanische Studenten berechneten 2010 die Umlaufbahn und konnten Sputnik 1 wieder entdecken. Stutzig machte das Datum der Veröffentlichung dieser Nachricht: 01.04.2010. Sputnik 1 verglühte am 01.01.1958, 92 Tage nach dem Start, beim Eintritt in die tieferen Schichten der Erdatmosphäre.
Etwa 30 Mitglieder konnte der Vorsitzende Gerhard Kermer bei diesem Vereinsabend begrüßen.
Erfreulich entwickelt sich die Nutzung der Sternwarte. Neben visueller Beobachtung und Astrofotografie wurden die Schulungen für den Bereich Radioastronomie, angeboten von Fritz Lensch, von einigen Mitgliedern eifrig genutzt, weitere Schulungstermine folgen.
Neben den Öffentlichen Führungen, bei denen wir teils mehr als 70 Besucher begrüßen können, freuen wir uns ebenso über Privatführungen; eine größere Gruppe können wir bereits seit mehr als 10 Jahren regelmäßig im Zuge ihrer Seminarwoche bei uns willkommen heißen (Höhepunkte waren ein Vortrag von Fritz Lensch über Radioastronomie und eine Direktschaltung nach La Palma zu Paul Beck, der die Sternwarten vor Ort vorstellte), aber auch Kleingruppen und Tagesführungen werden genutzt.
Von unseren Besuchern wird immer wieder die Professionalität der „Amateur“-Anlage sowie die Freundlichkeit, die Kompetenz und das Fachwissen der Mitglieder sehr positiv bewertet – wir freuen uns über dieses Lob, das jedoch jedem einzelnen Mitglied zu verdanken ist – DANKE für euer unermüdliches Engagement, ohne das wir nicht gemeinsam den Verein auf diese optimale Weise präsentieren könnten.
Nicht nur deswegen freuen wir uns über 4 neue Mitglieder, die ANTARES im August beigetreten sind – 2 konnten wir an diesem Vereinsabend persönlich begrüßen.
Initiiert von Gabi Gegenbauer, war das erstmals im Juni 2017 angebotene PixInsight-Workshop ein großer Erfolg, 2017 werden noch 3 weitere Workshop zu diesem Thema folgen, Termine für 2018 sind fixiert; nicht nur Mitglieder, sondern auf Astrofotografen aus Österreich, Deutschland und der Schweiz nehmen daran teil.

KOSMISCHE IMPRESSIONEN, das war der Titel der Fotoausstellung von Mag. Franz Klauser in der Cafe-Konditorei Pusch St. Pölten. Wir sahen an diesem Abend die anlässlich der Eröffnung gezeigten Power-Point-Präsentation „Der Sternenhimmel über dem Ötscherreich“. Sonne und Planeten, die im Zeitraffer aufgenommene Rotation von Mars und Jupiter, Deep-Sky-Objekte wie Galaxien, Offene und Kugelsternhaufen sowie Sternstrichspuren, all diese Aufnahmen wurden in seiner Privatsternwarte Puchenstuben, die er ebenso präsentierte, aufgenommen, die Bildbearbeitung erfolgte durch Manfred Wasshuber, den wir ebenso begrüßen konnten. Mit Time-Lapse-Sequenzen des Nachthimmels über dem Ötscher endete dieser Vortrag.

Das 360° Gigapixel-Milchstraßenpanorama als fotografische Herausforderung
Etwas skeptisch reagierten die Vereinsmitglieder von Erich Meyer auf seine 2016 getätigte Ankündigung der Anfertigung eines 360° Milchstraßenpanorama, gibt es doch derartige in den Medien.
Erich Meyer, Mitglied der Linzer Astronomischen Gesellschaft (LAG), betrieb fast 30 Jahre Astrometrie an sehr lichtschwachen besonderen Asteroiden und entdeckte dabei auch zahlreiche Kleinplaneten in der Sternwarte Davidschlag.
An diesem Abend durften wir ihn als Vortragenden begrüßen, wo er einen Einblick gab, wo und mit welch großen Aufwand dieses große Milchstraßenmosaik entstanden ist, welche fotografischen Herausforderungen damit verbunden waren und wie bei tausenden Einzelaufnahmen feinste Details sichtbar gemacht wurden und ein großes Panoramabild entstand.
Für die Aufnahmen wurde eine astromodifizierte Vollformat-Kamera Canon 6D verwendet, der Spektralbereich des Vollformatsensors wurde durch Ausbau des 1. Infrarot-Sperrfilters auf ca. 400-680 nm erweitert.
Für dieses Panoramabild unserer Milchstraße wurden insgesamt 37 Himmelsfelder aufgenommen, jedes Feld wurde mit einem Sigma 50mm-Objektiv Serie „Art“, f/1,4 (Einstellung 2,8) 30 x 2 min lang bei 1600 ASA belichtet.
Die Aufnahmeorte waren in Österreich Weigetschlag bzw. Steinbach am Ziehberg in 850 m Seehöhe, Oberösterreich, Tauernwindpark in 1900 m Seehöhe, Steiermark, La Palma / Teneriffa und die Tivoli-Farm in Namibia, ca. 200 km im Südosten der Stadt Windhoek in 1400 m Seehöhe, als Montierung wurde eine Sky-Watcher Reisemontierung und eine Losmandy G11 verwendet.
Die Bildbearbeitung erfolgte mittels der Software „Pixinsight“. Die 37 Feldaufnahmen wurden mit der Software „Kolor Autopano Giga“ zu einem Panorama zusammengefügt. Die Bildgröße umfasst 700 Millionen Pixel, die Dateigröße beträgt 1,9 Gbyte (bei 8 bit).
Die großen Herausforderungen waren einerseits das Durchhaltevermögen im Felde, und andererseits die doch recht aufwendige Bildbearbeitung, um damit die ganz schwachen Bildinformationen, die normalerweise von den zahlreichen Sternen überstrahlt werden, entsprechend herauszuarbeiten und sichtbar zu machen.
Eine der weiteren Herausforderungen war aber nicht nur die in unseren Breiten störende Lichtverschmutzung, sondern auch Mondlicht, der Gegenschein der Sonne, Airglow ( engl. Luftglühen, Nachthimmelsleuchten, schwaches Leuchten höherer Atmosphärenschichten, entdeckt 1868 von Anders Ångström), das Zodiakallicht und andere Faktoren.
Nach diesen technischen Details konnten wir Einblicke in dieses Himmelspanorama nehmen; faszinierend die Anzahl und der Detailreichtum der Objekte; Kleine und Große Magellansche Wolken, die Kugelsternhaufen 47 Tuc und Omega Centauri, der Dunkelnebel Kohlensack und andere Objekte auf der südlichen Hemisphäre, eine Zwerggalaxie, Sternhaufen, der Nordamerika- und der Pelikannebel, Cirrusnebel, die Andromedagalaxie samt Begleitgalaxien, all diese und noch mehr Objekte sind einwandfrei auf diesem Panorama zu identifizieren.
Besonders beindruckend ist die um Orion gelagerte ha-alpha-Region, die sich als großer roter Bogen, bekannt als Barnards Loop, um dieses Sternbild zieht, Pferdekopfnebel B 33 inklusive.
Anhand eines Zeitraffervideos wurde die Milchstraße, aufgenommen von der Tivoli-Farm in Namibia, die in einer der dunkelsten Gegenden auf unserer Erde liegt, gezeigt.

Besonders erfreulich für Erich Meyer ist, dass in der im Lentos Kunstmuseum Linz von 29.09.2017 – 14.01.2018 gezeigten Ausstellung „STERNE – Kosmische Kunst von 1900 bis heute – Die unendlichen Weiten des Nachthimmels vor Augen, die schimmernden Sterne zum Greifen nah!“ dieses 360° Gigapixel-Milchstraßenpanorama in höchster fotografischer Auflösung und Qualität zu sehen ist.

Was uns besonders freut:
Etwa 30 ANTARES-Mitglieder und einen Gast konnten wir an diesem Vereinsabend begrüßen. Im gesamten Vereinsjahr nehmen mehr als die Hälfte der nunmehr 110 ANTARES-Mitglieder an diesem Abend teil: Nicht nur der Vortrag lockt, gemütliches Beisammensein, Erfahrungsaustausch, gemeinsame Gespräche sind fester Bestandteil dieser Vereinsabende und damit Teil des gelebten Vereinsleben.

Gerhard KERMER
Vorsitzender
M 0664 73122973
E gerhard.kermer@aon.at

Vereinsabend Juni 2017

Freitag       09.06.2017

Juni-Vereinsabend, der erste der drei Vereinsabende in den Sommermonaten eines jeden Jahres, die traditionell als Vereinsgrillerei auf dem Gelände unserer Sternwarte in Michelbach stattfinden.

Grillen, plaudern, beobachten – Grillgut bitte selbst mitnehmen, Getränke sind vorrätig!

ALLE Mitglieder sind dazu herzlich eingeladen! – So steht es in der Einladung!

Und etwas mehr als 30 Mitglieder, einige Gäste und Kinder erfüllten das Gelände mit Leben, der Griller war eingeschaltet, Koteletts, Karrees, Würstel, Gemüse waren aufgelegt, unter dem neu angeschafften Zelt waren Tische und Bänke aufgestellt, wo die für die Verfeinerung des Grillguts erforderlichen Zutaten wie Senf, Ketchup, Salate und Saucen sowie Gebäck für ein genussvolles Abendessen sorgten.

Eine Seite des AST ist bereits mit weißen PREFA-Dachplatten neu verkleidet, um Witterungseinflüsse hintanzuhalten, die verbliebenen drei Seiten folgen in den nächsten Wochen.

Und die Fertigstellung des Kinderhabitats wurde in Angriff genommen, eine mit einer Plane vor Witterungseinflüssen geschützte Holzkonstruktion ist der Startschuss für den Kuppelbau, nach Fertigstellung werden im Inneren Dunkelkammerexperimente wie Zerlegung des Lichts in Spektralfarben und eine Präsentation des Sternenhimmels angeboten.

Besonders freute uns, dass wir unser Mitglied Paul Beck, der bei einem Österreichaufenthalt für kurze Zeit einen Arbeitsplatz an der Karl-Franzens-Universität in Graz nutzen kann, wieder einmal, gemeinsam mit Univ.-Prof. Dr. Arnold Hanslmeier, Institut für Geophysik Astrophysik und Meteorologie der Universität Graz, in unserer Mitte begrüßen konnten.

Bereits am Vormittag hielt Prof. Hanslmeier im Stift Melk eine Vortrag über „Faszination Astronomie“ vor etwa 200 Schülern und beantwortete danach gemeinsam mit Paul Beck Fragen, das Physikstudium betreffend.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen mit einigen ANTARES-Mitgliedern wurden in einer Führung durch die zweitwichtigste Abteilung eines Stifts, die Bibliothek, historische astronomische Schriften bestaunt und deren Inhalt besprochen.

Nach einer Fahrt durch die Wachau mit Kurzaufenthalt in Dürnstein ging es weiter nach Michelbach, wo bereits eifrig gegrillt wurde.

Bei einer Führung durch das Sternwartegelände zeigte sich Prof. Hanslmeier beeindruckt von den gebotenen Beobachtungsmöglichkeiten und den unterschiedlichen Interessen der Mitglieder.

Einige Aufnahmen unserer Gruppe VISBEO

Spiele der „Kleinen und der „Großen“

Nach dem Abendessen begaben wir uns in den Vortragsraum, wo zunächst Prof. Hanslmeier in seinem Vortrag über „Moderne Beobachtungsmethoden der erd- und weltraumgebundenen Sonnenforschung und Aktuelle Fragen der Sonnenphysik“ referierte.

Obwohl wir über den Aufbau und die Entwicklung der Sonne, unserem nächsten Stern, vieles wissen, gilt es noch große Rätsel der Sonnenphysik zu lösen. Eines davon ist die „Tomosphäre der oberen Sonnenatmosphäre“. Herrscht im Sonnenkern eine Temperatur von 15 Mio K, ist die Sonnenoberfläche (Photosphäre) etwa 5.800 K heiß. Ein Paradaxon ist jedoch, dass die darüber liegenden Schichten nicht, wie erwartet, kühler, sondern heißer werden: die Chromosphäre weist eine Temperatur von einigen 10.000 K auf, in der Übergangszone zur Korona steigt die Temperatur rasch an, in der Korona, der äußeren Atmosphäre, liegen die Temperaturen bei einigen Millionen 100.000 K.

Sonnenteleskope wie das Vakuum—Turm-Teleskop (VTT) und GREGOR, das derzeit mit seinem Hauptspiegel von 1,5 Metern Durchmesser größte Sonnenteleskop, am Teide Observatorium auf Teneriffa (Spanien), betrieben vom Instituto de Astrofísica de Canarias (IAC), ermöglichen Beobachtungen der solaren Photosphäre und Chromosphäre im sichtbaren und im infraroten Licht. Weitere Sonnenteleskope mit 3 m Spiegeldurchmesser wie das ATST (Advanced Technological Solar Telescope, USA) und das EST (European Solar Telescope) sind in Bau bzw. in Planung.

Themen wie Sonnenaktivität, Sonnenfleckenzyklus und dessen mögliche Klimabeeinflussung des Erdwetters (Maunder-Minimum = Kleine Eiszeit, Themse zugefroren und damit Eislauf, wie auf Bildern dargestellt / Dalton-Minimum), Konvektion und Granulation sowie die Auswirkungen von Sonnenstürmen für unsere hochtechnisierte Gesellschaft waren weitere Punkte dieses Vortrags.

Im Anschluss daran beantwortete Prof. Hanslmeier Fragen, stellte seine Bücher vor und signierte diese.

Paul Beck, seit heuer am Instituto de Astrofísica de Canarias (IAC) in Teneriffa beschäftigt, stellte seinen Arbeitsplatz mit Panoramaaufnahmen des Teides und der Umgebung in Teneriffa vor.

Tags zuvor war Vollmond; da zusätzlich noch eine leichte Bewölkung die freie Himmelssicht behinderte, konnten auch nicht, wie geplant, die Planeten Jupiter und Saturn beobachtet werden.

Wegen aufkommenden Windes mussten zusätzlich noch die Zeltplanen, aufgebaut und vorgesehen für die tags darauf geplante Astronomie für Kinder-Veranstaltung „Rakete – Sonne – Apfelstrudel“, abgebaut werden. Nach 23:00 h endete dieser Vereinsabend.

Vorgestellte Bücher von Prof. Arnold Hanslmeier

Einführung in Astronomie und Astrophysik

Faszination Astronomie

Den Nachthimmel erleben

Kometen – Unheilbringer? Der Stern von Bethlehem?

Die Sonne – der Stern von dem wir leben

 

Vereinsabende Juli – August

Grillgut bitte wieder selbst mitnehmen, Getränke sind vorrätig

Freitag, 14.07.2017       Vereinsgrillerei auf Sternwarte

 

Freitag, 11.08.2017       Vereinsgrillerei auf Sternwarte

Vortrag: Prof. Roland P. Herold

Aufgaben der österreichischen Flugsicherung

 

Gerhard KERMER

ANTARES NOE AMATEURASTRONOMEN

Vorsitzender

Öffentlichkeitsarbeit und Führungen

M 0664 73122973

E gerhard.kermer@aon.at

Vereinsabend  PDF

 

Fotograf Martin K, Zusammenstellung Peter M.