Vereinsabend November 2018 – Vorstandswahl

NACHLESE
Vereinsabend
Freitag, 09.11.2018
VORSTANDSWAHL

Statutengemäß wird alle 2 Jahre eine ordentliche Generalversammlung im Sinne des Vereinsgesetzes 2002 einberufen, bei der auch die Vorstandswahl angesetzt ist.
Gerhard Kermer begrüßte gegen 19:00 h 28 Mitglieder. Da keine 50% der Mitglieder anwesend waren, wurde für die Vorstandswahl 30 Minuten zugewartet.

Stefan Brenner, international preisgekrönter Fotograf, Fototour Leiter und Fotoworkshop Leiter, ist seit seinem ersten Besuch 2012 ein begeisterter Island-Reisender, der mehrmals im Jahr sowohl privat als auch als Fototour Leiter seine Urlaube in Island verbringt. Bei einem seiner Aufenthalte lernte er isländisch, bei seinen Aufenthalten übernachtet er im Auto, gegen die Kälte gut geschützt durch einen Daunenschlafsack.
In seinem Report „Polarlichter“ nahm er uns mit in die geheimnisvolle und faszinierende Welt der tanzenden Polarlichter, die auf seinen Reisen immer wieder Höhepunkte sind.
Beginnend mit Timelaps der Polarlichter (isl.: Norderljos) gab er einen Überblick über die Entstehung und die verschiedenen Erscheinungsformen, die Farben (grün = Sauerstoff, rot = Stickstoff) und lockerte seinen Bericht mit Informationen über Island auf.
Von Mitgliedern angesprochen, wird sich möglicherweise bei Interesse eine Vereinsreise organisieren lassen.
Und sein bereits 6. Islandkalender wird 2019 auch in den Wohnungen von Mitgliedern hängen.
Über seine fotografischen Aktivitäten könnt ihr in seiner Website mehr erfahren
I https://www.stefanbrenner.at

Nach diesem Vortrag gab Gerhard Kermer einen Rückblick auf die vergangenen 2 Jahre.
Nach dem 2016 eröffneten Neubau Experimentalraum waren die beiden Jahre eine Konsolidierungsphase, Rückzahlungen werden Anfang 2019 abgeschlossen sein, erforderliche Investitionen konnten umgesetzt werden.
Zwar konnte mit der Bedampfung des Hypergraph-Spiegel die Beobachtungsqualität gesteigert werden, die Montierung konnte jedoch nicht verkauft und somit keine neue angeschafft werden. Die Sternwartekuppeln wurden abgedichtet, die motorunterstützte Schieberöffnung des AST wurde umgesetzt und Türen saniert, eine weitere Außenjalousie beim kleinen Vortragsraum schützt vor Witterungseinflüssen; der morsche Stiegenabgang zum Radioteleskop wurde durch eine Stahlkonstruktion ersetzt, das Dachbodengeschoß geräumt, mit dem Langwellenmessgerät SOFIE, leihweise zur Verfügung gestellt von DLR (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt, Neustrelitz) wurde die Teilnahme an wissenschaftlichen Projekten ausgebaut.
Durch vermehrte Angebote und dem guten Landhimmel des Sternwartegeländes konnten wir mehr neue Mitglieder begrüßen (2016 – 9 aktiv/6 unterstützend, 2017 – 18/10, 2018 – 9/8), PixInsight-Workshops und Führungen (2018 das Beste in der Vereinsgeschichte) brachten mehr Interessierte auf die Sternwarte, die Erlöse wurden in die Verbesserung der Infrastruktur investiert und werden eine konsequentere Umsetzung weiterer Projekte ermöglichen.
Bei Vereinsabende konnten wir immer Vortragende mit ansprechenden Themen begrüßen, mehrere Vereinsausflüge pro Jahr werden von den Mitgliedern gerne angenommen.
Anträge an den alten Vorstand wurden keine gestellt.
In Vertretung von Gerhard Zartl (entschuldigt) berichtete Gerhard Kermer über die Finanzen der Jahre 2016 – 2018.
Es folgte der Bericht der Kassaprüfer –die Kassa wurde von den Kassaprüfern Maga. Barbara Trinkl und Martin Kainz überprüft und für in Ordnung befunden.
Gerhard Kermer dankte dem alten Vorstand für den geleisteten Einsatz, der statutengemäß danach zurücktrat.
Da es keine Einwände gab, ersuchte Wolfgang Kern die anwesenden Mitglieder durch Handhebung um Entlastung des gesamten Vorstand und der beiden Rechnungsprüfer, was durch die Unterschrift auf den Kassabericht auch bestätigt wurde.
Ebenso wurde die aufgelegte Anwesenheitsliste von den Mitgliedern unterschrieben.
An der Wahl nahmen die 28 anwesenden Mitglieder teil, 8 Mitglieder machten von der Übertragung des Stimmrechts im Wege einer schriftlichen Bevollmächtigung per E-Mail an Herbert Hörandner Gebrauch.
In der folgenden Wahl des neuen Vorstands wurde Gerhard Kermer als Vorsitzender (mit 2 Enthaltungen) bestätigt, der die Wahl nunmehr fortführte.

Gemäß dem vorliegenden Wahlvorschlag wurden folgende Mitglieder in ihrer Funktion für die nächsten zwei Jahre bestätigt.

Vorstand
Vorsitzender Gerhard Kermer (2 Enthaltungen)
Vorsitzender Stellvertreter Peter Messerer (3 Enthaltungen)
Kassier Gerhard Zartl
Kassier Stellvertreter Peter Messerer (2 Enthaltungen, 1 Ablehnung)
Schriftführer Herbert Hörandner
Schriftführer Stellvertreter Erich Iwanoff

Rechnungsprüfer
Martin Kainz
Barbara Trinkl

Zur Förderung der Vereinsaktivitäten und gemeinsamer Aktivitäten auf dem Sternwartegelände geschaffen, kann sich jedes Mitglied gezielt nach seinen eigenen Interessen in unseren Fachbereichen einbringen; Sternwarteleitung, Koordination Beobachtungstermine und Mitgliederschulung, Projekt Visuelle Beobachtung (VisBeo), Radioastronomie, Digitale Medien und Astrofotografie und Führungen und Öffentlichkeitsarbeit sind Themen für diese Fachbereiche, mit denen wir noch näher bei unseren Mitgliedern sein wollen.
Die nachstehend genannten Mitglieder übernahmen die Leitung dieser Fachbereiche und werden so zur Bereicherung des Vereinslebens beitragen.

Fachbereich
Sternwarteleiter Peter Messerer
Digitale Medien
Astrofotografie Stefan Brenner
Objektdokumentation VisBeo
(VISuelle BEObachtung) Wolfgang Aron
Koordinator Beobachtungstermine auf
Sternwarte, Mitgliederschulung Jürgen Stapf
Radioastronomie Fritz Lensch
Führungen und Öffentlichkeitsarbeit Gerhard Kermer

Monika Lassinger teilte uns kurzfristig mit, dass sie aus persönlichen Gründen die Leitung des Fachbereichs „Jugend und Astronomie“ nicht mehr übernehmen könne, sie aber, soweit es ihre Zeit zulässt, weiterhin gerne für Führungen zur Verfügung steht.
Monika Lassinger hat ihre Vision, Kinder frühzeitig mit Experimenten und Spielen in die Welt der Astronomie einzuführen, mit viel Engagement und persönlichen Einsatz umgesetzt. Ob Volksschulklassen, Nachmittagsführungen oder vor Führungen wie bei der Perseiden-Sternschnuppennacht – immer herrschte fröhliches und geschäftiges Treiben auf der Sternwarte, Planeten schwebten, die Entstehung der Mondkrater konnte nachgestellt werden, Astronauten wanderten in Raumanzügen auf dem Gelände umher, mit Spezialschuhen konnte das Gefühl des Gehens auf dem Mond erahnt werden, Handschuhe vermittelten die Herausforderungen für die Besatzung der ISS bei Außeneinsätzen, Höhepunkte waren immer die Raketenstarts. Das Kinderhabitat, in dem Dunkelkammerexperimente geplant sind, wartet noch auf seine Fertigstellung.
„Jugend und Astronomie“ – wir danken Monika für ihre Ideen und für ihren Einsatz, dass sie dieses Thema als eine der ersten auf einer Volkssternwarte erfolgreich umgesetzt hat.
Wir werden dieses Spezialgebiet weiterhin gemeinsam im Sinne von Monika in unserem Führungsprogramm anbieten.
Besonders erfreulich ist, dass sich im Laufe des Abends ein Mitglied zur Übernahme dieses Fachbereichs angeboten hat. Gemeinsam mit Monika werden wir für eine erfolgreiche Übergabe sorgen.
Wir wünschen Monika ALLES GUTE und freuen uns darauf, dass sie uns weiterhin – soweit es ihre Zeit zulässt – mit ihren Ideen bei der Gestaltung unterstützt.

Anträge an den neuen Vorstand wurden nicht gestellt.

Im Anschluss daran berichtete Gerhard Kermer über „Allfälliges“.

Die Mitgliedsbeiträge und die Einschreibgebühr gelten wie die Führungspreise weiterhin für das Jahr 2019 in gleicher Höhe.
Der Pachtvertrag wird verlängert, wir wollen ein Vorkaufsrecht erhalten.
Der Vereinsausflug führt uns am 19.05.2019 nach Salzburg ins Haus der Natur und zur neu eröffneten VEGA-Sternwarte, Anreise per Bus, Einladung wird ausgesandt, Anmeldungen sind erbeten, Gäste willkommen.
Bei Führungen wollen wir zusätzlich Tagesgruppen bewerben.

Die größte Herausforderung wird der Ausbau des Sternwartegeländes sein. Nach der Bewilligung der eingereichten Geländeumwidmung werden voraussichtlich ab April 2019 nach der erforderlichen Geländeaufschüttung Teleskopplattformen und Kleinobservatorien errichtet.
In einer voraussichtlich im Dezember anberaumten Mitgliederinformationsveranstaltung wird über die endgültige Gestaltung entschieden – Termin folgt.
Wir möchten bereits heute um die Mitarbeit zahlreicher Mitglieder ersuchen
– Mithilfe spart Kosten und bringt einen Zeitvorteil für die Fertigstellung
– Mithilfe ist auch bei Suche nach Unterstützung hilfreich
– ebenso sind günstige Transportmöglichkeiten (Klein-LKW) willkommen

Nach der Fertigstellung dieses Bauprojekts ist eine neue Montierung für den Hypergraphen fix eingeplant, um eine weitere Sternwarte für Astrofotografie zu optimieren.

Die Mitglieder des neu gewählten Vorstandes und die Fachbereichsleiter danken für das entgegengebrachte Vertrauen!
Wir werden bemüht sein, auch die nächsten zwei Jahre erfolgreich für den Verein tätig zu sein und das Vereinsleben im Sinne der ANTARES-Mitglieder zu beleben.
Vor allem wollen wir das GEMEINSAME in den Vordergrund stellen.

VORSCHAU

Dienstag, 13.11.2018, 19:00 h
Filmklub St. Pölten
Vereinslokal Filmklub St. Pölten
Jahnstraße 18
(Gebäude des ehemaligen Forum-Kino), Kellergeschoß
3100 St. Pölten

Foto des Hauses, Eingang zum Filmklub / Keller ist vorne auf dem Foto
http://www.filmklub-stp.at/kontakt.htm

Dienstag, 13.11.2018
Treffen ab 19:00 h
Ab 19:30 h Präsentation von Kurzfilmen des Filmklub St. Pölten
Dauer etwa 1 – 1 ¼ Stunden

Peter Aigner, Obmann des Filmklub St. Pölten, ist auch ANTARES-Vereinsmitglied.
Nach dem Besuch von Mitgliedern des Filmklubs St. Pölten am Vereinsabend August 2018 auf dem Sternwartegelände sind wir am Dienstag, 13.11.2018, ab 19:00 h, zu einem Gegenbesuch eingeladen.
Die Mitglieder des Filmklubs St. Pölten zeigen eine Auswahl der von ihnen gestalteten Kurzfilme mit verschiedenen Themenbereichen.
Bei Interesse, bitte um Anmeldung bis Sonntag.
(M 0664 73122973, E gerhard.kermer@aon.at).

ANTARES-VEREINSABEND
Freitag 30.11.2018

Gasthof Leo GRAF
Bahnhofplatz Süd – 7
3100 St. Pölten

Treffen ab 18:00 h
19:00 h Begrüßung, Vereinsnachrichten
19:30 h WEIHNACHTSFEIER

Wir freuen uns über euer Interesse und über zahlreiche Besucher.

Gerhard KERMER
Vorsitzender
Öffentlichkeitsarbeit und Führungen
M 0664 73122973
E gerhard.kermer@aon.at

Arbeitseinsatz: „Haarschnitt“ für Bäume

Natur bedeutet Wachstum!
Und das erleben wir laufend auch auf dem Sternwartegelände – Gras muss regelmäßig gemäht werden; aber auch die Büsche und die Bäume gedeihen prächtig, neben dem natürlichen Wachstum gibt es auch immer Zweige, die sich besonders hervortun und in den Himmel wachsen.
Und damit versperren sie uns den Blick zu manchen Objekten.
Ein regelmäßiger Rückschnitt bietet auch verbesserte Horizontsicht. Und zu diesem Rückschnitt, dem „Haarschnitt“ für Bäume, trafen einander am Samstag, 20.10.2018, ab 08:00 h die Mitglieder Wolfgang A., Leo P., Franz H., Erich I. und ich auf dem Sternwartegelände.
Mit Motorsägen wurden die Bäume zurück gestutzt, die Äste wurden mit der der Scheibtruhe zu einem Haufen geleert und dort gleich gehäckselt.
Gemeinsam ging die Arbeit flott von der Hand – nach den Fichten an der Südseite des derzeitigen Beobachtungsplatzes wurde auch die Bäume entlang der Straße zurechtgeschnitten.

Gegen 11:00 h war der Rückschnitt der Bäume erledigt, um 12:00 h endete der Arbeitseinsatz.
Was noch zu tun bleibt:
Es fiel sehr viel Grünschnitt an, mancher Ast wartet noch auf die Zerkleinerung durch den Häcksler.

Ein aufrichtiges DANKE an die Mitglieder, die mit dieser kurzfristig angesetzten Aktion weiterhin gute Beobachtungsbedingungen auf dem Sternwartegelände ermöglicht haben.

Gerhard Kermer

Vereinsabend Oktober 2018

NACHLESE
Vereinsabend
Freitag, 12.10.2018

Wann habt ihr das letzte Mal auf unsere Website geschaut?
Die nach Süden gerichtete Webcam zeigt ein ungewohntes Bild:
Der Parkplatz ist nur noch rudimentär vorhanden, Erdhaufen sind bildbeherrschend!
Wir konnten Material für die Geländeaufschüttung mehr als preiswert erhalten!
Bäume wurden entastet, eine Plane als Windschutz angebracht!
Inoffiziellen Informationen zufolge soll die Geländeumwidmung in Kürze bewilligt sein.
Die Vorarbeiten für den weiteren Ausbau des Sternwartegeländes im Sinne unserer Mitglieder sind gesetzt.
Ein Baubeginn Anfang April 2019 scheint – wetterabhängig – realistisch!

In der Mitgliederversammlung am Mittwoch, 25.10.2018, 17:00 h im Gasthof Graf, St. Pölten sollen die letzten Details geklärt werden, Info und Einladung erfolgte per E-Mail.
Nicht nur Wind-, Licht- und Sichtschutz, Teleskopplattformen, Teleskopboxen und zusätzliche Sternwarten werden Thema sein, Lösungsmöglichkeiten werden erörtert.

Freitag, 12.10.2018, mehr als 20 ANTARES-Mitglieder treffen einander wieder bei unserem ANTARES-Vereinsabend im Gasthof Leo GRAF, 3100 St. Pölten.
Nach der Begrüßung um 19:00 h berichtete der Vorsitzende Gerhard Kermer über Neuigkeiten aus dem Verein.
Material für die Geländeaufschüttung haben wir erhalten!
Und die Umwidmung sollte – Informationen zufolge – in Kürze genehmigt werden.
Der Baubeginn 2. Quartal 2019 sollte somit eingehalten werden – für eine rasche und kostenreduzierte Umsetzung erbitten wir bereits heute eure Mithilfe!

Der Vereinsausflug 2019 führt nach Salzburg, wo wir im Haus der Natur die Astronomiehalle besuchen und bei einer Führung die neu eröffnete VEGA-Sternwarte Haunsberg kennenlernen.

Bei unseren Vereinsabenden 2019 werden wir über Astronomie in Babylonien hören, über Die Mondträumer – Johannes Kepler und Jules Verne einiges erfahren, Zwerggalaxien und die Protoplanetare Scheibe werden Themen sein. 2019 – 50 Jahre Mondlandung – auch dazu ist ein Vortrag angedacht.

Wenn alles planmäßig verläuft, wird im 1. Halbjahr 2019 unter den im Weltraum stationierten Exoplaneten-Forschungsteleskopen ein neuer Name auftauchen. In Zusammenarbeit mit der Europäischen Raumfahrtagentur ESA und zehn weiteren Partnerländern wird die Schweiz das Weltraumfernrohr CHEOPS (CHaracterising ExOPlanets Satellite) in den Orbit bringen. Es soll Planeten jenseits des Sonnensystems mit höchster Genauigkeit ausmessen.
Mittels Transitmethode wird der Lichtabfall eines Sterns, der sich beim Vorbeiziehen des „dunklen“ Planeten vor seinem Zentralgestirn ergibt, beobachtet, der Radius, somit die Sterngröße, kann damit bestimmt werden. Die Transitmethode zählt neben der Radialgeschwindigkeitsmessung (der Verschiebung der dunklen Linien im Sternspektrum) zu den beiden erfolgreichsten Standardverfahren der Exoplaneten-Forschung
Der etwa 290 kg schwere Forschungssatellit CHEOPS, unter der Leitung der Universität Bern und der Europäischen Weltraumorganisation ESA entwickelt, wird vom ESA-Weltraumbahnhof Kourou / Französisch-Guayana mit einer Sojus-Rakete gemeinsam mit einem italienischen Radarsatelliten in einen 700 km hohen sonnensynchronen Orbit (SSO) über die Pole in 700 Kilometer Höhe an der Tag- und Nachtgrenze (Terminator) gebracht. Bei seinem Weltraumeinsatz wird das Teleskop (32 cm Öffnung, 1,2 m Länge) von einem etwa halbkreisförmigen Sonnenschild, der senkrecht zur Achse des Satelliten steht, vor der Sonnenwärme geschützt. Auf der sonnenbeschienenen Seite trägt der Schild Solarzellen. Die Lebensdauer des Satelliten ist auf 3,5 Jahre ausgelegt.
CHEOPS soll durch hochpräzise Helligkeitsmessungen erwartete Passagen von Exoplaneten vor deren Zentralstern beobachten (Transitmethode) und daraus deren Größe, Masse und mögliche Atmosphären bestimmen. Damit das Bild des Sterns möglichst viele seiner CCD-Pixel bedeckt und die Untersuchung möglichst genau wird, wird das Teleskop bei seinen Untersuchungen unscharf eingestellt.
CHEOPS Hauptziel ist es, Exoplaneten in der näheren Umgebung der Erde zu charakterisieren und zu untersuchen und wird dafür etwa 500 Sterne mit bereits bekannten Planetensystemen aus seiner Erdumlaufbahn beobachten.
Untersucht werden helle, aber wenig aktive Sterne mit bereits nachgewiesenen Exoplaneten in der Größe zwischen Supererde und Neptun mittels ultrapräziser Photometrie. Die beobachteten Objekte wurden bereits vor der Mission ausgewählt, unter anderem durch NGTS (Next-Generation Transit Survey), einer Forschungseinrichtung zur Exoplanetensuche mit ungefähr 50 Zielen mit weniger als sechs Erdradien Durchmesser. Die Sterne sind hell genug, um später Messungen der Radialgeschwindigkeiten in entsprechender Präzision zu ermöglichen. Die Mission soll genauere Informationen über den Durchmesser von Exoplaneten mit bereits durch vorherige Beobachtung ungefähr bekannter Masse liefern und den Radius ungefähr auf 10 % genau bestimmen. Aus Masse und Durchmesser kann die Dichte berechnet werden, dieses wiederum ermöglicht Rückschlüsse über die Beschaffenheit des Exoplaneten, so, ob der Planet überwiegend aus Gestein, Eis oder Gas besteht. Das System kann Magnitudenunterschiede von 1 mmag bei einem Stern der Magnitude V < 13 erkennen. Während erdgebundene Beobachtungen die Transitdaten und die Umlaufzeiten erkennen können, bleibt CHEOPS die Aufgabe den Durchmesser zu bestimmen.
Die wissenschaftlichen Daten werden im X-Band übertragen, Telemetrie und Steuerung nutzen das S-Band, das auch als Reserve für die Datenübertragung dient.
Verpackt in einer speziell angefertigten Transportkiste, verladen im Reinraum des Gebäude für Exakte Wissenschaften der Universität Bern in einen Transportcontainer, gesichert gegen Schock, Feuchtigkeit und Verschmutzung, so wurde CHEOPS nach Madrid verfrachtet, wo durch «Airbus Defense and Space – Spain» das Instrument in die Satellitenplattform eingebaut und der Satellit getestet wird.
Danach wird der Satellit an mehreren Orten in Europa nochmals verschiedene Tests durchlaufen, bei RUAG Space Zürich muss CHEOPS noch einen Rütteltest bestehen. Danach wird er zum ESA-Weltraumbahnhof Kourou / Französisch-Guayana verfrachtet. Anfang 2019 soll CHEOPS startbereit sein.
Österreich ist aktiv in die Mission CHEOPS eingebunden:
Die Wissenschaftler am IWF Graz steuern einen der beiden Bordcomputer für CHEOPS bei.
Die Weltraumfirma RUAG Space Austria ist für die Stromversorgung der Instrumentenelektronik verantwortlich.
Und das Institut für Astrophysik Wien liefert die Flight Software für das Nachführsystem; davon profitieren werden weitere Projekte durch Wiederverwendung der für CHEOPS entwickelten Software.

Unser aufrichtiger DANK gilt dem Vortragenden Dr. Christian Reimers, Institut für Astrophysik der Universität Wien, der uns einen ausführlichen Überblick über das Weltraumteleskop CHEOPS geben konnte.
Ab 1994 Studium der Astronomie und Physik in Wien. Nach Abschluss der Magisterstudiums über die "Formung Planetarischer Nebel durch staubgetriebene AGB-Winde" und der Promotion zum Thema "Massenverlust durch inhomogene AGB-Winde – Detailstrukturen in Planetarischen Nebeln" folgten ein Lehrauftrag an der Fakultät für Geowissenschaften, Geographie und Astronomie sowie Projektarbeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter zur Entwicklung einer Kompressionssoftware für das PACS-Instrument an Bord des ESA-Infrarotsatelliten Herschel und diversen EU-geförderten eLearning-Projekte für das Bundesministerium für Bildung. Derzeit ist Christian Reimers, neben bestehender Lehrtätigkeiten, als Softwareentwickler für Dokumentenmanagementsysteme sowie die Erstellung von Applikationssoftware für die ESA-Satellitenmissionen CHEOPS und SMILE in einem Projektteam an der Universität Wien tätig.
Die nachfolgende Fragestunde zeigte das große Interesse der Vereinsmitglieder an dieser Mission.

Weiterführende Linkliste zum Satellitenprojekt CHEOPS
CHEOPS – Offizielle Homepage http://cheops.unibe.ch/de (großteils englisch)
ESA: CHEOPS (CHaracterizing ExOPlanets Satellite) (englisch) http://sci.esa.int/cheops
Universität Wien; space@univie Projekte https://space.univie.ac.at/projekte
eoPortal Directory (englisch) https://directory.eoportal.org/web/eoportal/satellite-missions/c-missions/cheops
Wikipedia: CHEOPS Weltraumteleskop https://de.wikipedia.org/wiki/CHEOPS_(Weltraumteleskop)

Der weitere Verlauf des Vereinsabends nahm seinen gewohnten Verlauf, er gehörte unseren Mitgliedern: Persönlicher Austausch, Fachgespräche, Astrofotos, kurze Besprechungen zu Vereinsterminen oder einfach nur privat plaudern. Dieser Mix macht jeden unserer Vereinsabende zu einem gelebten Fixpunkt in unserem Vereinsleben.

VORSCHAU

Donnerstag, 25.10.2018
17:00 h -19:00 h
Gasthof Graf, St. Pölten
Einladung Endbesprechung Erweiterung Sternwartegelände
An diesem Tag wollen wir mit den an dem Ausbau und der Nutzung der Sternwarte interessierten Mitglieder den aktuellen Planungsstand vorstellen und die Vorschläge, eventuelle Änderungswünsche und das Interesse an Teleskopboxen der anwesenden Mitglieder erfragen, um diese in die endgültige Planung einfließen zu lassen.
PUNKTE:
Interesse an Teleskopboxen
Interesse an Teleskopsäulen
Interesse an Observatorium
Kosten
Höhe Zaun
Licht-und Windschutz
Eure Schwerpunkte und Interessen?

Freitag, 09.11.2018
Am Vereinsabend Freitag, 09.11.2018 ist Vorstandswahl:

Wahlvorschlag Vorstandswahl und Fachbereichsleiter
Vorstand
Vorsitzender Gerhard Kermer
Vorsitzender Stellvertreter Peter Messerer
Kassier Gerhard Zartl
Kassier Stellvertreter Peter Messerer
Schriftführer Herbert Hörandner
Schriftführer Stellvertreter Erich Iwanoff

Fachbereich
Sternwarteleiter Peter Messerer
Digitale Medien Stefan Brenner
Objektdokumentation VisBeo
(VISuelle BEObachtung) Wolfgang Aron
Koordinator Beobachtungstermine auf
Sternwarte, Mitgliederschulung Jürgen Stapf
Jugend und Astronomie Monika Lassinger
Radioastronomie Fritz Lensch
Führungen und
Öffentlichkeitsarbeit Gerhard Kermer

Rechnungsprüfer
Martin Kainz
Barbara Trinkl

Auszug
Vereinsstatuten, § 9 (6): Generalversammlung
(6) Bei der Generalversammlung sind alle Mitglieder teilnahmeberechtigt. Das Stimm- und Wahlrecht richtet sich nach § 7 der Statuten. Jedes Mitglied hat eine Stimme. Die Übertragung des Stimmrechts auf ein anderes Mitglied im Wege einer schriftlichen Bevollmächtigung ist zulässig.

Wer bei Verhinderung von dieser Möglichkeit Gebrauch machen möchte:
Bitte Übertragung des Stimmrechts auf ein anderes Mitglied im Wege einer schriftlichen Bevollmächtigung per E-Mail an

Herbert Hörandner
E herbert.hoe@gmx.at

Wir freuen uns über eure Teilnahme und über die aktive Wahrnehmung eures Wahlrechts.

Gerhard KERMER
Vorsitzender
Öffentlichkeitsarbeit und Führungen
M 0664 73122973
E gerhard.kermer@aon.at

Vereinsabend September 2018

Nachlese

Vereinsabend

Freitag, 14.09.2018

Die Geländeumwidmung für den weiteren Ausbau der Sternwarte ist zwar noch nicht bewilligt (derzeitige Information Anfang 2019), aber die Vorarbeiten laufen. Und darüber und über den aktuellen Planungsstand berichteten Gerhard Kermer und Peter Messerer zu Beginn dieses Vereinsabends.
Das Gelände wird mit einer Stützmauer und Maschendrahtzaun (Höhe 1,25 m oder 1,50 m ?) umgeben. Dieser soll begrünt werden (Efeu?) und, mit Schattiernetz versehen, Licht-, Sicht- und Windschutz ermöglichen. Ebenso soll diese Maßnahme eine bessere Pflege der Böschung ermöglichen.
Neben der Vergrößerung der Parkflächen (200 m2, auf Grund Weidegenossenschaft) werden auf der geplanten Erweiterungsfläche (240 m2) insgesamt 13 betonierte Teleskopaufstellplätze (1,5 m x 1,5 m) errichtet (2 für visuell, 11 für Astrofotografie), ein Teil wird mit Teleskopsäulen ausgestattet. Zusätzlicher Windschutz für die 11 Plattformen für Astrofotografie wird angedacht (mobil, stationär?; bitte um Lösungsansätze).
Westlich der 6 befestigten Plätze (visuell) werden auf Neugrund 2 Betonplattformen (2,5 m x 2,5 m) zur Errichtung zweier Holzhütten (Höhe 2,6 m) in Würfelform zur Aufnahme von Teleskopen errichtet.
2 Betonplattformen (4,2 m x 2,5 m) zur Errichtung zweier Holzhütten (Höhe 2,6 m) sind für die Aufbewahrung und Lagerung von Teleskopen vorgesehen.
Pläne und Baubeschreibungen können in unserer Website https://www.noe-sternwarte.at / Mitgliederbereich / Projekt Plattformen eingesehen werden.
Bitte um eure Lösungsvorschläge für Zaunhöhe, Licht- und Windschutz, Begrünung, usw.
Und bitte um Bekanntgabe, wer Interesse an Lagerbox für Teleskope hat!
Am 25.10.2018, 17:00 h – 19:00 h laden wir alle Mitglieder zu einer Besprechung in den Gasthof Leo Graf, St. Pölten, wo Details und die endgültige Ausführung beschlossen werden – Einladung folgt nochmals zeitgerecht.

Etwa 20 Mitglieder trafen am Freitag, 14.09.2018 ab 18:00 h bei unserem Vereinsabend im Gasthof Leo GRAF, 3100 St. Pölten zusammen.
Nach dem Besucheransturm bei der Totalen Mondfinsternis am 27.07.2018 konnten wir am 12.08.2018 gemeinsam mit knapp 400 Besuchern bei besten Sichtbedingungen in der „Nacht der Sternschnuppen“ zahlreiche PERSEIDEN, darunter auch Boliden, beobachten – ein aufrichtiges DANKE allen Mitgliedern, die durch ihre Mithilfe diesen Abend nicht nur für uns zu einem astronomischen Fest werden ließen; DANKE auch an Paul Beck, der in einer Liveschaltung aus Teneriffa berichtete.
Die Planungen für das Vereinsjahr 2019 laufen; neben einer partiellen Mondfinsternis (66%) in den Abendstunden des 16.07.2019 ist der Merkurtransit am 11.11.2019 nur in der Anfangsphase sichtbar, der Austritt erfolgt nach Sonnenuntergang.
Der Vereinsausflug wird uns am Sonntag, 19.05.2019, nach Salzburg ins Haus der Natur (Astronomieabteilung, Kraterkino) und in die neu eröffnete VEGA-Sternwarte führen, die Reise erfolgt per Busfahrt, Infos folgen.

Am 15.09.2017 endete die Cassini-Huygens-Mission. Am Freitag, 14.09.2018, fast auf den Tag genau der Jahrestag des Sturzes der Cassini-Sonde in den Saturn, freuten wir uns über Dr. Georg Fischer als Vortragenden, der uns über die „Höhepunkte der Saturnmission Cassini-Huygens“ berichtete.
Cassini-Huygens, die Mission zweier Raumsonden zur Erforschung des Planeten Saturn und seiner Monde, wurde am 15.10.1997 vom Launch Complex 40 auf Cape Canaveral mit einer Titan-IVB-Rakete gestartet.
Benannt nach Giovanni Domenico Cassini, einem italienischen Astronomen, der 1675 erstmals die Lücke im Saturnring (Cassinische Teilung) beschrieb, und Christiaan Huygens, einem niederländischen Astronom, Mathematiker und Physiker, der entdeckte, dass die Ausbuchtungen des Saturn, von Galilei als Ohren des Saturns bezeichnet, in Wirklichkeit die Saturnringe waren, schwenkte Cassini (NASA) am 01.07.2004 in die Umlaufbahn um Saturn ein.
Die europäische Landesonde Huygens (ESA) wurde im Dezember 2004 vom Cassini-Orbiter getrennt und landete am 14.01.2005 auf Titan, dem größten Saturnmond, für Messungen in der Atmosphäre und auf der Oberfläche. Ihre eigentliche Mission dauerte ca. 2,5 Stunden, 72 Minuten lang sandte Huygens Daten, die das Verständnis über den Mond Titan deutlich verbesserten.
Das IWF Graz, Mitglied im Cassini/RPWS-Team, hat Methoden zur Kalibrierung der RPWS-Antennen entwickelt und durchgeführt. Das IWF hat an Bord von Huygens maßgeblich an der Entwicklung und dem Bau von ACP (Aerosol Collector and Pyrolyser) und HASI (Huygens Atmospheric Structure Instrument) mitgearbeitet und war an der Datenauswertung von GCMS (Gas Chromatograph and Mass Spectrometer) beteiligt, ebenso wurden auch Daten der Cassini-Mission ausgewertet.
2009 entdeckte die NASA-Raumsonde Cassini auf einer südlichen Breite von 35° die ersten Blitze auf der Nachtseite des Saturns; 2011 gelang der Kamera an Bord von Cassini jedoch eine Sensation: Während des Riesensturms, der 2010-2011 auf 35° nördlicher Breite tobte, ortete sie erstmals Blitze auf der Tagseite des Ringplaneten im kurzwelligen blauen Licht.
In einer Studie der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Icarus beschreibt ein internationales Team mit Beteiligung des Grazer IWF die während dieses Riesensturms aufgenommenen gewaltigen Blitze (Erstautorin Ulyana Dyudina)., die von Cassini im Jahr 2011 aufgenommen wurden.
Dr. Fischer verfolgt das Wettergeschehen am Saturn seit geraumer Zeit.
Die Intensität der Blitze auf Saturn kann mit den heftigsten Blitzen auf der Erde verglichen werden. Alleine die sichtbare Energie wird auf 1-10 Gigajoule geschätzt, was ca. 0,1% der Gesamtenergie des Blitzes entspricht. Der von den Blitzen erleuchtete Wolkenteil hat einen Durchmesser von rund 200 km. Daraus kann geschlossen werden, dass die Blitze auf Saturn genau dort generiert werden, wo sie auch auf der Erde entstehen: in den tiefer liegenden Schichten der Atmosphäre, wo Wassertröpfchen gefrieren.
Neben den Bilddaten sind auch die Radiodaten von großer Bedeutung. Während die meisten Blitze im mittleren Teil des Sturms fotografiert wurden, geht aus den Messungen der Radiowellen hervor, dass die Blitze im Kopfteil des Sturms eigentlich am häufigsten sind. Gerade dort sind die Wolken aber so dicht, dass die Kameras keine Blitze detektieren können.
Blitze sind auch auf Jupiter und Uranus detektierbar, bei Neptun werden diese vermutet, sind dort jedoch nicht nachgewiesen und bestätigt.
Wichtig für diese Forschungstätigkeit war für Dr. Fischer die Zusammenarbeit mit Amateurastronomen; er nutzte die Daten des PVOL (Planetary Virtual Observatory and Laboratory), wo sehr viele Amateurastronomen regelmäßig ihre Bilder von Planeten hochladen (http://pvol2.ehu.eus/pvol2/).
In dem in seinem Vortrag angesprochenen Artikel (englisch, 100 Seiten) werden sehr viele Möglichkeiten der Zusammenarbeit zwischen Profis und Amateuren im Bereich der Planetenbeobachtung besprochen.
Dieser Artikel (Instrumental methods for professional and amateur collaborations in planetary astronomy) wird als pdf-Datei der Nachlese angehängt.
Vielleicht bietet diese Seite für das eine oder andere ANTARES-Mitglied interessante Möglichkeiten, um auch als Amateur mit Daten für wissenschaftliche Forschung beizutragen.
Weitergehende Informationen zu Cassini/Huygens sind u.a. abrufbar in den Websites
NASA (https://www.nasa.gov/mission_pages/cassini/main/index.html)
ESA (https://www.esa.int/Our_Activities/Space_Science/Cassini-Huygens).
Wikipedia (https://de.wikipedia.org/wiki/Cassini-Huygens)

Die nachfolgende Fragerunde zeigte das große Interesse der ANTARES-Mitglieder an dieser Mission. Unser aufrichtiger Dank gilt Dr. Georg Fischer, der, aktiv an dieser Mission beteiligt, uns an diesem Forschungsprojekt teilhaben ließ.

Der weitere Abend, der gegen 22:00 h endete, gehörte mit persönlichen Gesprächen unseren Mitgliedern.

Was uns besonders freut:
Wir dürfen 3 neue aktive Mitglieder bei ANTARES herzlich willkommen heißen!

VORSCHAU
ANTARES-VEREINSABEND
Freitag 12.10.2018

Gasthof Leo GRAF
Bahnhofplatz Süd – 7
3100 St. Pölten

Treffen ab 18:00 h
19:00 h Begrüßung, Vereinsnachrichten
19:30 h Dr. Christian Reimers
Institut für Astrophysik der Universität Wien
CHEOPS – Die Charakterisierung ferner Welten

Vortragender
Dr. Christian Reimers
Institut für Astrophysik der Universität Wien
Christian Reimers, geboren 1973 in Bludenz (Vorarlberg), studierte ab 1994 Astronomie und Physik in Wien. Nach Abschluss der Magisterstudiums über die „Formung Planetarischer Nebel durch staubgetriebene AGB-Winde“ und der Promotion zum Thema „Massenverlust durch inhomogene AGB-Winde – Detailstrukturen in Planetarischen Nebeln“ folgten ein Lehrauftrag an der Fakultät für Geowissenschaften, Geographie und Astronomie sowie Projektarbeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter zur Entwicklung einer Kompressionssoftware für das PACS-Instrument an Bord des ESA-Infrarotsatelliten Herschel und diversen EU-geförderten eLearning-Projekte für das Bundesministerium für Bildung. Derzeit ist Christian Reimers, neben bestehender Lehrtätigkeiten, als Softwareentwickler für Dokumentenmanagementsysteme sowie die Erstellung von Applikationssoftware für die ESA-Satellitenmissionen CHEOPS und SMILE in einem Projektteam an der Universität Wien tätig.

THEMA
CHEOPS – Die Charakterisierung ferner Welten
Es ist bald soweit! CHEOPS, ein Satellit der europäischen Weltraumorganisation ESA, wird demnächst in einen Erdorbit gebracht, um mehr über die physikalischen Eigenschaften ferner Welten in Erfahrung zu bringen. Zur Realisierung dieser Mission hat ein europäisches Konsortium jahrelang an dem Vorhaben gearbeitet und viel Know-How und und Arbeitsaufwand investiert. Welche Aufgaben und Ziele verfolgen die Wissenschafter mit CHEOPS? Welche Meilensteine bei der Entwicklung dieses Satelliten mussten gemeistert werden und wo stehen wir heute?

Vereinsabend August 2018

Nachlese

Vereinsabend

Freitag, 10.08.2018

Am 21.07.2018 hat Christine Haas nach langer, schwerer Krankheit für immer diese Welt verlassen. Unser guter „Geist“, das war Christine!
2012 dem Verein ANTARES beigetreten, hat sie sich sehr für Astronomie interessiert; gemeinsam Astrofotos der Mitglieder anschauen, wissbegierig die Vorträge verfolgt, mit dem Medium Internet und E-Mail vertraut gemacht, aber teils auch wohlwollend kritisch.
Bei Gesprächen war sie Zeitzeugin, wenn sie von ihrer Jugend erzählte, gerne hielt sie sich auch in Innsbruck auf. Nicht nur an Vereinsabenden, sondern auch an Vereinsausflügen hat sie aktiv teilgenommen. Gerne haben wir sie auf die Sternwarte mitgenommen, wo sie sich sehr wohl gefühlt hat.
Gewissenhaft die Kassatätigkeit ausgeübt, war sie oft auch – trotz Gehbehinderung – in den Warten zur Mitbeobachtung anzutreffen.
Am Freitag, 17.08.2018, 11:00 h haben wir Christine am Hauptfriedhof St. Pölten gemeinsam auf ihrem letzten Wege begleitet.

Und diesen Abend haben wir, nach einer Trauerminute mit stillem Gedenken, Christine gewidmet.

Und dieser Abend war Freitag, 10.08.2018, wo wir den dritten und letzten Vereinsabend 2018 mit einer „Vereinsgrillerei“ auf dem Sternwartegelände Michelbach verbrachten.
Waren wir wettermäßig vom Juni- und Juli-Abend verwöhnt, so war an diesem Abend Regen angesagt – trotzdem konnten wir mehr als 30 Mitglieder und Gäste begrüßen.
Wir konnten uns über den Besuch von Mitgliedern des St. Pöltener Filmklubs freuen.
Als besondere Gäste konnten wir Michael Jäger und Gerald Rhemann mit Gattin begrüßen.
Auf dem Grill lagen Fleischstücke wie Koteletts, Würstel und Gemüsestücke; verfeinert mit Ketchup, Senf, Mayonnaise, Gurkerl und Salat ließen wir es uns schmecken.

Zu Beginn einer Erzählung von Hans Christian Andersen heißt es: „Und der Komet kam, schimmerte mit seinem Feuerkern und drohte mit seinem Schweif; er ward betrachtet aus dem reichen Schloss, aus der armen Hütte, aus dem Menschengedränge auf der Straße und von dem einsamen Wanderer, der über die wegelose Heide schritt. Ein jeder hatte seinen Gedanken dabei.“
Michael Jäger, begeistert von Kometen, hat in seinem Leben bereits mehr als 700 dieser Wanderer in unserem Sonnensystem fotografisch dokumentiert; Aufnahmeorte sind nicht nur seine Standorte am Jauerling oder im Waldviertel, die Suche nach wolkenfreien Himmelsfeldern gerät des Öfteren zu einer Herausforderung; auch Aufenthalte in Namibia werden für Kometenfotografie genutzt. Wir können uns über seine Veröffentlichungen unter anderem in „Sterne und Weltraum“ freuen.
Eine Auswahl seiner Kometenfotos präsentierte Michael Jäger in einem Vortrag; neben „normalen“ Schweifsternen war auch die Entwicklung und die Veränderung der Schweife innerhalb kurzer Zeit Inhalt dieses Berichts. Beeindruckend dabei war die fotografische Dokumentation des teilweisen Zerfalls – kleine abgelöste Kometenteile konnten auf diesen Aufnahmen in den Schweifen eindeutig identifiziert werden.

Am Sonntag, 12.08.2018 konnten wir bei einer Öffentlichen Führung mit etwa 400 Besuchern die Zerfallsprodukte des Kometen 109P/Swift-Tuttle bewundern; Meteoride drangen in die Erdatmosphäre ein und verglühten als Meteore; 12.08.2018, Höhepunkt der auch als Laurentius—Tränen bekannten PERSEIDEN, die NACHT der STERNSCNUPPEN, bei der auch Boliden beobachtet werden konnten.

Wir saßen noch beisammen, sprachen über dies und das; der Regen verhinderte jedoch erfolgreiche Himmelsbeobachtung in dieser Nacht nach Neumond, sodass bald an den Aufbruch gedacht wurde.

Wir dürfen uns über eine Gegeneinladung des St. Pöltener Filmklubs freuen:
Bitte vormerken
Dienstag, 13.11.2018
Detailinformationen folgen zeitgerecht.

Seite 1 von 1212345...10...Letzte »